Kurt hat geschrieben:Wenn die Deuterium- und Tritiumkerne fertig vorliegen dann ist die "Energie" ja schon "hineingepackt" worden, heissts: die Arbeit zu ihrer Erstellung wurde ja schon anderweitig erledigt.
Wenn die beiden zusammengbracht werden sollen (verschmolzen) dann ist wiederum "Energie" notwendig um das zu erledigen.
Die Kerne verschmelzen nur bei sehr hoher Temperatur wie z.B. in der Sonne. Die nötige Energie muss man erst mal aufbringen, das stimmt natürlich. Wenn sie dann aber verschmelzen, dann wird mehr Energie frei als nötig war um sie dazu zu bringen. Siehe Wasserstoffbombe, wo das leider ganz unkontrolliert abläuft.
Die Differenz heißt Bindungsenergie. Das Problem bei einer kontrollierten Fusion ist, dass man die frei werdende Bindungsenergie noch nicht vollständig zurückgewinnen kann. Nur dann würde die Gesamtbilanz positiv ausfallen. Bis jetzt ist noch so, dass viel mehr Energie insgesamt verbraucht wird (Kühlung etc.) als man aus der Fusion gewinnt. Das soll sich natürlich ändern und daran wird gearbeitet.
