hmpf hat geschrieben:Na immerhin zeigen Sie Interesse an Physik.
Allerdings haben Sie noch nicht viel über Physik gelernt.
Also wenn die Atmosphäre sich nicht durch Strahlung kühlen kann, haben wir die gleiche Situation
wie in dem thermisch ideal isolierten Zimmer. Dort wird es nach wenigen Stunden überall gleichwarm.
Bei der Erdatmosphäre dauert es eben vielleicht einige Jahre.
So schlecht ist die Wärmeleitung der Luft nicht, sonst würden weder Heizung, Fön noch Heißluft-Ballon funktionieren.
Insbesondere ist die Wärmeleitfähigkeit der Luft millionenfach besser als die des Vakuums.
Also haben Sie langsam kapiert, dass wir ohne Treibhausgase keinen negativen, sondern einen positiven
Temperaturgradienten in der Troposphäre hätten?
Dein Vergleich mit einem isolierten Zimmer hinkt.
Im Zimmer verhindert die Isolation den Wärmeverlust.
Die Erde verliert jedoch ständig Energie in den Weltraum – das ist der grundlegende Unterschied.
Wärmeverlust ins All geschieht ausschließlich durch Strahlung – und nur Teilchen mit Emissionsfähigkeit im IR-Bereich können daran teilnehmen. Ohne Treibhausgase kann nur der Erdboden abstrahlen.
Fazit: Es handelt sich nicht um ein isoliertes, abgeschlossenes System – sondern um ein offenes, strahlendes System.
Die Atmosphäre kann sich ohne Strahlung nicht abkühlen.
Ohne Treibhausgase gibt es keine Rückstrahlung – die Atmosphäre bleibt „strahlend stumm“
Die Sonne erwärmt den Boden (sichtbares Licht wird absorbiert).
Der Boden strahlt IR-Strahlung ab.
Ohne Treibhausgase wird die Strahlung nicht in der Atmosphäre absorbiert.
Die Atmosphäre bleibt also thermisch "blind" für IR.
Fazit: Es gibt keinen Energieeintrag in die Atmosphäre durch IR-Strahlung, und damit auch keine IR-bedingte Erwärmung.
Die Atmosphäre würde kalt bleiben, auch nach Jahren.