Diese Uhr im Zug geht im Vergleich zu meiner Armbanduhr langsamer
Diese Uhr, der Gang dieser gegen den Bahndamm bewegten Uhr hat urplötzlich, so aus heiterem Himmel eben, einen ganz anderen Bezug, ein ganz anderes Verhältnis zu dem was sie vorher hatte.
Sie steht plötzlich im Dienste "seiner" Armbanduhr.
Das wunder ist perfekt, sie geht jetzt nicht mehr so wie es ihre Bewegungssituation gegen den Bahndamm, und somit gegen den Urbezug, sich ergibt, sondern nach "meiner" Armbanduhr.
Sie hat sozusagen die Seite gewechselt, gehorcht nun einem ganz anderem Herrn.
Dann steige ich am nächsten Bahnhof in den Zug ein und setze mich neben die Uhr im Fenster
"Ich" mit meiner Uhr, der Herr mit seinem Messgerät also.
Die Uhr im Fenster geht nun exakt gleich schnell wie meine Armbanduhr, weil die Uhr im Zug nun relativ zu mir ruht.
"Ich" der grosse Bestimmer, naja, die grosse Theorie ist ja gemeint, bestimmt nun wie die Uhr im fahrenden, also bewegtem Zuge geht.
Und oh Wunder, sie geht genauso wie meine, und genau deswegen weil diese Uhr, deren Bezug letztendlich ja der ruhenden Bahndamm ist, weil sie zu mir ruht.
Wie idiotisch muss eine Theorie sein um solches hervorzubringen!! Und das alles nur weil "einfache Überlegungen .....
Die Uhr im Waggon ist bewegt, darum geht sie langsamer als die Uhr die der "Ich" betrachtet wenn diese vorbeifährt.
Die Uhr des "Ich" ist bewegt wenn der "Ich" im Zug mitfährt.
Fazit: die Uhr im Zug geht langsamer weil sie bewegt ist, die Uhr des "Ich" geht jetzt langsamer weil er und sie auch bewegt sind.
Beide Uhren gehen dadurch wieder gleich, sie sind ja beide gleichschnell bewegt und gehen beide gleichstark langsamer als bei ruhender Uhr.
