Ätherwind

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Ätherwind

Beitragvon Gerhard Kemme » Fr 10. Sep 2010, 07:20

Jocelyne Lopez hat geschrieben: Wenn man postuliert, dass sich bei Bewegungen in der Natur nichts verändert braucht man auch kein Experiment um Nachzuweisen, dass sich bei Bewegung nichts verändert. ;)


Nur - eines sollte klar sein, dass sich bei Bewegung etwas verändert:

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberschallflug

Nähert sich das Flugzeug der Schallgeschwindigkeit (M=1), kommt es durch die Kompressibilität der Luft zu Stoßwellen an verschiedenen Teilen des Flugzeugs (Siehe auch Verdichtungsstoß). Dadurch steigt der aerodynamische Widerstand (Winddruck) erheblich an, bis diese Grenze, bildhaft Schallmauer genannt, überwunden ist. Danach sinkt der Widerstand wieder ab (bleibt jedoch höher als im Unterschallbereich). Moderne militärische Triebwerke liefern im Normalbetrieb ausreichend Schub, um dauerhaft im Horizontalflug Überschall fliegen zu können, was als Supercruise bezeichnet wird. Ältere Flugzeugmodelle benötigen hierzu zum Beispiel einen Nachbrenner, oder müssen sich in einen Sturzflug begeben, um auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigen zu können. Die Fluggeschwindigkeit, bei der im Luftstrom um das Flugzeug die ersten Überschallgebiete und damit auch Verdichtungsstöße auftreten, liegt – abhängig von der Konstruktion des Flugzeugs – mehr oder weniger deutlich unterhalb der Schallgeschwindigkeit. Bei ausreichender Luftfeuchtigkeit entstehen in diesen Gebieten Kondensationswolken, deren hinteres Ende von einem Stoß gekennzeichnet ist (Wolkenscheibeneffekt) (s. nebenstehende Bilder). Der Geschwindigkeitsbereich, in dem bei der Umströmung des Flugzeugs sowohl Gebiete mit Geschwindigkeiten größer als auch kleiner Schallgeschwindigkeit auftreten, nennt man transsonisch und überstreicht einen Fluggeschwindigkeitsbereich von etwa M = 0,8 bis 1,2.(aus Wikipedia Artikel Überschallflug)
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Re: Ätherwind

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 10. Sep 2010, 08:09

Gerhard Kemme hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben: Wenn man postuliert, dass sich bei Bewegungen in der Natur nichts verändert braucht man auch kein Experiment um Nachzuweisen, dass sich bei Bewegung nichts verändert. ;)


Nur - eines sollte klar sein, dass sich bei Bewegung etwas verändert:

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberschallflug

Nähert sich das Flugzeug der Schallgeschwindigkeit (M=1), kommt es durch die Kompressibilität der Luft zu Stoßwellen an verschiedenen Teilen des Flugzeugs (Siehe auch Verdichtungsstoß). Dadurch steigt der aerodynamische Widerstand (Winddruck) erheblich an, bis diese Grenze, bildhaft Schallmauer genannt, überwunden ist. Danach sinkt der Widerstand wieder ab (bleibt jedoch höher als im Unterschallbereich). Moderne militärische Triebwerke liefern im Normalbetrieb ausreichend Schub, um dauerhaft im Horizontalflug Überschall fliegen zu können, was als Supercruise bezeichnet wird. Ältere Flugzeugmodelle benötigen hierzu zum Beispiel einen Nachbrenner, oder müssen sich in einen Sturzflug begeben, um auf Überschallgeschwindigkeit beschleunigen zu können. Die Fluggeschwindigkeit, bei der im Luftstrom um das Flugzeug die ersten Überschallgebiete und damit auch Verdichtungsstöße auftreten, liegt – abhängig von der Konstruktion des Flugzeugs – mehr oder weniger deutlich unterhalb der Schallgeschwindigkeit. Bei ausreichender Luftfeuchtigkeit entstehen in diesen Gebieten Kondensationswolken, deren hinteres Ende von einem Stoß gekennzeichnet ist (Wolkenscheibeneffekt) (s. nebenstehende Bilder). Der Geschwindigkeitsbereich, in dem bei der Umströmung des Flugzeugs sowohl Gebiete mit Geschwindigkeiten größer als auch kleiner Schallgeschwindigkeit auftreten, nennt man transsonisch und überstreicht einen Fluggeschwindigkeitsbereich von etwa M = 0,8 bis 1,2.(aus Wikipedia Artikel Überschallflug)


Ich spreche von der Kinematik, nicht von der Dynamik.
Es gibt nun mal einen Unterschied in der Physik zwischen kinematischen und dynamischen Vorgängen, den habe ich nicht erfunden.

Und die Postulate der SRT sind von rein kinematischer Natur - deshalb spielt auch die Existenz oder Nicht-Existenz eines Äthers in der SRT überhaupt keine Rolle.

Einstein hatte natürlich Recht, wenn er sagte, dass man für seine Theorie einen Äther nicht braucht, logisch. Das ist jedoch weder eine "geniale Vereinfachung" noch eine "Revolution des Denkens" wie die Relativisten es darstellen - das ist nun mal ganz platt eine rein kinematische Betrachtung der Ausbreitung des Lichtes. Können die Physiklaien etwas dafür, dass die Fachleute den Unterschied zwischen Kinematik und Dynamik nicht verstehen bzw. die beiden Betrachtungen ständig unzulässig verwechseln und vermischen?

Deshalb muss man sich auch nicht um einen Äther kümmern, wenn man die SRT kritisiert - völlig off-topic! Aber die Äthervorstellung polarisiert wohl die Wissenschaftler seit Jahrtausenden, die SRT-Kritiker und die SRT-Anhänger können auf jeden Fall davon offenbar nicht lassen... Arme Kinematik. ;)

Siehe: Ein Grundfehler der Speziellen Relativitätstheorie: Verwechselung und Vermischung von Kinematik und Dynamik

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Ätherwind

Beitragvon galactic32 » Fr 10. Sep 2010, 08:23

Harald hat geschrieben:Man muss sich keinesfalls wie ein Fisch bewegen, um mit einem im Fluss heran schwimmenden Fisch früher zusammen zu treffen, als wenn man auf ihn warten würde. Man kann ihm auch am Ufer entgegen laufen!

Hmm.
Nun in die Richtung in Überluft sich zu bewegen oder nicht am Ufer eher auf dem Wasser zu laufen .... hm.

Die StellSchrauben zum wie und wie nicht wären da eine halben Gedanken wert, oder ?

Gruß
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Re: Ätherwind

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 10. Sep 2010, 09:29

Harald hat geschrieben:
Man muss sich keinesfalls wie ein Fisch bewegen, um mit einem im Fluss heran schwimmenden Fisch früher zusammen zu treffen, als wenn man auf ihn warten würde. Man kann ihm auch am Ufer entgegen laufen!

Dieses Beispiel veranschaulicht, dass für kinematische Betrachtungen von Relativgeschwindigkeiten zwischen zwei Objekten ein Medium (oder mehrere Medien) absolut keine Rolle spielt und dass man irgendwelche Kräfte oder Eigenschaften des Mediums nicht zu berücksichtigen hat. Der Fisch bewegt sich im Medium Wasser und der Mensch im Medium Luft am Ufer, jedoch existiert eine Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden, die sich allein mit den beiden Parametern "Strecke" und "Laufzeit" errechnet. Sonst nichts. Kinematisch werden nur Geschwindigkeiten behandelt, also nur die beiden Parameter Strecke und Laufzeit benötigt. Sonst nichts. Irgendwelche von etwaigen Medien ausgeübte Kräfte spielen dabei überhaupt keine Rolle, sie werden für die Berechnungen der Geschwindigkeiten nicht benötigt. Eine Geschwindigkeit ist lediglich Weg/Laufzeit, mehr nicht, so wie auch Einstein in seiner SRT es explizit zugrunde gelegt hat, andere Parameter werden für eine kinematische Betrachtung nicht benutzt. Jegliche Beschäftigung mit einem Medium ist in der SRT off-topic. :|

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Ätherwind

Beitragvon galactic32 » Fr 10. Sep 2010, 10:02

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Jegliche Beschäftigung mit einem Medium ist in der SRT off-topic.

Deshalb ist in der SRT ja auch alles ganz einfach.
Wesentliches einfach zu ignorieren :?

Gruß
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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Fr 10. Sep 2010, 11:21

Hallo Jocelyne !

Eine Geschwindigkeit ist lediglich Weg/Laufzeit, mehr nicht, so wie auch Einstein in seiner SRT es explizit zugrunde gelegt hat, andere Parameter werden für eine kinematische Betrachtung nicht benutzt. Jegliche Beschäftigung mit einem Medium ist in der SRT off-topic.


Ich finde es für gut, wenn sich interessierte "Laien" für die Physik interessieren.
Ein solcher Mensch ist nicht vorgeprägt, sondern offen für neue Ideen.
Wie wir in Österreich sagen, er ist nicht "stallblind".

Es passiert sehr oft, dass sogenannte " studierte" eigentlich nur das Lehrbuch auswendig gelernt haben. Wie die Relativisten,die ihre SRT "verstanden" haben.
Ich habe erst vor kurzem einen Relativisten (Artie), aufgefordert, doch die Paradoxien der SRT zu erklären, nachdem er gemeint hat, das wäre unsere Aufgabe.
Außerdem finde ich, dass du absolut keine Laiin mehr bist, du hast dich sehr wohl viel intensiver mit der Materie beschäftigt als so manche in drei "Sylvestern"
Physikunterricht.

Mit Gruß Hannes
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Re: Ätherwind

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 10. Sep 2010, 11:57

galactic32 hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Jegliche Beschäftigung mit einem Medium ist in der SRT off-topic.

Deshalb ist in der SRT ja auch alles ganz einfach.
Wesentliches einfach zu ignorieren :?

Das stimmt, Deine Anmerkungen sind wohl berechtigt.

Dass Einstein nichts „vereinfacht“ und keine "Lösung" zu den damaligen (und heutigen) Problemen der theoretischen Physik gebracht hat, wie die Relativisten es gerne erzählen, sondern dass er sich mit seiner SRT es lediglich selbst persönlich einfach gemacht hat wird eben damit dokumentiert, dass er nur kinematische und keine dynamischen Prozesse in seiner Theorie behandelt. Andere Autore teilen hier Deine Auffassung, dass er dabei Wesentliches ignoriert: Die Unzulänglichkeiten und die Gefahren einer rein kinematischen Betrachtung der Naturphänomene hat die Forschungsgruppe G.O. Mueller in ihrer Dokumentation öfter hervorgehoben, wie zum Beispiel im Fehlerkatalog:


Zitat G.O. Mueller:

Q: Methodik / Fehler Nr. 4

Albert Einstein entwickelt die Effekte der Längenkontraktion und Zeitdilatation allein in seiner Kinematik (Phoronomie; Bewegungslehre), ohne Berücksichtigung der Dynamik (Kräftelehre)


Die Kinematik behandelt alle Bewegungen grundsätzlich ohne Rücksicht auf die ihnen zugrundeliegenden Kraftwirkungen. Daher sind Folgerungen aus der Kinematik nicht automatisch und nicht ohne weitere Prüfung in der physikalischen Wirklichkeit gültig. Eine rein kinematische Betrachtung ohne die Berücksichtigung der wirkenden Kräfte kann daher keine Erkenntnisse über reale physikalische Vorgänge liefern. Diese methodische Begrenzung der Kinematik gilt in der Physik generell.

Albert Einstein hat bei der Aufstellung der SRT 1905 diese methodische Begrenzung der Kinematik nicht beachtet und daher in der reinen Kinematik Behauptungen über physikalische Effekte aufgestellt, die in der Dynamik der Wirklichkeit nicht vorzufinden sind. Seine nicht zu verwirklichenden "Inertialsysteme" und die "Koordinatensysteme" ohne materielle und physikalische Eigenschaften führen zu falschen Aussagen und erlauben keine Rückschlüsse auf eine Wirklichkeit, die von Kraftwirkungen bestimmt ist. Daraus resultiert das Fehlen jeglicher empirischer Nachweise der angeblichen kinematischen Effekte.

Ein Beispiel von rein kinematischer Betrachtung ist die irrige Behauptung der relativen Gleichwertigkeit von Kopernikanischem Modell und Ptolemaischem Modell des Kosmos: in der Realität treten Kräfte auf, die den entscheidenden Unterschied liefern, nur aus der Dynamik zu erklären sind und die relative Gleichwertigkeit widerlegen. Davon unabhängig kann diese angebliche Gleichwertigkeit übrigens allein schon durch die Analyse der behaupteten relativen Drehung des Fixsternhimmels widerlegt werden: alle Fixsterne müßten sich zufällig alle nicht um den Erdmittelpunkt, sondern um die in beide Richtungen unbegrenzt verlängerte Erdachse (!) drehen, die nur eine gedachte Linie darstellt und keine physikalische Realität: warum sollten sich alle Fixsterne um eine aus der geozentrischen Perspektive gedachte Linie drehen?

Diese angebliche relative Drehung des Fixsternhimmels müßte außerdem auch für jeden anderen Himmelskörper mit Eigendrehung gelten (z. B. alle Planeten unseres Sonnensystems); es müßte sich der Fixsternhimmel also gleichzeitig um zahllose Achsen von zahllosen anderen Himmelskörpern drehen (und obendrein für jeden mit einer anderen Winkelgeschwindigkeit!), andererseits müßte er gegenüber bestimmten, nicht selbst sich drehenden Himmelskörpern relativ stillstehen! Dieser Fall ist wegen seiner besonderen Abstrusität und gleichzeitig in Relativistenkreisen hochgelobten Genialität besonders lehrreich für die Beurteilung der Relativistik insgesamt.

Galeczki / Marquardt 1997 (S. 47): Kinematik ist "die Darstellung einer Bewegung ohne sich um deren physikalische Zusammenhänge zu kümmern. Für die kinematische Betrachtungsweise ist es völlig gleichgültig, ob sich die Erde um die Sonne bewegt ... oder umgekehrt. Für den kinematischen Standpunkt sind daher nur relative Geschwindigkeiten wichtig. [...] Bekanntlich ist der kinematische Standpunkt als geozentrisches Weltbild aus religiösen Gründen mehr als 15 Jahrhunderte lang gegen das heliozentrische verteidigt worden. Die kinematische Denkweise kommt der ursprünglichen lokalen Sichtweise der Menschen sehr entgegen. Wichtig ... ist ... für die gesamte SRT die lokale beobachterbezogene Sicht der Naturbeschreibung. [...] Die geradlinig-gleichförmige Bewegung ... wird ... immer vorausgesetzt, um einen gedachten Vorgang möglichst einfach zu machen. Wie sie in der beobachteten Natur überhaupt zustande kommt, interessiert dabei kaum." S. 48: "Die Kinematik ist der Tummelplatz wirklichkeitsferner Gedankenexperimente."

Galeczki / Marquardt 1997 (S. 49) laden die Relativisten zum Test der angeblichen kinematischen Gleichwertigkeiten aller relativen Bewegungen am Beispiel des Subway- Surfing ein: "Kinematik macht nicht unverwundbar, sonst wäre das in Mode gekommene Subway-Surfing nicht gefährlich. Wir wetten, daß auch der überzeugteste Relativist nicht so viel Vertrauen in die SRT mitbringt, um diese Behauptung experimentell zu widerlegen. Wieso glaubt er es aber auf dem Papier?"

Die grundsätzliche Unzulänglichkeit einer reinen Bewegungslehre (Kinematik) ohne die dazugehörige Kräftelehre (Dynamik) wird nur von wenigen Kritikern thematisiert. Dagegen werden die daraus folgenden irrigen Beispiele für eine Relativität beschleunigter Systeme (Erde und Fixsterne; Karussell und Rummelplatzumgebung) häufig thematisiert; Galeczki/Marquardt sind nach bisherigem Stand der Dokumentation die einzigen Kritiker, die den beachtlichen historischen Erkenntnisrückschritt vom Kopernikanischen zum Ptolemaischen Weltbild anprangern.


Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Ätherwind

Beitragvon Hannes » Fr 10. Sep 2010, 12:16

Hallo Jocelyne !

Noch etwas:
Die vieldiskutierte Invarianz der SRT ist sowohl in der Kinematik als auch in der
Dynamik falsch !

Hannes
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Re: Ätherwind

Beitragvon Gerhard Kemme » Fr 10. Sep 2010, 13:24

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ich spreche von der Kinematik, nicht von der Dynamik.
Es gibt nun mal einen Unterschied in der Physik zwischen kinematischen und dynamischen Vorgängen, den habe ich nicht erfunden.

Ob man von Kinematik oder Dynamik spricht, so handelt es sich bei beiden Konzepten um eine Abbildung der physikalischen Vorgänge in der Natur auf mathematische Modelle, d.h. es werden bestimmte Reduktionen vorgenommen. Nur wir sollten wissen, dass man Albert Einstein kaum auf das Eine oder Andere festlegen kann, d.h. wenn du die SRT rein geometrisch interpretierst, dann wirst du beim ihm von einem "Ruhenden, starren Maßstab", von "Körpern" und von der "Bewegung eines materiellen Punktes" lesen, d.h. so klingt es nicht, wenn man etwas rein geometrisch ausdrückt.
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Und die Postulate der SRT sind von rein kinematischer Natur - deshalb spielt auch die Existenz oder Nicht-Existenz eines Äthers in der SRT überhaupt keine Rolle.

Woher nimmst du solche Aussagen?

    Wenn du Albert Einstein interpretieren willst, dann wirst du ihn auf geometrische Punkte und Längen nicht festlegen können - da er seine physikalischen Thesen durchaus in die physikalische Realität übertragen wollte. Warum fliegen seine Anhänger zwecks Nachweis der ZD um den Globus oder führen Experimente mit Myonen durch - weil es um materielle real existierende Körper geht. Auch wenn in der SRT nicht ausdrücklich von Massen und Kräften gesprochen wird, so geht das verwendete Vokabular weit über eine rein kinematische Bezeichnungsweise hinaus.

    Wenn du die Postulate nimmst und selber aus einem solchen Text Schlüsse ziehst, dann kriegst du Schwierigkeiten mit Begriffen wie "Lichtquelle" und eventuell auch dem "Beobachter", d.h. nach meiner Ansicht wird der Begriff "Kinematik", wenn man ihn auf die Postulate anwendet, weit überzogen - geometrisch ist etwas anderes.
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Einstein hatte natürlich Recht, wenn er sagte, dass man für seine Theorie einen Äther nicht braucht, logisch.

Da wäre ich aber nicht so schnell mit einverstanden. Wenn es möglich ist, für eine physikalische Erscheinung eine Ursache anzugeben, dann hat der Physiker die Pflicht, ein solches Phänomen auch zu benennen. Bitte befasse dich mit der KFZ-Technik und dem cW-Wert, der Luftwiderstandskennzahl, warum sollte man auf den Begriff "Luftwiderstand" verzichten, wenn er als Ursache für höheren Treibstoffverbrauch, d.h. Energieaufwand, bei höherem Tempo erkannt worden ist und wenn die Karosseriebauer die Konstruktion so stabil machen müssen, damit sie dem Fahrtwind standhält. Es ist klar, dass bei unbekannter Ursache, z.B. Schwerkraft, vorerst keine weiteren Erkenntnisse zur Verfügung stehen - bei der Bewegung eines Körpers durch ein Medium sollte allerdings darauf Bezug genommen werden, ob Wirkungen ihre Ursache in der Durchquerung des Mediums haben.
Gerhard Kemme
 
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Re: Ätherwind

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 10. Sep 2010, 14:26

Gerhard Kemme hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Und die Postulate der SRT sind von rein kinematischer Natur - deshalb spielt auch die Existenz oder Nicht-Existenz eines Äthers in der SRT überhaupt keine Rolle.

Woher nimmst du solche Aussagen?

    Wenn du Albert Einstein interpretieren willst, dann wirst du ihn auf geometrische Punkte und Längen nicht festlegen können - da er seine physikalischen Thesen durchaus in die physikalische Realität übertragen wollte. Warum fliegen seine Anhänger zwecks Nachweis der ZD um den Globus oder führen Experimente mit Myonen durch - weil es um materielle real existierende Körper geht. Auch wenn in der SRT nicht ausdrücklich von Massen und Kräften gesprochen wird, so geht das verwendete Vokabular weit über eine rein kinematische Bezeichnungsweise hinaus.

    Wenn du die Postulate nimmst und selber aus einem solchen Text Schlüsse ziehst, dann kriegst du Schwierigkeiten mit Begriffen wie "Lichtquelle" und eventuell auch dem "Beobachter", d.h. nach meiner Ansicht wird der Begriff "Kinematik", wenn man ihn auf die Postulate anwendet, weit überzogen - geometrisch ist etwas anderes.

Auch in der Kinematik werden natürlich solche Begriffe wie "Lichtquelle" oder "Beobachter" verwendet, warum denn nicht? Die qualitative und quantitative Beschreibung von Bewegungen impliziert ja zwangsläufig die Existenz von Körpern, die sich bewegen.

Und ich kann nichts dafür wenn die Relativisten Experimente brauchen (bzw. uns verkaufen wollen), um dynamische Auswirkungen der Bewegung bei Körpern nachzuweisen, wo sie doch ausgerechnet mit ihrer Theorie voraussetzen, dass grundsätzlich keine dynamischen Auswirkungen bei der Bewegung von Körpern stattfinden... :roll: Siehe Dr. Markus Pössel" “Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher;“.


Gerhard Kemme hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Einstein hatte natürlich Recht, wenn er sagte, dass man für seine Theorie einen Äther nicht braucht, logisch.

Da wäre ich aber nicht so schnell mit einverstanden. Wenn es möglich ist, für eine physikalische Erscheinung eine Ursache anzugeben, dann hat der Physiker die Pflicht, ein solches Phänomen auch zu benennen. [...] Es ist klar, dass bei unbekannter Ursache, z.B. Schwerkraft, vorerst keine weiteren Erkenntnisse zur Verfügung stehen - bei der Bewegung eines Körpers durch ein Medium sollte allerdings darauf Bezug genommen werden, ob Wirkungen ihre Ursache in der Durchquerung des Mediums haben.

Sorry, aber ich habe die SRT nicht erfunden und ich kann nichts dafür, wenn in der SRT kein Medium als Ursache von (nicht vorhandenen) Auswirkungen auf Körpern genannt wird: Es gibt in der SRT eben kein Medium und es gibt in der SRT eben keine Veränderung von Körpern durch ein Medium. Punkt. So einfach ist die SRT, das sagte auch zu recht der Teilnehmer galactic32 weiter oben. Die Beschreibung und die Erklärung von komplexen, dynamischen Naturphänomenen um die Lichtausbreitung obliegen also allein den Forschern, die keine Relativisten sind, also den Kritikern. Mit den Relativisten soll man nicht rechnen, wenn es darum geht, die Natur zu erklären, Galilei/Newton haben sie schon richtig erklärt, nichts mit "Erweiterung" durch die SRT. Was noch zu erforschen war haben die Relativisten mit der SRT entschieden und sie lehnen sich seitdem im Sessel: Es gibt kein Medium und es gibt keine dynamischen Auswirkungen eines Mediums auf Körpern, und fertig. Damit sind sie doch seit 100 Jahren mit der Welt und vor allem mit sich selbst vollkommen zufrieden, was will man mehr als Relativist? :P

Viele Grüße
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