Vollziehe einfache Überlegungen nach dem Schwierigkeitsgrad geordnet:
Hast Du verstanden, warum Gleichzeitigkeit vom Bewegungszustand des Beobachters abhängt?
Hast Du verstanden, warum als Folge des Relativitätsprinzips bewegte Uhren zwischen den Ereignissen
[0,0,0,0] und [t,x,y,z] die Eigenzeit
tau = sqrt(c^2*t^2 - x^2 - y^2 - z^2)
anzeigen?
Hast Du verstanden, warum daher bewegte Beobachter lorentztransformierte Orte und Zeiten messen?
All Deine diesbezüglichen Antworten lassen aufs Gegenteilige schliessen. Weshalb dieser Aufwand um solche Missverständnisse immer wieder aufs Neue zu demonstrieren? Wir haben's doch schon längstens kapiert.
@Highway
Highway hat geschrieben:Ergebnis: Einwegmessung der Lichtgeschwindigkeit.
Es ist eine Dreiecksmessung und somit keine echte Einwegmessung. Für echte Einwegmessungen sind intern synchronisierte Uhren an den Endpunkten notwendig.
@Harald
Harald Maurer hat geschrieben:Nett gesagt und völlig verfehlt. Es ist völlig egal, welche Theorie in der Natur verwirklicht sein könnte, denn der Zeitpunkt des Juptertransits durch den Südmeridian wird optisch, also anhand der Sichtachse ermittelt. In jeder Theorie steht die Sichtachse auf der Wellenfront senkrecht, in der SRT sowieso (weil keine Relativbewegung zwischen den beiden Planeten vorliegt) und in der Äthertheorie ebenso...
Dem ist nicht so. Zum Zeitpunkt des Jupiter-Transits ist nach der LET die Sichtachse durch die Ätherdrift um den Aberrationswinkel verdreht, womit an den Endpunkten der Messbasis unterschiedliche, nicht parallele, also zeitungleiche Wellenfronten empfangen werden und die Differenzen zwischen den Primär- und Sekundärsignalen in beide Richtungen gleich werden. Der Ätherwind hebt die ungleichzeitig empfangenen Signale zwischen den Endpunkten der Messbasis A und B wieder auf. Nach der SRT erfolgt sowieso eine isotrope Lichtausbreitung zwischen der Strahlungsquelle und der Messbasis sowie zwischen den Endpunkten der Messbasis. Der quantitativ gemessene Effekt ist derselbe.
Wenn sich etwa 14s später die Messbasis parallel zur Sichtachse ausgerichtet hat (und nach der LET als gleichzeitige Wellenfront interpretiert wird), hat der scheinbare Jupiter den Zenith bereits überschritten was (nach der SRT) unterschiedliche Laufzeiten der Primärsignale zu den Endpunkten A und B zur Folge hat, womit sich unterschiedliche Differenzen zwischen den Primär- und Sekundärsignalen ergeben. Auch hier wiederum dieselben quantitativen Effekte zwischen SRT und LET.
Dies alles wäre mit einer internen Synchronisation eindeutig nachzuweisen und mündet in die Nichtunterscheidbarkeit zwischen SRT und LET.
Gruss
