Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Do 19. Nov 2015, 18:28

fallili hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Schieb den Ballon mit 2bar seitlich in die Wassersäulenhöhe bei 2 bar. Denkst du tatsächlich, das flutscht ohne Arbeit rein?
Ich habs dir bereits erklärt: Die Verdrängungsarbeit ist abhängig von der unterschiedlichen Dichte. Deine verdichtete Luft hat eine andere Dichte als Wasser.
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Ich korrigier da nun ungern, weil Highway das wieder als "Beweis" dafür sehen wird, das er recht hat, aber mit unterschiedlicher Dichte hat das nix zu tun.
Du kannst z.B. einen 5l Ballon gefüllt mit Luft seitlich reinschieben, oder den selben Ballon gefüllt mit Wasser oder von mir aus einen 5 Kubikdezimeter Eisenball - das ist alles gleich.
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Nee. Schieb einfach die Dinger von der Oberfläche nach unten; dann merkst du es sofort. Der Eisenball fällt und liefert sogar Energie. Den Wasserballon kannst du ohne Arbeit versenken. Den Luftballon aber mußt du mit Arbeit auf Tiefe bringen.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Kurt » Do 19. Nov 2015, 18:29

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...
Nur weil der Druck gleich ist? ...

Ja, das denke ich. Ich denke auch, dass du das eigentliche System noch nicht durchschaust.


Du meinst also er kapiert nicht dass die ganze Luft von selber rüberspringt und sichs im Auftriebsküberl breit macht.
Ist es das was er nicht kapiert?

Meinst du nicht auch dass der Luftdruck erst höher sein muss als der des Wassers damit da ein wenig Luft sich ins Küberl traut.
Ist dieses bisserl Luft dann im Kübel dann sickt doch der Luftdruck im Luftgefäss, geht dann weitre Luft, trotz des dann geringeren Druckes im Luftbehälter weiter ins Küberl?

Oder musst du erst wieder aufpumpen damit der Luftdruck höher ist als der des Wassers damit da wieder welche ins Küberl geht?

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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon contravariant » Do 19. Nov 2015, 18:30

Highway hat geschrieben:Wenn auf ein Molekül durch den Wasserdruck eine Kraft F1 wirkt und auf das gleiche Molekül eine entgegen gerichtete Kraft gleicher Größe wirkt. Wieviel Energie braucht man um das Molekül zu verschieben? (Kräfte verändern sich nicht während der Verschiebung) Null! Exakt das passiert im Auftriebskraftwerk.

Mit einzelnen Molekülen funktioniert Thermodynamik nicht mehr, ich würde die also außen vor lassen..
Wie gesagt, man muss die Volumenarbeit gegen den Wasserdruck leisten, das ergibt die Energie E2.

Abgesehen davon, widerspricht die angebliche Funktionsweise dieser Anlage gegen die Grundlagen der gesamten Physik. Kann sich ja jeder selber ausrechnen wie wahrscheinlich es ist, dass die Physik falsch ist und dieses Kraftwerk tatsächlich funktioniert.
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Verschiebung

Beitragvon rmw » Do 19. Nov 2015, 18:43

Wenn zwei gleiche Kräfte auf einen Gegenstand in entgegengesetzter Richtung wirken so bleibt der Bewegungszustand des Gegenstands gleich. Vergrößert sich eine der Kräfte so führt die zusätzliche Kraft zu einer Beschleunigung.
Gleiches gilt in analoger Weise auch für Luft und Wasser. Darüber hinaus besteht selbst bei Luft etwas Reibung und bei Wasser erst recht.
Will man also Wasser durch Luft verdrängen so geschieht bei exakt gleichen Druck gar nichts. Um das Wasser zu verdrängen braucht man in der Luft also etwas höheren Druck. Dieser etwas höhere Druck beschleunigt Luft und Wasser und überwindet die Reibung. Umso größer der Druckunterschied umso rascher erfolgt die Verdrängung des Wassers.
Dieser zusätzliche Druck bzw. die entsprechende Enegie fällt unter den Begriff Verluste. Da jeder Vorgang Verluste bewirkt erhält man oben wesentlich weniger Energie zurück als man unten hineinsteckt.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon contravariant » Do 19. Nov 2015, 18:44

Highway hat geschrieben:Bis vor 1897 widersprach der Dieselmotor auch der Physik. Damals konnte man sich auch ausrechnen wie wahrscheinlich es ist, dass die Physik falsch ist oder der Dieselmotor funktionieren würde. Dabei behaupte ich noch nicht einmal, dass die Physik falsch ist. Ich sage nur, dass die Physik im Fall von E2 falsch angewendet worden ist. Das ist ein erheblicher Unterschied!

Warum widersprachen bis 1897 Dieselmotoren der Physik? -- Dieses Auftriebskraftwerk, sollte es so funktionieren wie behauptet, würde die Energieerhaltung verletzten. Die ist eine der grundlegenden Annahmen der Physik. Es haben schon eine Menge Leute Perpetua Mobile konstruiert, beworben und verkauft. Funktioniert hat allerdings bisher keins.
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Re: Auftriebskraftwerk zur autarken Stromversorgung

Beitragvon Ernst » Do 19. Nov 2015, 18:44

Highway hat geschrieben:Ja, das denke ich. Ich denke auch, dass du das eigentliche System noch nicht durchschaust.

Ja, Mist.
Als Ichstellmirvorphysiker bist du glatt im Vorteil.

Du kaufst dir eine Box, schließt einen Startakku an. Und nach dem Start läuft das Ding dauerhaft ganz von alleine und liefert dir deinen Strombedarf und zusätzlich eine Stromeinspeisung ins Netz. Und während du hier rumirrst, fließt die Erstattung des Energieunternehmens kontinuierlich auf dein Konto.

Und ich mit meiner richtigen Physik bin der gelackmeierte Zahler meines verbrauchten und von dir eingespeistem Stroms. Du bekommst mein Geld. Verdammt.
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Re: Verschiebung

Beitragvon contravariant » Do 19. Nov 2015, 18:45

rmw hat geschrieben:Wenn zwei gleiche Kräfte auf einen Gegenstand in entgegengesetzter Richtung wirken so bleibt der Bewegungszustand des Gegenstands gleich.

Ach tatsächlich? Außer es handelt sich natürlich um Zentripetal- und Zentrifugalkraft, dann bewegt sich der Gegenstand natürlich im Kreis...
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Bewegung

Beitragvon rmw » Do 19. Nov 2015, 19:16

Highway hat geschrieben:Es ist wie mit einer Kugel auf der Tischplatte. Auf die Kugel können beliebig viele Kräfte einwirken, die sich zu Null addieren. Reibungsfreiheit vorausgesetzt braucht es Null Energie die Kugel waagerecht zu bewegen.

Sie bleibt im gleichen Zustand.
Um sie allerdings in Bewegung zu versetzen ist schon Energie notwendig, auch wenn es theoretisch reibungsfrei ist.
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Massenträgheitskraft

Beitragvon rmw » Do 19. Nov 2015, 19:20

contravariant hat geschrieben:Ach tatsächlich? Außer es handelt sich natürlich um Zentripetal- und Zentrifugalkraft, dann bewegt sich der Gegenstand natürlich im Kreis

Ist kein Widerspruch zu dem was ich sonst sage. Selbstverständlich wirkt auch bei der geradlinigen Bewegung der Beschleunigung die Massenträgheiskraft entgegen.
Aber das ist hier nicht das Thema.
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Re: Massenträgheitskraft

Beitragvon contravariant » Do 19. Nov 2015, 19:24

rmw hat geschrieben:Selbstverständlich wirkt auch bei der geradlinigen Bewegung der Beschleunigung die Massenträgheiskraft entgegen.

rmw hat geschrieben:Wenn zwei gleiche Kräfte auf einen Gegenstand in entgegengesetzter Richtung wirken so bleibt der Bewegungszustand des Gegenstands gleich.


Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ...
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