Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Do 20. Mai 2010, 14:29

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fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Kleine Korrektur: Dein Bild und Trigeminas Analyse entsprechen meinem Bild, denn ich habe mein Bild gepostet, bevor eure Beiträge gepostet wurden ;)

Ja. Du hast den Stein ins Rollen gebracht. Rundgeschliffen haben wir ihn gemeinsam. ;)
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Do 20. Mai 2010, 14:47

Ernst hat geschrieben:.
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Kleine Korrektur: Dein Bild und Trigeminas Analyse entsprechen meinem Bild, denn ich habe mein Bild gepostet, bevor eure Beiträge gepostet wurden ;)

Ja. Du hast den Stein ins Rollen gebracht. Rundgeschliffen haben wir ihn gemeinsam. ;)
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Das stimmt. :D
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Do 20. Mai 2010, 16:28

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Kleine Korrektur: Dein Bild und Trigeminas Analyse entsprechen meinem Bild, denn ich habe mein Bild gepostet, bevor eure Beiträge gepostet wurden

Ja, richtig, der gravierende Fehler, die Galilei-Trafo falsch zu interpretieren, wurde zuerst von fb557ec2107eb1d6 präsentiert. Die anderen haben diesen Fehler nicht nur rundgeschliffen, sondern auf Hochglanz poliert - was nichts daran ändert, dass das Argument falsch ist.
Ich arbeite soeben an einer eigenen Seite, weil das Forum die Einbindung von Flash-Animationen nicht erlaubt. Also noch ein wenig Geduld. Ich werde die fertige Seite in Kürze in das Forum verlinken.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Do 20. Mai 2010, 17:19

Hallo Harald,
Harald Maurer hat geschrieben: Ja, richtig, der gravierende Fehler, die Galilei-Trafo falsch zu interpretieren, wurde zuerst von fb557ec2107eb1d6 präsentiert. Die anderen haben diesen Fehler nicht nur rundgeschliffen, sondern auf Hochglanz poliert - was nichts daran ändert, dass das Argument falsch ist.

Nein, das ist mit Sicherheit richtig. Es handelt sich ja um den erwiesenermaßen beobachteten Aberrationseffekt, wo der Beobachter das in Relativbewegung befindliche Objekt an einer virtuellen Position sieht, welche nicht der tatsächlichen Position entspricht. Nur in unserem Fall fehlender Relativbewegung ist das beobachtete Objekt bei Eintreffen der Wellenfront tatsächlich in diese virtuelle Position vorgerückt, wodurch diese virtuelle Position nunmehr der tatsächlichen Position entspricht. Die Sichtachse entspricht der tatsächlichen Verbindungslinie beider Objekte. Die Wellenfront dagegen kommt schräge, weil sie an der alten Position erzeugt ist. Das zeigen alle Bilder. Wenn Du etwas anderes beweisen möchtest, dann mußt Du den Aberrationseffekt infrage stellen. Das geht aber nicht, weil er nachweislich vorhanden ist.
Ich betrachte es auch als bedauerlich, daß das Jupiterexperiment deshalb prinzipiell keine Aussage liefern kann, welche zwischen Äthertheorie, SRT und Emission unterscheidet. Anerkennenswert ist der Versuch dennoch. Er beflügelt den Erfindungsgeist zum Prüfstandstest der SRT. Und wie man sieht; er regt zum Nachdenken über solche physikalischen Probleme an.

Gruß
Ernst
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Sebastian Hauk » Do 20. Mai 2010, 18:19

Hallo,

Die Wellenfront dagegen kommt schräge,


die Wellenfront trifft m.E. auch schräg, unter der Annahme eines Lichtäthers, auf die Messstationen. Es ist aber auch m.E. möglich die Größe dieser Schrägstellung zu berechnen. Aus diesem Grund eignet sich dieses Experiment zur Synchronistation von Ereignissen.

Außer natürlich dass die Größe diese Schrägstellung jetzt identisch ist, mit dem Unterschied der Lichtlaufzeiten beim Experiment.


Gruß

Sebastian
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Do 20. Mai 2010, 19:45

Ernst hat geschrieben: Es handelt sich ja um den erwiesenermaßen beobachteten Aberrationseffekt,...
Nur in unserem Fall fehlender Relativbewegung ist das beobachtete Objekt bei Eintreffen der Wellenfront tatsächlich in diese virtuelle Position vorgerückt

Um das zu verdeutlichen, habe ich nochmal die Verhältnisse mit Relativbewegung und ohne Relativbewegung gegenübergestellt. Es handelt sich physikalisch um den gleichen Effekt.

therbezug.jpg
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Harald Maurer » Fr 21. Mai 2010, 07:13

Ernst hat geschrieben:Nein, das ist mit Sicherheit richtig. Es handelt sich ja um den erwiesenermaßen beobachteten Aberrationseffekt, wo der Beobachter das in Relativbewegung befindliche Objekt an einer virtuellen Position sieht, welche nicht der tatsächlichen Position entspricht. Nur in unserem Fall fehlender Relativbewegung ist das beobachtete Objekt bei Eintreffen der Wellenfront tatsächlich in diese virtuelle Position vorgerückt, wodurch diese virtuelle Position nunmehr der tatsächlichen Position entspricht.


Du irrst Dich!
Es kann auch im Bezug zum virtuellen Bild des Jupiter keine Aberration im Sinne der stellaren Aberration geben. Denn der virtuelle Jupiter bewegt sich ebenso wie der "echte" Planet mit derselben Geschwindigkeit wie das ganze System durch den Raum - also keine Relativbewegung. :!:
Außerdem müsste sich bei Relativbewegung als Resultierende eine langsamere Lichtgeschwindigkeit ergeben und der virtuelle Jupiter müsste demnach nicht nach vorne, sondern noch mehr nach hinten verschoben erscheinen. Wie ich schon einmal beschrieben habe. Wenn ich durch den Regen laufe, werde ich nur vorne nass, aber alle Tropfen, die mich schräg treffen, kommen auch von vorne. Die Tropfen, die hinter mir zu Boden fallen, machen mich weder vorne noch hinten nass! Du bist wahrscheinlich auf die unrichtige Auslegung der Galilei-Trafo herein gefallen und meinst, auch in Deiner Erklärung müsse im Bezugssystem der Erde das Licht von "oben" kommen. Das ist falsch. Die Galilei-Trafo verändert das physikalische Ereignis nicht (wäre ja auch ein Wunder).
Das nur vorneweg. Auf der Seite, die in Kürze fertig ist, werde ich das alles genauer zeigen...

Grüße
Harald Maurer
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Fr 21. Mai 2010, 09:00

Harald Maurer hat geschrieben:Es kann auch im Bezug zum virtuellen Bild des Jupiter keine Aberration im Sinne der stellaren Aberration geben. Denn der virtuelle Jupiter bewegt sich ebenso wie der "echte" Planet mit derselben Geschwindigkeit wie das ganze System durch den Raum - also keine Relativbewegung.

Nein, ich irre mich nicht. Du verkennst die Konstellation. In meinem letzten Bild ruht der Äther.

Bild links: In diesem ruhenden Äther ruht auch der Jupiter. Die Erde ist jedoch im Äther bewegt. Sie besitzt eine Relativgeschwindigkeit zum Äther und auch zum Jupiter. Und daher tritt ein Aberrationseffekt auf. Das ist nicht die Konstellation in deinem Experiment. Das Beispiel soll aber zeigen, daß bereits bei diesem nachgewiesenen Effekt die Front gegen die Sichtachse verdreht ist, und damit Dein Argument widerlegt ist, daß die Sichtachse stets der Wellennormalen entspricht.

Bild rechts: In diesem ruhenden Äther sind Jupiter und Erde mit gleicher Geschwindigkeit bewegt. Zwischen Jupiter und Erde ist keine Relativgeschwindigkeit. Es tritt nun keine Aberration auf. Die Sichtachse zeigt nun auf die wahre Position des Jupiter und ist wiederum zur Wellennormalen geneigt. Das ist die Konstellation in Deinem Experiment.

Daß die Lichtgeschwindigkeit zwischen zwei Objekten im bewegten Äther von c abweicht versteht sich von selbst. Das wolltest Du doch messen.

Wenn ich durch den Regen laufe, werde ich nur vorne nass, aber alle Tropfen, die mich schräg treffen, kommen auch von vorne. Die Tropfen, die hinter mir zu Boden fallen, machen mich weder vorne noch hinten nass!

Die Regenrichtung wird durch Aberration stets in Bewegungsrichtung nach vorn gekippt. Kommt der Regen schräge von hinten und Du stehst, trifft er Dich von hinten. Läufst Du mit einer bestimmten Geschwindigkeit, trifft er senkrecht auf Dein Haupt. Läufst Du noch schneller, trifft er Dich von vorn.
Der Aberrationseffekt ist unabhängig vom Winkel des einfallenden Lichtes vorhanden; lediglich sein Betrag ist davon abhängig. Der Aberrations-Winkel ist immer in Bewegungsrichtung gekippt.

Gruß
Ernst
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Ernst » Fr 21. Mai 2010, 11:38

Harald Maurer hat geschrieben:Du bist wahrscheinlich auf die unrichtige Auslegung der Galilei-Trafo herein gefallen und meinst, auch in Deiner Erklärung müsse im Bezugssystem der Erde das Licht von "oben" kommen. Das ist falsch. Die Galilei-Trafo verändert das physikalische Ereignis nicht (wäre ja auch ein Wunder).

Die Galilei-Trafo, ändert ja auch nichts. In beiden Bezugssystemen kommt das Licht von "oben", wie aus dem noch mal drgestellten Bild ersichtlich ist.

Bild

Du unterliegst vermutlich einem Irrtum bezüglich des Mechanismus der Aberration. Ob schräge von vorn, senkrecht von oben oder schräge von vorn, macht prinzipiell keinen Unterschied; es ist der gleiche Mechanismus:

Aberration allgemein.jpg
Aberration allgemein.jpg (42.03 KiB) 7946-mal betrachtet


Gruß
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Zuletzt geändert von Ernst am Fr 21. Mai 2010, 12:26, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Rechenfehler v. Albert in ZEbK???

Beitragvon Kurt » Fr 21. Mai 2010, 12:15

Hallo.

Solange ihr mit geraden Strichen hantiert kanns nichts werden.
Egal aus welcher Sicht man es betrachtet, der Lichtweg ist immer krumm.


Gruss Kurt
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