Lieber Ernst,
„Wenn Äther und Aberration berücksichtigt wird, muß die Basis aus der Sichtachse herausgedreht werden. Dann entsteht die Zeitdifferenz.
Wird aber die Basis aus der Sichtachse herausgedreht, ergibt sich in erster Ordnung die gleiche Zeitdifferenz unter Annahme SRT oder Emission.“
Sage ich ja auch – einmal kommt die gleiche Differenz aus der Verdrehung der Stationen zum Wellenfront (Primärwelle-, Synchronisationssignal-Verspätung), einmal aus der Sekundärwelle, wenn Äther – d.h. einmal bei allen Theorien 0, oder einmal bei allen 15m/c.
Lieber Harald,
bei Dir ist das gleiche Missverständnis noch vorhanden, wie es bei mir auch war. Selbstverständlich ist Wellenvektor gleich Ausbreitungsrichtung der Photonen, bzw. Sichtachse, jedoch relativ zum Äther, d.h. im Äther-Bezugsystem.
Ernst hat jedoch im Bezugssystem Erde (Stationen) gezeichnet. Ich dachte auch zuerst, er will irgendeinen Weg der Photonen, dessen Richtung zum Sender zeigt, vorführen und dabei die Mitnahme durch den Äther übersieht – entsprechend protestiert.
Die Bewegung der Photonen, bzw. Wellenfront ist im Äther natürlich konzentrisch und das ist die Linie Z-P (Pfeil c) und entspricht der äußeren Sphäre. Die Stationen, bzw. Teleskop ist jedoch relativ zu diese Sphäre mit v bewegt. Solange das Photon die Wegstrecke im Teleskop durchquert, hat sich das Teleskop (unten Okular) mit v seitlich versetzt. Um den Weg der Photonen, das ist die Sichtachse, unten im Zentrum zu bekommen, muss das Teleskop um diesen sich ergebenden Winkel geneigt werden – kennst Du ja alles – klassische Aberration. Genau das Gleiche ergibt sich, wenn Du dir das Teleskop als unbewegt vorstellst und die Lichtsphäre, d.h. auch der Weg der Photonen, zugleich mit v seitlich zusätzlich zum c-Vektor als bewegt.
Genau dieses Szenario hat Ernst gezeichnet – ist identisch mit meiner Zeichnung aus Äthersicht = klassische Aberration.
Auch wenn als eine ebene Welle betrachtet – das Teleskop „schneidet“ oben ein Stückchen dieser Welle, das sich radial zum Entstehungsort, bzw. in Richtung Wellenvektor weiter bewegt. Bis es aber unten ankommt, hat sich das Teleskop, Okular unten, mit v seitlich verschoben. Das Teleskop muss geneigt werden, um das Wellentückchen unten im Zentrum zu bekommen – das zeigt meine Zeichnung.
Deine Zeichnung mit dem Auto – das Band (Äther) wird mit v bewegt, während das Auto fährt – die unbewegten Straßenränder sind Jupiter und Erde. Im BS-Äther fährt das Auto vom Entstehungsort im Äther bis Zielort auch im Äther – die Bewegung = Wellenvektor. Aus Straßenrand (Station) gesehen, fährt das Auto vom Entstehungsort am Straßenrand (Jupiter) bis Zielort auch am Straßenrand (Erde) = Sichtachse rel. z. Erde ungleich Wellenvektor.
Im Prinzip gleicht Dein Bild dem von Ernst.
Liebe Grüße
Ljudmil