Es gibt noch ein Punkt, der für die Anordnung des Falles 2 relevant ist.
Nähert sich nämlich K' dem sendenden Punkt M, so eilt K' dem Lichtsignal entgegen, entfernt es sich, so eilt K' dem Lichtsignal voraus.
Ein Indiz für die Relativität?
Im Gegenteil:
Der Zeitverzug, welcher aus Sicht des Beobachters in bezug auf den Zeitpunkt des K-Ereignisses entsteht, hebt sich anhand der Bewegung gänzlich auf - alle bei K' punktuell festgestellten Relativitätseffekte entfallen nämlich vollständig, betrachte man die Phasen des Herankommens und der Entfernung der Bezugssysteme K und K'
zusammen.
Um denselben Betrag nämlich, um den die Entfernung zwischen dem Sendepunkt M und dem herankommenden System K' mit der Zeit kürzer wird, verlängert sie sich anhand der anschliessend wachsenden Entfernung zwischen beiden Systemen.
Dies bedingt, dass die aus M herkommenden Lichtimpulse zwar bei K' zu jeweils unterschiedlichen Zeiten ankommen, es wird dennoch grosso modo, auch bei K' ihre absolute Symmetrie erkannt.

- Abbildung 8: das Bezugssystem K' nähert sich mit der Geschwindigkeit v dem sendenden Punkt M, erreicht ihn und entfernt sich anschliessend mit v.
In der Summe (wenn die Phasen des Herankommens und der Entfernung der Bezugssysteme K und K' zusammen betrachtet werden) wird keine Relativität der Gleichzeitigkeit der Effekte bei K von K' festgestellt werden können. Albert Einstein berücksichtigte diesen Effekt nicht in seinem Modell. - IMG_4282.PNG (8.3 KiB) 2548-mal betrachtet