Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Ernst » Mo 9. Mär 2015, 20:31

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Aha; eine in S ruhende Uhr zeigt in S die gleiche Zeit an wie in S'. t=t'. Willkommen im Newton-Club.

Die Sache mit den "varianten Größen" (Zeit/Ekin) wird ja nur relevant, wenn man verschiedene IS vergleicht. Bei Newton zeigt eine in S ruhende Uhr dasselbe an, wie eine in S' ruhende Uhr. In der SRT nicht.

Eine Uhr. Wir reden von einer Uhr. Und die ist in S ruhend und in S' bewegt. In S zeigt sie t und in S' zeigt sie t'. Aber nicht gleichzeitig, denn t ist nicht t'. Die Konfusion rührt oft daher, daß t und t' wieder auf eine Zeitskala gelegt werden. Natürlich kann man das nicht, weil die Zeiten anders skaliert sind. Aber diese Skalierung ist keine Formalie, sondern Resultat einer anderen zeitlichen Realität.

Auf den Punkt gebracht, läßt sich das wie üblich ausdrücken: Bewegte Uhren laufen gegenüber ruhenden langsamer und zeigen eine real veränderte Zeit.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon contravariant » Mo 9. Mär 2015, 20:45

Ernst hat geschrieben:Eine Uhr. Wir reden von einer Uhr. Und die ist in S ruhend und in S' bewegt. In S zeigt sie t und in S' zeigt sie t'. Aber nicht gleichzeitig, denn t ist nicht t'. Die Konfusion rührt oft daher, daß t und t' wieder auf eine Zeitskala gelegt werden. Natürlich kann man das nicht, weil die Zeiten anders skaliert sind. Aber diese Skalierung ist keine Formalie, sondern Resultat einer anderen zeitlichen Realität.

Ok, eine Uhr. Eine Uhr zeigt immer die Zeit ihres Ruhesystems an.

Ernst hat geschrieben:Auf den Punkt gebracht, läßt sich das wie üblich ausdrücken: Bewegte Uhren laufen gegenüber ruhenden langsamer und zeigen eine real veränderte Zeit.

Aha. Wolltest du nicht von einer Uhr sprechen? Jetzt wdoch wieder mehrere. -- Eben. Wenn man verschiedene relativ zueinander bewegte Uhren vergleicht, zeigen sich die Abweichungen. Betrachtet man nur eine Uhr (siehe oben), dann ändert sich da nix.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon contravariant » Mo 9. Mär 2015, 21:17

Highway hat geschrieben:Ok, eine Uhr. Eine Uhr zeigt immer die Zeit ihres Ruhesystems an...

Klingt logisch, aber 1.) wieso und 2.) in welchem Bezugssystem?[/quote]
1) Weil es logisch ist. Es ist schwer vorstellbar, dass die hin und her springt, abhängig davon, wer grade auf die Uhr schaut.
2) In ihrem Ruhesystem, wie ich ja bereits schrieb.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Yukterez » Mo 9. Mär 2015, 21:36

Die B Uhr im bewegten System B löst die Bombe nicht aus. Sie zeigt wenn die Bombe im System A von Uhr A um T Uhr ausgelöst wird im System B die Zeit T·γ an, und im System A die Zeit T/γ. In jedem System wird die Bombe dann ausgelöst wenn die Uhr A die Uhrzeit T anzeigt, ganz egal ob im anderen System auch gerade T Uhr ist. So einfach ist das.

Ohne Probleme von einem System ins andere transformierend,

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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon contravariant » Mo 9. Mär 2015, 21:40

Highway hat geschrieben:Das klingt nach der Argumentation der Kritiker

Tja, dann bin ich wohl weniger dogmatisch als Andere hier...

Highway hat geschrieben:Ja, aber was zeigt die Uhr in dem dazu bewegten System? Wozu braucht man dann noch eine SRT?

-- Dämliches Beispiel -- Ich habe keine Uhr, kann aber eine relativ zur mir bewegte Uhr sehen. Dann kann ich mithilfe der SRT umrechnen, wieviel Zeit in meinem Ruhesystem vergangen ist.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Kurt » Mo 9. Mär 2015, 21:41

Yukterez hat geschrieben:Ohne Probleme von einem System ins andere transformierend,


Und in welchem System geht nun die Uhr langsamer?


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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon contravariant » Mo 9. Mär 2015, 22:02

Highway hat geschrieben:Genau, und damit haben wir dann das Problem, unter der Voraussetzung, dass die gedachte Zeitangabe, auf der gedachten Armbanduhr, welche mittels Lorentztransformation berechnet wird, eine andere Zeit anzeigt.

Ja, es gilt immernoch die RdG. Aber nur, wenn man Zeiten zwischen IS vergleicht. D.h. nicht, dass eine Uhr irgendwie, je nach Beobachter, ständig eine andere Zeit anzeigt. D.h. natürlich auch, dass Ernsts Bombe in allen IS explodiert oder eben in keinem.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Yukterez » Mo 9. Mär 2015, 22:15

Kurt hat geschrieben:Und in welchem System geht nun die Uhr langsamer?

Im jeweils Anderen natürlich. Relativitätstheorie Kapitel 1.

Spacerat hat geschrieben:Also zeigt Uhr A zwei Zeiten an? Ich denke mal das ist nur ein Denkfehler im allgemeinen Durcheinander.

Nicht dein Erster. Vielleicht wäre es mal an der Zeit dass du dir das Kapitel über die Relativität der Gleichzeitigkeit durchliest.

Spacerat hat geschrieben:Mit T/γ kommst du in System B ja nur auf die B-Zeit, die dort herrschte, als aus System A T übertragen wurde.

Blödsinn. T/γ < T denn γ>1. Die Zeit die Uhr B in System B anzeigt ist also logischerweise T·γ > T denn im System B geht die Uhr A langsamer. Damit kann sie im System B natürlich nur weniger Sekunden anzeigen als Uhr B, und nicht mehr.

Aufklärend,

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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Kurt » Mo 9. Mär 2015, 22:20

Yukterez hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Und in welchem System geht nun die Uhr langsamer?

Im jeweils Anderen natürlich.


Woher kommt das?

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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Mikesch » Mo 9. Mär 2015, 22:22

Ernst hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Dieser Vorgang soll in zwei unterschiedlichen IS unter Verwendung der SRT & LT betrachtet werden.

Im IS1 sei der Blitzeinschlag bei A früher als bei B; die Bombe explodiert.
Im IS2 sei der Blitzeinschlag bei A später als bei B; die Bombe explodiert nicht.
Im IS3 sei der Blitzeinschlag bei A gleichzeitig wie bei B; die Bombe explodiert nicht.
Also je nach gewähltem IS ist eine unterschiedliche Realität vorhanden.



Bitte um Beispielrechnung. Es ist nämlich falsch!
Der Empfänger wertet die Signale in IS1 aus A und B aus und entscheidet dann über die Reaktion "Bombe explodiert".
Im IS2 ist das Ereignis Blitzeinschlag in A' und dasselbe Ereignis in B' zu transformieren. Der Empfänger wertet immer noch die Ereignisse A und B und nicht A' und B' aus.
Im IS3 ist das Ereignis Blitzeinschlag in A'' und dasselbe Ereignis in B'' zu transformieren. Der Empfänger wertet immer noch die Ereignisse A und B und nicht A'' und B'' aus.
Das Ergebnis ist immer dasselbe, wie in IS1. Keine verschiedenen Realitäten.

Das ist ja nun so unsinnig, daß man nicht reagieren muß. Da fehlen elementare Kenntnisse bezüglich der Rolle von Bezugssystemen.

Eine überzeugend differenzierende Antwort. Finde ich gut.
Ich denke, daß Sie mir Ihrer Beurteilung recht haben könnten, daß Ihnen da elementare Kenntnisse fehlen. Ihre Einschätzung, daß man auf Ihrer unsinnigen Behauptungen nicht reagieren muss, konnte ich halt nicht widerstehen. Ich wundere mich nur, wie Sie es geschafft haben selber zu merken, daß Ihren aus der Luft gegriffenen Behauptungen jedweden Nachweis fehlt.
Mike
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