bumbumpeng hat geschrieben:Kurt hat geschrieben:Die Frage ist: was fehlt noch damits klar ist wieso es longitudinalistische "Wellen" werden.
Richtig, das hast du noch nicht lösen können, weil es eben gar nicht geht.
Na dann erklär mal, wie das gehen soll, was nicht gehen kann.
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Elektronen wurden am Draht ein wenig verschoben, alle in die gleiche Richtung, nur halt nicht alle auf einmal, sondern eins nach dem Anderen.
Somit ist die naive Vorstellung von den hin_und_herschwappenden Elektronen schon mal weg vom Fenster.
Auch ist die seltsame Behautung, die dass in Längsrichtung des Dipols starke Strahlung auftreten müsste auch.
Was bleibt noch?
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Schauma erstmal was wir haben.
Wir haben:
- einzelne Elektronen werden von links nach rechts beschleunigt, eins nach dem anderen, und das jeweilige strahlt dabei Kugelförmig, also rundrum.
- am Ende der Leitung dreht die Flanke um und läuft zurück zum Anfang, auch da entsteht die kugelförmige Strahlung die nun von rechts nach links wandert.
Es ist ein ständiges hin und her mit ständig wechselnem Sendeort und ständiger Rundstrahlung der einzelnen Elektronen.
Nun wird, ein wenig zeitversetzt, eine zweite Flanke auf die Reise geschickt.
Sie nimmt den gleichen Weg und erzeugt dabei die gleichen Strahlungen, einmal hin und einmal zurück, nur halt ein wenig später.
Jetzt passiert folgendes:
- die erste Flanke befinde sich bereits auf dem Rückweg während die zweite noch in Richtung Leitungsende unterwegs ist.
- zwei Rundstrahlorte die gegenläufig laufen und sich irgendwo begegnen.
- die im Video dargestellte "Soldatenmässige Einheitsrichtung" aller strahlenden Elektronen ist damit widerlegt. (die dort gezeichneten Pfeile laufen ja gegensätzlich, ergibt halt Null)
Somit auch die im Vieo dargestellte Erzeugung der Tranversalwelle.
Grund Gleichzeitig hin und zurück ergibt Null, also nichts mit der Transivität.
Aber, es gibt nun zwei Orte an denen gleichzeitig rundstrahlende Elektronen unterwegs und aktiv sind die noch dazu ständig ihre Richtung wechseln und noch dazu, dann wenn sie sich begegnen/annähern/voneinander entfernen, ihre Strahlungsleistung addieren.
Ein Beobachter in Längsrichtung zum Draht, also noch weiter rechts als das Drahtende, bekommt die beiden, gegensätzlich laufenden Elektronensignale zu Gesicht und weiss nicht. nein er bekommt sie ja nicht zu Gesicht weil sie sich bei ihm/an ihm auskompensieren.
Für ihn ist nichts da was er "sehen" könnte, darum auch kein Empfang in Längsrichtung zum Dipol.
Wohl aber für jemanden der senkrecht dazu steht, der bekommt zwei Signale, deren SendeOrte ständig wechseln zu Gesicht, ja sogar mit unterschiedlichen/sich ständig ändernden Amplituden, dann wenn die beiden Flanken gerade übereinander liegen usw.
Zwei (ständig unterschiedliche) Signale, gesendet an ständig unterschiedlichen Orten, ergibt bei der Empfangsantenne eine Anregung der Elektronen, da sie ja nur in die Längsrichtung des Dipolstaabes sich bewegen können, die EmpfangsSchwingung, also das Empfangssignal. Und das nur wenn er in der gleichen Ebene liegt wie der Sendedipol. Ansonsten erfolgt auch Auskompensation.
Diese Verhalten heisst man halt Polarisation.
Es wurden zwei, sich longitudinal ausbreitende Signale, abgesetzt.
Kurt
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