Highway hat geschrieben:Natürlich nicht, dass ist aber nicht der Punkt! Es verhält sich so wie mit einem Förderband. Am Anfang wird ein weiteres Produkt aufgelegt, und gleichzeitig wird am Ende eines entnommen. Es liegen also immer n-Produkte, dass Synonym für Auftriebskörper, auf dem Förderband.
Die Rechnung nach Bruggmüller bilanziert zugeführte Produkte gegen abgeführte Produkte. Das ist auch handwerklich völlig richtig ausgeführt. Aber darum geht es nicht. Es geht um die Produkte auf dem Förderband! Offensichtlich wird das, wenn man die Berechnung über unterschiedliche Höhen durchführt, dann wird die Kluft zu Bruggmüller für größer werdende Höhen immer größer!
Um die gesamte Auftriebsenergie E_auf von einem Auftriebskörper zu "gewinnen" muss der sich ja einmal komplett von unten nach oben bewegt haben. Damit das passieren kann, muss er vorher mit Luft befüllt werden. Dazu muss der Kompressor eine gewisse Menge Energie E_komp aufbringen. Man kann also pro Auftriebskörper E_auf-E_komp Energie gewinnen. Daran ändert sich jetzt auch nichts, wenn man das ganze als Prozess über die Zeit betrachtet (es sei denn man macht dabei einen Rechenfehler). Bruggmüller hat nun E_auf-E_komp bestimmt.
Highway hat geschrieben:Genau das ist falsch! Der Ablauf ist ja nicht so, dass zuerst komprimiert würde und dann eingeschoben wird. Der Kompressor versucht weiter zu komprimieren, über den Wasserdruck hinaus. Das geht aber nicht, weil das Gas in den Behälter entweicht. Warum? Weil der Differenzdruck Null ist. Jedes neue Gasvolumen, welches auf diesen Druck komprimiert wird verdrängt ohne weiteren Kraftaufwand ein solches Volumen in den Wasserbehälter. Deine Luftpumpen-Methaper trifft schlicht nicht zu.
Du schreibst doch selber, dass der Kompressor nach der Komprimierung auf einen bestimmten Druck nicht aufhört, sondern "versucht weiter zu komprimieren". Das führt dann dazu, dass die Luft unter Wasser gedrückt wird. Wenn man nun ein wenig großzügig mit der Mathematik umgeht, dann ist für "versucht weiter zu komprimieren" eine infinitesimale Menge Energie nötig. Wenn man nun darüber integriert, bis ein Behälter voll ist, dann erhält man genau die Energie, die Bruggmüller als Einschiebeenergie bezeichent.
Was auch sehr interessant ist, dieses NET-Journal, das du hier vorgebracht hast, schreibt ja selber
Die Diskrepanz zwischen der
übertragenen bzw. übertragbaren
mechanischen Leistung über die
Abtriebswelle und der vom Genera-
tor gelieferten elektrischen Leistung
ist dem Autor dieses Beitrags bereits
bei der Nachkalkulation der Lei-
stungswerte der 8-kW-Demoanlage
aufgefallen, die ihm in Belgrad am
15. November 2013 vorgeführt wur-
de.
Die gleiche Erkenntnis ergab
sich auch bei der Präsentation der 5-
kW-Anlage in Spich im April/Mai des
Jahres 2015. Auch hier wurde im ent-
sprechenden Bericht im “NET-Jour-
nal” darauf hingewiesen, dass zu-
sätzliche Leistungskomponenten im
Spiel sein müssen, das heisst, der
Auftrieb und damit die Gravitation
steuern offensichtlich nur einen Teil
zur Ausgangsleistung bei.
An und für sich ist das nichts
Neues. Die Herstellerfirma hatte von
Beginn an darauf hingewiesen, dass
ihre Auftriebskraftwerke nur dann die
gewünschte Nennleistung erbringen,
wenn die von ihr selbst entwickelten
bzw. konfektionierten Permanent-
Sychrongeneratoren samt einer spe-
ziellen Steuerung eingesetzt werden.
Daher ist davon auszugehen, dass
die Firma Rosch auf Grund ihres
Knowhows auch nach ersten Anla-
genverkäufen noch längere Zeit
Marktführer in dieser Technologie
bleiben wird. Sie ist somit in der Lage,
die Preis- und Einführungsstrategie
entscheidend zu bestimmen.
Also wird die Energie gar nicht in dem Auftriebsteil des Kraftwerks produziert, sondern mithilfe des Permanent-Sychrongenerators. Das wirft natürlich die interessante Frage auf, warum eigentlich der ganze Aufwand mit dem Auftriebsteil. Wenn der Permanent-Sychrongenerator das entscheidende Teil ist, könnte man diesen ja auch direkt mit einem Elektromotor, also ohne Umweg über das Auftriebsteil, antreiben. Aber ich vermute, einen Elektromotor direkt mit einem magischen Generator zu verbinden und dann zu behaupten so Energie zu erzeugen, ist dann doch zu offensichtlich...
