- Dabei haben Sie hier in diesem Forum öfter betont, Hannes, dass man sehr wohl die LG als Maßstab für Distanzen in der Astronomie brauchbar benutzen könnte, wenn man nur bereit wäre, das Dogma der absoluten Invarianz aufzugeben und die gemessenen Distanzen durch Erfahrungswerte zu korrigieren. Die Selbstsicherheit und Selbstdarstellung der Astronomen würden ein bisschen darunter leiden, aber es würde sehr viel an wissenschaftliche Wahrheit gewonnen.
Deine Ausführungen sind aus meiner Sicht richtig.
Die Astronomen wissen, dass der umliegende Weltraum als ruhend zu betrachten
ist und die Weiterleitungsgeschwindigkeit c hat.Mehr brauchen sie nicht.
Sie nutzen die LG deshalb auch als Maßstab, obwohl ihnen bewusst ist,
dass in Ausnahmefällen dies nicht immer ganz zutrifft.
Auch die Richtung des ankommenden Lichtes kann verändert sein.
Interessant ist diese Feststellung bei den sogenannten Gravitationslinsen,
wo man ein und dieselbe Galaxie (erkennbar an ihrem Spektrogramm)
mehrere mal sehen kann und das ausgesandte Licht (erkennbar an Lichtschwankungen)
zeitlich versetzt (sogar um Monate) verspätet einlangt.
Zeitdilatation und Lorentzkontraktion interessiert die Astronomen überhaupt nicht.
Die Radialgeschwindigkeiten (das Wackeln) der Sterne mit Exoplaneten messen sie mit dem Spektrometer.
Beste Grüße
Hannes
