Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Arthur Schmitt » Mi 8. Dez 2010, 11:35

Highway hat geschrieben:Hallo,

So, so...

Ich warte jedenfalls noch auf eine Antwort darauf, warum die statistische Verteilung nicht der Normalverteilung entspricht und wie man systematische Fehlereinflüsse, worauf die gemessene Verteilung hinweist, sicher ausschließen kann.

Also wenn du mich fragst - nichts ist klar.

Grüße,

Highway

Hier die angegebene Verteilung
Bild
Quelle: http://pages.unibas.ch/physikdidaktik/DPK_TEILCHEN_01/MyonImWeb/lifetime/MyonLifetimeWeb.html


Es handelt sich bei der o.a. Verteilung nicht um eine Normalverteilung, sondern - wie man mittels einer Excel-Tabelle leicht nachprüfen kann- um eine Expotentialverteilung.

MfG
Arthur Schmitt
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Gluon » Mi 8. Dez 2010, 11:38

Arthur Schmitt hat geschrieben:Es handelt sich bei der o.a. Verteilung nicht um eine Normalverteilung,


Das war ja auch genau Highways Frage. Er hatte noch nicht verstanden, warum dort keine Normalverteilung auftritt.

Gruß,
Gluon
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Ernst » Mi 8. Dez 2010, 11:39

Britta hat geschrieben: Der erste Teil ist die Vorhersage dass ein bewegter Körper langsamer altert als ein ruhender. Dazu wurde das Aluminiumatom in der Uhr mit einem harmonischen elektrischen Feld in eine ganz gleichmäßige Schwingung versetzt - es reicht eine Geschwindigkeit von wenigen Metern pro Sekunde für eine Bestätigung.

Da wären sie ja wieder, die Käfer in der geschüttelten Schachtel. Die Uhr wurde nicht einen Augenblick lang gleichförmig bewegt. Sie wurde ununterbrochen beschleunigt. (Wo ist denn da die zugrunde gelegte Geschwindigkeit von wenigen Metern pro Sekunde.) Dennoch erscheint ein SRT konformes Ergebnis. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich.

Gruß
Ernst
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Gluon » Mi 8. Dez 2010, 11:57

Ernst hat geschrieben:Dennoch erscheint ein SRT konformes Ergebnis. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich.


Siehst du. Genau das sollte gezeigt werden. Ein bewegtes Al-Atom verhält sich genau, wie die SRT es voraussagt.

Gruß,
Gluon
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Britta » Mi 8. Dez 2010, 12:08

Gerhard Kemme hat geschrieben:
Immer, wo Eigenzeit und Geschwindigkeit sich umgekehrt (proportional) verhalten - deutet auf das Walten der ZD hin - nur das ist einfach nicht korrekt. Der Denkfehler liegt in der mangelhaften theoretischen Herleitung der Aussage, dass bei größerer Geschwindigkeit die Zeit langsamer liefe, d.h. die Lebensdauer in entsprechenden Fällen steigt.

Nein, nur weil Sie da was 'anders' sehen gibt es da noch lange keinen Denkfehler. Oder Sie sind es, der diesen macht. Das Recht will ich Ihnen nicht abstreiten.


Gerhard Kemme hat geschrieben:
Es findet keine Klärung des physikalischen Phänomens statt, stattdessen wird eine rein mathematisch, abstrakte Betrachtungsweise von zwei symmetrischen Bezugssystemen, IS und IS', an den Anfang gestellt (Frau Lopez und andere würden von kinematischer Betrachtungsweise sprechen).

Das ist überhaupt noch nicht der Punkt. Es geht einfach erstmal darum, dass von Seiten der Kritik das Phänomen nicht mehr bestritten, sondern eingestanden wird. Offenbar sind Sie ja dazu schon in der Lage.


Gerhard Kemme hat geschrieben:
Es wird also nicht substantiell geklärt, was die Ursache der ZD sei…

Sehr schön, geht doch, damit geben Sie also offen zu, das es die ZD als Phänomen gibt. War das denn nun so schwer?


Gerhard Kemme hat geschrieben:
- insofern kann danach auch nie gesagt werden, dass das Eintreten des Effektes: Hohe Geschwindigkeit, langsame Eigenzeit - auf das Wirken einer gemeinsamen Grundursache, die als ZD bezeichnet wird, zurückgeführt werden kann.

Die Physik beschreibt Phänomene, sie erhebt nicht den Anspruch die absolute Wahrheit zu finden, sie beschreibt das Wie, nicht das Warum. Das Warum gehört in die Philosophie und die Religion.

Die Physik ist völlig zufrieden, wenn sie ein Bild hat, mit dem man ein Phänomen in der Natur beschreiben kann. Und wenn man das dann mathematisch formulieren kann, und damit Vorhersagen machen kann, dann ist das genug.

In der QT spricht man von Farbladungen. Glauben sie die Physiker meinen wirklich es gäbe rote und grüne Quarks? Und meinen Sie wirklich, dass die Physiker sich den Spin des Elektrons so vorstellen, dass sich das Elektron wild um die eigene Achse dreht? Das sind alles nur Bilder und Beschreibungen. Aber das wissen Sie ja nach ihren beiden wissenschaftlichen Prüfungen sicher alles selber. Sie wollten mir nur mal auf den Zahn fühlen, oder? ;)
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Arthur Schmitt » Mi 8. Dez 2010, 12:12

Gluon hat geschrieben:
Arthur Schmitt hat geschrieben:Es handelt sich bei der o.a. Verteilung nicht um eine Normalverteilung,


Das war ja auch genau Highways Frage. Er hatte noch nicht verstanden, warum dort keine Normalverteilung auftritt.

Gruß,
Gluon


Für Highway nochmals zur Klarstellung. Die "Normalverteilung" findet man normalerweise nicht bei wirtschaftlichen Sachverhalten, technischen Prozessen o.ä. Die sog. Normalverteilung ist nur was für Schützen. Die Einschüsse auf der Schützenscheibe streuen normalverteilt frei nach dem Jägermotto: Ein Schuss rechts daneben, ein Schluss links daneben und statistisch ist der Hase tot.

Ansonsten findet man meistens logarithmische Verteilungen, Expotentialverteilungen etc. vor. So auch beim Zerfall von Myonen.

MfG

Arthur Schmitt
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Ernst » Mi 8. Dez 2010, 12:36

Hallo Joachim,
Gluon hat geschrieben: Siehst du. Genau das sollte gezeigt werden. Ein bewegtes Al-Atom verhält sich genau, wie die SRT es voraussagt.

Ich nahm eher an, du als Fachmann staunst eher über die Versuchsdarstellung. Die bewegte Uhr war ständig beschleunigt. Nicht mal genau bekannt ist v=f(t). Selbst unter Annahme genauer sinusförmiger Änderung kann man ja nicht unverdrossen einen Mittelwert irgendwelcher Art ansetzen. Schließlich ist in der SRT die transformierte Zeit in ansehnlicher Nichtlinearität von der Relativgeschwindigkeit abhängig. Die Lösung des Integrals gehört zu einer solchen Berichterstattung dazu. Wenn es denn integriert wurde.
Dein lapidarer Kommentar genügt meiner Bemerkung dazu eher nicht.

Und im Grundsatz hat Chief ja schon meinen Standpunkt geschrieben: nach dem Relativitätsprinzip gibt es nicht die "bewegte" Uhr. Jede Uhr ist gegenüber der anderen bewegt.Folglich müssen sie beide die gleiche ZD, d.h. gar keine Zeitdifferenz aufweisen.

Gruß
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 8. Dez 2010, 13:06

Ernst hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben: Wenn Du "auf das dritte System verzichtet", wie hast Du dann die Summe der Strecken 5,001 km gemessen? Kannst Du mir das noch verraten?

Aber sicher. Ist ja kein Geheimnisverrat.

Der Kanonier legt einen Zollstock bis zum Einschlagpunkt und mißt 5,001. Baron Münchhausen hält bei seiner Landung einen Zollstock bis zur Kanone und mißt 5,001.

Dein bodenstämmiger Beobachter legt einen Zollstock vom "Startpunkt" der Kanone zur zurückgestoßenen Kanone und mißt 0,001 und legt einen Zollstock zum Einschlagpunkt und mißt 5,000. Nun nimmt er seinen Taschenrechner und rechnet 0,001 + 5,000 und erhält erstaunlich 5,001.

Nicht so sehr kompliziert, oder? ;)

Sieh mal da, ein "bodenstämmiger Beobachter" misst die Gesamtsstrecke auf dem Boden zwischen Kanone und Kugel oder misst die Teilstrecken und addiert sie...

Na, Ernst, Du wolltest doch auf ein "3. Bezugssystem" verzichten, weißt Du denn nicht mehr? ;) Und jetzt führst Du bei dieser Messung doch selbst ein "3. Bezugssystem" zu der Kanone und zu der Kugel ein, die sich zueinander bewegen: "ein bodenstämmiger Beobachter". Wie kommt das denn?

Merkst Du jetzt zumindest, dass das "3. Bezugssystem", worauf Du bei der Beobachtung der Bewegung der zwei Massen von Harald unbedingt verzichten wolltest, in dieser Konstellation das Bezugssystem des Beobachters ist und dass man bei einer
Messung nicht auf einen Beobachter verzichten kann? Du willst aber unbedingt unbedingt unbedingt bei der Messung einer Relativbewegung zwischen zwei Objekten (Kanone und Kugel oder schwarze und blaue Masse) auf einen Beobachter mit seinem Bezugssystem (Boden) verzichten, nur aus dem Grund, weil der Beobachter dann ganz klar entscheiden kann, welches Objekt sich bewegt und welches Objekt ruht, und mit welcher Eigengeschwindigkeit, und das darf man nach Deiner Auffassung bloß nicht entscheiden können, Mist, sonst findet das für Dich sakrosankte Relativitätsprinzip keine Anwendung:

Zitat von Ernst:

[...] Aus dem weißen Kasten heraus kann man Ruhe und Bewegung der Parts definieren. Und das verleitet dazu, das Relativitätsprinzip zwischen Schwarz und Blau zu ignorieren. Laß ihn weg und die Sache wird klarer.

[...] In dieser Hinsicht wäre es besser, auf das dritte System zu verzichten.

Du willst lieber Kanone und Kugel (bzw. blaue und schwarze Massen) ohne einen Beobachter mit seinem Bezugssystem ganz allein im Universum verfrachten, weil nur in diesem Fall kann nicht entschieden werden, wer sich bewegt und wer ruht, nur in diesem Fall kann man keine Eigengeschwindigkeiten von Objekten bestimmen, nur in diesem Fall kann man keine Richtung festlegen, nur in diesem Fall kann kann keine getrennten Impulse berechnen, nur in diesem Fall kann man keine Ortsveränderung erkennen.
Ja, alle Objekte, die sich relativ zueinander bewegen, sollte man nach der Vorstellung von Ernst ganz allein in Universum verfrachten, dann kommt das Relativitätsprinzip voll zur Geltung. Ist das nicht schön? :)


Ernst hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Harald hat geschrieben:Völlig egal aus welchem Bezugssystem betrachtet, wird es stets die schwarze Masse sein, welche die blaue wegstößt und nie umgekehrt. Da hilft auch die schönste Transformation nichts. Impulsrichtung bleibt Impulsrichtung.

Ich hatte Dir ja mehrfach geschrieben, daß das ein Trugschluß von Harald war. Nach Transformation ins System der schwarzen Masse (vor dem Stoß) ist es stets die blaue Masse, welche die schwarze wegstößt. Und zwar in entgegengesetze Richtung. Die Transformation hat die Impulsrichtung geändert. (Ich will Harald hier nichts unterstellen, seine physikalische Kompetenz ist unbestritten).

Nicht, weil Du mir „ja mehrfach geschrieben“ hast, dass es ein Trugschluß von Harald sei, dass er tatsächlich ein Trugschluß von Harald ist. Vielmehr ist es ein Trugschluss von Dir. ;)

Erkläre mir zum Beispiel wo, in welchem Universum, es nur zwei Objekte gibt, die sich allein zueinander bewegen und sonst nichts, wie Du es Dir mit der Kanone und der Kugel vorstellst? Auf unser Universum trifft zumindest Deine Vorstellung nicht zu, das kann man ohne Studium der Physik, der Dynamik und der Kinematik sagen, oder? Was Du Dir also mit Deinem Relativitätsprinzip und Deiner Kinematik/Dynamik ohne Beobachter vorstellst, ist nur ein der zahlreichen wirklichkeitsfremden Gedankenexperimente à la SRT, mehr nicht.

Und auch wenn Mitte in unserem Universum zwei Objekte sich allein zueinander bewegen würden, weit weg von jeglichem Beobachter mit seinem Bezugssystem, wen interessiert das, dass man in diesem Fall nicht entscheiden kann, welches sich von den zwei Objekten ruht und welches sich bewegt, oder auch ob sie sich beide bewegen? Die Physik befasst sich ausschließlich mit Messungen, und Messungen werden ausschließlich durch Beobachter durchgeführt, die immer ein Bezugssystem haben. Dadurch kann auch der Beobachter immer entscheiden und messen, welches von zwei Objekten sich bewegt, in welche Richtung, mit welcher Eigengeschwindigkeit, welche Objekt ein anderes stoßt und welches Objekt gestoßen wird, welche Teilstrecke jedes Objekt zurücklegt oder welche Ortsveränderungen stattfinden, usw. Dein sakrosankt Relativitätsprinzip ist ein Prinzip, das in der dynamischen Betrachtung keine Anwendung findet, weil die Dynamik sich mit Messungen befasst, wo Ruhe- und Bewegungszustand von Objekten eindeutig und unmissverständlich auseinander gehalten werden kann. In der Dynamik bewegen sich Züge und keine Bahnhöfe, ein klarer Fall. Siehe z.B. Harald:

Zitate von Harald Maurer:

Dynamisch betrachtet kann man den Spieß nicht einfach umdrehen und meinen, man könnte nun das Bezugsystem wechseln und nun wäre es das vormals ruhende Objekt, das gegen das nunmehr bewegte Objekt knallt. Denn das Ergebnis wird gleich ausfallen wie zuvor. Es kann also nicht die Relativgeschwindigkeit entscheidend dafür sein, was geschieht.

Das Relativitätsprinzip wird damit keinesfalls ausgehebelt. Sondern es wird - wie ich immer wieder lesen muss - überinterpretiert.
[…] Das RP besagt, dass keiner der Beobachter in den Inertialsystemen in der Lage ist, innerhalb seines BS seinen Bewegungszustand festzustellen, sofern es sich um gleichförmige Bewegung handelt. Das gilt in jedem der von mir dargestellten Bezugsssteme nach wie vor! Das RP besagt nicht, dass eine Bewegung auch nicht festgestellt werden könnte, wenn man eine Wirkung außerhalb seines BS wahrnimmt.

Das Relativitätsprinzip besagt nicht, dass Ruhe prinzipiell vom Bewegungszustand nicht unterschieden werden kann. Die Dynamik und die Technologie beschäftigen sich ja tagtäglich mit Messungen der Ruhe oder der Bewegung von Objekten…

Du bist es, Ernst, der das Relativitätsprinzip völlig überbewertet, sogar bis zu der völlig abstrusen Vorstellung, dass man bei einer Messung von zwei zueinander bewegten Objekten auf den Beobachter verzichten sollte (Originalton: das „3. Bezugssystem“) bzw. dass man die beiden Objekten am liebsten weit von uns, von unseren Messinstrumenten und unseren Bezugssystemen allein Mitte im Universum verfrachten sollen. Sorry, Ernst, ist das noch Physik? :? Kann man auch damit Technologie entwickeln und betreiben?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Arthur Schmitt » Mi 8. Dez 2010, 13:38

Chief hat geschrieben:
Arthur Schmitt hat geschrieben:Es handelt sich bei der o.a. Verteilung nicht um eine Normalverteilung, sondern - wie man mittels einer Excel-Tabelle leicht nachprüfen kann- um eine Expotentialverteilung.

MfG
Arthur Schmitt


Das ist eben nicht richtig wie man anhand des Funktionsfits unschwer erkennen kann.

Bild

Gruß


Chief, schaffen Sie sich mal eine Brille an. Eine Achse des Funktionsfits ist mir Ln(A) beschriftet! Ln = Logarithmus naturalis. Wie kommen Sie dabei auf eine Normalverteilung???

MfG
Arthur Schmitt
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Re: Die Zeitdilatation - längst belegt von Kritikern geleugnet

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 8. Dez 2010, 13:46

Chief hat geschrieben:
Es ist eindeutig so, dass du das Wort "relativ" nicht verstehst. Wenn von zwei Uhren eine relativ zu der anderen bewegt wird dann ist auch die andere relativ zu der ersten genauso bewegt. Das hat Ernst vergeblich versucht Frau Lopez klar zu machen (offensichtlich versteht es mancher einer hier nicht).

Natürlich verstehe ich die (kinematische) Betrachtung bzw. das Relativitätsprinzip, dass wenn von zwei Uhren eine relativ zu der anderen bewegt wird, dann ist auch die andere relativ zu der ersten genauso bewegt. Das habe ich schon lange verstanden, wie jedermann, dazu braucht auch kein Mensch Ernst. ;)

Der Aspekt, der mit Ernst debattiert wurde war ein anderer, zum Beispiel:

Man kann eine Uhr haben, die auf dem Boden festgeschraubt ist, und eine zweite Uhr, die man vor der festgeschraubten Uhr mit sich führt und bewegt. Einverstanden?

Die beiden Uhren haben die gleiche Relativgeschwindigkeit unter sich, man kann jederzeit durch Wechsel der Perspektive sagen, dass eine Uhr relativ zu der anderen genauso bewegt ist. Die Berechnung des Luftwiederstandes auf die Oberfläche der beiden Uhren (die auf dem Boden festgeschraubte und die mitgeführte) fällt aber anders aus: bei der dynamischen Betrachtung und der Berechnung des Luftwiderstandes sind die beiden Uhren nicht mehr gleichberechtigt, obwohl sie unter sich eine einzige Relativgeschwindigkeit haben, die gemeinsame Relativgeschwindigkeit impliziert nicht einen gemeinsamen Wert beim Luftwiederstand auf ihre Oberfläche.
Bei der Dynamik kann man feststellen und entscheiden, welche Uhr relativ zum gemeinsamen Bezugssystem Boden bewegt ist und den größten Widerstand zur Luft bietet und welche Uhr ruht, also entsprechende verschiedentliche physikalische Werten bestimmen.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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