"Klassische" Längenkontraktion

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: "Klassische" Längenkontraktion

Beitragvon darkstargi » Di 3. Mär 2009, 19:29

Hallo Rippi,
rippi hat geschrieben:Zwei Einwände:
(1) Die Formel hat mit der SRT nichts zu tun. Die Stabverkürzung in der SRT lautet nämlich: l'=l*sqrt(1-(v/c)².

Ich habe auch gar nicht behaupet, dass bei meinem Beispiel die richtige (relativtische) Formel rauskommen soll. Es ging mir lediglich darum zu zeigen, dass die Messung der Länge des Stabes von der Geschwindigkeit des Beobachters abhängt.

rippi hat geschrieben:(2) "Scheinbare" Effekte gibt es genügend. Überhole ich ein Auto, bewegt es sich scheinbar rückwärts. Seine Geschwindigkeit ändert sich beim Überholvorgang von +100 km/h auf 0 km/h. Welches ist die "wahre" Geschwindigkeit?
Beim Doppler-Effekt verändert sich die Frequenz einer Welle gegenüber der "wahren" Frequenz, weil sich Sender oder Empfänger (oder beide) bewegen. Beim Stillstand ist die Frequenz wieder anders. Frage: Welches ist die "wahre" Frequenz? Also auf die Längenkontraktion übertragen: Welches ist die "wahre" Länge des Stabes?

Wahr ist das was ich wahrnehme, d.h. zum Beispiel was ich messen kann! Die Länge des Stabes hängt also von der Geschwindigkeit es Beobachters ab. Kennt man die Geschwindigkeit, so kann man natürlich immer in das Ruhesystem transformieren. Ich glaube der Begriff der "wahren" Größe ist eher verwirrend da sie nicht wohldefiniert ist. Mit dem Begriff "scheinbarer" Effekte wäre ich auch etwas vorsichtiger. Bei der Corioliskraft handelt es sich ja auch um eine Scheinkraft und dennoch kann man sich auf der Erde messen. Genauso muss man auch die Relativistischen Effekte bei Messungen berücksichtigen.
rippi hat geschrieben:Die Relativität verschwindet sofort, wenn Kräfte oder Interaktionen berücksichtigt werden.
rippi
http://www.peter-ripota.de/einstein/dasgartenzaunpa-de-207.html

Das stimmt so leider nicht, so müssen zum Beispiel die Physiker am LHC relativistische Effekte bei ihren Teilchenkollisionen berücksichtigen. Dabei handelt es sich ja auch um Interaktionen.

Grüße

darkstar
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Re: "Klassische" Längenkontraktion

Beitragvon darkstargi » Di 3. Mär 2009, 19:35

scharo hat geschrieben:Hallo Darkstargi,

Deine „Rechenmethode“ hat mit Newton oder SRT nichts zu tun, sie ist einfach falsch.
Nach beiden Theorien werden Laufzeiten herausberechnet.
Richtig wäre l´ = c*t/2 +/- t/2*v und das ergibt l. :P

Gruß
Ljudmil


Hallo Ljudmil,
naja leider bin ich nich der einzige der so rechnet. Wenn Du denkst, dass ich falsch liege solltest du vielleicht Herrn Prof. Greiner auf den Fehler in seinem Buch aufmerksam machen ;)
Du kannst natürlich die Laufzeit herausrechnen, aber das war ja nicht die Aufgabe.

Grüße

darkstar
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Re: "Klassische" Längenkontraktion

Beitragvon scharo » Di 3. Mär 2009, 19:48

Hallo Darkstar,

darkstargi hat geschrieben:Das stimmt so leider nicht, so müssen zum Beispiel die Physiker am LHC relativistische Effekte bei ihren Teilchenkollisionen berücksichtigen. Dabei handelt es sich ja auch um Interaktionen.

Niemand bestreitet die bestimmten „relativistische“ Effekte, wie hier bei Beschleunigern. Es gibt genügend Theorien, die diese Effekte erklären können. Die absurdeste, unphysikalische, esoterische davon ist die SRT.

"Wenn Du denkst, dass ich falsch liege solltest du vielleicht Herrn Prof. Greiner auf den Fehler in seinem Buch aufmerksam machen"

Was interessiert mich ein Professor, der sich in Elementarphysik nicht auskennt. Sollche kennen wir zu Genüge! :lol:

Gruß
Ljudmil
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Re: "Klassische" Längenkontraktion

Beitragvon darkstargi » Di 3. Mär 2009, 19:58

scharo hat geschrieben:Niemand bestreitet die bestimmten „relativistische“ Effekte, wie hier bei Beschleunigern. Es gibt genügend Theorien, die diese Effekte erklären können. Die absurdeste, unphysikalische, esoterische davon ist die SRT.

Sicherlich findet sich immer einer Theorie mit der man vereinzelt Effekt erklären kann :) Wie erklärst du denn zum Beispiel die Lamb-Shift?
Was interessiert mich ein Professor, der sich in Elementarphysik nicht auskennt. Sollche kennen wir zu Genüge! :lol:

Gruß
Ljudmil


Wieso hälst du dich denn als schlauer als ein Prof.? Was qualifiziert dich denn dazu? Hast du jemals was veröffentlicht?

Grüße

darkstar
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Re: "Klassische" Längenkontraktion

Beitragvon Gerhard Kemme » Di 3. Mär 2009, 22:28

darkstargi hat geschrieben:Am Ende kommt man auf das Ergebnis, dass ein bewegter Beobachter für die Länge des Stabes l'=l/(1+v/c) mißt.

Was meint ihr dazu?


Nimm einen Löffel und halte ihn schräg in eine Schüssel mit Wasser. Was sieht man? Der Stab ist abgeknickt. Und das hat eine Gemeinsamkeit mit deinem Beispiel: Es handelt sich um einen visuellen Effekt. Dass es visuelle Effekte gibt, die einen Gegenstand verzerrt darstellen ist trivial, kann man auf dem Jahrmarkt im Irrgarten an der eigenen gestauchten oder gestreckten Gestalt sehen.

mfg
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Re: "Klassische" Längenkontraktion

Beitragvon Big Mac » Di 3. Mär 2009, 23:08

darkstargi hat geschrieben: Wie erklärst du denn zum Beispiel die Lamb-Shift?

Was soll an Lamb-Shift so besonderes sein? Coulomb-Potential wird geringfügig durch die Wechselwirkung mit dem Äther gestört (Vakuumpolarisation, Wechselwirkung mit dem eigenen Feld usw.).

Gruß
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Re: "Klassische" Längenkontraktion

Beitragvon Big Mac » Di 3. Mär 2009, 23:30

darkstargi hat geschrieben:Ich habe auch gar nicht behaupet, dass bei meinem Beispiel die richtige (relativtische) Formel rauskommen soll. Es ging mir lediglich darum zu zeigen, dass die Messung der Länge des Stabes von der Geschwindigkeit des Beobachters abhängt.

Das ist aber, wie Ljudmil gezeigt hat, falsch.

Wahr ist das was ich wahrnehme, d.h. zum Beispiel was ich messen kann! Die Länge des Stabes hängt also von der Geschwindigkeit es Beobachters ab. Kennt man die Geschwindigkeit, so kann man natürlich immer in das Ruhesystem transformieren. Ich glaube der Begriff der "wahren" Größe ist eher verwirrend da sie nicht wohldefiniert ist. Mit dem Begriff "scheinbarer" Effekte wäre ich auch etwas vorsichtiger. Bei der Corioliskraft handelt es sich ja auch um eine Scheinkraft und dennoch kann man sich auf der Erde messen. Genauso muss man auch die Relativistischen Effekte bei Messungen berücksichtigen.

Auch falsch - mit Hilfe von Dopplereffekt können Geschwindigkeit v und Länge l ganz genau bestimmt werden. Bei der Corioliskraft, handelt es sich um eine wahre Kraft, da die Masse tatsächlich beschleunigt wird. Und alle relativistischen Effekte sind eine Folge der Wechselwirkungen zwischen geladenen Teilchen und dem Äther, was Lorentz auch gerechnet hatte.

Das stimmt so leider nicht, so müssen zum Beispiel die Physiker am LHC relativistische Effekte bei ihren Teilchenkollisionen berücksichtigen. Dabei handelt es sich ja auch um Interaktionen.

Ich sehe dabei keine relativistischen Effekte, sondern nur eine Bestätigung der Energie- und Impulserhaltung.

Gruß
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Re: "Klassische" Längenkontraktion

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 4. Mär 2009, 09:40

pauli hat geschrieben:
Big Mac hat geschrieben:
Das stimmt so leider nicht, so müssen zum Beispiel die Physiker am LHC relativistische Effekte bei ihren Teilchenkollisionen berücksichtigen. Dabei handelt es sich ja auch um Interaktionen.

Ich sehe dabei keine relativistischen Effekte, sondern nur eine Bestätigung der Energie- und Impulserhaltung.

...
Lassen wir vlt. mal die Ergebnisse komplizierter Kollisionen bei Seite und betrachten den Vorgang vorher. Wenn die Konstrukteure der Beschleuniger z.B. sagen, wir können noch so viel Energie reinpumpen, wir schaffen es nicht, ein einzelnes Elektron auf c zu beschleunigen.
Wenn sie z.B. den Energiebedarf relativistisch berechnen müssen um ein Teilchen von 99,8 auf 99,9% der LG zu beschleunigen.
Wenn sie relativistisch rechnen, um den Energiebedarf der Magnete zu bestimmen, die die Teilchen in der Bahn halten.


Bei den Synchrotronen wird u.a. mit der relativistischen Massenzunahme gerechnet, die sich meines Erachtens aus m_bewegt=m_0/sqrt(1-v²/c²) berechnet. Im Bereich der Lichtgeschwindigkeit würde die Masse dann gegen unendlich streben, d.h. m_elektron=00. Damit ließe sich nicht hantieren, weil für eine weitere Erhöhung der Geschwindigkeit eine Beschleunigung erfolgen muss, die eine entsprechende Antriebskraft mittels der elektrischen Felder des Synchrotrons erfordert, wobei die Formel F=m*a zeigt, dass bei einer riesengroßen Masse auch eine sehr große Kraft aufgewendet werden müsste - a=F/m - um eine weitere Beschleunigung hervorzurufen.

Aber die Bezeichnungsweise ist einfach falsch, d.h. was da riesengroß wird ist nicht die Masse des Elektrons, sondern die Fahrwiderstandskraft im Äther des Vakuums des Ringbeschleuniger-Rohres. Hätte man Luft und würde ein Objekt in Luft beschleunigen, dann würde sich im Bereich der Schallgeschwindigkeit derselbe Effekt ergeben, d.h. es kommt auf das Medium an.
Nimmt man nur das Rechnerische, dann könnte man in die Formel zur relativistischen Massenzunahme auch die 70 km/h vom Strandexperiment von Frau Lopez eingeben und hätte dann auch bei Annäherung an 70 km/h eine riesige Massenzunahme: m_bewegt=m_0/sqrt(1-v²/70²), z.B. m_bewegt=m_0/sqrt(1-69,99²/70²)~00.

mfg
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Re: "Klassische" Längenkontraktion

Beitragvon darkstargi » Mi 4. Mär 2009, 09:56

Gerhard Kemme hat geschrieben:Aber die Bezeichnungsweise ist einfach falsch, d.h. was da riesengroß wird ist nicht die Masse des Elektrons, sondern die Fahrwiderstandskraft im Äther des Vakuums des Ringbeschleuniger-Rohres.
mfg

Und wie willst du deine Behauptung beweisen? So ist es doch nur eine Behauptung und behaupten kann man sehr viel!

Grüße

darkstargi
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Re: "Klassische" Längenkontraktion

Beitragvon Gerhard Kemme » Mi 4. Mär 2009, 11:09

darkstargi hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Aber die Bezeichnungsweise ist einfach falsch, d.h. was da riesengroß wird ist nicht die Masse des Elektrons, sondern die Fahrwiderstandskraft im Äther des Vakuums des Ringbeschleuniger-Rohres.
mfg

Und wie willst du deine Behauptung beweisen? So ist es doch nur eine Behauptung und behaupten kann man sehr viel!


Dass eine Masse größer wird, wenn sie schneller wird, ist auch erstmal eine Behauptung. Mit dem Sachverhalt hatte ich mich ziemlich auseinandergesetzt, was du bei mir unter Äthertheorie nachlesen kannst. Das mit der Fahrwiderstandskraft sollte dir eigentlich bekannt sein, d.h. desto schneller man mit dem Fahrrad fährt, desto stärker spürt man den Fahrtwind und muss gegen die Fahrwiderstandskraft gegenan arbeiten. Weiter ist für das Medium Luft bekannt, dass ein bis in die Nähe der Schallgeschwindigkeit c_schall=333 m/s beschleunigtes Objekt plötzlich einem sprunghaften Ansteigen des Fahrwiderstandes ausgesetzt ist, d.h. hier liegt absolut das gleiche physikalische Verhalten vor, wie an der Grenze zur Lichtgeschwindigkeit.

mfg
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