Antimaterie kann es lt. Definition gar nicht geben.

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Re: Antimaterie kann es lt. Definition gar nicht geben.

Beitragvon Frau Holle » Mi 18. Jun 2025, 13:44

Kurt hat geschrieben:Wenn die Deuterium- und Tritiumkerne fertig vorliegen dann ist die "Energie" ja schon "hineingepackt" worden, heissts: die Arbeit zu ihrer Erstellung wurde ja schon anderweitig erledigt.
Wenn die beiden zusammengbracht werden sollen (verschmolzen) dann ist wiederum "Energie" notwendig um das zu erledigen.

Die Kerne verschmelzen nur bei sehr hoher Temperatur wie z.B. in der Sonne. Die nötige Energie muss man erst mal aufbringen, das stimmt natürlich. Wenn sie dann aber verschmelzen, dann wird mehr Energie frei als nötig war um sie dazu zu bringen. Siehe Wasserstoffbombe, wo das leider ganz unkontrolliert abläuft.

Die Differenz heißt Bindungsenergie. Das Problem bei einer kontrollierten Fusion ist, dass man die frei werdende Bindungsenergie noch nicht vollständig zurückgewinnen kann. Nur dann würde die Gesamtbilanz positiv ausfallen. Bis jetzt ist noch so, dass viel mehr Energie insgesamt verbraucht wird (Kühlung etc.) als man aus der Fusion gewinnt. Das soll sich natürlich ändern und daran wird gearbeitet.
 
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Re: Antimaterie kann es lt. Definition gar nicht geben.

Beitragvon Kurt » Mi 18. Jun 2025, 13:54

Frau Holle hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Wenn die Deuterium- und Tritiumkerne fertig vorliegen dann ist die "Energie" ja schon "hineingepackt" worden, heissts: die Arbeit zu ihrer Erstellung wurde ja schon anderweitig erledigt.
Wenn die beiden zusammengbracht werden sollen (verschmolzen) dann ist wiederum "Energie" notwendig um das zu erledigen.

Die Kerne verschmelzen nur bei sehr hoher Temperatur wie z.B. in der Sonne. Die nötige Energie muss man erst mal aufbringen, das stimmt natürlich. Wenn sie dann aber verschmelzen, dann wird mehr Energie frei als nötig war um sie dazu zu bringen. Siehe Wasserstoffbombe, wo das leider ganz unkontrolliert abläuft.

Die Differenz heißt Bindungsenergie. Das Problem bei einer kontrollierten Fusion ist, dass man die frei werdende Bindungsenergie noch nicht vollständig zurückgewinnen kann. Nur dann würde die Gesamtbilanz positiv ausfallen. Bis jetzt ist noch so, dass viel mehr Energie insgesamt verbraucht wird (Kühlung etc.) als man aus der Fusion gewinnt. Das soll sich natürlich ändern und daran wird gearbeitet.
 

Meine Worte, es lohnt sich nicht, der Wirkungsgrad ist zu gering.
Der "gesunde" Menschenverstand sollte das eigentlich wissen.
Gegen "Versuchen" habe ich nichts, sollen die ruhig mal machen, wer weis was da alles an "Nebenprodukten" zu erkennen ist/abfällt.
War ja schon immer so.

Kurt

.

Bei der Erstellung der beteiligten Atomkerne ist ja auch viel mehr hineingesteckt worden als letztendlich zu ernten ist, sicherlich ist das auch bei weiterer Fusion auch so.
Darum: es wird wohl nichts werden, die Grundannahmen sind zu hoch gesteckt und nicht mit Realitäten (Wirkungsgrade/Aufwand usw.) abgeglichen.

.
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Re: Antimaterie kann es lt. Definition gar nicht geben.

Beitragvon Rudi Knoth » Mi 18. Jun 2025, 14:26

Kurt hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Wenn die Deuterium- und Tritiumkerne fertig vorliegen dann ist die "Energie" ja schon "hineingepackt" worden, heissts: die Arbeit zu ihrer Erstellung wurde ja schon anderweitig erledigt.
Wenn die beiden zusammengbracht werden sollen (verschmolzen) dann ist wiederum "Energie" notwendig um das zu erledigen.

Die Kerne verschmelzen nur bei sehr hoher Temperatur wie z.B. in der Sonne. Die nötige Energie muss man erst mal aufbringen, das stimmt natürlich. Wenn sie dann aber verschmelzen, dann wird mehr Energie frei als nötig war um sie dazu zu bringen. Siehe Wasserstoffbombe, wo das leider ganz unkontrolliert abläuft.

Die Differenz heißt Bindungsenergie. Das Problem bei einer kontrollierten Fusion ist, dass man die frei werdende Bindungsenergie noch nicht vollständig zurückgewinnen kann. Nur dann würde die Gesamtbilanz positiv ausfallen. Bis jetzt ist noch so, dass viel mehr Energie insgesamt verbraucht wird (Kühlung etc.) als man aus der Fusion gewinnt. Das soll sich natürlich ändern und daran wird gearbeitet.
 

Meine Worte, es lohnt sich nicht, der Wirkungsgrad ist zu gering.
Der "gesunde" Menschenverstand sollte das eigentlich wissen.
Gegen "Versuchen" habe ich nichts, sollen die ruhig mal machen, wer weis was da alles an "Nebenprodukten" zu erkennen ist/abfällt.
War ja schon immer so.

Kurt

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Bei der Erstellung der beteiligten Atomkerne ist ja auch viel mehr hineingesteckt worden als letztendlich zu ernten ist, sicherlich ist das auch bei weiterer Fusion auch so.
Darum: es wird wohl nichts werden, die Grundannahmen sind zu hoch gesteckt und nicht mit Realitäten (Wirkungsgrade/Aufwand usw.) abgeglichen.
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Nun ist es so, daß das eine Wasserstoffisotop Deuterium schon in geringen Mengen im Wasser vorhanden ist und durch Elektrolyse aus Wasser gewonnen werden kann. Das andere Isotop Tritium kann mit Neutronenbeschuss aus dem Element Lithium "erbrütet" werden. Auch aus dem Element Bor kann man durch Neutronenbeschuss das Isotop Tritium gewinnen. Das wirkliche Problem liegt darin, die Ionen oder Atomkerne "zusammenzubringen".

Gruß
Rudi Knoth
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Re: Antimaterie kann es lt. Definition gar nicht geben.

Beitragvon Kurt » Mi 18. Jun 2025, 14:44

Rudi Knoth hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Bei der Erstellung der beteiligten Atomkerne ist ja auch viel mehr hineingesteckt worden als letztendlich zu ernten ist, sicherlich ist das auch bei weiterer Fusion auch so.
Darum: es wird wohl nichts werden, die Grundannahmen sind zu hoch gesteckt und nicht mit Realitäten (Wirkungsgrade/Aufwand usw.) abgeglichen.
.

Nun ist es so, daß das eine Wasserstoffisotop Deuterium schon in geringen Mengen im Wasser vorhanden ist und durch Elektrolyse aus Wasser gewonnen werden kann.

Also ist da schonmal Aufwand notwendig.

Rudi Knoth hat geschrieben:Das andere Isotop Tritium kann mit Neutronenbeschuss aus dem Element Lithium "erbrütet" werden. Auch aus dem Element Bor kann man durch Neutronenbeschuss das Isotop Tritium gewinnen.

Tritium muss also erstmal erzeugt werden, Neutronen müssen sich erst anlagern, angelagert werden damit sie dann nachher als "Abfall" zur Verfügung stehen.
Was soll denn da letztendlich an Überschuss noch übrigbleiben??

Rudi Knoth hat geschrieben:Das wirkliche Problem liegt darin, die Ionen oder Atomkerne "zusammenzubringen".

Naja, das "Problem" sind wohl irgendwelche "Theoretiker" die nur Zahlen verrechnen können, den (realen, die Realität) Aufwand aber wohl heillos unterschätzen.

Kurt

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Re: Antimaterie kann es lt. Definition gar nicht geben.

Beitragvon Rudi Knoth » Mi 18. Jun 2025, 14:53

@Kurt » Mi 18. Jun 2025, 15:44

Also ist da schonmal Aufwand notwendig.


Die Energie für den chemischen Prozess ist aber recht klein für die enstehende Energie bei der Fusion.

Tritium muss also erstmal erzeugt werden, Neutronen müssen sich erst anlagern, angelagert werden damit sie dann nachher als "Abfall" zur Verfügung stehen.
Was soll denn da letztendlich an Überschuss noch übrigbleiben??


Die "Abfall-Neutronen" sollen für das Brüten des Tritiums benutzt werden. Deren kinetische Energie dient dann zur Wärmeerzeugung.

Im Übrigen behauptet bumbumpeng, daß es auch physikalisch keinen Energieüberschuss auch von der eigentlichen Kernreaktion gäbe. Und das ist schon lange experimentell widerlegt worden.

Gruß
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Re: Antimaterie kann es lt. Definition gar nicht geben.

Beitragvon Frau Holle » Mi 18. Jun 2025, 15:02

Rudi Knoth hat geschrieben:
Frau Holle hat geschrieben:Das Problem bei einer kontrollierten Fusion ist, dass man die frei werdende Bindungsenergie noch nicht vollständig zurückgewinnen kann. Nur dann würde die Gesamtbilanz positiv ausfallen. Bis jetzt ist noch so, dass viel mehr Energie insgesamt verbraucht wird (Kühlung etc.) als man aus der Fusion gewinnt. Das soll sich natürlich ändern und daran wird gearbeitet.

Das wirkliche Problem liegt darin, die Ionen oder Atomkerne "zusammenzubringen".

Da ist man schon recht weit. Es gelingt bereits seit einiger Zeit.

Das größere Problem ist aber die Umsetzung der bei Fusion gelieferten Energie in wirklich brauchbare Energie, und zwar in großen Mengen. Das Material der Wandung muss die Energie ja aufnehmen ohne zerstört zu werden und irgendwie effektiv umwandeln, so dass man letztlich el. Strom damit erzeugen kann.

Schlussendlich wird man auch bloß Wasser heiß machen und als Dampf durch Turbinen leiten... den Teil der Technik gibt's ja schon lange. Kernkraftwerke sind quasi auch nur Tauchsieder. :lol:
 
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Re: Antimaterie kann es lt. Definition gar nicht geben.

Beitragvon Frau Holle » Mi 18. Jun 2025, 15:06

Rudi Knoth hat geschrieben:
Also ist da schonmal Aufwand notwendig.

Das ist doch kein Argument. Kohlebergbau ist auch ein erheblicher Aufwand und Uranabbau ebenfalls. Entscheidend ist, was Netto unter'm Strich rauskommt.
 
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Re: Antimaterie kann es lt. Definition gar nicht geben.

Beitragvon Frau Holle » Mi 18. Jun 2025, 15:18

Frau Holle hat geschrieben:Wenn sie dann aber verschmelzen, dann wird mehr Energie frei als nötig war um sie dazu zu bringen. Siehe Wasserstoffbombe, wo das leider ganz unkontrolliert abläuft.

:idea: Vllt. könnte man die Fusion ja unkontrolliert ablaufen lassen, aber mit weniger Material. Wie beim Verbrennungsmotor würden dann kleine "Bomben" die Kolben bewegen... es zündet dann halt kein Benzin/Diesel/Luft-Gemisch, sondern eine kleine H-Bombe. :lol: Natürlich nicht im Auto, aber in einem entsprechenden Kraftwerk.
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Re: Antimaterie kann es lt. Definition gar nicht geben.

Beitragvon bumbumpeng » Mi 18. Jun 2025, 17:31

Kurt hat geschrieben:Tritium muss also erstmal erzeugt werden, Neutronen müssen sich erst anlagern, angelagert werden damit sie dann nachher als "Abfall" zur Verfügung stehen.
Was soll denn da letztendlich an Überschuss noch übrigbleiben?
Na ja, richtig viel an Antisteuergeld. Heißt : Verbrennen von Steuergeldern in Höhe von 250 Millionen Teuros p.a. allein in Germany. Super Geschäft. Richtig profitabel. Fragt sich nur für wen?
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Re: Antimaterie kann es lt. Definition gar nicht geben.

Beitragvon Skeptiker » Mi 18. Jun 2025, 17:33

bumbumpeng hat geschrieben:Heißt : Verbrennen von Steuergeldern in Höhe von 250 Millionen Teuros p.a. allein in Germany.

Es gibt keine Steuergeld was soll das sein? Redest nur Müll.
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