Ernst hat geschrieben:
Daß Du ungeachtet dessen stets wiederholst, das Relativitätsprinzip betreffe nur die kinematische Beschreibung, wundert mich schon. Das ist schlichtweg falsch. Aber da kann ich Dir dann auch nicht mehr weiterhelfen. Es ist alles gesagt. Eventuell kann ja Harald mit seiner guten Didaktik deine Skepsis überwinden.
Es geht hier um klassische Physik. Die SRT hat damit erstmal nichts zu tun.
Ja, es geht um die klassische Physik und das RP ist davon ein wichtiger Grundpfeiler, den man nicht einfach so unbedacht über Bord werfen sollte.
Die Diskussion hierzu ist im Grunde eigentlich überflüssig, aber jedes Mal muss das hier in fast jeden Thread noch mal diskutiert werden. Darum habe ich dazu einen extra Thread aufgemacht:
viewtopic.php?f=7&t=332da kann dann wer auch immer mag, gegen das RP anschreiben und andere können es dann erklären. Auch im Thread mit dem Zug gab es die gewohnte Diskussion zum RP, da hat Jocelyne dann noch das Problem mit den Geschwindigkeiten gehabt, da ging es also ganz sicher noch nicht mal um die Dynamik, sondern um Kinematik.
Aber das Verständnisproblem war dasselbe.
Mal zurück zum Thema, das mit den Halbwertszeiten der Myonen in Ruhe dürfte ja nun klar sein, da gab es nun Links und auch Joachim hat dazu neben andern die wirklich Ahnung von Physik haben erklärt.
Das mit der Manipulation hatten wir nun auch, sollte auch geklärt sein, soweit wie ich dich nun verstanden habe, bezogst du das nur auf das eine Experiment, und nicht auf alle Experimente, welche das Phänomen der verlängerten Halbwertszeiten beschreiben. Dann müsste der aktuelle Stand inzwischen so sein, dass du nun das Phänomen als ein solches anerkennst und es auch nicht für das Ergebnis ganz vieler Manipulationen hältst.
Neben den Teilchen bei hohen Geschwindigkeit zeigt sich die ZD auch bei anderen Experimenten. Ein ziemlich Neues und somit auch Aktuelles habe ich hier mehrfach verlinkt. Scheint aber noch keiner gelesen zu haben...
...und bevor man den Thread hier zerfleddert wiederhole ich einfach das mit dem Experiment noch mal:
Neben den Experimenten mit dem Myonen gibt es auch recht aktuelle mit Atomuhren, hier der Link nochmal:
http://www.nist.gov/public_affairs/rele ... 092310.cfmwurde aber sicher auch überlesen...
Da steht:
Scientists refer to this as the "twin paradox," in which a twin sibling who travels on a fast-moving rocket ship would return home younger than the other twin. The crucial factor is the acceleration (speeding up and slowing down) of the travelling twin in making the round-trip journey.
NIST scientists observed these effects by making specific changes in one of the two aluminum clocks and measuring the resulting differences in the two ions' relative ticking rates, or frequencies.
In one set of experiments, scientists raised one of the clocks by jacking up the laser table to a height one-third of a meter (about a foot) above the second clock. Sure enough, the higher clock ran at a slightly faster rate than the lower clock, exactly as predicted.
The second set of experiments examined the effects of altering the physical motion of the ion in one clock. (The ions are almost completely motionless during normal clock operations.) NIST scientists tweaked the one ion so that it gyrated back and forth at speeds equivalent to several meters per second. That clock ticked at a slightly slower rate than the second clock, as predicted by relativity. The moving ion acts like the traveling twin in the twin paradox.
Braucht jemand eine Übersetzung?
Dann haben wir das hier:
einzelne Atome testen die Relativitatstheorie hat geschrieben:Die Relativitätstheorie sagt vorher, dass Zeit unterschiedlich verläuft, wenn man sich relativ zur Erde bewegt oder relativ zu uns weiter von der Erde entfernt ist (oder näher, aber ich sitze gerade auf der Erde). Um diese Effekte zu messen braucht man - logisch - sehr genaue Uhren.
Um sehr genau Zeit zu messen, braucht man eine sehr schnelle Oszillation, also etwas das sehr sehr oft pro Sekunde einen Bezug gibt. Wie z.B. eine elektromagnetische Welle sehr hoher Frequenz, wie sie in (hyper)feinen Übergängen von Elektronen in Atomen erzeugt wird. Bislang funktionierten die besten Standarduhren mit Rudeln von Atomen. Die Uhren waren an Mikrowellenresonatoren gekoppelt, sodass man an einem Caesiumschwarm erkennen kann, ob man Abweichungen in der Zeit hat und nachstellen muss. Jetzt aber übernehmen optische Uhren die genaueste Zeitmessung, denn sie beseitigen Fehlerquellen durch die notwendige Statistik, wenn man viele Atome verwendet und verwenden genau ein Atom als Frequenzgeber.
Ein einzelnes Aluminum-Atom wird in eine Falle eingesperrt und ein sehr hoch frequenter Elektronenübergang als Taktgeber für die Uhr benutzt - so erreicht man eine Verbesserung um den Faktor 10 bis 100. Solche Uhren bauen meistens nationale Stellen für Standardisierung und Vermessung, wie das amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) (
ich mag keine Abkürzungen) in Boulder, Colorado.
Der erste Teil ist die Vorhersage dass ein bewegter Körper langsamer altert als ein ruhender. Dazu wurde das Aluminiumatom in der Uhr mit einem harmonischen elektrischen Feld in eine ganz gleichmäßige Schwingung versetzt - es reicht eine Geschwindigkeit von wenigen Metern pro Sekunde für eine Bestätigung.
Um die Vorhersage der allgemeinen Relativitätstheorie zu bestätigen, reichte ein Höhenunterschied von nur 33 cm! Man nahm zwei dieser Uhr in zwei benachbarten Laboren, verband sie über ein ganz spezielles Kabel und musste einfach nur den Unterschied in der Laufzeit anschauen.
Dies ist aber nicht nur eine Fingerübung, solch genaue kompakte Uhren könnten wirklich eingesetzt werden um äußerst genau Gravitation zu vermessen, vielleicht in einem Nachfolger von
GOCE. Wenn man einen Weg findet, weltweit viele dieser Uhren zu verbinden, könnte man auch versuchen ein Netzwerk zu bauen, das ständig sehr genau vom Boden aus die Form der Erde vermisst.
Sicher auch alles wieder nur Manipulationen, welche durch Zufall genau zur SRT/ART passen? Oder könnt ich euch das vorstellen?

Hier noch ein Link zur verwendeten Atomuhr:
http://www.azom.com/news.aspx?newsID=20591&lang=deAlso das Phänomen der ZD zeigt sich auch hier wieder, und es bestätigt nun einmal mehr die Vorhersagen der SRT. Es „beweist“ nicht, dass die SRT nun richtig ist. Ganz deutlich noch einmal: Die SRT macht Vorhersagen, und die Messwerte der Ergebnisse widerlegen diese Vorhersagen nicht, sondern bestätigen diese.
Nun mal weiter: ohne Frage gibt es in der Physik nun das Phänomen der ZD, von mir aus auch erstmal nur in der Teilchenphysik. Es geht darum, dass hier nun von Seiten der Kritik dieses mal benannt wird. In der Physik wird dieses Phänomen ebenso wenig infrage gestellt wie etwa, dass die Erde um die Sonne kreist, und nicht die Sonne um die Erde. Es ist so anerkannt, wie auch das RP.
1. Können nun die Kritiker erstmal zugeben, dass dieses Phänomen in der Physik anerkannt, und nicht infrage gestellt wird?
2. Können die Kritiker eventuell auch zugeben, dass dieses Phänomen nicht nur in der regulären Physik beschrieben wird, sondern dass es auch sich so auch real in der Natur zeigt? (Wenn das bestritten wird, dann müssen die Messwerte falsch sein, warum auch immer…)
3. Können die Kritiker anerkennen, dass das unbestrittene Phänomen der ZD in der Physik sich sehr schön mit der SRT berechnen und vorhersagen lässt?