Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Lagrange » So 2. Dez 2018, 21:47

Mikesch hat geschrieben:Jau, ich besorg' 'nen Kasten Bier... :lol: :lol: :lol:

Wozu, du bist schon besoffen. McTroll wahrscheinlich auch.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » So 2. Dez 2018, 23:07

Einstein hebt die Tatsache hervor, dass die Gleichzeitigkeit relativ wäre, setzt aber selbst voraus, dass die Blitzeinschläge am "Bahndamm" absolut gleichzeitig sind, ja, er definiert den Begriff der absoluten Gleichzeitigkeit zwischen zwei räumlich getrennten Ereignissen, indem er diese Gleichzeitigkeit zwischen zwei Bestandteilen eines sich im Ruhezustand befindlichen Bezugssystems K konstatiert.
Den ganzen Aufwand betreibt er um uns sogleich zu beweisen, dass die Gleichzeitigkeit zwischen denselben räumlich getrennten Ereignissen A und B aus der Perspektive eines anderen Bezugssystems K', nicht konstatiert werden kann. Er begeht damit einen schwerwiegenden logischen Fehler, denn in Wirklichkeit verändert (relativiert) sich in seiner Anordnung nicht die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, sondern der Zeitpunkt ihrer Wahrnehmung.
Die Ereignisse, welche innerhalb des Systems K gleichzeitig sind, bleiben gleichzeitig, unabhängig davon ob und von welcher Instanz sie betrachtet oder gemessen werden - es sind ihre Signale, die der Relativität unterworfen sind.
Einstein betrachtet nämlich ausschliesslich Signale, welche sich mit einer konstanten Geschwindigkeit im Raum ausbreiten, und selbstverständlich von räumlich unterschiedlich positionierten oder sich in Bewegung bezüglich ihrer Quelle befindlichen Beobachtern, unterschiedlich wahrgenommen werden.
Einstein vermengt damit zwei getrennte Phänomene: das Phänomen der absoluten "Gleichzeitigkeit der Ereignisse" und das Phänomen der "Relativität der Wahrnehmung ihrer Signale". Dieser Fehler ist unverzeihlich - er steht am Anfang der Relativitätstheorie und wird nicht als solcher erkannt.
Die Konsequenz ist, dass die Existenz einer absoluten Gleichzeitigkeit im Sinne einer Gegenwart, welche für mehrere beliebig entfernte Ereignisse gemeinsam gilt, von den Spezialisten des Hokus-Pokus bis heute geleugnet wird.
Diese Einstellung der Relativisten ist absurd und äußerst einfach als dämlich zu küren.
Zuletzt geändert von Zasada am Mo 3. Dez 2018, 14:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon McMurdo » Mo 3. Dez 2018, 05:05

Lagrange hat geschrieben:Wozu, du bist schon besoffen. McTroll wahrscheinlich auch.

Warum?
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon McMurdo » Mo 3. Dez 2018, 05:06

Mikesch hat geschrieben:Jau, ich besorg' 'nen Kasten Bier... :lol: :lol: :lol:

Verdammt, ist nur ne olle Wiederholung. Lahm.
McMurdo
 

Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mo 3. Dez 2018, 06:28

Ich habe eine eigene Methode der Signalausbreitungsverfolgung entwickelt.
Gegen diese Methode sagst du nichts?
Weil sie funktioniert?
Weil du dachtest, ich könnte sie sowieso nicht in Praxi einsetzen?
Ich analysiere nun den Verlauf der Signalausbreitung Schritt für Schritt mit beliebig erweiterbarer Auflösung und behaupte: die Gleichzeitigkeit zweier oder mehr Ereignisse, welche einmal konstatiert wird (welche innerhalb eines Bezugssystems K gemessen wird), verändert sich nicht, nur weil sie aus einem vorbeifliegendem System K' betrachtet wird. Sie wird nicht "verformt" - sie ist nicht "elastisch", sie ist nicht "magnetisch"...!!!
Und ja: was sich tatsächlich verformt und verändert sind die Signale, welche von verschiedenen Instanzen empfangen, verschiedene Form annehmen...Signale sind relativ, weil sie sich ausbreiten. Mit einer konstanten Lichtgeschwindigkeit zum Beispiel.
Die Gleichzeitigkeit der Ereignisse breitet sich dagegen nicht aus. Auch die Zeit nicht. Auch der Raum nicht.
Diese sind keine Instanzen der Bewegung - sie sind Settings, in derer Rahmen Bewegung stattfindet.
Steht nun fest.
Meine Erkenntnis.
Die "Relativität der Glechzeitigkeit" der Ereignisse zu verkünden, war schon 1905 dämlich.
Dies eindeutig zu erkennen ist mein Verdienst.
Was dagegen?
Zuletzt geändert von Zasada am Mo 3. Dez 2018, 08:05, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Lagrange » Mo 3. Dez 2018, 07:24

Zasada hat geschrieben:..die Gleichzeitigkeit zweier oder mehr Ereignisse, welche einmal konstatiert wird (welche innerhalb eines Bezugssystems K gemessen wird), verändert sich nicht, nur weil sie aus einem vorbeifliegendem System K' betrachtet wird.
...
Die "Relativität der Glechzeitigkeit" zu verkünden, war schon 1905 dämmlich.

Genau. Die Relativität der Gleichzeitigkeit" ist das Dämlichste überhaupt was jemandem einfallen könnte. :lol:
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mo 3. Dez 2018, 07:28

Schreibt man "dämmlich" dämlich?
Ich benutze das Wort nie.
Ich musste es hier lernen. Ich habe gelernt. Danke
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Zasada » Mo 3. Dez 2018, 08:45

b) Fall 2: Das einzige Lichtereignis geschieht bei M und breitet sich kugelförmig aus. Das Bezugssystem K' bewegt sich mit Geschwindigkeit v am Bezugssystem K vorbei.

Die Tatsache ist, dass ich nun den Glauben an Einsteins Unfehlbarkeit vollständig verloren habe. Dies wird Konsequenzen haben, denn ich werde ab jetzt Albert dauernd auf die Finger schauen.

IMG_4280.PNG
Abbildung 6: Vom Mittelpunkt M der Anordnung AMB werden kugelförmige Lichtimpulse nach allen Seiten ausgesandt. Diese erreichen diejenigen Punkte gleichzeitig, welche gleich weit vom Sendepunkt entfernt sind. Die Anordnung ist definitionsgemäß symmetrisch und befindet sich dauerhaft im Ruhezustand. Die gemessene Gleichzeitigkeit ist allzeit stabil (absolut).
IMG_4280.PNG (28.35 KiB) 2552-mal betrachtet

Einstein definiert die Gleichzeitigkeit mittels in der Abbildung 6 dargestellten Anordnung: ein Lichtimpuls wird von dem Mittelpunkt der Strecke [AB] ausgesandt und erreicht die Endpunkte der Strecke gleichzeitig. Komischerweise führt er die "Relativität der Gleichzeitigkeit" mittels des Modells, welches mit zwei Lichtquellen operiert und welches ich im Teil a) vorgestellt habe...
Man denke sich: ok, der Mann hat das Recht sich frei auszusuchen, womit er arbeitet.
Nein, nicht ganz.
Die Auswahl der Methode sagt in diesem Fall über Einstein aus.
Die Gleichzeitigkeit zweier Lichtereignisse, an denen vorbei sich K' bewegt ist ersichtlich: K' eilt dem einen Ereignis entgegen, während es dem anderen vorauseilt - eine zeitversetzte Ankunft der Signale ist selbstverständlich.
Bei einem einzelnen Lichtereignis jedoch gestaltet sich die Sache schwieriger: diesem kann das Bezugssystem K' nicht mit v entgegen- oder vorauseilen - nicht, wenn man gleich behaupten will, dass das klassische Geschwindigkeits-Additionsverfahren anhand der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit aufgegeben werden muss.
In einem Bezugssystem, welches der Lichtquelle entgegeneilt muss dann der Wert der Lichtgeschwindigkeit derselbe sein, wie in einem, das der Lichtquelle vorauseilt. Kein c +/- v mehr...
Betrachten wir eine einzige Lichtquelle, deren Signal eine von dem Wert der eigenen Geschwindigkeit (K') unabhängige und konstante Geschwindigkeit besitzt, so lässt sich garantiert keine Relativität der Gleichzeitigkeit feststellen. Alles bleibt im Absoluten...anhand des endlichen und des absoluten Wertes der Lichtgeschwindigkeit.
Einstein erkennt das und geht dem Problem elegant aus dem Weg: er betrachtet den Fall 2 gar nicht...äußerst clever...aber irgendwie unfair. Erfolgsorientiert. Kann dieses Vorgehen noch als "wissenschaftlich" bezeichnet werden?

IMG_4279.PNG
Abbildung 7: Das Bezugssystem K' bewegt sich an K mit einer Differenzgeschwindigkeit v vorbei. Gilt für diese Geschwindigkeit das relativistische Additionstheorem nicht?...Warum eigentlich?
Das Additionstheorem wurde von Einstein als eine Allaussage formuliert. Wir wissen bereits, was es bedeutet, nicht wahr McMurdo?
IMG_4279.PNG (29.94 KiB) 2574-mal betrachtet

Die in der Abbildung 7 dargestellte Situation zeigt noch etwas erstaunliches: wir sehen hier die mit Lichtgeschwindigkeit sich ausbreitende kugelsymmetrische Wellenfront (grün). Diese erreicht den Punkt C' des Bezugssystems K' genau in dem Augenblick, in dem die Gleichzeitigkeit der Punkte C' und D' im Erkenntniszähler-Verfahren erkannt werden kann. Dies bedeutet, dass der Zeitpunkt in dem die Wellenfront des aus M herkommenden Lichtimpulses den Punkt C' erfasst, gleichzeitig ist, mit einem Punkt des Bezugssystems K', der noch nicht durch diese Wellenfront erfasst wurde. Die Existenz einer absoluten Gegenwart ist nun salonfähig geworden, sie kann, seitdem die Existenz einer absoluten Gleichzeitigkeit erkennbar geworden ist, behauptet werden.
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon McMurdo » Mo 3. Dez 2018, 11:21

Mikesch hat geschrieben:Jau, ich besorg' 'nen Kasten Bier... :lol: :lol: :lol:

Alter, ich kann gar nicht richtig trinken :mrgreen: muss hier ständig prusten vor lachen!!! :lol: :lol: :lol:
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Re: Ist die Gleichzeitigkeit wirklich relativ? Nicht wirklich.

Beitragvon Nicht von Bedeutung » Mo 3. Dez 2018, 11:25

Lagrange hat geschrieben:Genau. Die Relativität der Gleichzeitigkeit" ist das Dämlichste überhaupt was jemandem einfallen könnte. :lol:
Nicht unbedingt. Die "Relativität der Gleichortigkeit" (so nenne ich das mal) ist noch viel dämlicher.

Ein Raumschiff, dass über 2ly hinweg mit 0,8c fliegt, fliegt tatsächlich 2ly und nicht bloß 1,2ly, das stellt man sowohl am Anfang als auch am Ende der Reise fest. Welche Entfernung man während der Reise messen würde, wenn man könnte, sollte vollkommen irrelevant sein. Das Ziel jedenfalls ist zu keiner Zeit gleichzeitig an zwei Orten (1,2ly und 2ly vom Start entfernt).

Allerdings dürfte man am Ziel auch feststellen, dass die Borduhr, der Systemuhr an Start und Ziel ein volles Jahr hinterher hinkt und das bedeutet, dass die Borduhr während der Reise langsamer ging. Lt. Borduhr hat man nicht 2,5 Jahre für die Strecke gebraucht, sondern nur 1,5 Jahre.

sollte man letzt lieber

oder doch besser

und

rechnen, bzw. annehmen?
Immer daran denken, dass die Geschwindigkeiten und Längenkontraktion vor und nach einer Bewegung wieder verschwunden sind, unterschiedlich gehende bzw. asynchron gewordene Uhren jedoch nicht. Die Relativität der Gleichzeitigkeit ist sehr wahrscheinlicher, als eine "Relativität der Gleichortigkeit".
Nicht von Bedeutung
 

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