Kann die Lichtgeschwindigkeit wirklich invariant sein?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Kann die Lichtgeschwindigkeit wirklich invariant sein?

Beitragvon Amenutep » Di 27. Jul 2010, 02:20

hier kam öfter das argument das die lichtgeschwindigkeit immer gleich gemessen wierd egal ob man sich auf die lichtquelle zu bewegt oder dafon weg.

wenn das 2 weg messungen waren spielt das natürlich keine rolle da die eigengeschwindigkeit einmal adiert und einmal subtrahierd wierd.sofern die geschwindigkeit gleichbleibend ist.

meßt doch mal wärend einer starken beschleunigung oder verzögerung was dann?

oder bei einer einwegmesung?
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Re: Kann die Lichtgeschwindigkeit wirklich invariant sein?

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 27. Jul 2010, 09:26

Amenutep hat geschrieben:meßt doch mal wärend einer starken beschleunigung oder verzögerung was dann?

oder bei einer einwegmesung?

Offiziell anerkannte Einwegmessungen des Lichts gibt es nicht, schon gar nicht mit relativ zum Lichtstrahl bewegten Messinstrumenten. Alle anerkannte Messungen der Lichtgeschwindigkeit bis 1983 waren mehrweg- bzw. zweiwegmessungen (mit Spiegeln dazwischen). Dann wurde die LG per administrativer Beschluß als invariant mit einem bestimmten Wert erklärt und als neue Maßeinheit für die Längenmessung festgesetzt. Es wird also seit 1983 keine offizielle neue Messung der LG angestellt und angestrebt, es ist verständlicherweise nicht erwünscht.

Dagegen haben nicht anerkannte Experimente von Kritikern schon die LG mit c +/- v gemessen (z.B. Marinov oder Jupiterexperiment von Harald Maurer).

Viele Grüße
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Re: Kann die Lichtgeschwindigkeit wirklich invariant sein?

Beitragvon Britta » Di 27. Jul 2010, 11:27

Amenutep hat geschrieben:hier kam öfter das argument das die lichtgeschwindigkeit immer gleich gemessen wird egal ob man sich auf die lichtquelle zu bewegt oder davon weg.

wenn das 2 weg messungen waren spielt das natürlich keine rolle da die eigengeschwindigkeit einmal adiert und einmal subtrahierd wierd.sofern die geschwindigkeit gleichbleibend ist.

meßt doch mal wärend einer starken beschleunigung oder verzögerung was dann?

oder bei einer einwegmesung?


Was macht es für einen Unterschied, ob es eine Einwegmessung oder eine Zweiwegemessung ist?
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Re: Kann die Lichtgeschwindigkeit wirklich invariant sein?

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 27. Jul 2010, 16:47

Britta hat geschrieben:
Was macht es für einen Unterschied, ob es eine Einwegmessung oder eine Zweiwegemessung ist?

Eine Zweiwegmessung liefert immer als Ergebnis einen Mittelwert zwischen Hinweg und Rückweg des Signals (vor und nach Reflektion mit dem Spiegel): man misst nicht A - B, man misst A – B – A. Man weiß dabei also nicht, ob das Signal genauso schnell auf dem Hinweg als auf dem Rückweg nach Aufprall mit dem Spiegel läuft (z.B. durch Ätherwiderstand). Dadurch, dass das Ergebnis ein Mittelwert ist, muss man zwangsläufig dabei rechnerisch voraussetzen, dass das Licht genauso schnell in eine Richtung als in die andere Richtung läuft. Das muss aber nicht der Wahrheit entsprechen.

Bei einer Einwegmessung (sprich ohne Spiegel zwischen Sender und Empfänger) gäbe es das Problem nicht: Man könnte prüfen, ob das Licht schneller oder langsamer ist auf einer bestimmten Strecke, je nach Richtung: Man könnte z.B. eine Einwegmessung in eine Richtung vornehmen und gleich danach eine Einwegmessung in die entgegen gesetzte Richtung und die beiden Werte vergleichen. Das ist etwas Anderes als die Zeit hin-und-zurück einfach rechnerisch zu mitteln, man kann ja bei dem Mittelwert keine Laufzeitunterschiede feststellen.

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Re: Kann die Lichtgeschwindigkeit wirklich invariant sein?

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Di 27. Jul 2010, 17:26

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Offiziell anerkannte Einwegmessungen des Lichts gibt es nicht, schon gar nicht mit relativ zum Lichtstrahl bewegten Messinstrumenten.

Doch, die gibt es. Die sind aber insofern sinnlos, als mit Einwegmessungen die SRT weder widerlegt noch bestätigt werden kann. Bezüglich der Einwegmessung der Vakuumlichtgeschwindigkeit sind Aussagen der SRT mit einer Vielzahl von anderen Theorien äuquivalent.
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Alle anerkannte Messungen der Lichtgeschwindigkeit bis 1983 waren mehrweg- bzw. zweiwegmessungen (mit Spiegeln dazwischen).

Das ist falsch.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Dann wurde die LG per administrativer Beschluß als invariant mit einem bestimmten Wert erklärt und als neue Maßeinheit für die Längenmessung festgesetzt. Es wird also seit 1983 keine offizielle neue Messung der LG angestellt und angestrebt, es ist verständlicherweise nicht erwünscht.

Das ist völliger Unsinn, weil es nicht stimmt. Messungen der Vakuumlichtgeschwindigkeit werden nach wie vor vorgenommen. Allerdings hast du keine Ahnung, wie Maßeinheiten definiert werden.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Dagegen haben nicht anerkannte Experimente von Kritikern schon die LG mit c +/- v gemessen (z.B. Marinov oder Jupiterexperiment von Harald Maurer).

Echt? Wo kann man das nachlesen? Gibt es dazu unabhängige Bestätigungen?

PS.: Hast du die unerwünschten Zitate von mir schon entfernt? Mein Copyright ist wohl deutlich genug: ICH WILL DAS NICHT.
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Re: Kann die Lichtgeschwindigkeit wirklich invariant sein?

Beitragvon JGC » Di 27. Jul 2010, 18:10

Hi Leute..


In diesem Zusammenhang hätte ich mal eine Frage..

Wenn ich z.B. die Lichtgeschwindigkeit in Wasser messe, (laut Wiki besitzt dieses "Medium" eine LG von 225 000km/s) kann ich dort die Lichtgeschwindigkeit eigentlich veränderbar gestalten??

Ich meine jetzt SO, das ich z.B. einen Druckbehälter verwende, der das Wasser unter z.B. 10 000 Bar Druck setzen könnte..

Würde sich dabei die Lichtgeschwindigkeit im Wasser nicht verändern??


Gibt es solche Messungen??

Könnte es, wenn es solche Messungen tatsächlich gegeben hat und das tatsächlich dabei auch eine veränderte LG im Wasser aufgetreten ist??

Warum ich das Frage??

Weil, WENN das sich so erweisen sollte wie im Wasser vielleicht nachgewiesen, ich mir durchaus vorstellen kann, das die LG im Vakuum durchaus von deren jeweiligem Energieinhalt bestimmt werden könnte..(das also in der Nähe von Massen eine höhere LG möglich wäre als im freien Raum)


Wisst ihr was darüber? (oder besser, gab es solche Druck-Experimente unter denen dann die jeweilige Lichtgeschwindigkeit im entsprechenden Medium ermittelt und verglichen wurde??


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Re: Kann die Lichtgeschwindigkeit wirklich invariant sein?

Beitragvon scharo » Di 27. Jul 2010, 18:22

Hallo,
@ Amenutep,

„wenn das 2 weg messungen waren spielt das natürlich keine rolle da die eigengeschwindigkeit einmal adiert und einmal subtrahierd wierd.sofern die geschwindigkeit gleichbleibend ist.“

Nimm die Strecke München – Ulm = 100km. Wir beide starten gleichzeitig von München ab. Ich fahre konstant mit 100km/h bis Ulm, dort drehe ich um und zurück wieder mit 100km/h nach München. Du machst die identische Reise, fährst aber von München nach Ulm mit 120km/h und zurück mit 80km/h. (100km/h + 20km/h und zurück mit 100km/h - 20km/h)
Wer wird eher in München ankommen?

@ Brita,
„Was macht es für einen Unterschied, ob es eine Einwegmessung oder eine Zweiwegemessung ist?“

Frau Lopez hat es schon erklärt, hier etwas genauer:
Einsteins Stab mit der Länge 1Ls, v des Stabes = 0,5c
Messung aus dem „unbewegten“ IS: Das Lichtsignal braucht von A in Bewegungsrichtung bis B 2s. Zurück von B nach A jedoch nur 0,67s.
Bei Zweiwegmessung, d.h. (A bis B + B bis A)/2 = (2s + 0,67s)/2 = 1,335s – also, der Unterschied zu 1s (das wäre die Zeit, wenn das Licht sich mit c rel. z. Stab ausbreitete) ist bei Zweiwegmessung kleiner.
Man erhält bei Zweiwegmessung t´ = t*y*y, wobei y = Gamma = 1/sqrt(1 – v²/c²).
In der SRT wird ausschließlich in Zweiwegverfahren, nach dem Radarprinzip, gemessen, sonst stimmen die Formeln nicht.

@ Frau Lopez,
„Dagegen haben nicht anerkannte Experimente von Kritikern schon die LG mit c +/- v gemessen „

Wenn es so wäre! „Messen wollten“, ist nicht „haben gemessen“

Gruß
Ljudmil
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Re: Kann die Lichtgeschwindigkeit wirklich invariant sein?

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 27. Jul 2010, 18:26

JGC hat geschrieben:Gibt es solche Messungen??

Könnte es, wenn es solche Messungen tatsächlich gegeben hat und das tatsächlich dabei auch eine veränderte LG im Wasser aufgetreten ist??

Warum ich das Frage??

Weil, WENN das sich so erweisen sollte wie im Wasser vielleicht nachgewiesen, ich mir durchaus vorstellen kann, das die LG im Vakuum durchaus von deren jeweiligem Energieinhalt bestimmt werden könnte..(das also in der Nähe von Massen eine höhere LG möglich wäre als im freien Raum)


Wisst ihr was darüber? (oder besser, gab es solche Druck-Experimente unter denen dann die jeweilige Lichtgeschwindigkeit im entsprechenden Medium ermittelt und verglichen wurde??


Von Messungen der LG im Wasser, die abweichende Geschwindigkeiten je nach Randbedingungen ergeben, habe ich nichts gehört, jedoch ich kann mir vorstellen, dass es so ist. Ich habe z.B. von veränderten Geschwindigkeiten des Lichts im Medium Luft je nach Randbedingungen gehört, und zwar durch Messungen von Objekten in der Luft mit Lasermessgeräten:

Zitat Wikipedia:

Die optische Abstandsmessung (auch: Laserentfernungsmessung) wird benutzt um die Distanz zwischen einem Abstandssensor und einem Objekt zu messen. Die Präzision hängt von verschiedenen Faktoren ab:

• von der Oberfläche der beiden Objekte (Material, Farbe)
• von der zu messenden Distanz
• von Umwelteinflüssen

Diese Schwankungen der Meßergebnisse je nach Bedingungen bedeuten Schwankungen der Lichtgeschwindigkeit (im Rechner des Geräts ist c einprogrammiert). Und zwar im gleichen Medium, und zwar schon auf kurze Distanzen! Warum sollte es im Wasser oder in anderen Medien auch nicht so sein? Auch kann man sich vorstellen, dass das Vakuum nicht im ganzen Universum homogen ist.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Kann die Lichtgeschwindigkeit wirklich invariant sein?

Beitragvon Mirko » Di 27. Jul 2010, 18:51

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Von Messungen der LG im Wasser, die abweichende Geschwindigkeiten je nach Randbedingungen ergeben, habe ich nichts gehört, jedoch ich kann mir vorstellen, dass es so ist. Ich habe z.B. von veränderten Geschwindigkeiten des Lichts im Medium Luft je nach Randbedingungen gehört, und zwar durch Messungen von Objekten in der Luft mit Lasermessgeräten:


Die größere Dichte führt zu einer anderen Lichtgeschwindigkeit - gilt für alle Medien.

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Zitat Wikipedia:

Die optische Abstandsmessung (auch: Laserentfernungsmessung) wird benutzt um die Distanz zwischen einem Abstandssensor und einem Objekt zu messen. Die Präzision hängt von verschiedenen Faktoren ab:

• von der Oberfläche der beiden Objekte (Material, Farbe)
• von der zu messenden Distanz
• von Umwelteinflüssen

Diese Schwankungen der Meßergebnisse je nach Bedingungen bedeuten Schwankungen der Lichtgeschwindigkeit (im Rechner des Geräts ist c einprogrammiert). Und zwar im gleichen Medium, und zwar schon auf kurze Distanzen! Warum sollte es im Wasser oder in anderen Medien auch nicht so sein? Auch kann man sich vorstellen, dass das Vakuum nicht im ganzen Universum homogen ist.

Viele Grüße
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Weil etwa bei Nebel oder Regen der Laser abgelenkt wird. Hat nichts mit der Geschwindigkeit von c zu tun. Auch im Wasser ändert sich nicht eigentlich die Geschwindigkeit, der Weg wird nur länger.
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Re: Kann die Lichtgeschwindigkeit wirklich invariant sein?

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Di 27. Jul 2010, 19:01

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Britta hat geschrieben:
Was macht es für einen Unterschied, ob es eine Einwegmessung oder eine Zweiwegemessung ist?

Eine Zweiwegmessung liefert immer als Ergebnis einen Mittelwert zwischen Hinweg und Rückweg des Signals (vor und nach Reflektion mit dem Spiegel): man misst nicht A - B, man misst A – B – A. Man weiß dabei also nicht, ob das Signal genauso schnell auf dem Hinweg als auf dem Rückweg nach Aufprall mit dem Spiegel läuft (z.B. durch Ätherwiderstand). Dadurch, dass das Ergebnis ein Mittelwert ist, muss man zwangsläufig dabei rechnerisch voraussetzen, dass das Licht genauso schnell in eine Richtung als in die andere Richtung läuft. Das muss aber nicht der Wahrheit entsprechen.

Bei einer Einwegmessung (sprich ohne Spiegel zwischen Sender und Empfänger) gäbe es das Problem nicht: Man könnte prüfen, ob das Licht schneller oder langsamer ist auf einer bestimmten Strecke, je nach Richtung: Man könnte z.B. eine Einwegmessung in eine Richtung vornehmen und gleich danach eine Einwegmessung in die entgegen gesetzte Richtung und die beiden Werte vergleichen. Das ist etwas Anderes als die Zeit hin-und-zurück einfach rechnerisch zu mitteln, man kann ja bei dem Mittelwert keine Laufzeitunterschiede feststellen.

Jocelyne Lopez


Alles falsch. Du fährst nach Neuss. Das sind 50 km und du benötigst 1 Stunde. Dann ist deine mittlere Geschwindigkeit von 50 km pro Stunde. Du fährst hin und zurück und benötigst 2 Stunden. Du fährst im Mittel 50 km pro Stunde. Egal, ob du dazwischen schneller und langsamer fährst. Das muss ich nicht annehmen. Beim Hinfahren bist du auf der A46 bei Düsseldorf 80 km pro Stunden gefahren, am Rückweg 110 km pro Stunden, wer weiß.

Wenn du nicht einmal weißt, was eine mittlere Geschwindigkeit ist, reiß deine Klappe nicht so weit auf, sonst kommt eine Fliege daher ...

PS.: Hast du die Zitate meiner Beiträge schon entfernt. ICH WILL DAS NICHT.
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