Frage an die SRT-Kritiker

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Frage an die SRT-Kritiker

Beitragvon Harald Maurer » Mi 25. Feb 2015, 23:53

Chief hat geschrieben:Somit ist entweder die Aussage der LT y=y' falsch oder die Zeit vergeht im bewegten BS schneller.

y'=y ist nach SRT richtig; und die Zeit in S' scheint schneller zu vergehen, denn S' sieht ja in seinem Ruhesystem ein bewegtes System S und da erscheint die Zeit ja dilatiert! S' misst daher einen größeren Wert als S. Aber tatsächlich laufen die Uhren in den Ruhesystemen von S und S' gleich schnell! Um das zu erkennen, muss man beachten, wie S' die x-Koordinaten setzt und man darf die RdG nicht übersehen! Der verbreitete Spruch "bewegte Uhren laufen langsamer" ist eigentlich falsch. Richtig ist, dass in den Koordinatensystemen S und S' unterschiedliche Strecken gemessen werden. In beiden Systemen gilt dabei dieselbe SI-Sekunde!
Misst man auf der Erde die Flugstrecke für ein Myon mit 10 km, so ist diese Strecke im Ruhesystem Myon verkürzt, aber nicht weil sie "geschrumpft" wäre, sondern weil hier das Myon später entsteht und sich währenddessen die Erde auf ein paar Hundert Meter genähert hat. Es ergibt sich daher für die Erde eine kürzere Strecke ab dem Zeitpunkt der Myon-Entstehung bis zum Myon. Gemessen wird alles in SI-Sekunden. Aber auf der Erde sieht das so aus, als wäre die Myonenuhr langsamer gelaufen. Ein Erdmyon wird aus Sicht des Ruhesystems Myon ebenfalls länger leben, aber dennoch vor der Ankunft des herabsausenden Myons gestorben sein, weil - wie gesagt - wg. RdG das Myon in S' später zur Welt kommt als in S!
Natürlich ist das alles Humbug. Hat aber Methode :-)

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Frage an die SRT-Kritiker

Beitragvon Harald Maurer » Do 26. Feb 2015, 00:27

Highway hat geschrieben:Der logische Schluss den man daraus ziehen muss: Es gelten unterschiedliche Zeitabläufe, die Zeit verläuft also unterschiedlich schnell, je nach Bewegungsrichtung für ein und dasselbe System. Völliger Quatsch diese Theorie! Offensichtlicher kann man es überhaupt nicht mehr aufzeigen.

Da kann ich Dir nicht beipflichten. Die ZD ist unabhängig von der Richtung und hängt nur von der Relativgeschwindigkeit ab. Alle Strecken, die sich mit der LT ergeben, stimmen mit der ZD überein. Einfach LT anwenden und sehen, was passiert. Der Trick dabei ist stets die RdG!
Bei einem senkrecht bewegten Objekt in S hast Du keine Distanz auf der x-Koordinate in S. Aber aus S' gesehen ergibt sich eine und die diagonale Strecke, weil S' den Beginn der Objektbewegung und das Ende nicht gleichzeitig misst. S bewegt sich ja an S' vorbei! Die Werte aus der LT passen folglich stets zu ein und derselben ZD. Da kann man mathematisch leider gar nichts aufdröseln. Doch die RdG entstammt einer Uhrensynchronisation von einem System in das andere, die mit Postulat gar nicht real funktionieren könnte ( http://www.mahag.com/srt/1905_2.php ). Schon das zeigt die Irrationalität der Theorie ausreichend auf.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Frage an die SRT-Kritiker

Beitragvon Yukterez » Do 26. Feb 2015, 04:31

Spaßratz hat geschrieben:Liest du dir meine Beiträge nur noch halb durch oder wie?

Das wäre immer noch zu viel Mindfuck auf einmal.

Spaßratz hat geschrieben:Wie würdest du die LG messen, um c+-v eindeutig zu widerlegen?

Nichts leichter als das. Zuerst mache ich ein Michelson-Morley-Experiment, und rule damit den Äther aus. Im Rennen bleiben also Einstein und Emitter. Dann mache ich das Sagnac-Experiment, entledige mich damit des Emitters und Abrakadabra, die RT bleibt übrig.

Bild, Bild
Yukterez
 
Beiträge: 14686
Registriert: So 8. Apr 2012, 19:55

Re: Frage an die SRT-Kritiker

Beitragvon Yukterez » Do 26. Feb 2015, 06:09

Tja, da kann man jetzt entweder dir glauben, auf Wikipedia nachlesen dass ich recht habe oder selber nachrechnen.

Mich auf die beiden letzten Möglichkeiten beschränkend,

Bild
Yukterez
 
Beiträge: 14686
Registriert: So 8. Apr 2012, 19:55

Re: Frage an die SRT-Kritiker

Beitragvon Yukterez » Do 26. Feb 2015, 06:32

Zufallsgenerator Spaceschrat,

Spaßratz hat geschrieben:Es ist völlig egal, mit welcher Strahlgeschwindigkeit du bei der anschließenden Rechnung verwendest. c, c+v, c-v, Schallgeschwindigkeit...

Es ist völlig egal was dort steht, du wirst es sowieso verdrehen.

Wikipedia hat geschrieben:Auch der Sagnac-Effekt demonstriert die Unabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit von der Bewegung der Quelle.

Sich weiter mit dir zu unterhalten ist, wie Harald richtig bemerkt hat, reine Zeitverschwendung.

Bild, Bild
Yukterez
 
Beiträge: 14686
Registriert: So 8. Apr 2012, 19:55

Re: Frage an die SRT-Kritiker

Beitragvon Mikesch » Do 26. Feb 2015, 07:22

Harald Maurer hat geschrieben:
Highway hat geschrieben:Zwei verschiedene Zeitverläufe im selben Bezugssystem sind schlicht indiskutabel.

Ich verstehe zwar nicht, wo zwei verschiedenen Zeitverläufe sein sollten, aber wenn Du meinst, die senkrechte Bewegung eines Objekts werde von einem relativ bewegten Beobachter lt. SRT verlangsamt wahrgenommen, dann hast Du damit recht!

Genau das bestreitet >>Highway<<.
Harald Maurer hat geschrieben:Rechnung OK. Flüchtigkeitsfehler:
Die Gesamtgeschwindigkeit in der Diagonalen beträgt daher sqrt(u'+w') =
... ist sqrt(u'²+w'²) zu nehmen. Rechenergebnis selber ist richtig.

Das Ergebnis ist die relativistischen Addition:
ux = (ux' + v ) / (1 + ux' v / c²) = c/2
uy = uy' / ( γ(1 + ux' v / c²)) = 10000 / γ
uz = uz' / (γ (1 + ux' v / c²)) = 0
γ = γ(v) = 1/sqrt(1-v²/c²)
Mike
Mikesch
 
Beiträge: 8047
Registriert: Di 18. Jan 2011, 19:20

Re: Frage an die SRT-Kritiker

Beitragvon Harald Maurer » Do 26. Feb 2015, 09:45

Mikesch hat geschrieben:Genau das bestreitet >>Highway<<.

Harald Maurer hat geschrieben:Rechnung OK. Flüchtigkeitsfehler:
Die Gesamtgeschwindigkeit in der Diagonalen beträgt daher sqrt(u'+w') =
... ist sqrt(u'²+w'²) zu nehmen. Rechenergebnis selber ist richtig.


Ja, schlampig wie ich nun mal bin habe ich mich vertippt. Werde es ausbessern, damit es keine Missverständnisse gibt.
Ich dachte, Highway geht von einer Verlangsamung der senkrechten Geschwindigkeiten aus. Jedenfalls habe ich das so seinem Eimer-Wasser-Szenario entnommen. Wie's nach SRT richtig ausschaut, habe ich zumindest gezeigt.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Frage an die SRT-Kritiker

Beitragvon Harald Maurer » Do 26. Feb 2015, 10:32

Chief hat geschrieben:Und die Erkenntnis dass sich System S' vom System S mit v entfernt und System S vom System S' mit v' < v. Somit ist Postulat 1 widerlegt.

Die Erkenntnis habe ich leider nicht. Wie kommst Du darauf? Die Relativgeschwindigkeit ist eine Konstante.

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Frage an die SRT-Kritiker

Beitragvon Mikesch » Do 26. Feb 2015, 10:35

Chief hat geschrieben:
Mikesch hat geschrieben:...
Das Ergebnis ist die relativistischen Addition:
ux = (ux' + v ) / (1 + ux' v / c²) = c/2
uy = uy' / ( γ(1 + ux' v / c²)) = 10000 / γ
uz = uz' / (γ (1 + ux' v / c²)) = 0
γ = γ(v) = 1/sqrt(1-v²/c²)
Mike

Und die Erkenntnis dass sich System S' vom System S mit v entfernt und System S vom System S' mit v' < v. Somit ist Postulat 1 widerlegt.

Sie sind süss, sollten aber doch wieder zu Ihren Lollies greifen. Immer wenn Sie versuchen sich in das Gespräch von Erwachsenen einzumischen, vergessen Sie Ihren Lollie.
Es wurde nämlich widerlegt, das Sie genug intellektuelle Kapazität haben, um ein einfaches relativistisches System zu erfassen.
Hier: :mrgreen:, Sie Schlingel!
Mike
Mikesch
 
Beiträge: 8047
Registriert: Di 18. Jan 2011, 19:20

Re: Frage an die SRT-Kritiker

Beitragvon fallili » Do 26. Feb 2015, 11:54

Harald Maurer hat geschrieben:Doch die RdG entstammt einer Uhrensynchronisation von einem System in das andere, die mit Postulat gar nicht real funktionieren könnte ( http://www.mahag.com/srt/1905_2.php ). Schon das zeigt die Irrationalität der Theorie ausreichend auf.
Grüße
Harald Maurer

Ich hab mir den Link noch mal angeschaut (ist schon lang her, dass ich das gelesen habe) und ich hab das Gefühl, das Du Dich irrst.
2013 hab ich eigentlich wegen eines ähnlichen Verständnisproblems hier im Forum - da ging's irgendwie darum, dass man meiner Meinung nach ja 2 Photonen bräuchte um die Forderungen der SRT zu erfüllen - damals hast aber Du mit mit viel Geduld aufgezeigt warum ich da falsch liege.
Genau kann und will ich das nicht mehr beschreiben - musste da alles von 2013 nochmals nachlesen. Ich hab das Gefühl, das Du nun aber genau den selben Auffassungsfehler machst.

Daher nun zu dem Text auf Deiner Seite, Du schreibst:
Die Lorentztransformation ergibt, dass im bewegten IS das Licht die Uhr daher schon nach 0,58 Sekunden erreichen würde, wogegen im ruhenden IS das Licht 1 Sekunde bis zur Uhr brauchen müsste - das Ereignis fände demnach also nicht gleichzeitig statt. Wir sehen aber sofort, dass das nicht funktionieren könnte, denn die beiden eingezeichneten Photonen sind ja ein und dasselbe Photon, das in einem IS nach 0,58 s und im anderen nach 1 s die Uhr erreichen sollte - was aber gar nicht mehr möglich ist, wenn die Uhr schon nach 0,58 s vom Photon getroffen und zum Stehen gebracht wurde!
Hier findet meiner Meinung nach schon eine unzulässige Vermischung von Zeiten statt.
Du beginnst schon damit, dass ein Ereignis in einem System nach 0,58 s eintritt und im anderen IS nach 1 s und stellst fest, dass das nicht gleichzeitig ist.
Na und? Ich kann nicht nachvollziehen, warum es ein Problem sein sollte, dass relativ zueinander bewegte Beobachter, bei denen eben - wie es die SRT aussagt - die Zeit nicht identisch verläuft, ein Ereignis daher nicht mit dem selben Zeitpunkt beurteilen.

Das, meiner Meinung nach selbstverschuldete, Problem entsteht doch erst wenn man die beiden "Zeiten" dann miteinander vermischt.
Du argumentierst damit, dass die Uhr nicht auch nach 1 Sekunde vom Photon getroffen werden kann, wenn sie ja schon nach 0,58 Sekunden getroffen wurde.
Dieser Argumentation kann ich eben nicht mehr folgen. Es gibt ja nur ein System in dem die Uhr ruht und in diesem System wird die Uhr nach 1 s vom Photon getroffen.
Ich tu mir wahrscheinlich ein wenig schwer das so zu beschreiben, dass es auch wirklich allgemein verständlich rüberkommt.
ich sags mal so:
Wenn in Deinem Beispiel im System A der Sekundenzeiger pro Sekunde eine Umdrehung macht, dann wird die Uhr dann stehenbleiben wenn der Zeiger wieder auf der Ausgangsposition steht. Damit ist also nachweislich im Uhrensystem A eine Sekunde vergangen bis die Uhr vom Photon getroffen wurde.

Wenn der bewegte Beobachter B auch seine eigene Uhr hat, wird er feststellen, dass auf seiner Uhr B nur 0,58 Sekunden vergangen sind, bis er das Eintreffen des Photons bei der für ihn bewegten Uhr A sieht - aber der Zeiger der für ihn bewegten Uhr A hat auch für den bewegten Beobachter B eine ganze Umdrehung gemacht und steht wieder in der Ausgangsposition.
Der Zeiger der Uhr A steht daher auch für den Beobachter B nicht bei 0,58 Sekunden sondern bei einer Sekunde.
Also ich seh da keinen Widerspruch, oder sonst einen Grund warum das nicht so sein kann.
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste