Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon julian apostata » Mo 8. Dez 2014, 13:35

fallili hat geschrieben:Punkt im Minkowski Diagrammen einzuzeichnen oder t' nach Formeln auszurechnen ist eine Sache, wichtiger wäre es aber zu wissen was diese Punkte oder Ergebnisse aussagen.


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Hast du eigentlich auch mal hin geschaut? Die blaue ct-Achse sei das Bordfenster. Und je weiter du auf dieser Achse in die Zukunft wanderst, desto länger wird der Zeitpfeil zwischen t-Achse und t'-Achse.

Und es finden ständig Uhrenvergleiche mit vorbei flitzenden langsamer tickenden Erduhren statt.

Trotzdem wird am Bordfenster ein schnellerer Uhrengang registriert,

weil bei jedem Uhrenvergleich sich ja eine andere Erduhr vorm Bordfenster befindet
.

Die RdG bringt also den schnelleren Erdzeitgang und nicht die langsamer verstreichende Erdzeit.

Aber wenn man das noch nicht mal "Relativisten" erklären kann, wie soll's dann er hier kapieren.

Spacerat hat geschrieben:Denn wenn ihr die Rollen (nicht aber die Bezugssysteme) tauscht, dann misst der Andere für seine Uhr 3s und du für seine 5s. Schon müsstest du behaupten, dass auch seine Uhr langsamer läuft.


Wenn man nach der gleichen Methode vorgehen würde, dann ja.

Also nicht die Uhr von einer Raumschiffuhr ablesen, sondern von unendlich vielen Bordfenstern, so wie in der bewegten Animation angedeutet.
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Beitragvon Yukterez » Mo 8. Dez 2014, 15:49

Bild hat geschrieben:Derartige Mathephobie kommt auch in gebildeten Kreisen vor.

Tja was soll ich dazu sagen. Nachdem ich mich mit meiner "Mathematikphobie" in professionelle "Behandlung" begeben hatte wurde sie leider auch nur noch größer. Wie man aber an deinen Beiträgen sieht hast du seit deiner Lobotomie keine solchen "Phobien" mehr. Auch deinen Mut, dich von der alleinseligmachenden Lichtkirche loszusagen und einen eigenen Laternenumzug zu veranstalten kann man nur bewundern. Du musst nur aufpassen dass dich unser Abt nicht erwischt, denn wenn der dir draufkommt dass du die Hälfte deiner Laternen und Fahnen aus unserem Verein mitgehen lassen hast könnte dein Kartenhaus bald selbst zu leuchten anfangen!

Dir wenn es so weit ist gern beim Auspusten helfend,

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Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon Harald Maurer » Mo 8. Dez 2014, 17:22

fallili hat geschrieben:Und mit "Fallili, deine Uhr hat eine veränderte Dauer angezeigt" kann ich zwar auch leben - die Frage bleibt aber, wie schafft das die Uhr?

Die Uhr "schafft das" wie eine Uhr das eben macht. Es wird eine Dauer mit dem Gang einer Uhr verglichen, ist die Dauer kürzer. ergibt das eben weniger Sekunden und ist die Dauer länger, ergibt das eben mehr Sekunden. In der SRT ist das ganz einfach. Nicht aber in der ART! Da ist der Uhrengang abhängig vom Gravitationspotenzial und das ist eigentlich ein Absoluteffekt und kein Beobachtereffekt wie jener der SRT-ZD. GPS-Uhren laufen in den Satelliten konkret schneller als auf dem Erdboden. Da ist die Frage, warum sie das machen und vor allem, warum sie das je nach Bauart unterschiedlich machen, sehr viel interessanter!

Grüße
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Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon Yukterez » Mo 8. Dez 2014, 18:16

Harald Maurer hat geschrieben:Die Uhr "schafft das" wie eine Uhr das eben macht. Es wird eine Dauer mit dem Gang einer Uhr verglichen, ist die Dauer kürzer. ergibt das eben weniger Sekunden und ist die Dauer länger, ergibt das eben mehr Sekunden.

Haargenau!

Harald Maurer hat geschrieben:In der SRT ist das ganz einfach.

Man ist fast versucht zu sagen deppeneinfach.

Harald Maurer hat geschrieben:Nicht aber in der ART! Da ist der Uhrengang abhängig vom Gravitationspotenzial und das ist eigentlich ein Absoluteffekt und kein Beobachtereffekt wie jener der SRT-ZD.

Was auch nicht wirklich ein Problem sein kann, da man absolute Effekte ja noch aus den guten alten Zeiten kennt.

Harald Maurer hat geschrieben:GPS-Uhren laufen in den Satelliten konkret schneller als auf dem Erdboden.

Das kommt darauf an wie schnell sie fliegen. Haben sie die zur Höhe passende Orbitalgeschwindigkeit (Plot 2), dann ist die je tiefer sie fliegen natürlich umso höher, das heißt erst ab einer gewissen Höhe überwiegt wegen der geringer werdenden Geschwindigkeit der gravitative Effekt (im Plot 2 ist das die Höhe an der die grüne Kurve den Nullpunkt schneidet).

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Harald Maurer hat geschrieben:Da ist die Frage, warum sie das machen und vor allem, warum sie das je nach Bauart unterschiedlich machen, sehr viel interessanter!

Eine Atom- oder Lichtuhr misst die Zeit so wie so vergeht. Bei einer Pendel- oder Sanduhr ist das natürlich anders, die wird im Gegenteil sogar umso langsamer gehen je weniger Schwerkraft auf sie wirkt.

Das Rätsel lösend,

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Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon Jan » Mo 8. Dez 2014, 22:05

Harald Maurer hat geschrieben:GPS-Uhren laufen in den Satelliten konkret schneller als auf dem Erdboden. Da ist die Frage, warum sie das machen und vor allem, warum sie das je nach Bauart unterschiedlich machen, sehr viel interessanter!

Das liegt vielleicht daran, daß die Uhren nicht nach SRT oder nach ART ticken, sondern die Materie verhält sich bei unterschiedlichen Atmosphärendruck anders, weil der Druck Einfluß hat auf Mechanik bei mechanischen Uhren, Einfluß auf Atome bei Atomuhren und Elektromagnetismus bei GPS-Uhren hat.
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Beitragvon Yukterez » Mo 8. Dez 2014, 22:18

Jan hat geschrieben:Atmosphärendruck

Bild, Bild
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Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon Harald Maurer » Mo 8. Dez 2014, 23:22

Jan hat geschrieben:Das liegt vielleicht daran, daß die Uhren nicht nach SRT oder nach ART ticken, sondern die Materie verhält sich bei unterschiedlichen Atmosphärendruck anders, weil der Druck Einfluß hat auf Mechanik bei mechanischen Uhren, Einfluß auf Atome bei Atomuhren und Elektromagnetismus bei GPS-Uhren hat.

Der Atmosphärendruck kommt da nicht in Frage. Da würden Uhren auf gleicher Seehöhe aufgrund des unterschiedlichen Atmoshärendrucks rund um den Erdball ja schon unterschiedlich laufen. Aber die Gravitation selbst könnte eine Rolle spielen, wofür es das Indiz gibt, dass man jedenfalls im Bereich der Erdgravitation mit Newton rechnen kann und dasselbe herausbekommt wie mit der ART. Da die Gravitation auch Richtung und Geschwindigkeit des Lichts beeinflusst, kann man daraus auch den Einfluss der Lichtgeschwindigkeit auf die elektromagnetischen Prozesse in Atomuhren folgern.
Dass die "Zeit" selbst unterschiedlich verstreicht und Uhren dies "messen" ist von vornherein absurd, weil eine Wechselwirkung mit der "Zeit" nicht denkbar ist. Ich tippe daher auf den Einfluss der Gravitation. Diesen Einfluss der Gravitation (oder wenn man will "die ZD der ART") kann man experimentell eindeutig nachweisen, die ZD der SRT schon grundsätzlich nicht! Weil ein Beobachtereffekt sich nicht in Gestalt einer tatsächlich nachgegangenen Uhr manifestieren kann, etwa in der Art eines von der Ferne betrachteten und daher kleiner gesehenen Kirchturms, der näher betrachtet dann tatsächlich kleiner geworden wäre...

Grüße
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Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon Harald Maurer » Mo 8. Dez 2014, 23:39

Yukterez hat geschrieben:Eine Atom- oder Lichtuhr misst die Zeit so wie so vergeht

Mit welchem Sensor? Und vergeht die Zeit für Rubidium-Atomuhren anders als für Cäsium-Atomuhren? (Die Drift der Uhren ist unterschiedlich, Rubidium-Uhren weisen außerdem eine 12-stündige periodische Schwankung auf, Cäsium-Uhren hingegen nicht!)

Wikipedia hat geschrieben:Die Zeitdilatation fällt also – wie vom Relativitätsprinzip gefordert – in allen Inertialsystemen symmetrisch aus: Jeder misst, dass die Uhr des jeweils anderen langsamer läuft als seine eigene...

Typisches Wikipedia-Märchen! Die Uhr des anderen läuft nicht langsamer, sondern misst v und c über eine kürzere Strecke! Das ergibt eine kürzere Dauer. Keine Rede von einer langsamer laufenden Uhr. Diese falsche Auffassung kommt aus dem naiven Erklärungsschema mit der Lichtuhr, aus welcher man die ZD gar nicht herleiten kann, wenn man das beabsichtigte Ergebnis nicht von vornherein in die Formeln hineinsteckt. Einstein selbst hätte so ein dummes Ding wie die Lichtuhr sicher niemals präsentiert.

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Re: Akkus, Myonen und Zeitdilatation

Beitragvon Yukterez » Di 9. Dez 2014, 00:00

Harald Maurer hat geschrieben:etwa in der Art eines von der Ferne betrachteten und daher kleiner gesehenen Kirchturms, der näher betrachtet dann tatsächlich kleiner geworden wäre...

Es gibt auf der ganzen Welt keinen Relativisten der so etwas behaupten würde. Für solche Aussagen würde man höchstwahrscheinlich sogar mit Schimpf und Schande exkommuniziert werden, da das dem Relativitätsprinzip widerspricht!

Mich sowas niemals trauen würdend,

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Beitragvon Yukterez » Di 9. Dez 2014, 00:30

Blödmann hat geschrieben:Metapher!

Auf was meinst du habe ich mich bezogen?

Die Antwort gar nicht hören wollend,

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