Ernst hat geschrieben:Jocelyne Lopez hat geschrieben:So wie ich es sehe, und es ist wohl ein Streitpunkt seit 100 Jahren, ergibt jedoch die Rücktransformation bei der LK nicht dieselbe Länge des Objektes (sprich seine Ruhelänge)
Dann siehst Du es falsch.
Transformation
x' = gamma * ( x - v*t)
Rücktransformation
x= v*t +x'/gamma
Setz mal Werte ein. x bleibt x.
Einstein postuliert aber ganz eindeutig, dass die beiden Längen (die Ruhelänge und die bewegte Länge)
verschieden sind:
Zitat Albert Einstein, SRT:
Es sei ein ruhender starrer Stab gegeben; derselbe besitze, mit einem ebenfalls ruhenden Maßstabe gemessen, die Länge l.
[...]
Wir fragen nun nach der Länge des bewegten Stabes, welche wir uns durch folgende zwei Operationen ermittelt denken:
[...]
b) Der Beobachter ermittelt mittels im ruhenden Systeme aufgestellter, gemäß § 1 synchroner, ruhender Uhren, in welchen Punkten des ruhenden Systems sich Anfang und Ende des auszumessenden Stabes zu einer bestimmten Zeit t befinden.
[...]
Die bei der Operation b) zu findende Länge, welche wir „die Länge des (bewegten) Stabes im ruhenden System” nennen wollen, werden wir unter Zugrundelegung unserer beiden Prinzipien bestimmen und finden, dass sie von l verschieden ist.[Hervorhebung durch Lopez]
Das ist also mit der "
Rücktransformation x bleibt x" nur ein weiterer innerlicher Widerspruch bzw. ein weiteres Hokuspokus in der Mathematik der SRT, das gar nicht zu der Theorie passt - das ist wohl auch normal, die Mathematik der SRT ist die Mathematik einer anderen Theorie, die irgendwie von Lorentz abgekupfert wurde...
Genauso wie Einstein bewiesen hat, dass er mit seinen geschüttelten Käfern - die länger leben als Ungeschüttelte - an die Realität der Zeitdilatation geglaubt hat, beweist er nämlich auch, dass er genauso an die Realität der Längenkontraktion von relativ zueinander bewegten Objekten glaubt, die gar nicht unverändert bleiben, sondern sich bei Relativbewegung wie Weichtiere (Molluske) verhalten, wobei Einstein dabei dem Begriff von starren Körpern und vom kräftefreien Raum, die Gegenstand seiner Postulate sind, jegliche Bedeutung entzieht: der starre Körper mit der Identität seiner Form wird zur Fiktion erklärt und durch die „
Bezugsmolluske“ ersetzt, die ständig variiert:
Zitat Albert Einstein – ART - 1917:
"Starre Körper mit euklidischen Eigenschaften gibt es aber in Gravitationsfeldern nicht;
die Fiktion des starren Bezugskörpers versagt daher in der Allgemeinen Relativitätstheorie.
[...] Man benutzt daher nichtstarre Bezugskörper, welche nicht nur als Ganzes beliebig
bewegt sind, sondern auch während ihrer Bewegung beliebige Gestaltsänderungen erleiden.
Für Einstein ist also die Längenkontraktion gar keine Messillusion, wie Dr. Pössel uns glauben lassen will, sondern sehr wohl materielle Realität, genauso wie das langsamer Altern von bewegten Organismen biologische Realität für ihn ist, und keine Messillusion aufgrund der bestimmten Synchronisierung von Uhren. Ein Ereignis findet also für Einstein am Ort und zum Zeitpunkt statt, die unter Berücksichtigung der für ihn realen relativistischen Effekte berechnet werden und nicht am Ort und zum Zeitpunkt, die von der klassischen Physik berechnet werden (siehe auch die Berechnungen der Koordinaten eines Ereignisses klassisch und relativistisch in meinem Strandparadoxon, die von Dr. Pössel als „korrekt“ bezeichnet wurden).
Es wird also mit der Deutung von Markus Pössel (nicht reale Effekte) an der Theorie gebastelt und eine andere Theorie gelehrt, als die Theorie woran Einstein geglaubt hat. Dass die nicht zusammenpassen, weder physikalisch noch mathematisch ist schon klar, das sieht man an Euren endlosen mathematischen Diskussionen - neben der Tatsache, dass sie sowieso mit der physikalischen Wirklichkeit nichts zu tun haben.
Viele Grüße
Jocelyne Lopez