contravariant hat geschrieben:Die von dir beschrieben Situation stellt sich doch völlig symmetrisch da. Also sind beide IS gleichberechtigt. An welcher Stelle genau wird dort dann das RP verletzt?
Einstein definierte sein RP so:
„Die Gesetze, nach denen sich die Zustände der physikalischen Systeme ändern, sind unabhängig davon, auf welches von zwei relativ zueinander in gleichförmiger Translationsbewegung befindlichen Koordinatensystemen diese Zustandsänderungen bezogen werden.“Ein Zustand des physikalischen Systems Erde ist z.B. durch die Zeit gegeben, innerhalb welcher sich die Erdenbewohner in Sicherheit bringen können: 15 s. Dieser Zustand ist im System der Feuerkugel verändert, da haben die Erdbewohner nämlich 31 s Zeit für ihre Rettungsmaßnahmen. Es ist keine Frage, dass diese unterschiedlichen Zustände davon abhängen, auf welches Koordinatensystem sie bezogen werden. Im Feuerkugelsystem nehmen die Erdbewohner die Gefahr früher wahr als im Erdsystem. Und ihre Sicherheitsmaßnahmen können hier daher wesentlich gründlicher ausfallen als im Erdsystem. Nur Träumer sehen hier keinen Widerspruch! Abgesehen davon, dass die Abhängigkeit der Zustände der Systeme von den Koordinatensystemen eindeutig gegeben ist. Die LT widerspricht daher dem RP Einsteins!
fallili hat geschrieben:Absolutbewegungen sind bisher nicht gefunden worden - und wenn es an Absolutbewegung liegen würde, dürften die Experimentalergebnisse auch nicht so sein, wie sie sind.
An Beschleunigungseffekten kann es auch nicht liegen - da kommt man erst recht in die Bredouille wenn man das damit zu erklären versucht.
Es liegt an der Methode der Experimente, dass sich eine Absolutbewegung nicht nachweisen lässt. So sind sämtliche Frequenzmessungen von vornherein sinnlos, ebenso sind Experimente sinnlos, in welchem man geschlossene Lichtkreise einsetzt. Andererseits wurde durch Messungen am CMB die Absolutbewegung des Planetensystems mit 370 km/s in Richtung Alpha Leoni nachgewiesen. Mit der Forschung in Richtung von Beschleunigungseffekten wäre man auf der richtigen Fährte. Denn Beschleunigungen sind absolut - und ihre Effekte daraus ebenfalls. Es ist kein Zufall, dass alle Effekte, von welchen man glaubt, sie würden die SRT bestätigen, in nicht inertialen experimentellen Situationen festgestellt wurden! Es sind demnach Absoluteffekte. Inertiale Bedingungen waren bislang noch in keinem Experiment erfüllt!
fallili hat geschrieben:Die von Dir angesprochene Alternative zur SRT in Form einer Prozessverlangsamung aus anderen Gründen hilft ja auch nicht wirklich.
Eine Prozessverlangsamung, die sich auf alles auswirkt, ist de facto nichts anderes als eine Zeit-Verlangsamung.
Wir wissen, dass sich eine Prozessverlangsamung bei geladenen und beschleunigten (!) Teilchen nachweisen lässt. Ob sich diese Prozessverlangsamung auf
alles auswirkt, ist nicht nachgewiesen. Du äußerst immer wieder Argumente, die deiner Fantasie entspringen. Du sollltest auf dem Boden experimenteller Tatsachen bleiben.
fallili hat geschrieben:Die ganzen Widerlegungversuche hier im Forum kann man eigentlich "in die Tonne kloppen" solange man nicht die Invarianz von c widerlegt oder wenigstens eine wirkliche theoretische Begründung für die Invarianz von c findet.
Die Invarianz von c ist keinesfalls erwiesen und muss daher auch nicht widerlegt werden. Die bislang durchgeführten Experimente, ganz besonders die modernen Versuche von der Art Michelson-Morley beruhen auf Frequenzmessungen. Die sind allerdings allesamt sinnlos, weil sich ein Ätherwind nicht auf Frequenzen auswirkt. Die sind immer unverändert, gleichgültig, ob sich die Messapparatur im Äther bewegt oder in diesem ruht. Dass die Lichtgeschwindigkeit auf der Erdoberfläche von der Himmelsrichtung abhängt, zeigt der Sagnac-Effekt auf. Von Invarianz kann daher ohnehin keine Rede sein.
Die Arbeit von Dr. Engelhardt zum MM-Versuch wurde inzwischen von dem zweifellos seriösen Journal Physics Essays akzeptiert und veröffentlicht.
http://www.ingentaconnect.com/content/p ... 4/art00011fallili hat geschrieben:Erzähl das Hafele und Keating !
Das ist ein besonders schlechter Hinweis. Dieses Experiment ist zur Gänze ohne Aussagekraft. Siehe
http://www.mahag.com/srt/hafele.phpfallili hat geschrieben:Das ruhende Myon lebt 2 Microsekunden und wie da oben schrieb ich schon zum x-ten Male, dass das bewegte Myon auch 2 Microsekunden lebt.
Wie lange das bewegte Myon lebt, ist nach SRT abhängig vom Koordinatensystem. Koordinatensysteme sind gedachte Strukturen. Sie können nicht bewirken, dass ein Myon 2 Microsekunden oder auch in ein und demselben Dasein 22 Mal länger lebt. Wenn ein geradezu exzessiv beschleunigtes Myon länger lebt, dann ist das ein Absoluteffekt, der aus der absoluten Bewegung stammt oder aus der energetischen Veränderung aufgrund der Beschleunigung. Ein beschleunigtes Myon ist eben nicht dasselbe wie ein ruhendes Myon. Das RP gilt in diesem Fall von vornherein nicht.
Schade, dasss man über all das mit SRT-Infizierten Leuten nicht diskutieren kann. Da wird bloß mit Fantasiefakten gepredigt. Diese apologetische Methode hast du dir leider auch zugelegt.
julian apostata hat geschrieben:Und sowohl im Kugel als auch im Erdsystem wurde die Kugel 58 Raumzeitsekunden alt. Es braucht sich also niemand wegen Harald duellieren.
Wenn der reisende Zwilling zurückkehrt und sein Bruder ist bereits gestorben, wird dem Reisenden es ein wahrlicher Trost sein, ihm zu erklären, dass der raumzeitliche Abstand zwischen ihnen ohnehin invariant war! Wenn sich Raum- und Zeitkoordinaten mit demselben Faktor zueinander verdrehen, ist es geometrisch nicht überraschend, dass die Quadrate in ihren Verhältnissen zueinander invariant bleiben. Damit kann man sehr einfach überprüfen, ob man richtig transformiert hat, darüber hinaus kann man daraus keine valide Aussage entnehmen. Das ist Geometrie und nichts weiter.
Grüße
Harald Maurer