http://www.physik.uni-wuerzburg.de/einfuehrung/SS06/21%20Elektromagnetismus%20und%20Relativitaet.pdf
In einem Draht fließe ein elektrischer Strom. Im System des Drahtes ist der Draht selbst elektrisch neutral. Dazu muss aber im System der bewegten Elektronen der Elektronenabstand ein wenig größer sein, als der Abstand der zugehörigen positiven Ionen im Draht. Das ist eine Folge der Längenkontraktion.
Parallell zu den bewegten Elektronen bewegt sich ein Einzelelektron im Abstand r vom Leiter mit derselben Geschwindigkeit v wie die Einzelelektronen.
Aufgrund des Magnetfeldes des Drahtes wird nun das Einzelelektron zum Draht hin gezogen.
Aber jetzt ändern wir das Bezugsystem. Wir lassen sämtliche Elektronen ruhen, dafür sollen sich die Leiterionen nach links bewegen.
Jetzt existiert keine magnetische Kraft mehr auf das Einzelelektron, weil auf ein geladenes Teilchen, was sich nicht bewegt wirkt auch keine magnetische Kraft.
Und hier hilft uns die Längenkontraktion aus der Patsche, wie wir am zweiten Bild erkennen können. Denn im Bezugsystem der Elektronen haben wir einen deutlichen Ionenüberschuss und das Einzelelektron wird nun elektrisch angezogen.
Und diese elektrische Anziehung muss genauso groß sein, wie die magnetische Anziehung.
Und jetzt wird’s ein klein wenig mathematisch.
Die magnetische Kraft auf das Einzelelektron errechnet sich so:
(u_0=magnetische Feldkonstante, I=Stromstärke v=Elektronengeschwindigkeit e=Elementarladung r=Abstand Einzelelektron-Draht)

Die elektrische Feldstärke eines elektrisch geladenen Drahtes errechnet sich so:
(Q/x=transportierte Ladung pro Leiterlänge und es gilt Q/x=I/v. Das heisst, die zweite Form der Gleichung gilt nur dann, wenn wir uns die Ladung der fließenden Elektronen wegdenken)
(e_0=elektrische Feldkonstante)

Jetzt kommt die elektrische Kraft auf das Einzelelektron. Dazu multiplizieren wir obige Gleichung mit e*v²/c²
(Den zugehörigen Wurzelfaktor (siehe Grafik unten) können wir weglassen, weil der bei der geringen Elektronengeschwindigkeit keine Rolle spielt)

Jetzt eliminieren wir aus beiden Gleichungen die Kraft und wenn wir nach 1 auflösen erhalten wir das da!

Und welche Alternativerklärung hat nun der ”Kritiker” dafür dass die Multiplikation dieser 3 Naturkonstanten ausgerechnet die Zahl 1 ergibt?




