Raumstation und Heliumballon

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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Kurt » So 18. Apr 2010, 09:57

Hallo Leute,

jetzt hab ich nicht mitgekriegt was ihr rausgefunden habt.
Findet sich nun der Ballon knapp unterhalb der Mittellinie (nicht genau in der Mitte) der Station ein oder nicht.
Wie lange das dauert sein egal, er sei auch nicht als selber ausgedehntes Objekt zu verstehen sondern einfach als etwas leichter als die Luft in der Station.

Meine Vorstellung ist so dass es nur eine einzige Linie gibt an der sich die Wirkungen der Gravitation und der Trägheit(Fliehkraft) aufheben.
Das ist knapp unterhalb der Mitte der Station.
Die Länge der Station soll dabei keine Rolle spielen, ihre Masse sein gleichmässig verteilt.
Gravitationseffekte der Stationsmaterie untereinander seinen vernachlässigt.
Auch alle anderen Störeffekte wie statisches Aufladen, Luftbewegung usw. seien geggezaubert.

Der Teil der Station der unterhalb der K_Linie (Kompensation von Gravitation und Fliehkraft) ist wird zur Erde hin, also nach unten, beschleunigt.
Der Teil der oberhalb ist wegen der Fliehktaft nach aussen.
Das führt dazu dass die Luft sowohl oben aus auch unten komprimiert wird, dazu dass der leichtere Ballon zur Mitte der Station geschoben wird.

Wenn man dass nun weiterbesieht, es auf das Sytem Erde/Mond umlegt, dann kann man mit dem Zusammenspiel von Gravitation und Trägheit die beiden Flutberge der Erde erklären.
Einer rührt von der überwiegenden Gravitation, einer von der dominierenden Fliehkraft her.


Gruss Kurt
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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Ernst » So 18. Apr 2010, 16:41

Kurt hat geschrieben:jetzt hab ich nicht mitgekriegt was ihr rausgefunden habt

Warum liest Du nicht nach?
Theoretisch bewegt er sich infolge des Gezeiteneffektes in die Schwerpunktebene der Station. Weil außerhalb des Schwerpunktes Auftrieb wirkt; auf der inneren Seite infolge Gravitationswirkung auf die Umgebungsluft; auf der äußeren Seite infolge Zentrifugalkraft auf die Umgebungsluft.


Wenn man dass nun weiterbesieht, es auf das Sytem Erde/Mond umlegt, dann kann man mit dem Zusammenspiel von Gravitation und Trägheit die beiden Flutberge der Erde erklären.
Einer rührt von der überwiegenden Gravitation, einer von der dominierenden Fliehkraft her.

Natürlich.

Ernst
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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Kurt » So 18. Apr 2010, 17:14

Ernst hat geschrieben:
Wenn man dass nun weiterbesieht, es auf das Sytem Erde/Mond umlegt, dann kann man mit dem Zusammenspiel von Gravitation und Trägheit die beiden Flutberge der Erde erklären.
Einer rührt von der überwiegenden Gravitation, einer von der dominierenden Fliehkraft her.

Natürlich.


Hallo Ernst, "
natürlich", schreibst du.


Was soll ich denn davon halten?
-----------------
> Dieses "Ding" entsteht dadurch dass auf einer Seite die -Fliehkraft- wirkt,
> auf der anderen die "Gravitation".
>
Allgemeiner:
Gezeitenkräfte entstehen an einem nicht punktförmigen Körper
aufgrund des Gradienten der Gravitationskraft, dem der Körper
ausgesetzt ist.
------------------

"Fliehkraft hat damit nichts zu tun" so hab ich diese Aussage verstanden.


Später kam dann diese Aussaage:
----------------------
>> Aber genau das macht doch die Gezeitenkraft!
>>
> Ja schon, jedoch nur wenn es sich um einen frei fallenden Körper handelt.
> Dieser wird -immer länger- wenn er in den Einflussbereich einer Masse kommt.
> Das ist jedoch nur ein kurzzeitig stabiler Zustand.
> Ebbe/Flut auf der Erde ist da anders.
> Ich seh es zumindest so.
> Denn da wirkt die Fliehkraft mit.
> Denn sonnst würde die Erde ein Ei ergeben und nicht einen amerikanischen
> Ball.
> Ja es würde zu einer Eindellung, zumindest einer Abflachung auf der
> Mondabgewandten Seite kommen weil dort die Masse Richtung Mond beschleunigt
> wird.
> Es gibt aber zwei Flutberge.
> Und diese müssen auch noch unterschiedlich hoch sein.
> Also ist Gravitation und Fliehkraft beteiligt.
> Die Fliehkraft entsteht dadurch dass der Schwerpunkt des Drehsystems vom
> Mond aus der Mitte gezogen wird.
> Dadurch eiert die Erde um den gemeinsamen Schwerpunkt Erde/Mond.
> Und dadurch entsteht auf der von diesem Punkt abgewandten seite Fliehraft.
> Und da die Gravitation Flächenproportional wirkt, ist der Flutberg auf der
> Mondabgewandten Seite geringer.

Überleg Dir mal, was mit den Flutbergen passiert, wenn plötzlich alle Drehbewegung
von Erde und Mond umeinander stoppen würde. Dann gäbe es keine Fliehkräfte.
Wäre dann der Flutberg auf der Erdabgewandten Seite weg? Nein, dann gäbe es immer
noch die beiden Flutberge; zusätzlich würden dann Erde und Mond sich zueinander
bewegen - und beide Flutberge würden deswegen größer werden.
Also der Grund für beide Flutberge ist: Der Gradient der Gravitation!
--------------------------

Der Flutberg auf der erdabgewandten Seite wäre trotzdem da!!, so seine Aussage.
Ich sehe da einfach keinen mehr, denn er ist ja das Produkt der Schwehrkraft, also der Trägheit.
Wer sieht nun falsch, wer hat die rasa Brille auf?


Gruss Kurt
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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Ernst » So 18. Apr 2010, 19:01

Kurt hat geschrieben:natürlich", schreibst du. Was soll ich denn davon halten?

Natürlich heißt natürlich richtig. Ich weiß nicht, was da noch offen ist. Das ganze gilt für einen stabilen Orbit. Und dazu ist alles gesagt.

Deine Überlegung mit stehendem Mond (der dann natürlich Richtung Erde fällt) ist ein ganz anderes Thema.
Der wird infolge des Gradienten der Gravitationskraft zum Ei. (Der erdnähere Mondteil wird stärker beschleunigt als der erdfernere).

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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Kurt » So 18. Apr 2010, 21:00

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:natürlich", schreibst du. Was soll ich denn davon halten?

Natürlich heißt natürlich richtig. Ich weiß nicht, was da noch offen ist. Das ganze gilt für einen stabilen Orbit. Und dazu ist alles gesagt.

[/quote]

Ja eben, darum meine Rückversicherung.
Es gibt jemanden der hat mir vorgrechnet dass er sich an einer Wand oben oder unten wiederfindet.

Ernst hat geschrieben:Deine Überlegung mit stehendem Mond (der dann natürlich Richtung Erde fällt) ist ein ganz anderes Thema.
Der wird infolge des Gradienten der Gravitationskraft zum Ei. (Der erdnähere Mondteil wird stärker beschleunigt als der erdfernere).


Eben, das Ei hab ich auch behauptet.
Nur das wird, (siehe den Text den ich es eingestellt habe), ebenfalls bestritten.
Demnach soll der zweite, Mondabgewandte Flutberg, trotzdem existieren auch wenn das System sich nicht dreht.
Er, der mondabgewandte Flutberg, soll also nur von der Gravitation kommen, nicht von der -Fliehkraft-.
Und das halte ich für falsch.
Darum der Beitrag hier.

Gruss Kurt
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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Ernst » Mo 19. Apr 2010, 06:39

Kurt hat geschrieben: Er, der mondabgewandte Flutberg, soll also nur von der Gravitation kommen, nicht von der -Fliehkraft-.

Man kann das auch so sehen.
Den Mond auf seiner Bahn kann man durch das Kräftegleichgewicht Flieh-/Schwerkraft beschreiben. Alternativ kann man aber auch den Mond so betrachten, daß er sich im freien Fall befindet. Diesem freien Fall ist lediglich eine Umfangskomponete einer Geschwindigkeit zugefügt. Ähnlich einer Kanonenkugel, die so schnell abgeschossen wurdde, daß sie über den Horizont hinausfliegt. Bei letzterer Betrachtung entsteht die Gezeitenwirkung ausschließlich aus der Gravitation. Das Ergebnis ist natürlich bei beiden Betrachtungsweisen identisch.

Es ist auch richtig, daß wegen der Nichtlinearität der Gravitation sich der kräftefreie Punkt nicht exakt im Schwerpunkt, sondern dazu etwas radial verlagert befindet.

Gruß
Ernst
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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Kurt » Mo 19. Apr 2010, 07:18

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben: Er, der mondabgewandte Flutberg, soll also nur von der Gravitation kommen, nicht von der -Fliehkraft-.

Man kann das auch so sehen.
Den Mond auf seiner Bahn kann man durch das Kräftegleichgewicht Flieh-/Schwerkraft beschreiben. Alternativ kann man aber auch den Mond so betrachten, daß er sich im freien Fall befindet. Diesem freien Fall ist lediglich eine Umfangskomponete einer Geschwindigkeit zugefügt. Ähnlich einer Kanonenkugel, die so schnell abgeschossen wurdde, daß sie über den Horizont hinausfliegt. Bei letzterer Betrachtung entsteht die Gezeitenwirkung ausschließlich aus der Gravitation. Das Ergebnis ist natürlich bei beiden Betrachtungsweisen identisch.


Diese Betrachtungsweise sugeriert dass der abgewandte Flutberg von der Gravitation herrüht, es gibt sogar eine "Kraft"-Bezeichnung dafür.
Das ist einfach nicht richtig!
Und dagegen wehr ich mich.
Es ist leicht zu zeigen dass das nicht stimmt.

Ernst hat geschrieben:Es ist auch richtig, daß wegen der Nichtlinearität der Gravitation sich der kräftefreie Punkt nicht exakt im Schwerpunkt, sondern dazu etwas radial verlagert befindet.


Ja, so seh ich es auch.
Und dieses -versetzt- seh ich als Stabilitätsfaktor bei Umkreisungen von Körpern zueinander.
Letztendlich zeigt die Periheldrehung die Geschwindigkeit mit der Änderungen der sich selber beschleunigenden Masse (Gravitation) vermittelt wird.

Gruss Kurt
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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Ernst » Mo 19. Apr 2010, 08:35

Kurt hat geschrieben:Diese Betrachtungsweise sugeriert dass der abgewandte Flutberg von der Gravitation herrüht, es gibt sogar eine "Kraft"-Bezeichnung dafür.
Das ist einfach nicht richtig!
Und dagegen wehr ich mich.
Es ist leicht zu zeigen dass das nicht stimmt.

Das ist schon richtig. Eine Kugel im freien Fall wird zum Ei. Und der Mond befindet sich im freien Fall, so daß tatsächlich allein die Gravitation beide Flutberge verursacht.

Gruß
Ernst
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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Kurt » Mo 19. Apr 2010, 21:39

Ernst hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Diese Betrachtungsweise sugeriert dass der abgewandte Flutberg von der Gravitation herrüht, es gibt sogar eine "Kraft"-Bezeichnung dafür.
Das ist einfach nicht richtig!
Und dagegen wehr ich mich.
Es ist leicht zu zeigen dass das nicht stimmt.

Das ist schon richtig. Eine Kugel im freien Fall wird zum Ei. Und der Mond befindet sich im freien Fall, so daß tatsächlich allein die Gravitation beide Flutberge verursacht.


Ernst, nein.
Es stimmt einfach nicht.

Es gibt zwei Flutberge, einer durch die Gravitation, einer durch die Trägheit(Fliehkraft), verursacht.
Wenn du die Gravitation allein dafür verantwortlich machst, "Beweise" anführst, dann solltest du die Ursache des zweiten Flutberges nicht wegnehmen und dann behaupten dass er noch da ist weil die Gravitation ihn erzeugt.

Wenn du den Mond -frei fallen- lässt, dann formt er sich zum Ei (Mond verformbar angenommen).

Auf der Erde hast du die Ursache für den zweiten Flutberg auf der mondabgewandten Seite nicht mehr.
Die Erde wird ebenfalls zum Ei, denn sie befindet sich auch im freiem Fall.

Wo/wie also soll die Gravitation für den mondabgewandten Flutberg verantwortlich sein?
Dieser existiert einfach nicht mehr, es sind zwei Eier die im freiem Fall mit ihrer Spitze aufeinander zusausen.


Gruss Kurt

Schade dass Ostern schon vorbei ist, es wäre ein -schönes- Ostereiboxen.

Übrigens: ich lehne den Begriff "freier Fall" grundweg ab, weil es sowas nicht gibt, sowas existiert einfach nicht.
Also taugt es auch nicht für Erklärungen.
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Re: Raumstation und Heliumballon

Beitragvon Harald Maurer » Mo 19. Apr 2010, 23:03

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Grüße
Harald Maurer
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