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Einsteins "Relativität der
Gleichzeitigkeit" (einfache Version)

Die Erörterungen des grundlegenden Gedankenexperimentes im § 2 der Arbeit Einsteins aus dem Jahre 1905 "Zur Elektrodynamik bewegter Körper" in dem Aufsatz "Relativität der Gleichzeitigkeit" sind sehr komplex und nicht für jedermann sofort verständlich. Hier wird nun eine einfachere, verständlichere Darstellung vorgelegt:

Bei Anwendung der Lorentztransformation (die ja von diesem Gedankenexperiment in den folgenden Paragraphen der Arbeit Einsteins abgeleitet wird) stellt sich heraus, dass die Beobachter die von Einstein behauptete Wahrnehmung der Reflexion mit folgender unterschiedlicher Interpretation der Uhranzeigen gar nicht stattfinden könnte, da auch hier die Beobachter sich an völlig unterschiedlichen Orten und Zeiten aufhalten würden.

Die Lorentztransformation ist daher nicht von einer plausiblen Grundlage abgeleitet, sondern stützt sich willkürlich auf eine vorgebliche "Relativität der Gleichzeitigkeit" , die mit einem absurden Gedankenexperiment vorgeführt wird, welches weder klassisch noch relativistisch zustande kommen könnte! Freilich kann man im ruhend definierten Bezugssystem des Stabes behaupten, die Straße käme nun dem Lichtstrahl entgegen, und die Reflexion erfolge zwar auf x=450 000 aber dieser Ort entspräche doch haargenau der kontrahiert gesehenen Länge der Straße in ihrem Ruhsystem und dem dort befindlichen Reflexionsort (519495,41... km). Dann aber wird die allgemeine Erklärung der "Relativität der Gleichzeitigikeit" ad absurdum geführt, nämlich genau jener Umstand, dass die Reflexion eines Lichstrahls von relativ zueinander bewegten Beobachtern nicht gleichzeitig gesehen werden könnte. Siehe dazu im Artikel "Ist Gleichzeitigkeit wirklich relativ?" den Text zur folgenden Abbildung:

Im §2 seiner Arbeit soll die angeblich gleichzeitige Wahrnehmung einer Reflexion zur unterschiedlichen Beurteilung der Synchronizität von Uhren führen, in anderen - auch von Einstein selbst mehrfach vorgelegten - Erklärungsbeispielen soll diese gleichzeitige Wahrnehmung der Reflexion gar nicht möglich sein - weil die Gleichzeitigkeit eben "relativ" sei. In allen Fällen kann man diese Relativität der Gleichzeitigkeit aber mit der Lorentztransformation beseitigen. Wenn die Natur Bezugssysteme tatsächlich im Sinne der Lorentztransformation verknüpft hätte, wäre die Gleichzeitigkeit demnach gar nicht als relativ zu konstatieren und die Lorentztransformation selbst wiederum gar nicht herleitbar. Die Spezielle Relativitätstheorie begründet sich daher offensichtlich selbst in einem virtuosen (weil mathematisch unangreifbaren) Zirkelschluss!

Wie einfach Einsteins Uhrensynchronisation ad absurdum geführt werden kann, demonstrierte schon GUSTAVE BESSIÈRE in seinem kleinen Buch La relativité vue simplement. (Paris: Dunod 1930. 148 S.). Eine kurze Beschreibung findet man im GOM-Projekt " Über die absolute Größe der Speziellen Relativitätstheorie " auf Seite 313:

BESSIÈRE, GUSTAVE: ... diskutiert verschiedene Verfahren, die von den Relativisten für relativ erklärte Gleichzeitigkeit (GLZ) für voneinander entfernte Uhren absolut herzustellen (S. 85-91). - Einstein leitet seine Relativität der GLZ vom technischen Verfahren der Lichtsignale ab; also muß es auch in den Augen der Relativisten vernünftig sein, andere Techniken zu verwenden. Arbeitet mit einem Wagen, der in verschiedene Bewegungen versetzt werden kann. Im Innern sind an den Enden des Wagens Uhren angebracht, die voneinander entfernt sind und daher nach Einstein nicht absolut synchronisiert werden können.

Bessières 1. Methode der absoluten Synchronisierung: auf der Strecke zwischen den beiden Uhren wird eine Reihe von entsprechend vielen Uhren aufgestellt, jeweils im Abstand von 7 cm (dem Abstand der Augen beim Menschen), so daß nacheinander jeweils 2 nebeneinander stehende Uhren synchronisiert werden können, bis die GLZ von der einen äußersten Uhr zur anderen übertragen worden ist (S. 86-87).

Bessières 2. Methode der absoluten Synchronisierung: die beiden Uhren an den Wagenenden werden durch eine drehbare Metallachse verbunden, die von der Mitte des Wagens in Bewegung gesetzt wird und damit den Gang beider Uhren absolut gleichzeitig startet (S. 88-89); im übrigen sind keine Ursachen bekannt, weshalb bewegte Uhren langsamer gehen sollten (S. 89). Bessière setzt einen Relativisten in den beschriebenen, nach außen abgeschlossenen Wagen.

Bessière führt mit einer seiner Methoden eine Synchronisierung der Uhren an den Wagenenden durch; der Relativist behauptet mit Einstein, daß es keine absolute GLZ zwischen diesen entfernten Uhren geben kann, daß jede vielmehr nur eine „lokale Zeit“ anzeigt. Bessière dagegen behauptet für beide Uhren die absolute GLZ: diese Behauptung kann nun wahr oder falsch sein.

Ist Bessières Behauptung wahr, dann existiert eine universale Zeit und die angebliche „lokale Zeit“ der Relativisten ist als Fiktion erkannt und hinfällig. - Ist Bessières Behauptung aber falsch, dann steckt in seinem Verfahren eine Unsymmetrie, die nur aus der Bewegung des Wagens stammen kann (S. 90-91). In diesem Fall bittet Bessière den Relativisten im Wagen, mit seinen Lichtsignalen und Spiegeln den Gang beider Uhren zu prüfen: mit diesem Verfahren kann der Relativist nach eigener Auffassung unfehlbar feststellen, daß eine der beiden Uhren nachgeht und um welchen Betrag. Damit aber wäre er in der Lage, ohne den Wagen zu verlassen, eine inertiale Bewegung festzustellen, was laut Relativitätsprinzip unmöglich ist. - Schlußfolgerung: gleichgültig, ob Bessières Behauptung wahr oder falsch ist, in beiden Fällen wird eine fundamentale Aussage der Theorie als falsch erwiesen (S. 91).

Lesen Sie auch "Relativität der Ungleichzeitigkeit", "Relativität der Gleichzeitigkeit", "SRT und Eisenbahn"!

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