Die „Revolution“ von G. O. Mueller

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die „Revolution“ von G. O. Mueller

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 20. Feb 2010, 11:42

Britta hat geschrieben:
Ich weiß jedenfalls was echte Trauer ist. Trauern tut man um geliebte Menschen, die man verloren hat. Man muß sie auch persönlich gekannt haben.

Wen hast du gekannt, der damals in Dresden starb und welche Art von Trauer hast du, die so lange nachwirkt?

Du bist ein Heuchler.


Was Du sagst ist Unfug.
Wenn Hunderttausende von Unschuldigen Menschen getötet wurden ist es ein Grund zu trauen, egal ob Verwandte darunter waren oder nicht.

Ein Land hat eine kollektive Geschichte und eine kollektives Gedächtnis, also auch eine kollektive Fähigkeit zum trauen. Die Menschen haben eine kollektive Fähigkeit zu trauen. Wir trauen um die Opfer des Holocausts, wir trauen um die Millionen von Soldaten, die in den Kriegen ihr Leben verloren haben, wir trauen um die zerbombten Zivilbevölkerungen, wir trauen um Hiroshima und Nagasaki, wir trauen um die Massaker, um die Gräueltaten und um die Genoziden überall auf der Welt, wir haben die Fähigkeit zu trauen, auch wenn keine Verwandte unter den Opfern waren, wir trauen über mehrere Generationen.

Was Du sagst ist grober Unfug.

Jocelyne Lopez

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„Nie ist die Zeit müde, neue Möglichkeiten des Lebens zuschaffen, wobei sie Wesen, Lügen, Sünden, in ihrem seltsamen Nichts begräbt. Die Zeit heilt alles, sagt man. Nach und nach - eher rasch -gelingt es ihr, verweigertes Vergeben durch Vergessen zu ersetzen. Sie nutzt die Trauer, die verlorene Hoffnung, ab. Sie überwuchert die Grabmäler. Sie wiederholt, im menschlichen Gedächtnis, durch Vergessen, die wohltuende, immer erneute Reinigung, durch die die Natur - wo «alles alles frisst» -, zu jeder Stunde die Spuren ihrer Leichen und Skelette verschwinden lässt. Trotz der Epen und Fabeln, trotz der Geschichte, und sogar durch sie hindurch, breitet sie über das Gewesene die schläfrige Distanz ihres Nichts. Warten, hoffen, glauben, werden wieder möglich. Das Leben lebt wieder auf, fängt wieder an.

Und doch nicht ganz. Diese Morgenröte ist nicht die erste. Irgendwo, in der neuen Stille, hört etwas, jemand, eine zahllose Menge, nicht auf zu stöhnen.

Das ist die Vergangenheit. Es ist vergangen. Es ist nicht mehr. Es gibt sie nicht mehr, diese Tage und Nächte; diese Jahre, Jahrhunderte, Minuten, Augenblicke; jene Kämpfe, Tränen, jenes Blut, die Lager, Gefängnisse; jene Bälle und Feste, Träume; jene Lebenden. Es gibt sie nicht mehr.

Und doch: wozu studieren die Geschichtsschreiber alte Dokumente unter der Lupe, wozu beugen sich die Archäologen über Bruchstücke von Keramik oder geschliffenem Stein? Wozu soviel Mühe und Arbeit, unter der Sonne oder der Lampe, um der Wahrheit näher zu kommen, die gewesen ist? Wenn das Gewesene, die Gewesenen, nichts mehr sind - warum kann man dann nicht einfach irgend etwas über sie sagen? Ist es nicht so, dass es im Nichts Raum gibt für irgend etwas?"

Jeanne Hersch „Meditation über die Zeit“
Zuletzt geändert von Jocelyne Lopez am Sa 20. Feb 2010, 11:49, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die „Revolution“ von G. O. Mueller - Nr.6 G.K.

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Sa 20. Feb 2010, 12:04

Chief hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:... Ich verwende die SRT, weil sie brauchbar ist.

Wo genau ist die SRT brauchbar?


Und ob du das nun richtig findest oder falsch ist mir egal, da deine Meinung dazu völlig bedeutungslos ist genau so wie die Meinung von GOM und euren 4711 Kritikern, wovon 90% keine Ahnung haben, worüber sie überhaupt reden. So wie der Kurt Pagels, der behauptet Orthogonalität sei nur für die 3 Dimensionen des Euklidischen Raumes definiert, oder Alfred Döblin, der zwar einen tollen Roman schreiben konnte, aber von der SRT keine Ahnung hatte.

Wie kommst du darauf dass 90% keine Ahnung von der SRT haben?

Ich weiß nicht was K. Pagels behauptet aber es ist auf jeden Fall richtig, dass im physikalischen Raum nur 3 orthogonale Dimensionen definiert werden können.


Heiße Luft.
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Re: Die „Revolution“ von G. O. Mueller

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Sa 20. Feb 2010, 12:09

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Was Du sagst ist Unfug.
Wenn Hunderttausende von Unschuldigen Menschen getötet wurden ist es ein Grund zu trauen, egal ob Verwandte darunter waren oder nicht.

Ein Land hat eine kollektive Geschichte und eine kollektives Gedächtnis, also auch eine kollektive Fähigkeit zum trauen. Die Menschen haben eine kollektive Fähigkeit zu trauen. Wir trauen um die Opfer des Holocausts, wir trauen um die Millionen von Soldaten, die in den Kriegen ihr Leben verloren haben, wir trauen um die zerbombten Zivilbevölkerungen, wir trauen um Hiroshima und Nagasaki, wir trauen um die Massaker, um die Gräueltaten und um die Genoziden überall auf der Welt, wir haben die Fähigkeit zu trauen, auch wenn keine Verwandte unter den Opfern waren, wir trauen über mehrere Generationen.

Was Du sagst ist grober Unfug.

Jocelyne Lopez


Grober Unfug ist es, wenn man Trauer für Geschichtsrevisionismus missbraucht. Und grober Unfug ist es, wenn man so etwas auch noch verteidigt.
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Re: Die „Revolution“ von G. O. Mueller

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 20. Feb 2010, 12:24

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Grober Unfug ist es, wenn man Trauer für Geschichtsrevisionismus missbraucht. Und grober Unfug ist es, wenn man so etwas auch noch verteidigt.


Dein "Geschichtsrevisionismus" (??? Ich höre zum ersten Mal, dass die Zerbombung von Dresden nicht stattgefunden haben soll... :roll:) tangiert mich genauso wenig wie das Holocaust-Tralala Deiner Kumpanen aus Alpha Centauri, ich pfeiffe drauf.

Du kannst gerne diese meine Aussagen für Strafanzeigen und Klagen gem. § 130 verwenden, bitteschön. :mrgreen:

Jocelyne Lopez
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Re: Die „Revolution“ von G. O. Mueller - Nr.6 G.K.

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Sa 20. Feb 2010, 12:27

Chief hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Heiße Luft.
Also dir fällt nichts ein?
Was soll mir zu heißer Luft einfallen?
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Re: Die „Revolution“ von G. O. Mueller - Nr.6 G.K.

Beitragvon Jocelyne Lopez » Sa 20. Feb 2010, 12:39

Chief hat geschrieben:
Ich weiß nicht was K. Pagels behauptet aber es ist auf jeden Fall richtig, dass im physikalischen Raum nur 3 orthogonale Dimensionen definiert werden können.


Wahrscheinlich wurde auf diesen Beitrag von G.O. Mueller Bezug genommen:

Im vierdimensionalen Raum sollen die Orthogonalitätsbedingungen gelten

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die „Revolution“ von G. O. Mueller

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Sa 20. Feb 2010, 12:45

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Grober Unfug ist es, wenn man Trauer für Geschichtsrevisionismus missbraucht. Und grober Unfug ist es, wenn man so etwas auch noch verteidigt.


Dein "Geschichtsrevisionismus" (??? Ich höre zum ersten Mal, dass die Zerbombung von Dresden nicht stattgefunden haben soll... :roll:) tangiert mich genauso wenig wie das Holocaust-Tralala Deiner Kumpanen aus Alpha Centauri, ich pfeiffe drauf.

Du kannst gerne diese meine Aussagen für Strafanzeigen und Klagen gem. § 130 verwenden, bitteschön. :mrgreen:

Jocelyne Lopez

Lesen und verstehen! Wo habe ich geschrieben, dass die Zerbombung von Dresden nicht stattgefunden hat? Es ist nicht mein Geschichtsrevisionismus, dieses Terrain gehört einem anderen eifrigen Schreiber hier. Ich weise jede Unterstellung dieser Art auf das schärfste zurück. Aber im Verdrehen von Aussage bist du ja versiert. Und im Gegensatz zu dir und deinem Kumpel G.O. Mueller habe ich auch keine Kumpanen. Und worauf du pfeifst oder nicht pfeifst, brate ich mir Ei, um deine Worte zu verwenden, vielleicht verstehst du es dann besser.
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Re: Die „Revolution“ von G. O. Mueller - Nr.6 G.K.

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Sa 20. Feb 2010, 12:48

Chief hat geschrieben:
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Also dir fällt nichts ein?
Was soll mir zu heißer Luft einfallen?
Es geht nicht um "heiße Luft".
Eben.
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Re: Die „Revolution“ von G. O. Mueller

Beitragvon Britta » Sa 20. Feb 2010, 12:56

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Was Du sagst ist Unfug.
Wenn Hunderttausende von Unschuldigen Menschen getötet wurden ist es ein Grund zu trauen, egal ob Verwandte darunter waren oder nicht.

Es werden jeden Tag unschuldige Menschen getötet. Ob in Afghanistan, im Irak, in Somalia, im Sudan, im Jemen... Dazu verhungern immer noch jeden Tag eine Menge Menschen, auch viele Kinder.

Wo ist da euer Einsatz, wo eure Beteiligung an Demonstrationen? Eure Trauer? Da hab ich von euch noch nie ein Wort dazu gehört.
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ein Land hat eine kollektive Geschichte und eine kollektives Gedächtnis, also auch eine kollektive Fähigkeit zum trauen. Die Menschen haben eine kollektive Fähigkeit zu trauen. Wir trauen um die Opfer des Holocausts, wir trauen um die Millionen von Soldaten, die in den Kriegen ihr Leben verloren haben, wir trauen um die zerbombten Zivilbevölkerungen, wir trauen um Hiroshima und Nagasaki, wir trauen um die Massaker, um die Gräueltaten und um die Genoziden überall auf der Welt, wir haben die Fähigkeit zu trauen, auch wenn keine Verwandte unter den Opfern waren, wir trauen über mehrere Generationen.

Was Du sagst ist grober Unfug.

Jocelyne Lopez

Ich brauche auch nicht kollektiv trauern. Das tut jeder so für sich alleine und jeder hat seinen eigenen Weg. Man kann sich im Kollektiv vielleicht gegenseitig trösten, aber kollektiv trauern geht nicht bei echter Trauer. Auch das kollektive Gedächtnis geht nicht, denn jeder hat seine eigene Erinnerung.

und irgendwann findet jede Trauer ihr Ende. Ich kann nicht immer an Vergangenem festhalten. Das Leben geht weiter und es gibt so viele schöne Dinge, mit denen man sich beschäftigen kann.

Immer nur in der Vergangenheit rumwühlen statt in die Zukunft zu schauen - das sind ewig Gestrige. Kein Wunder, dass die die Welt so negativ sehen. Wenn du weiter dein Leben mit trauern verbringen willst - denn jeder Tag ist dann Gedenktag, auch wenn du die Menschen nicht persönlich gekannt hast und nicht mit ihnen verwandt bist - stelle ich dir gerne eine Liste zusammen. Darf's auch eine aktuelle sein? So für dein Selbstmitleid?

Und von denen die Dresden bombardierten oder die Befehle dazu gaben, lebt bestimmt auch keiner mehr. Und wo sind die Angehörigen der Verstorbenen? Wollten die auch demonstrieren oder gingen die lieber auf den Friedhof, um zum Gedenktag Blumen niederzulegen? Hatten die Demonstranten überhaupt Blumen dabei, für ihr 'Gedenken'?
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Re: Die „Revolution“ von G. O. Mueller

Beitragvon Mordred » Sa 20. Feb 2010, 13:01

Moin Leute,
das ist doch Kontraproduktiv.
Worte werden zerpflückt, und es bilden sich Fronten wo zuvor eigentlich gar keine waren.
Jeder meint eigentlich das selbe, aber durch Wortspielereien werden Stellungen unterstellt, die dann auch noch verteidigt werden müssen.
So weitet sich das Spiel aus, und letztlich versteht keiner mehr warum er nun in der Ecke steht, in die er unabsichtlich gedrängt wurde.
Und das gilt für beide Seiten.
Prinzipiell stehen wir doch alle auf der selben Seite was Menschenrechte und Meinungsfreiheit angeht, oder ? ;)

@fb557ec2107eb1d6 und Chief...
fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:... Ich verwende die SRT, weil sie brauchbar ist.

Chief hat geschrieben:Wo genau ist die SRT brauchbar?
Wenn Du einen Fisch in einem Bach mit einem Stock erschlägst, ist der Stock auch brauchbar.

Mit nem Netz geht’s aber besser.
Wenn du nun also kein Netz hast, dann nimmst Du halt den Stock......

Gruß
Mordred
 
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