mike hat geschrieben:Sie wissen aber schon, dass die "Weltformel" die SRT beinhalten wird? Die Herleitung der Weltformel basiert auf Lorentzinvarianten Tensorfeldern, ganz unabhängig von der SRT. Das ist separat entstanden. Man kann aus diesen Formeln aber wiederum die SRT herleiten. Wie immer empfehle ich ganz normale Physik-Lehrbücher dafür.
Ernst zu nehmende Wissenschaftler suchen nicht nach einer "Weltformel". Sie wissen, dass es diese nicht geben kann. Natürlich kannn man von überall die SRT herleiten, wo sie hineingesteckt wird. Jede Theorie, in welcher die Lichtgeschwindigkeit als konstant bzw. Grenzgeschwindigkeit gehandhabt wird, enthält zwangsläufig die SRT, wenn gleichzeitig das Relativitätspinzip im Auge behalten wird. Das bedeutet nicht, dass die SRT essentieller Bestandteil der Natur sein muss.
Die SRT steht in Einklang mit den Experimenten. Gehen sie an eine Uni oder ein Labor, führen sie sie selbst durch. Wer behauptet eigentlich immer, die Experimente stimmen nicht? Den würde ich gerne mal kennenlernen.
Die Experimente stimmen dann, wenn sie von vornherein den Rahmen der SRT einhalten, z.B. dann, wenn die Uhren im Sinne der SRT synchronisiert werden. Wo man SRT hineinsteckt, kommt SRT heraus. Experimente, die
konkrete physikalische Effekte zeigen (was immer mit einem Bruch des Relativitätsprinzips einhergeht, weil die Gleichberechtigung der BS zerstört wird), bestätigen nicht die Einsteinsche sondern die Lorentzsche RT. Was im übrigen das "Rätsel" dieser Effekte auch nicht auflöst.
Wie erklären sie historisch (also seit ca. Ende 19. Jh. bis heute), dass die SRT so erfolgreich ist, die Äthertheorie hingegen nicht? Wenn die SRT doch so offensichtliche Mängel aufweist, wieso hat das niemand schon vor 100 Jahren gemerkt? Wieso sind tausende hochausgebildete Wissenschaftler "drauf reingefallen", ein paar wenige Nichtphysiker aber nicht?
Die SRT ist gar nicht erfolgreich, weil sie praktisch gar keine besondere Anwendung findet. Sie ist in erster Linie Diskussionstoff in den Foren oder dient als Aufhänger in den populärwissenschaftlichen Journalen. Die meisten sogenannten Anwendungen der SRT stellen sich als Propaganda heraus, wenn man genauer hinsieht (GPS). Die Mängel der SRT wurden von Hunderten von Physikern, auch Nobelpreisträger eingeschlossen, und anderen Autoren immer wieder vorgeführt. Siehe die Literatursammlung bei GOM. Das waren nicht alles Idioten. Wissenschaftler "fallen auch nicht auf die SRT rein", sondern arbeiten schlicht im Rahmen gültigen Paradigmas. Nicht jeder fühlt sich bemüßigt, die SRT zu hinterfragen. Man macht es auch bei anderen Theorien nicht, von denen man ebenfalls weiß, dass sie nur ein Modell darstellen. Auch die SRT ist nur eine mathematische Konstruktion, die versucht, modellhaft die Beziehung zwischen Raum und Zeit darzustellen. Sie begründet ihre Postulate nicht und liefert für die Phänomene keinerlei physikalische Erklärungen. Als Naturbeschreibung ist sie daher philosophisch uninteressant. Mathematisch profitiert sie von den Grundlagen der Lorentzschen Variante, also vom Vorhandensein eines Äthers im weitesten Sinne. Dass eine Struktur solcher Art nicht direkt nachweisbar ist, tut nichts zur Sache, denn die direkte Nichtnachweisbarkeit gilt sowohl für jede Art von Feldern oder Ladungen - die ebenfalls nur durch ihre Wirkungen spürbar werden. Wenn elektromagnetische Phänomene durch Fortpflanzung wellenähnlicher Prozesse verstanden sein soll, dann ist dies eben eine Wirkung eines Mediums, da eine derartige Fortpflanzung ohne Medium nicht möglich wäre. In diesem Sinn ist so etwas wie ein Äther ebenso nachgewiesen wie die diversen "Felder" der Physik, an denen ja auch keiner mehr zweifelt, ohne sie näher definieren zu können. Wenn Einstein eine Theorie präsentiert, die den Äther nicht benötigt, heisst das nicht, dass es ihn nicht gäbe oder von Einstein "abgeschafft" worden wäre. Jeder Elektrotechniker bedient sich der Mathematik seines Fachgebiets, ohne sich über die "Felder" den Kopf zu zerbrechen. Er braucht sie ebenso wenig wie der Physiker einen Äther.
Bei Lorentz gehen die Uhren falsch, weil es einen Äther gibt, bei Einstein gehen sie aus Lust und Laune falsch. Das Resultat zählt und nicht die physikalische oder philosophische Begründung. Es ist also kein Pro-SRT Argument, wenn man auf die Nichtnachweisbarkeit eines Äthers pocht. Eine Äthertheorie wäre wesentlich komplizierter, weil in allen Berechnungen der absolute Bewegungszustand im Äther zu berücksichtigen wäre, es ist also klar, dass die Einsteinsche pragmatischere Lösung diejenige sein wird, die sich hält. Das hat nicht mit der Qualität der Theorie selbst zu tun.
Kritisieren sie Einstein als Person als solches oder nur seine Wissenschaftliche Arbeit? Was wäre ihre Argumentation, wenn Lorentz oder Maxwell die SRT gefunden hätte? In der Tat stand Lorentz selbst ebenfalls kurz davor, nur Einstein war schneller. Lorentz war nach Entdeckung der SRT ebenfalls Vertreter derselben. Wieso können sie sich also auf Lorentz berufen, der seine eigene Äther-Theorie später verwurfen hat?
Es mag Kritiker geben, die Einstein als Person kritisieren und ich hoffe, es gibt nicht viele. Denn natürlich sollte sich die Kritik gegen die Theorie richten. Im übrigen hatten ja Maxwell und Lorentz und andere die RT vorgezeichnet. Einstein führte lediglich eine Vereinfachung ein. Hätte er die daraus resultierende Unvollständigkeit der SRT nicht erkannt, wäre es wohl kaum zur ART gekommen. Da es die Voraussetzungen, unter welchen die SRT gültig wäre, gar nicht gibt, ist sie nur als mathematische Konstruktion aufzufassen, die zirkelschlüssig ihre Aussagen als Postulate zur Grundlage nimmt, indem sie schon von vornherein in den Messvorgang integriert werden. Das hat jeder nicht erkannt, der die Theorie als unumstößliche Wahrheit verteidigt.
Ich frage hiermit jeden Kritiker einzeln:
Was ist ihr persönlicher Beweggrund, ohne Physikstudium zu behaupten, die SRT sei komplett falsch?
Gegenfrage: was ist Dein persönlicher Beweggrund, trotz Physikstudium zu behaupten, die SRT sei komplett richtig, obwohl Du als Physiker wissen müsstest, dass "richtige Theorien" eine Kontradiktion darstellen. Theorien sind Theorien und "richtig" sind sie nie. Woran würdest Du die Richtigkeit einer Theorie messen? Man kann den Schöpfer dieses Universums leider nicht um eine Bestätigung bitten, dass Einstein derjenige ist, der ihm hinter die Karten geguckt hat! Jeder, der eine Theorie (egal welche) als Wahrheit verkauft, verwandelt sie in eine Ideologie - und verlässt damit den Bereich der Physik.
Was verleitet sie dazu? Was sind ihre Ziele?
Erstens können sich viele der Faszination, die von der SRT ausgeht, nicht entziehen. Einstein ist als geniale Figur eine ungeheure Provokation und viele möchten einfach gescheiter als Einstein sein. Aber wenn Wissenchaftler selbst die SRT kritisitieren, haben sie mitunter den Fortschritt im Auge, der ihrer Meinung nach durch den starren Glauben an die SRT behindert wird. Auch wenn sie vielleicht damit falsch liegen.
Wie sind sie überhaupt auf die Idee gekommen, sich ohne Physikstudium mit einer konkreten Theorie aus dem Fachgebiet zu beschäftigen?
Soll ich Dir die unzähligen Physiker aufzählen, die die SRT kritisierten und immer noch kritisieren? Das wäre sehr viel Arbeit. Wieso glaubst Du, nur Laien würden die SRT kritisieren? Da irrst Du dich sehr.
Warum gerade diese Theorie?
Weil sie als Naturbeschreibung falsch ist! Weil der Heiligenkult um Theorie und Begründer irgendwie irritiert! Weil die Propaganda, die zu Unrecht die SRT in allem was kreucht und fleucht aufzufinden vorgibt, einfach provozierend empfunden wird. Auch andere Theorien werden kritisiert: Quantenphysik und Evolutioen etc.
Warum verteidigst Du gerade die SRT?Maxwell beschreibt Magnetfelder. Die SRT leitet sie her (sie nennt also einen noch fundamentaleren Grund als Maxwell).
Nein, die SRT nennt keinen Grund sondern belässt die Feststellungen Maxwells unbegründet. Sie behandelt auch die Natur der elektromagnetischen Phänomene nicht tiefgründiger als Maxwell, sondern liefert nur eine mathematische Beschreibung, die nur dann funktioniert, wenn man die RdG einführt. Es gibt keinen Beweis dafür, dass die RdG tatsächlich eine Naturerscheinung wäre.
Wenn man sich fragt "Warum gelten eigentlich die Maxwell-Gleichungen?", kann man diese Frage mit der SRT beantworten.
Das ist doch ein Treppenwitz, denn Maxwell war doch noch von einem Äther ausgegangen.
Maxwell beschreibt das das und wie und die SRT fügt noch das warum hinzu.
Im Grunde erklärt die SRT in keiner Weise, was die Maxwell'schen Gleichungen erklären. Die SRT behebt lediglich den Widerspruch mit dem Relativitätsprinzip, der sich ergibt, wenn man die Maxwellsche Lichtausbreitung auf den Absolut-Äther bezieht und steckt diese Beschreibung in Inertialsysteme, die nun quasi ihren eigenen Äther haben. Die SRT macht die Maxwellsche These gültig für beliebig definierte IS. Warum sich Licht so verhält, wie Maxwell es beschreibt, erklärt die SRT natürlich nicht.
Es ist diese Überschätzung der Theorie, die manche Kritiker auf die Palme bringt!Ich habe eine Ladung. EIn Elektron. Oder eine Kugel, die geladen ist. Die hat kein Magnetfeld. Dann bewege ich die Ladung oder die geladene Kugel - oder mich selbst, eagl. Dann messe ich ein Magnetfeld. Wie erklärt das die Äthertheorie? Ich fordere jetzt auch mal einen Link zu einer Abhandlung darüber. Wie es die SRT erklärt steht unter anderem in den genannten Büchern.
Ja, aber diese Bücher verschweigen, dass die SRT mit ihrer Erklärung das Relativitätsprinzip gar nicht wahrt. Denn der Vorgang der Induktion, den Du ansprichst, ist nicht symmetrisch. Wenn Du ein Magnetfeld an der Hallsonde vorbei bewegst, wirst Du den Nachweis des Magnetfeldes später feststellen, als wenn Du die Hallsonde im Magnetfeld bewegst! Das liegt daran, dass die im Feld bewegte Hallsonde die Feldlinien sofort schneidet, wogegen sich beim bewegten Magneten das Feld erst mit Lichtgeschwindigkeit fortpflanzt und daher die Sonde später davon "erfährt".
Was Du als Bestätigung der SRT vorzeigst, widerlegt sie sogar!OK, mal unabhängig von Zeit- und Längeänderungen: Wie wird E=mc^2 "widerlegt"? Die Formel kann in Teilchenbeschleunigern/-collidern bestätigt werden. Diese Formel wird ebenfalls hergeleitet aus der SRT. Für diese gibt es keine Alternativformel, die man aus der Äthertheorie herleiten könnte.
E=mc² muss man nicht widerlegen, denn sie hat mit der SRT gar nichts zu tun. Schon vor Einstein war diese Beziehung, die in Wahrheit keine Äquivalenz sondern eine Relation ist, bekannt. Solltest Du als Physiker eigentlich wissen.
Wie erklären sie, dass die moderne Technik funktioniert, obwohl die Theorie (die SRT), auf denen sie basiert, angeblich falsch ist?
Es gibt keine Technik, die auf der SRT basiert. Genau eine dermaßen unrichtige Propaganda, wie Du sie hier präsentierst, ist oft ein Grund für die SRT-Kritik. Zum Glück funktioniert dei SRT
nicht, denn sonst wäre manche Technik (Laser, Radarpistolen etc.) gar nicht möglich.
Michelslon ist Indiz für SRT. Zeeman-Effekt hat damit erstmal gar nichts zu tun (oder was meinst du mit Zeeman).
Michelson war ein vehementer Gegner der SRT. Die Experimente a la Michelson sind gar nicht in der Lage, einen Äther nachzuweisen. Diese Experimente basieren auf Grundannahmen, die nicht gesichert sind, wie z.B. die Annahme, dass bewegte Spiegel gleich reflektieren wie ruhende. Sie gehen auch nicht darauf ein, dass stehende Wellen sich anders verhalten könnten oder Energierelaxationszeiten das Ergebnis verfälschen. Michelson als Indiz für die SRT zu sehen, ist daher aus allen Gesichtspunkten heraus gewagt.
EInstein hat nicht abgeschrieben. Quellen werden immer genannt. Oftmals waren es auch Gemeinschaftsarbeiten.
Einstein hat sich auf die Vorarbeiten von Poincare, Maxwell, Lorentz, Hasenöhrl, Voigt, Kaufmann und Fitzgerald etc. etc. gestützt und ihre Ideen neu kombiniert bzw. übernommen, ohne sie in seiner Arbeit zu nennen. Das hat weiter auch nichts zu bedeuten, denn diese Vorarbeiten samt Autoren waren ohnehin ausreichend bekannt.
Noch eine Frage: Wird auch die ART, die kooperativ von Einstein und Hilbert entwickelt wurde, von ihnen kritisiert?
Von mir jedenfalls nicht. Aber einen Streit um die Priorität als Kooperation zu bezeichnen, wäre wohl der nächste Treppenwitz in Deinen Texten.
Und noch eine Frage: Was sind ihre Bewggründe, die SRT so stark anzuzweifeln, obwohl so viele anerkannte Wissenschaftler sie für gut halten?
Weil so viele anerkannte Wissenschaftler die SRT für falsch halten, wird der Zweifel an der SRT natürlich gestützt und verstärkt. Das führt dann zu so sinnlosen Fragen, die Du hier stellst.
Was sind Deine Beweggünde, die SRT so vehement zu verteidigen, obwohl so viele anerkannte Wissenschaftler sie für falsch halten?Und ja, egal, ob sie mit Äther oder SRT rechnen, beide bestätigen sie die Experimente exakt gleich. Damit ist wie gesagt noch nichts bewiesen oder wiederlegt. Das Fizeau experiment ist im übrigen eher ein Kandidat für die SRT (sogar nach Eisteins eigener EInschätzung).
Einsteins eigene Einschätzung (die daraus resultierte, dass er versuchte, die Kenntnis des MM-Versuchs zu leugnen!) ist falsch. Denn der Fizeau-Versuch bestätigt die SRT am allerwenigsten.
Ich war auch schon an zwei Teilchenbeschleunigern. Und ich habe die Leute dort auch gefragt, ob man die Berechnung variieren kann, um sie mit dem Messergebnis und die Abweichung sehen kann. Und ja, es geht ganz einfach. Die Messergebnisse haben nur gestimmt, wenn wir mit den SRT-Formeln gerechnet haben.
Deine Behauptung hat den Schönheitsfehler, dass mit SRT-Formeln gar nicht gerechnet wird. Denn das systematische Hinzufügen des Lorentzfaktors hat mit Anwendung der Lorentztransformation keine Gleichbedeutung. Teilchenbeschleuniger sind übrigens so konstruiert, dass sie auch ohne Berücksichtigung der SRT funktionieren. Auch beim GPS ist das nicht anders.
Das mit den Myonen kann ganz leicht überprüft werden:
Schick ein Messgerät in 10km höhe und messe die Energie der Myonen. Vergleiche diese Energie mit den Myonen auf der Erde. Ergebnis: Energie ist gleich. Wurde alles gemacht.
Na, das wäre ja schön seltsam, wenn Myonen, die 10km Beschleunigung hinter sich haben, am Ziel dieselbe Energie hätten wie am Start. Bei solchen Behauptungen merkt man, dass Du nur ein Credo betest und selbst nicht nachdenkst. Sonst hätte Dir der Fehler auffallen müssen!
Die "GPS-Fehler" belaufen sich auf sowas wie einen Meter. Ohne berücksichtigung Zeitdillatation wären die Abweichungen aber sowas wie 100 bis 1000 m.
Die Berücksichtigung der ZD im GPS spielt gar keine Rolle, da das System ohnhin durch aufwändig ermittelte Korrekturpolynome kontinuierlich nachgestellt wird. Die Kompensation von Uhrenfehlern aufgrund relativistischer Berechnungen ist nur Propaganda oder ein Ritual, quasi eine kleine Verneigung vor Einstein. Hat aber keine Bedeutung, da das GPS auch ohne diese Korrektur funktioniert. Der relativistische Fehler ist überdies theoretisch der kleinste aller auftretenden Fehler. Seine Nichtberücksichtigung führt keinesfalls zu einer größeren Abweichung, sondern zu anderen Korrekturpolynomen - und das wäre alles.
Es gibt viele Atomuhren auf der Erde, die gehen alle exakt gleich. Und es wurden viele Atomuhren umhergeflogen, und jedesmal war der gleiche Unterschied zu den ruhenden gemessen.
Das ist Unsinn. Die Weltzeit wird aus rund 200 Atomuhren generiert, die keinesfalls alle gleich laufen. Es gibt keinen Unterschied zwischen ruhenden und bewegten Uhren (Relativitätsprinzip!) - daher sind Unterschiede, wenn sie aus konkreter Gangänderung stammen, maximal Bestätigungen der LET. Überdies verhalten sich Rubidium- und Cäsiumuhren in den GPS-Satelliten unterschiedlich! Das sind alles Dinge, die Du offenbar nicht weißt. Vielleicht solltest Du dich besser informieren, denn solche Falschbehauptungen sind doch peinlich.
Der gleiche (!) systematische Fehler ist sowohl auf den ruhenden als auch bei den bewegten Uhren vorhanden (systematisch = Fehler im System). Und systematiscjhe Fehler kann man immer bei jedem beliebigen Versuchsaufbau herausrechnen.
Wie gesagt, es gibt keine "ruhenden" Uhren in der SRT. Aber es gibt sie in der LET. Du solltest den feinen Unterschied in Deinen Betrachtungen würdigen.
Oder nehmen wir Myonenzerfall, da kann man Messfehler als Ausrede nicht anbringen. Diese Teilchen entstehen ca. 10km über der Erdoberfläche. Ohne Zeitdillatation kämen die Teilchen aufgrund ihrer kurzen Lebensdauer nur ca. 600m weit. Man kann sie aber sogar auf der Erdoberfläche messen, also nach ca. 10.000m. Wie wird das ohne SRT erklärt?
Gar nicht, weil man alle Zerfallskanäle, die zum Myon führen, noch gar nicht kennt. So haben Rossi und Hall 1941 noch nicht gewusst, dass Myonen auch aus Kaonen stammen können, was bedeutet, dass ihre Annahme, es gäbe nur Myonen in 10 km Höhe, schon mal falsch war. Außerdem ist es natürlich blödsinng, auf der einen Seite zu behaupten, Myonen würden wegen der ZD länger leben und im eigenen Bezugssystem wäre das zwar nicht der Fall, dafür wäre aber der Weg kürzer. Wer solchen Unsinn für bare Münze nimmt, verdient sein Physikerdiplom eigentlich nicht. Wenn die Erklärung eines Phänomens je nach Bezugssystem unterschiedlich ausfällt, erweist das dem RP bestenfalls einen Bärendienst. Solange solcher Unsinn verkauft wird, wird es auch Kritiker dieser Theorie geben.
Aber wie wird hier widerlegt, dass - unabhängig von Einstein - die gleichen Formeln auch aus der Elektrodynamik von Maxwell hergeleitet werden können? Und die Elektrodynamik kann auch wunderbar experimentell bestätigt werden.
Die SRT-Formeln kann man auch aus dem Pythagoras herleiten (da kommen sie auch tatsächlich her). Jetzt frage ich mich, ob Pythagoras wohl schon gewusst hat, dass er eine relativistische Dreiecksbeziehung zur Welt brachte.

Es ist völlig einleuchtend, wenn man in die Beziehung von Bezugssystemen eine Grenzgeschwindigkeit einbaut, sich diese Systeme um diesen festen Punkt drehen und ganz gewöhnliche Winkelfunktionen auftreten (v/c). Was Du da von Dir gibst, ist mathematische Trivialität und kein Beweis für die SRT.
Und Frage 2: Wenn Einsteins Annahmen falsch sind, was wären denn die richtigen Annahmen, die zum selben Ergebnis führen (denn das müssen sie, sonst würden die Experimente ja nicht funktionieren)?
Es gibt kein Experiment, das ausschließlich die SRT tatsächlich zu beweisen imstande wäre. Alle Experimente sind auch mit der LET oder mit Emissionstheorien erklärbar. Und funktionieren im Sinne der SRT nur, wenn "richtig" nach Einstein synchronisiert wird. Dass Experimente, welche die SRT widerlegen, zwar auch exististieren, aber ihre Verbreitung unterdrückt wird, ist leider Tatsache.
Grüße
Harald Maurer