GE2: Der relativistische Eiswürfel

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: GE2: Der relativistische Eiswürfel

Beitragvon Sebastian Hauk » So 17. Jan 2010, 16:30

Hallo,

Einstein glaubte, dass die Temperatur geschwindigkeitsabhängig ist. Computersimulationen sollen dann gezeigt haben, dass dem nicht so ist.

Wer kann im Rahmen der SRT das erklären?


Ich bin noch mit der RdG beschäftigt.

Es geht mir hier um die Kritiker, die sagen sie haben die SRT verstanden, und erkannt, dass die falsch ist. Wer die SRT verstanden hat, sollte zumindest die ersten GE’s problemlos lösen können.


Dann hätte Einstein das GE2 doch problemlos lösen können.
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Re: GE2: Der relativistische Eiswürfel

Beitragvon Harald Maurer » So 17. Jan 2010, 19:16

Sebastian Hauk hat geschrieben:Dann hätte Einstein das GE2 doch problemlos lösen können.


Einstein und Planck vertraten die Ansicht, dass sich die Temperatur verringern müsste. Andere Autoren gingen von einer Erhöhung aus - und einige meinten, die Temperatur bliebe gleich.
Das GE2 mit seinen unterschiedlichen Lösungen, bei dem nicht mal Meister Einstein selbst seine Theorie richtig anwenden konnte, zeigt das Durcheinander an, das bei den Interpretationen der Theorie herrscht.
Nach dem Relativitätsprinzip darf sich gar nichts verändern, Weder eine Länge, noch eine Temperatur, noch der Gang einer Uhr.

Siehe: http://www.pro-physik.de/Phy/leadArticle.do?laid=9817

Grüße
Harald Maurer
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Re: GE2: Der relativistische Eiswürfel

Beitragvon Harald Maurer » So 17. Jan 2010, 21:03

nocheinPoet hat geschrieben:Nun da konnte wer nicht an sich halten.


Ich wusste nicht, dass ich mich hier hätte zurückhalten sollten. Beim GE1 war mir das klar - zum Thema habe ich ohnehin schon genug geschrieben.
Einsteins Folgerung, Temperaturen müssten in bewegten Systemen niedriger werden, ist eine klare Folgerung aus seiner SRT - da hatte er schon Recht gehabt. Es ergibt sich aus der Zeitdilatation.
Weder ihm noch Planck ist es óffenbar aufgefallen, dass sich daraus ein Paradoxon ergäbe. Pikanterweise ist es auch den Forschern nicht aufgefallen, die es für notwendig erachtet haben, den Sachverhalt mit Simulationen oder Lichtkegeln zu überprüfen. Die Arbeit hätten sie sich sparen können. Ihre Reaktion ist aber genau jene, wie man sie von Einstein-Jüngern erwarten darf: natürlich passt jetzt alles, und wäre der Kaffee in der Eisenbahn tatsächlich kühler geworden, hätten sie gejubelt, dass Einstein wieder mal glänzend bestätigt worden sei!
Es nützt aber gar nichts. Eine "relativistische Thermodynamik" ist absurd und schon aufgrund ihrer dynamischen Wechselwirkungsprozesse mit der kinematischen SRT nicht formulierbar. Da muss die SRT scheitern!

Grüße
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Re: GE2: Der relativistische Eiswürfel

Beitragvon Harald Maurer » So 17. Jan 2010, 22:26

nocheinPoet hat geschrieben:Offenbar gibt es aber eine ganze Menge Physiker, die das anders als Du sehen, und die sind nicht alle blöde.


Ist das diese Art von Argument, die Du "sachlich" nennst?

Über die Unvereinbarkeit der SRT mit der Thermodynamik gibt es eine Menge Literatur, verfasst von Physikern und Wissenschaftlern. Einsteins und Plancks eigene Berechnungen haben da natürlich ein besonderes Gewicht. Statt nur an der Glaubwürdigkeit eines Forumsteilnehmers zu zweifeln, könntest Du uns ja vorrechnen und nachweisen, wieso die Behauptungen des Erfinders oder des großen Physikers Planck falsch sind und wie nach der SRT richtig gerechnet werden müsste, um invariante Temperatur trotz Zeitdilatation aufzuzeigen.
T'=T/gamma
delta Q'=deltaQ/gamma
Diese Folgerung, dass einem bewegten Beobachter ein System kälter und der Wärmefluss geringer erscheint, findest Du bei Einstein 1907, Annalen der Physik, 23, 197 und in "Über das Relativitätsprinzip und die aus demselben gezogenen Folgerungen", Jahrbuch der Radioaktivität 4, 411-462 sowie bei Max Planck 1908, "Zur Dynamik bewegter Systeme", Annalen der Physik, 26, 1-34

Diese Sache mit der Temperatur im bewegten System ist eine eindrucksvolle Demonstration dafür, auf welche Weise eine eindeutig falsche Voraussage der SRT wegdebattiert wird. Aber es liegt nun an Dir, zu zeigen, wieso die verlangsamten Teilchen- und Molekülbewegungen, die ein bewegter Beobachter wahrnimmt, nicht gleichbedeutend mit geringerer Temperatur sind ;)

Grüße
Harald Maurer
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Re: GE2: Der relativistische Eiswürfel

Beitragvon Ernst » Mo 18. Jan 2010, 14:08

Harald Maurer hat geschrieben: Weder ihm noch Planck ist es óffenbar aufgefallen, dass sich daraus ein Paradoxon ergäbe. Pikanterweise ist es auch den Forschern nicht aufgefallen, die es für notwendig erachtet haben, den Sachverhalt mit Simulationen oder Lichtkegeln zu überprüfen. Die Arbeit hätten sie sich sparen können.

In der Tat, das hätten sie sich sparen können. Es ergäbe sich nicht einmal ein Paradoxon, sondern schlicht unmögliches. Würden die Bewegten kochendes Wasser und am Thermometer 100°C sehen, sähe der Beobachter nicht kochendes Wasser und eine Thermometeranzeige 80°C. Also das Thermometer zeigte gleichzeitig zwei unterschiedliche Temperaturen an. Unmöglich.

Gruß
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Re: GE2: Der relativistische Eiswürfel

Beitragvon Mordred » Mo 18. Jan 2010, 15:07

Paradoxon ist sich selbst widersprechend. Ein Widerspruch in sich.

Wenn ein Thermometer der 2 Temperaturen gleichzeitig zeigt, also nicht paradox ist, ..dann weis ich auch nicht mehr, ..

Aber Eines ist klar.

Die schlichte Unmöglichkeit eines solchen Thermometers!
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Re: GE2: Der relativistische Eiswürfel

Beitragvon Ernst » Mo 18. Jan 2010, 15:46

Mordred hat geschrieben:Paradoxon ist sich selbst widersprechend. Ein Widerspruch in sich.
Wenn ein Thermometer der 2 Temperaturen gleichzeitig zeigt, also nicht paradox ist, ..dann weis ich auch nicht mehr, ..
Aber Eines ist klar. Die schlichte Unmöglichkeit eines solchen Thermometers!

Zitat Wiki:
Paradoxien genannt, ist ein scheinbarer[1] oder tatsächlich unauflösbarer, unerwarteter Widerspruch

Die herkömmlichen Paradoxa der SRT wie das ZP gehören in die Gruppe der scheinbaren Widersprüche. Solche sind nicht völlig unmöglich (Zwei Uhren können unterschiedliche Zeit anzeigen).
Dagegen gehört das Thermometer, welches gleichzeitig zwei unterschiedliche Temperaturen anzeigt, in die zweite Gruppe der tatsächlich unauflösbaren Widersprüche, also der Unmöglichkeit.

Gruß
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Re: GE2: Der relativistische Eiswürfel

Beitragvon Kurt » Mo 18. Jan 2010, 15:53

Mordred hat geschrieben:Paradoxon ist sich selbst widersprechend. Ein Widerspruch in sich.

Wenn ein Thermometer der 2 Temperaturen gleichzeitig zeigt, also nicht paradox ist, ..dann weis ich auch nicht mehr, ..

Aber Eines ist klar.

Die schlichte Unmöglichkeit eines solchen Thermometers!


Aber Leute, wo denkt ihr hin?

Ihr wisst anscheinend nicht dass diejenigen die sich die RT ausgedacht haben, das Ding das viele für ein Unding halten, eins schon miteinbedacht haben.
Man nehme ein Messinstrument, ein Zeigerinstrument, schaue von zwei verschiedenen Winkeln hin.
Und siehe da, es ist tatsächlich so, es werden zwei unterschiedliche Messwerte angezeigt.
Je nachdem von welcher Seite man hinguckt.

Es haben dann zwar einige Kritiker die Spiegelskala erfunden, aber die Tatsache dass das Messgerät zwei verschiedene Werte anzeigt ist halt eine Tatsache.
Die Umstände warum das so ist sind halt anscheinend nicht wichtig, hauptsache das Postulat (äh RT) ist bestätigt.


Kurt
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Re: GE2: Der relativistische Eiswürfel

Beitragvon Amenutep » Di 9. Mär 2010, 19:41

Kurt hat geschrieben:
Mordred hat geschrieben:Paradoxon ist sich selbst widersprechend. Ein Widerspruch in sich.

Wenn ein Thermometer der 2 Temperaturen gleichzeitig zeigt, also nicht paradox ist, ..dann weis ich auch nicht mehr, ..

Aber Eines ist klar.

Die schlichte Unmöglichkeit eines solchen Thermometers!


Aber Leute, wo denkt ihr hin?

Ihr wisst anscheinend nicht dass diejenigen die sich die RT ausgedacht haben, das Ding das viele für ein Unding halten, eins schon miteinbedacht haben.
Man nehme ein Messinstrument, ein Zeigerinstrument, schaue von zwei verschiedenen Winkeln hin.
Und siehe da, es ist tatsächlich so, es werden zwei unterschiedliche Messwerte angezeigt.
Je nachdem von welcher Seite man hinguckt.

Es haben dann zwar einige Kritiker die Spiegelskala erfunden, aber die Tatsache dass das Messgerät zwei verschiedene Werte anzeigt ist halt eine Tatsache.
Die Umstände warum das so ist sind halt anscheinend nicht wichtig, hauptsache das Postulat (äh RT) ist bestätigt.

aber wie nehme ich die zur gleichen zeit war ich sehe immer nur einen paralaxefehler .damm müßte ich gleichzeitig 2 positionen einnehmen .was ja recht praktisch wäre dann kann ich mir selber den rücken kratzen
Kurt
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