Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Mi 26. Mai 2010, 15:46

scharo hat geschrieben:Es ist nämlich egal, ob Du die Position der Stationen theoretisch richtig oder falsch ausgerichtet hast. Je nach Theorie gleicht sich die theoretische Ausrichtung gegenseitig aus – somit ist eine Aussage über die Richtigkeit der Äther- und oder SRT, bzw. Emissionstheorie mit diesem Experiment nicht möglich.


Das ist keinesfalls egal und Deiner Behauptung fehlt jede Begründung. Und weil Du keine vorlegen kannst, präsentierst Du die Herren E. und F., aber die Frustreaktionen dieser Herren interessieren mich nicht. Wenn Du also schon behauptest, das Experiment sei schon theoretisch nicht geeignet, dann bist Du in einer Bringschuld mit einer nachvollziehbaren Begründung. So haben ja auch Trigemina, fb... und Ernst ihren Einwand mit der Aberration wohlbegründet - aber nichtsahnend, dass genau diese Aberration wichtig ist für das Experiment. Und dass Wellenfronten keine Aberration zeigen, ist eine alte und wohlbekannt Tatsache. Wellenfronten haben keine eigene Identität, sondern werden von Wellen gebildet, die eben gleichzeitig nebenherlaufen und es ist daher möglich, dass sich aus einer schrägen Anordnung dieses Nebenherlaufens eine Wellenfront bildet. Die Verdrehung des Wellenvektors ist daher irrelevant, denn nur auf die gleichzeitige Ankunft der Signale an der Messbasis kommt es an.
Es erwartet ohnehin keiner, dass irgendeiner der Relativisten, der Emanationstheoretiker oder Privatphysiker jetzt einen Rückzieher macht und zugibt, das Experiment sei geeignet, denn für jeden ist sein Weltbild in Gefahr. Und für viele Menschen ist das das Einzige, das sie zu haben glauben.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mi 26. Mai 2010, 17:49

Harald Maurer hat geschrieben:Und nun die Auflösung des Rätsels!

Man muss sich erstmal die Situation klarmachen. Jupiter befindet sich etwa 600 Millionen km von der Erde entfernt. Er erzeugt also eine bis zur Erde reichende Sphäre von 1200 Millionen km Durchmesser (und natürlich darüber hinaus). Der Planet hat einen äquatorialen Durchmesser von 142 800 km (etwa das 11-fache der Erde).


Das habe ich alles schon vorgerechnet. Egal wie groß die Sphäre ist, sie ist nicht eben. Und daher kommen die Wellen an den Endpunkten nicht gleichzeitig an, denn die Messbasis bewegt sich vom linken Strahle schneller weg, als vom rechten, eben weil die Strahlen NICHT exakt parallel sind. D.h., die Ursache für die Laufzeitdifferenz ist, dass die Strahlen NICHT exakt parallel sind UND dass sich die Messbasis relativ zur Sphäre mit 300 km/s nach rechts bewegt. Wenn du das mal rechnen würdest, wäre es sofort klar. Im übrigen wirst du eine Rechnung benötigen, wenn du eine Veröffentlichung planst.
fb557ec2107eb1d6
 
Beiträge: 1662
Registriert: Mi 1. Jul 2009, 16:19

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Mi 26. Mai 2010, 18:10

Lieber Harald,
Harald Maurer hat geschrieben: Und nun die Auflösung des Rätsels!

Nein Harald, mit Deiner Argumentation entkräftest Du unsere Beschreibung der Situation nicht. Wir haben das Prinzip ganz allgemein behandelt und in den Darstellungen solche Größenverhältnisse v/c gewählt, welche den Effekt "makroskopisch" visualisieren. Die Größenordnung v/c beeinflußt das Prinzip jedoch überhaupt nicht, auch nicht im aktuellen Fall, wo die Fronten annähernd Geraden werden. Wäre ja auch seltsam, wenn man physikalische Gesetze durch spezielle numerische Werte aushebeln könnte.

Der Aberrationswinkel arctan v/c = 0,07 grad erscheint zwar klein; er führt aber über die Meßbasislänge von 15km zu einem senkrechten Versatz von 18m zwischen den Basisenden. Und diese Relation 18m/15000m= 0,0012 entspricht genau der erwarteten relativen Äthergeschwindigkeit v/c = 360 / 300000 = 0,0012. Infolge der Schrägstellung verändert sich Deine gemessene Zeitdifferenz um den gleichen Betrag, wie ihn die unterschiedliche Ausbreitung A-B zu B-A infolge Ätherwind ergibt. Es ist ein Nullsummenspiel.

Deine Betrachtung von parallelen Wellenfronten, deren Vektor schräge läuft und der Ausgleich dieser Schräge durch Aberration ist nicht richtig, wie die allgemeine Betrachtung zeigt und wie das für andere Größenverhältnisse dargestellt wurde.
Große Entfernungen und kleine Äthergeschwindigkeit andern an der Physik nichts.
Da Du Dich mit der Aberration angefreundet hast, bleibt m.Es nur die Folgerung, daß mit dem Experiment ein Äthernachweis unmöglich ist.

Gruß
Ernst
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Kurt » Mi 26. Mai 2010, 19:20

Hallo Manuel,

nocheinPoet hat geschrieben:..., Licht ist keine Longitudinalwelle,....
Nun, da kommt von mir kein Widerspruch, das stimmt. Wellen gibt es keine.

Verdrehe mir nicht die Worte im Mund, ich habe nicht gesagt, es gibt keine Wellen sondern eben: „Licht ist keine Longitudinalwelle“, das bedeutet aber im Weiteren Licht ist eine Transversalwelle.

Wenn du das so siehst
Nein Kurt, und was Du beschreibst ist einfach als Longitudinalwelle beschrieben. Was heißt es gibt keine Wellen? Mal am Meer gewesen? Was sind dann Schallwellen?

dann ists OK.
Dann reden wir von Wellen.
Mir geht es darum dass es -die Welle- nicht gibt, dass es sich beim Begriff -Welle- um eine Beschreibung handelt.
Das mag dir klar sein, ich weis aber dass es bei vielen nicht so ist.
Darum mein Einwand.

nocheinPoet hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Licht ist ein rein mechanischer Vorgang.

Nein.


Doch, von der Erzeugung, über den Transport, bis zur Detetektion.


nocheinPoet hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Zur Entstehung von Licht ist Materie notwendig.

Hm,...? Könnte schon sein, aber welche Rolle spielt das?



Eine ganz entscheidende.
Denn damit sind allerlei Spekulationen und Ersatzdeutungen aussen vor.
Dann hat man sich mit dem Vorgeng "Licht" zu beschäftigen.

nocheinPoet hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Diese bestimmt mit ihrer Eigenresonanz die Farbe.



Das allein ist schon wert beredet zu werden.
Denn dann ist man wiederum gezwungen auf der "Materialseite" zu agieren, dann sind irgendwelche abgehobenen Luftikuserklärungen unglaubwürdig.


Kurt hat geschrieben:Diese resonannten Bewegungen der Einzelteile des Resonanzkörpers erzeugen im Trägermedium für Licht Druckschwankungen. Diese werden in diesem Medium longitudinal weitergeleitet. So wie es in Luft oder Wasser oder Eisen oder sonst wo auch geschieht.



http://www.schulphysik.de/java/physlet/ ... lle01.html

Schalte beide "Wellenformen" ein, lass laufen und überlege wie es sein kann dass es sich um ein transversales Signal handeln könne.
Es kan nnciht sein, es ist unmöglich.
Nimm ein Atom, einen Resonanzkörper der Licht erzeugt.
Er erzeuge einen schmalen "Lichtstrahl".
Dieser weitet sich auf, er sei in entsprechender Entfernung 1000 Km breit.
Nun überlege wie eine transversalwelle aussehen müsste wen nes sie denn gäbe.
Bedenke wie schnell sie die zustandsänderungen von 90 ..270 Grad vollbringen müsste.
Dann erst wennes sich um einen Rundstrahler handeln würde.
Ews wäre überhaupt keine Transversalgeburt möglich.
Nein, Licht und transversal gibts nicht.
Nun schau dir den unt€ren Teil an, das mit der longitudinal.
Da ist es ohne Probleme möglich sich das vorzustellen.
Die Amplitude wird mit der Aufweitung immer kleiner, es geht beim Rundstrahler Abstandsproportional.
Das ist kein Problem, das ist so.
Den Beweis kann man u.A. im Lichtdruck suchen, da ist er zu erkennen.

Auch wenn du mich als struren Eigensinnbrödler brandmarkst der zu stur ist auch nur einen Schritt seitwärts zu gehen.
Es macht nichts, wenn ich mir nicht so sicher wäre würd ich meine Klappe halten.
Alle "Beweise" die ich bisher erhalten habe sind nichts weiter als Hirngespinnste, Vorstellungen, "Glaubensbekenngtnisse" eben.

Ich kann Erklärungen liefern die logisch und in sich konsistent sind, andere nicht.


Kurt hat geschrieben:Sichtbar also erkennbar, messbar, werden diese Druckschwankungen erst dann wenn Materie betroffen ist. Und zwar Materie die auf diese Druckschwankungen reagieren, und besonders wenn sie dazu in Resonanz gehen, kann. Dann ist Licht empfangen, vorher nicht. Und das Ganze ist ein rein mechanischer Vorgang. Ohne Geheimnisse, ohne Besonderheiten. Eine simple Geschichte.




http://de.wikipedia.org/wiki/Welle_%28Physik%29

Eine Welle ist in der Physik ein räumlich und zeitlich veränderliches Feld, das Energie, jedoch keine Materie, durch den Raum transportiert.


Nun, lies bitte mal ganz langsam und ganz unvoreingenommen und leg all das was man dir beigebracht hat einfach mal beiseite.

Auszug:
Eine Welle ist in der Physik ein räumlich und zeitlich veränderliches Feld

Hier wird er Hilfsbegriff "Welle" definiert.
Er ist entstanden aus einem weiterem Hilfsbegriff, aus einem "Feld"
Der begriff "Feld" ist ein reiner Hifs-und Vorstellungsersatzbegriff.
Dieser wird verwendet um überhaaupt etwas vorzewigen zu können.
Das es sich dabei um etwas handelt das nicht existiert scheint niemanden zu stören.
Naja, mit der Muttermilch eingesogen, als Existenzie akzeptiert, anders ist es nicht zu verstehen.

Dann kommt der Hammerbegriff, die Hilfsexistenzie an sich, die "Energie".
sie wird durch den R aum transportiert.
Nun Raum ist NIíchts, also wir etwas das eine Variable darstellt durchs Nichts transportiert.
ich kann nur sagen, wer Augen hat der sehe (hin).

Bedenke, es wird nichts, aber auch garnichts gesagt was wie abgeht, es werden einzig nur Vorstellungen in Gehirnen angestossen die auf eingelernten "Dingen" beruhen.
Diese "Dinge" sind nur in Köpfen vorhanden, sonnst nirgends.

Mehr brauchts nicht.



http://www.dieter-heidorn.de/Physik/SS/ ... Hertz.html

Auszug:
Um einen Schwingkreis mit hoher Eigenfrequenz zu erhalten, müssen Kapazität und Induktivität gering sein. Dies ist dadurch zu erreichen, dass die Plattenfläche des Kondensators und die Windungszahl der Spule möglichst klein gemacht werden. Im Extremfall kann man die Spulenwindungen ganz verschwinden lassen, die Kondensatorplatten aufbiegen und die Platten zu Punkten zusammenschrumpfen lassen. So erhält man einen Metallstab, in dem ein hochfrequenter Wechselstrom fließen kann.

Bedenke: die Beschreibung eines auseinandergezogenen Kondensators ist einfach nur naiv, mehr kann man dazu nicht sagen.
Eine Antenne ist nur dann in der Lage zu senden/Empfangen wenn sie einen Resonanzkreis darstellt.
anders geht einfach nichts.
Dieter hat noch einen anderen Link auf seiner HP, das mit der "Mikrowelle".
Wenn du die Geduld hast dann gehen wir diesen haarklein durch.
Er gibt mir die Möglichkeit, meine Vorstellungen darzulegen.
Geduld, -freies- Denken, Unvoreingenommenheit und Technikverständnis ist notwendig.


Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21813
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Kurt » Mi 26. Mai 2010, 19:50

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...
Da Du Dich mit der Aberration angefreundet hast, bleibt m.Es nur die Folgerung, daß mit dem Experiment ein Äthernachweis unmöglich ist.

Gruß
Ernst

Es bleibt noch die Frage ob aus dem dynamischen Verhalten eine eindeutige Lösung gefunden werden kann. Meiner Meinung nach ist das möglich falls der Äther nicht mitgeführt wird.


Es geht nur wenn man in "Bezügen" denkt.
Dann wirds ganz einfach und unkompliziert.

Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 21813
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon scharo » Mi 26. Mai 2010, 20:39

Lieber Harald,

„Das ist keinesfalls egal und Deiner Behauptung fehlt jede Begründung. Und weil Du keine vorlegen kannst, präsentierst Du die Herren E. und F., aber die Frustreaktionen dieser Herren interessieren mich nicht. Wenn Du also schon behauptest, das Experiment sei schon theoretisch nicht geeignet, dann bist Du in einer Bringschuld mit einer nachvollziehbaren Begründung.“

Das haben wir doch alle schon längst begründet – ich war sogar der Letzte in dieser Hinsicht. Im Gefecht mit der Aberration hast Du es bestimmt übersehen. Ich weiß nicht wer als erster darauf hingewiesen hat. Nachdem ich die Aberration-Darlegung von Ernst kapiert habe, war ich auch seiner vorher geäußerten Meinung, wegen der Nichtunterscheidbarkeit zwischen Äther und SRT. Der gleichen Meinung sind auch die restlichen Teilnehmer.
Am 15.05. schrieb ich an Chief:
„Wenn Äther, dann Aberration – Differenz zwischen Sichtachse und Wellenvektor.
Wenn die Aberration nicht berücksichtigt – dann Versetzung der Stationen z. Wellenfront von ca. 15m (Aberration 1: 1000 bei 300km/s Ätherwind und 15km Abstand zwischen den Satationen) – entspricht der Zeitdifferenz, die aus den sekundären Funksignalen entstehen sollte = 0-Effekt.
Wenn SRT – dann keine Aberration, Sichtachse entspricht Wellenvektor, keine Versetzung der Stationen zum Wellenfront, aber auch keine Zeitdifferenz aus den sekundären Funksignalen = 0-Effekt.

Wenn Äther und Aberration berücksichtigt, dann keine Versetzung der Stationen, aus den sekundären Funksignalen wird eine Zeitdifferenz entstehen = 15m/c.
Wenn SRT – da keine Aberration, sind jetzt die Stationen mit 15m zur Wellenfront versetzt – Zeitdifferenz = 15m/c.

Wenn Emissionsvorstellung – da Jupiter rel. z. Erde kaum bewegt = keine Aberration – kommt das Gleiche wie bei der SRT.“


Nochmals: Vorausgesetzt ist EBENE Welle. Ätherwind = 300km/s; Stationen auf 15km.
a) Absoluter Äther ist vorhanden: Die Stationen hast Du quer zur Sichtlinie gerichtet. Die Sichtlinie ist aber aberriert mit 1:1000 zu Wellenvektor – das hast Du schon eingesehen. D.h. die Stationen, bei denen keine Aberration auftritt, sind mit ca. 15m zur Wellenfront versetzt.
D.h. das primäre Synchronisationssignal kommt bei der einen Station mit 15m/c Verspätung. Entsprechend wird das sekundäre Signal mit dieser Verspätung versendet. Diese Verspätung entspricht aber der erwarteten Differenz aufgrund des Äthers zwischen beiden Sekundärsignalen = Effekt = 0.
Nach der SRT und Emission gibt es keine Aberration, da Sender (Jupiter) und Empfänger (Erde) nicht zueinander bewegt sind. Die Sichtlinie entspricht dem Wellenvektor, die Stationen müssen das primäre Signal gleichzeitig empfangen, somit auch kein sekundärer Effekt – oder Effekt auch = 0

b) Du hättest den Aberrationswinkel vorgesehen und entsprechend die Stationen exakt parallel zum Wellenfront ausgerichtet. Die Stationen empfangen dann das Primärsignal gleichzeitig und senden entsprechend das Sekundärsignal auch gleichzeitig.
Wenn Äther, dann käme die erwartete Differenz von ca. 15m/c.
Nun, wenn kein Äther, sondern SRT, bzw. Emission, dann ist die vorgesehene Neigung der Verbindungslinie zwischen den Stationen fehl am Platz, da jetzt keine Aberration vorhanden ist. Die Stationen sind somit mit 15m zum Wellenfront versetzt, die eine Station empfängt das Primärsignal und entsprechend sendet das Sekundärsignal mit 15m/c Verspätung – es kommt zu einer Differenz zwischen den Sekundärsignalen auch von 15m/c.
Oder, egal welche Theorie, bei a) 0-Differenz und bei b) 15m/c-Differenz – es ist also nicht zu unterscheiden.

Dr. Engelhardt hat es eingesehen – er schreibt – Aberration und deswegen keine Unterscheidbarkeit. Feists Meinung bin ich nicht – eine Bewegung entlang einer ebenen Welle ist uninteressant, aber indirekt spricht er den gleichen Punkt mit der Aberration an.

Sorry, aber das sind die Fakten, würde ich meinen.


Liebe Grüße
Ljudmil
scharo
 
Beiträge: 688
Registriert: So 4. Jan 2009, 09:06
Wohnort: Niederbayern

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Mi 26. Mai 2010, 21:20

Ernst hat geschrieben:Der Aberrationswinkel arctan v/c = 0,07 grad erscheint zwar klein; er führt aber über die Meßbasislänge von 15km zu einem senkrechten Versatz von 18m zwischen den Basisenden.

Nein, denn die Wellenfronten neigen sich nicht mit dem Verschiebungswinkel mit. Die Sichtachse steht daher im rechten Winkel auf der Wellenfront. Wenn parallel laufende Lichstrahlen, die alle dieselbe Laufstrecke hinter sich haben und dadurch eine Wellenfront bilden, parallel verschoben werden, so bleibt die Wellenfront in derselben Lage wie zuvor. Das führt natürlich nicht zu einem Versatz an den Basisenden, denn die Basis liegt ja parallel zur unveränderten Wellenfront. Dein Argument ist deshalb unzutreffend.
Ernst hat geschrieben:Deine Betrachtung von parallelen Wellenfronten, deren Vektor schräge läuft und der Ausgleich dieser Schräge durch Aberration ist nicht richtig, wie die allgemeine Betrachtung zeigt und wie das für andere Größenverhältnisse dargestellt wurde.

Der Ausgleich durch die beiden Winkel ist richtig. Die Aberration habt ihr ja selbst favorisiert. Und am Verschiebungswinkel kann ja kein Zweifel bestehen. Was Dir nicht ganz klar ist, dass die Wellenfront keine Aberration zeigt. Das ist aber so!

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Das habe ich alles schon vorgerechnet. Egal wie groß die Sphäre ist, sie ist nicht eben. Und daher kommen die Wellen an den Endpunkten nicht gleichzeitig an, denn die Messbasis bewegt sich vom linken Strahle schneller weg, als vom rechten, eben weil die Strahlen NICHT exakt parallel sind. D.h., die Ursache für die Laufzeitdifferenz ist, dass die Strahlen NICHT exakt parallel sind UND dass sich die Messbasis relativ zur Sphäre mit 300 km/s nach rechts bewegt. Wenn du das mal rechnen würdest, wäre es sofort klar. Im übrigen wirst du eine Rechnung benötigen, wenn du eine Veröffentlichung planst.

Die Auswirkung der Rundung macht nur einige Millimeter aus. Selbst wenn Dein Argument richtig wäre, ist der Messfehler im Promillebereich. Eine Ungenauigkeit in der Lage der Endpunkte der Basis bis zu einem Meter erzeugt einen Meßfehler von 10 Prozent. Da der Unterschied zwischen den Nulldurchgängen je nach Theorie rund 16 Sekunden beträgt, bleibt das Messergebnis immer noch ausreichend signifikant. Denn lt.SRT hätten wir die Laufzeitgleichheit zum Transitzeitpunkt, laut LET haben wir sie 16 Sekunden vorher! Im übrigen gibt es die Rechnungen selbstverständlich seit langem. Die Lage der Messbasis lässt sich überdies leicht überprüfen, indem man die Signale von A und B korreliert bis sie übereinstimmen. Aus der Verschiebung lässt sich exakt der Höhenunterschied berechnen. Ein Verfahren, wie es in der Very Long Baseline Interferometry schon lange eingesetzt wird. Die Berechnung der Laufzeitdifferenzen erfolgt beim GPS auch auf diese Art. Die richtige Lage der Messbasis ist dadurch sogar aus den Daten erkennbar! Ich denke, dass ihr das Prinzip dieses Experimentes nicht ausreichend verinnerlicht habt. Da steckt viel mehr dahinter, als man bei oberflächlicher Betrachtung annimmt.

scharo hat geschrieben:Wenn Äther, dann Aberration – Differenz zwischen Sichtachse und Wellenvektor.


Du hast nicht begriffen, dass es nicht auf den Wellenvektor ankommt, sondern auf die Wellenfront. Die hat keine Aberration, weil sie sich in derselben Ebene verschiebt. Der Wellenvektor steht schräg auf der Wellenfront! Und die Aberration sorgt dafür, dass die Sichtachse senkrecht auf der Wellenfront steht. Deshalb kommt die Messbasis prompt parallel zur Wellenfront zu liegen. Das ist das Faktum! Befasse Dich doch mal mit dem Verhalten von Wellenfronten. Wenn die Strahlen, welche die Front bilden sich alle neigen, aber dennoch alle dieselbe Laufzeit hinter sich haben, bleibt die Wellenfront waagrecht. Außerdem ist die Lage, wie oben erwähnt, durch Korrelation der Signale überprüfbar.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mi 26. Mai 2010, 23:45

Harald Maurer hat geschrieben:Die Auswirkung der Rundung macht nur einige Millimeter aus. Selbst wenn Dein Argument richtig wäre, ist der Messfehler im Promillebereich.

Ich habe nie von einer "Rundung" gesprochen. Eine Rundung ist eine Rechenungenauigkeit aufgrund der Zahlendarstellung. Ich habe davon gesprochen, dass die Wellen an den beiden Endpunkten der Messstrecke nicht gleichzeitig ankommen, weil die Wellenfront nicht eben ist und sich die Messbasis relativ zur Wellenfront bewegt. Dieser Laufzeitunterschied ist systematisch und keine Mess- und/oder Rechenungenauigkeit.

Harald Maurer hat geschrieben:Eine Ungenauigkeit in der Lage der Endpunkte der Basis bis zu einem Meter erzeugt einen Meßfehler von 10 Prozent. Da der Unterschied zwischen den Nulldurchgängen je nach Theorie rund 16 Sekunden beträgt, bleibt das Messergebnis immer noch ausreichend signifikant.

Je nach Theorie? Welche Theorie legst du denn außer der SRT noch zugrunde? Darüber diskutieren wir ja schon die ganze Zeit. Doch die Galilei-Transformation? Oder doch nicht? Wäre wichtig, wenn du uns die mal erläuterst, das würde die 'Diskussion erleichtern.

Harald Maurer hat geschrieben:Denn lt.SRT hätten wir die Laufzeitgleichheit zum Transitzeitpunkt, laut LET haben wir sie 16 Sekunden vorher!

Die LET verwendet die gleichen Formeln wie die SRT. Da kann es keinen Unterschied von 16 Sekunden im Nulldurchgang geben.

Harald Maurer hat geschrieben:Im übrigen gibt es die Rechnungen selbstverständlich seit langem.

Dann ist es sicher kein Problem, wenn du sie hier präsentierst. Das würde unnötige Missverständnisse vermeiden.

Harald Maurer hat geschrieben:Die Lage der Messbasis lässt sich überdies leicht überprüfen, indem man die Signale von A und B korreliert bis sie übereinstimmen. Aus der Verschiebung lässt sich exakt der Höhenunterschied berechnen. Ein Verfahren, wie es in der Very Long Baseline Interferometry schon lange eingesetzt wird. Die Berechnung der Laufzeitdifferenzen erfolgt beim GPS auch auf diese Art.


Das geht nur, wenn man die SRT zugrunde legt.

Harald Maurer hat geschrieben:Die richtige Lage der Messbasis ist dadurch sogar aus den Daten erkennbar!

Nein, das geht nicht. Die einzige verfügbare Messgröße, die auch gemessen wurde, ist die Laufzeitdifferenz. Man kann nicht nur mit der Laufzeitdifferenz zwei Unbekannte ermitteln: Die Verschiebung des Nulldurchgangs und die Lage (Winkel) der Messbasis. Das ist eine Gleichung mit zwei Unbekannten, die auf keinen Fall eindeutig lösbar ist. Denn der Laufzeitunterschied ist

T = K sin(w(t-delta_t)+alpha)

T...gemessener Laufzeitunterschied
K...Proportionalitätsfaktor (ist bekannt und kann berechnet werden)
t...die Zeit
w...die Kreisfrequenz der Erddrehung (2 pi/(24*60*60))
delta_t...Verschiebung des Nulldurchgangs
alpha...Lage der Messbasis (Winkel)

Die Unbekannten sind delta_t und alpha. Wie man sieht, eine Gleichung mit zwei Unbekannten!

Zum leichteren Verständnis, wie der Laufzeitunterschied zustande kommt, wieder eine kleine Animation:

Laufzeitunterschied1.gif
Laufzeitunterschied der Wellen an den beiden Endpunkten der Messbasis
Laufzeitunterschied1.gif (180.29 KiB) 9123-mal betrachtet


Jupiter ist orange, die Erde ist blau, die Messbasis ist der massive graue Balken. Die strichlierten Linien an den Enden der Messbasis dienen der Anschaulichkeit, damit erkennbar ist, dass die Wellen tatsächlich von oben kommen (zusammengesetzte Bewegung im Äther).
fb557ec2107eb1d6
 
Beiträge: 1662
Registriert: Mi 1. Jul 2009, 16:19

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Do 27. Mai 2010, 07:20

Highway hat geschrieben:Der Kreisradius ist bestimmt durch durch die Entfernung zum Jupiter und die Höhe h dürfte, bei einem Abstand der Messpunkte (s) von 14 km, im µm Bereich liegen. Faktisch ist die ankommende Welle (Bogen b) also als Gerade zu betrachten.


Richtig. Das habe ich gemeint.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3219
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon scharo » Do 27. Mai 2010, 09:41

Lieber Harald,

„Du hast nicht begriffen, dass es nicht auf den Wellenvektor ankommt, sondern auf die Wellenfront. Die hat keine Aberration, weil sie sich in derselben Ebene verschiebt. Der Wellenvektor steht schräg auf der Wellenfront!“

Danke für die Blumen! Wer was nicht begriffen hat, lassen wir beiseite. Was aber Fakt ist, ist dass Du in Deiner Rage nicht mal liest, was ich schreibe, wenn Du meine Aussagen wiederholst und in gleichem Atemzug mir Unverständnis vorwirfst. :o

„Und die Aberration sorgt dafür, dass die Sichtachse senkrecht auf der Wellenfront steht. Deshalb kommt die Messbasis prompt parallel zur Wellenfront zu liegen. Das ist das Faktum!“

Das ist Unsinn, das bedeutet keine Aberration. War wohl nichts mit dem Aberration-Zugeständnis.
Gerade das ist das Problem, bedingt durch die Aberration zwischen Äther und relativ dazu bewegter Erde ist die Sichtachse nicht mehr senkrecht zur Wellenfront.
Ich habe Dir beide Fälle beschrieben, wo einmal die Stationen durch die Aberration nicht parallel zur Wellenfront liegen und einmal, wo die Aberration berücksichtigt ist und die Stationen parallel zur Wellenfront ausgerichtet sind. In beiden Fällen ist eine Unterscheidung zwischen abs. Äther und SRT nicht möglich.

„Wenn die Strahlen, welche die Front bilden sich alle neigen, aber dennoch alle dieselbe Laufzeit hinter sich haben, bleibt die Wellenfront waagrecht.“

Wie soll denn das gehen? Strahlen aus einer Punktquelle, die gleiche Laufzeit hinter sich haben, bilden eine sphärische Wellenfront. Wenn sie geneigt zu einer Fläche ankommen, ist automatisch auch die Wellenfront zu dieser Fläche geneigt.
Du stellst Dir irgendwie eine synchron strahlende Fläche vor? So was gibt es aber nicht.

Liebe Grüße
Ljudmil
scharo
 
Beiträge: 688
Registriert: So 4. Jan 2009, 09:06
Wohnort: Niederbayern

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste

cron