Frau Holle hat geschrieben:Harald Maurer hat geschrieben:
...aber es ist bekannt, dass in einem rotierenden Referenzrahmen der Sagnac-Effekt verhindert, dass ein Netzwerk von selbstkonsistent synchronisierten Uhren aufgebaut werden kann.
Genau. Und warum geht das nicht? Weil die rotierenden Uhren nicht im gleichen Inertialsystem kräftefrei zueinander ruhen. Sie ticken asynchron. Das ist SRT pur.
Falsch, weil der Sagnac Effekt gar kein relativistischer Effekt ist! Hat nichts mit der SRT zu tun. Aber vergleichen wir doch mal die beiden Theorien miteinander:
Die ART umfasst angeblich in zweifacher Hinsicht die SRT als Spezialfall:
1. Bei einem leeren Raum ergibt die ART die Raumzeitstruktur der SRT (Minkowski-Raum). Einen leeren Raum gibt es allerdings nur bei Abwesenheit des Universums.
2. In frei fallenden Bezugssystemen gelten lokal die Gesetze der SRT. Ein um die Erde kreisendes Raumschiff wäre z.B. so ein frei fallendes Bezugssystem. Nach dem Äquivalenzprinzip dürfen Raumfahrer nicht in der Lage sein, das Vorhandensein eines Gravitationsfeldes festzustellen. Sind sie aber! Zwei in das Raumschiff schwebend über einander gestellte Gegenstände würden sich wie von geheimnisvoller Kraft geleitet voneinander entfernen, da für jeden andere Orbit-Parameter gelten würden.
Relativisten haben viele Rechentricks auf Lager, um ihre heißgeliebte SRT in die Welt der ART hinüber zu retten. Allerkleinste aneinander gestückelte Inertialsystemchen oder vernachlässigbar schwache Gravitationsfelder und dergleichen mehr. Gerne bezeichnen sie die SRT als experimentell bestens abgesichert und warten mit Experimenten auf, die allerdings einer näheren Analyse meist nicht standhalten. Verlangt man andererseits von ihnen Beweise, so sind sie die ersten, die darauf hinweisen, dass man eine Theorie niemals beweisen sondern bestenfalls bestätigen oder widerlegen kann
Die SRT behandelt nur gleichförmige Bewegungen ohne Kräfte, jeder Beobachter hat seinen eigenen Raum und seine, eigene Zeit. Uhren müssen einzeln synchronisiert werden. Raum und Zeit, sind abhängig von der Geschwindigkeit. Der Äther wurde ausdrücklich abgeschafft, die Lichtgeschwindigkeit ist konstant und es gibt keine Schwerkraft. Der Raum ist stets ganz normal, also flach. Die SRT erklärt nichts, produziert nichts, ist bei Anwesenheit eines Universums nicht anwendbar. Im "Grenzfall" der SRT (Beobachtergeschwindigkeit = 0) entstehen nicht die Formeln der ART.
Die ART behandelt nur ungleichförmige Bewegungen mit Kräften. Raum und Zeit sind für alle Beobachter gleich und alle Uhren sind von Anfang an überall und immer synchronisierbar. Raum und Zeit bleiben konstant. Der Äther wird ausdrücklich wieder verlangt. Die Lichtgeschwindigkeit ist variabel, nämlich abhängig von der Schwerkraft. In der ART dreht sich alles um die Schwerkraft, die durch den Raum und seine Krümmung bestimmt wird und er ist stets gekrümmt. Die ART erklärt nichts, produziert nichts, ist aber bei Anwesenheit eines Universums als Rechenmethode anwendbar. Im "Grenzfall" der ART (flacher Raum, keine Kräfte) entstehen nicht die Formeln der SRT.
Die beiden Theorien haben gar nichts miteinander zu tun, sie widersprechen einander in fast allen Teilen, die ART kann deshalb niemals eine Verallgemeinerung der SRT sein.
Grüße
H.M.