Hi fallili,es gibt keine verschiedenen Grundkräfte, sondern nur die EM-WW. Alle anderen sind, ähnlich der Gravitation, nachgeschaltet.
Ich kann das sehr wohl erklären, warum es zu einer Anziehung kommt. Das habe ich bereits mit dem einfachsten Beispiel des Wasserstoffatoms getan. Elektron zieht Proton an und umgekehrt. Materie besteht nur aus Elektronen und Protonen, daher zieht sich alles gegenseitig an.
Jetzt denkt der Vereinfachte vielleicht: "Ja, aber die stoßen sich doch auch ab!"
Korrekt, Elektronen stoßen Elektronen ab und Protonen stoßen Protonen ab. Nur ist das so, dass Elektronen auch Elektronen anziehen können, z.B. wenn Elektronen sich bewegen und dabei ein Magnetfeld induzieren. Dieses Magnetfeld wirkt auf andere Elektronen, je nach Ausrichtung.
Bei der Atombildung ist es so, dass die trägen Protonen im Kern sind und die beweglichen Elektronen die Atomhülle bilden. Die Anziehungswirkung des Atomkerns auf Elektronen ist nicht auf den Bereich des Atoms beschränkt, sondern wirkt auch in die Ferne. Das liegt daran, dass die Elektronen in der Atomhülle nicht überall gleichzeitig sein können und deshalb das Atom nach außen nicht elektrisch neutral ist.
Zieht nun ein Atomkern die Elektronen eines anderen Atoms an, so kommt es zu einer Kettenreaktion von Anziehungskräften, im Mittel stellt sich ein Gleichgewicht ein. Das sieht man z.B. an der makroskopischen Größe eines Gegenstandes, wie diesem:

Die Elementarladungen können nicht enger zusammen rutschen, da sonst die Abstoßungskräfte überwiegen. Ein Neutron ist auch nicht stabil, sondern funktioniert nur im Konzept des Atommodells als "Kleber" zwischen den Protonen.
Grüße
McDaniel-77