Michelson Morley Experiment

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Jondalar » Mo 12. Mai 2014, 15:26

fallili hat geschrieben: "An jedem Punkt der Ausbreitungstrecke passiert genau das selbe, nur phasenverschoben".
Wenn diese meine Argumentation stimmen würde, müsste ich ja meinen Router nicht verschieben - Position ist egal und ob das WLAN Signal ein paar Nanosekunden früher oder später ankommt kann ja an der Empfangsstärke nix ändern.

Mein Verdacht ist allerdings, das ich bei der Beurteilung dessen was beim WLAN passiert, falsch liege. Möglicherweise ist der Empfang schlecht, weil durch diverse Reflexionen des WLAN Signals sich negative Interferenzen der reflektierten Signale an manchen Stellen bilden - und der Empfang dann deswegen besser wird, weil man beim Verschieben von Router oder Empfänger dann an Positionen kommt wo die Interferenz anders ist.


Ja, so ist das auch. Je weiter Du vom Sender entfernt bist, desto schwächer wird das Signal. Wenn aber etwas das Signal spiegelt, kann es vorkommen, dass ein paar cm weiter weg das Signal besser zu empfangen ist.

Das hat aber mit MMI usw gar nichts zu tun.

Herzliche Grüße
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Harald Maurer » Mo 12. Mai 2014, 16:58

Ernst hat geschrieben:Nun ist im MMI x (der Ort des Spiegels) konstant.
Aber die Wellenlänge lambda ändert sich im Falle einer Strömung. Sie wird in Strömungsrichtung größer und entgegen kürzer.
Da muß man ja nicht lange überlegen, um zu erkennen, daß sich dann die momentane Elongation am Spiegel verändert, d.h. die momentane Phase verändert ist.

y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(x/lambda)]

Nein, die Wellenlängen ändern sich nicht. Bei jedem Spiegel kommen die Nominal-Wellenlängen an. Jede wird dadurch egalisiert, indem sich der Spiegel mit vt von den kurzen entfernt oder mit vt den langen entgegenkommt. Diese einmal gegebene Situation ändert sich nicht durch Änderung der Geschwindigkeit, da sich vt im gleichen Ausmaß ändert.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Mo 12. Mai 2014, 17:01

Mal danke für alle Antworten.
Ich dachte mir schon so was mit Reflexionen.
Find es nur faszinierend wie schnell man eine falsche Vorstellung im Kopf hat und die nicht so einfach los wird.
Keine Ahnung, warum ich irgendwann auf diese Vorstellung gekommen bin, aber man beschäftigt sich ja mit solchen Gedanken nicht wirklich und ich hab den Router wirklich verschoben um "aus dem Wellenbauch" zu kommen.
Und da dies ja eindeutig funktioniert und der Empfang sich bessert, bleibt dann auch der Gedanke, dass es wirklich was mit "Wellenbauch" zu tun hätte.
Aber wie Ihr schreibt - es tritt ja keine stehende Welle auf.

Dank und Grüße
fallili
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 12. Mai 2014, 17:47

Harald Maurer hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Nun ist im MMI x (der Ort des Spiegels) konstant.
Aber die Wellenlänge lambda ändert sich im Falle einer Strömung. Sie wird in Strömungsrichtung größer und entgegen kürzer.
Da muß man ja nicht lange überlegen, um zu erkennen, daß sich dann die momentane Elongation am Spiegel verändert, d.h. die momentane Phase verändert ist.

y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(x/lambda)]

Nein, die Wellenlängen ändern sich nicht. Bei jedem Spiegel kommen die Nominal-Wellenlängen an. Jede wird dadurch egalisiert, indem sich der Spiegel mit vt von den kurzen entfernt oder mit vt den langen entgegenkommt. Diese einmal gegebene Situation ändert sich nicht durch Änderung der Geschwindigkeit, da sich vt im gleichen Ausmaß ändert.r


Also Harald, nun wirds ja ganz unerträglich seltsam.

Die Wellenlängen ändern sich nicht im Ätherwind :?: :?: :?:

Das ist doch nun einfach unbeschreiblicher Unfug. Natürlich ändern sich die Wellenlängen. Ganz real. Und die längeren/kürzeren Wellen treffen den Spiegel. Da wird gar nichts "egalisiert". Weder im Bezugssytem des Mediums noch im Bezugssystem des MMI.
Willst du nun auch noch Wellenlängen mit Frequenz verwechseln?
Die Frequnez am Spiegel bleibt gerade deshalb konstant, weil größerer Wellenlängen mit größerer Geschwindigkeit eintreffen. f=c/λ0=(c+v)/λ_lang=(c-v)/λ_kurz

So ein Irrtum ist mir unfaßbar. Solange du diesem fatalen Irrtum aufsitzt, geht gar nichts. :(
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 12. Mai 2014, 18:49

Highway hat geschrieben:Du hast ihn nicht verstanden. Er sagt dass so wie die Welle am Sender gestreckt wird, diese auch am Empfänger gestaucht wird. Unter dem Strich, außer Spesen nichts gewesen.

Ich hab das sehr wohl verstanden und es ist fataler Unfug.

Harald Maurer hat geschrieben:Jede wird dadurch egalisiert, indem sich der Spiegel mit vt von den kurzen entfernt oder mit vt den langen entgegenkommt.

So eine Wellenlänge wird dadurch egalisiert, indem man ihr entgegen kommt. :?: :?: :?:
Eine Länge verändert sich, indem man ihr entgegenkommt. :?: :?: :?:
Zauberei. :o

Die Wellen werden am Sender gestreckt und bleiben gestreckt. Und so gestreckt treffen sie auf den Empfänger. Wie soll der Empfänger denn eine Welle stauchen? Der Empfänger muß ja nicht eine Wand sein. Der Empfänger kann für die Wellen transparent sein; dann laufen sie durch ihn hindurch. Unverändert in der Gestalt.

Das ist so ein Unfug, daß es mich tatsächlich entsetzt. Das ist eine empörende physikalische Mißdeutung.
Kein Wunder, daß man auf dieser Basis das MMI nicht ansatzweise verstehen kann.
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Zuletzt geändert von Ernst am Mo 12. Mai 2014, 19:04, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Mo 12. Mai 2014, 18:55

Highway hat geschrieben:Du hast ihn nicht verstanden. Er sagt dass so wie die Welle am Sender gestreckt wird, diese auch am Empfänger gestaucht wird. Unter dem Strich, außer Spesen nichts gewesen.


Wenn aber die Welle am Sender gestreckt wird und dann erst am Empfänger gestaucht wird, sollte man sich aber schon erkennen was denn nun zwischen Sender und Empfänger los sein könnte.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Mo 12. Mai 2014, 19:04

Highway hat geschrieben:Wenn der Empfänger Kugeln im konstanten Rhythmus in das Medium emittiert, dann werden diese einen Abstand untereinander haben, welcher bei bewegtem Medium größer ist als bei unbewegtem Medium. (größere Wellenlänge)
Der Empfänger sammelt diese Kugel wieder auf, kommt aber jeder Kugel ein Stück entgegen. Für den Empfänger sieht es also so aus, als hätten die Kugeln ihren ursprünglichen Abstand, als wurde es keine Bewegung des Mediums geben!


Ist ja alles perfekt beschrieben ( dass zuerst "Empfänger" steht ist versehentlich passiert).
Und alles andere stimmt auch - nur das eben vergessen wird, dass es zwar so aussieht "als hätten die Kugeln ihren ursprünglichen Abstand" - also frequenzmäßig ist nix zu sehen - aber die Kugeln treffen früher ein (oder später, je nach Relativbewegung), als wenn es keine Bewegung des Mediums gäbe.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 12. Mai 2014, 19:11

Highway hat geschrieben:Wenn der Empfänger Kugeln im konstanten Rhythmus in das Medium emittiert, dann werden diese einen Abstand untereinander haben, welcher bei bewegtem Medium größer ist als bei unbewegtem Medium. (größere Wellenlänge)

Na wenigstens das.
Dann wirst du dem ja zustimmen:
y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(x/λ)]
λ=(c±v)/f
y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(f*x/(c±v))]
Laufzeit=x/(c±v)

y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(f*Laufzeit))]

Denn für die Laufzeit ist ja die Wellenlänge auf der Strecke entscheidend.

Der Empfänger sammelt diese Kugel wieder auf, kommt aber jeder Kugel ein Stück entgegen. Für den Empfänger sieht es also so aus, als hätten die Kugeln ihren ursprünglichen Abstand, als wurde es keine Bewegung des Mediums geben!

Hier sieht nichts irgendwie aus. Hier wird Physik gemacht. Und der Abstand deiner Kuglen verringert sich kein Stück dadurch, daß du ihnen entgegen kommst.
Es verändert sich nur die Zeit, in welcher du auf zwei folgende Kugeln triffst.
Ein Auto wird auch nicht dadurch kürzer, daß es dir entgegen kommt.

Was sich da egalisiert , und was du meinst, ist die Frequenz.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon Ernst » Mo 12. Mai 2014, 19:35

Highway hat geschrieben:Wenn der Spiegel eine Wand wäre, erreichen die Kugeln diese früher. Das bedeutet aber nichts anders, dass diese auch weniger Weg zurücklegen!
Wenn die Kugel weniger Weg zurücklegen, dann ist das exakt so, als wären sie dichter zusammen! Das ist ja gerade der Mechanismus welcher dafür sorgt, dass die Frequenz konstant bleibt.

Es bleibt dabei, du hast ihn falsch verstanden.

Ich hab ihn richtig verstanden und dich auch. Die Kugeln, welche im größeren Abstand gestartet sind, treffen in diesem größren Abstand auf den Spiegel. Aber schneller als bei "normalem" Abstand. Daher bleibt die Frequenz gleich.
Daß sich da Abstände verändern sollen, ist ein Witz.

Unabhängig davon, besitzt das hier gar keine Relevanz. Die Wellen, welche die Strecke durchlaufen, sind von größer oder kleiner Wellenlänge als ohne Ätherwind. Und daher bewirkt die Laufzeit einen Einfluß auf die Phase am Ziel:

y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(x/λ)]
λ=(c±v)/f
y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(f*x/(c±v))]
Laufzeit=x/(c±v)

y(x;t)= y_o *sin[2pi*(t/T)-(f*Laufzeit))]

Wenn hier behauptet wird, die Wellenlänge ist unabhängig vom Ätherwind, ist das das aus jeder weiteren Diskussion.
Mit einem solchen fehlerhaften Elementaransatz hat alles keine Zweck.
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Re: Michelson Morley Experiment

Beitragvon fallili » Mo 12. Mai 2014, 20:02

Also die Aussage von Highway -
Wenn der Spiegel eine Wand wäre, erreichen die Kugeln diese früher. Das bedeutet aber nichts anders, dass diese auch weniger Weg zurücklegen!
- ist ja kaum mehr zu überbieten.

Andererseits ist mir nun klar warum mein Schwager mit dem dicken Mercedes immer früher bei einem Ziel ankommt als ich - der legt einfach weniger Weg zurück als ich :idea:
Find ich übrigens toll wie Mercedes diese Wegverkürzung hinkriegt - die Karre ist ihr Geld ja wirklich wert !
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