rippi hat geschrieben:Zwei Einwände:
(1) Die Formel hat mit der SRT nichts zu tun. Die Stabverkürzung in der SRT lautet nämlich: l'=l*sqrt(1-(v/c)².
Ich habe auch gar nicht behaupet, dass bei meinem Beispiel die richtige (relativtische) Formel rauskommen soll. Es ging mir lediglich darum zu zeigen, dass die Messung der Länge des Stabes von der Geschwindigkeit des Beobachters abhängt.
rippi hat geschrieben:(2) "Scheinbare" Effekte gibt es genügend. Überhole ich ein Auto, bewegt es sich scheinbar rückwärts. Seine Geschwindigkeit ändert sich beim Überholvorgang von +100 km/h auf 0 km/h. Welches ist die "wahre" Geschwindigkeit?
Beim Doppler-Effekt verändert sich die Frequenz einer Welle gegenüber der "wahren" Frequenz, weil sich Sender oder Empfänger (oder beide) bewegen. Beim Stillstand ist die Frequenz wieder anders. Frage: Welches ist die "wahre" Frequenz? Also auf die Längenkontraktion übertragen: Welches ist die "wahre" Länge des Stabes?
Wahr ist das was ich wahrnehme, d.h. zum Beispiel was ich messen kann! Die Länge des Stabes hängt also von der Geschwindigkeit es Beobachters ab. Kennt man die Geschwindigkeit, so kann man natürlich immer in das Ruhesystem transformieren. Ich glaube der Begriff der "wahren" Größe ist eher verwirrend da sie nicht wohldefiniert ist. Mit dem Begriff "scheinbarer" Effekte wäre ich auch etwas vorsichtiger. Bei der Corioliskraft handelt es sich ja auch um eine Scheinkraft und dennoch kann man sich auf der Erde messen. Genauso muss man auch die Relativistischen Effekte bei Messungen berücksichtigen.
rippi hat geschrieben:Die Relativität verschwindet sofort, wenn Kräfte oder Interaktionen berücksichtigt werden.
rippi
http://www.peter-ripota.de/einstein/dasgartenzaunpa-de-207.html
Das stimmt so leider nicht, so müssen zum Beispiel die Physiker am LHC relativistische Effekte bei ihren Teilchenkollisionen berücksichtigen. Dabei handelt es sich ja auch um Interaktionen.
Grüße
darkstar
