Chief, wenn Du den Spiegel ans Heck des blauen Rechtecks stellst, dann sieht auch unten die Welle anders aus! Du vergleichst die Situation am Heck mit der Welle, die der Situation an der Antenne entspricht. Das ist natürlich falsch! Wenn du es richtig machst, hast du die dem Heck entsprechende Amplitude genau unterhalb und wiederum den Gleichtakt der Amplituden!
Da scheint überhaupt etwas missverstanden zu werden! Der Ätherwind verändert eine einmal gegebene Situation nicht mehr, egal wie schnell er ist. Das zeigen die Animationen mit ihren unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Wie die einmal gegebene SItuation aussieht, ist völlig egal. Ihr konzentriert euch daher auf den falschen Aspekt.
Chief hat geschrieben:Spiegel, Schirm oder Antenne ist egal. Da sind drei blaue Antennen und jede empfängt eine andere "Phase".
Du verstehst wieder nicht, worauf es ankommt. Jeder der Spiegel reflektiert dann, wenn er mit einem der Kreise zusammentrifft. Bei jedem Spiegel ergibt sich dieselbe Situation und dieselbe Phasenlage
zum Zeitpunkt der Reflexion. Diese Zeitpunkte sind daher mit der Kreisfrequenz verknüpft und nicht beliebig. Berechnet man eine Laufzeit bis zu einem Zeitpunkt einer Reflexion, dann kann das nur eine sein bis zu einem Punkt, wo der Spiegel mit einem der Kreise zusammentrifft. Da schickt er dann die Gegenwelle zurück. In der Zwischenzeit setzt keine Reflexion ein. Der Spiegel schickt ja genau die Frequenz zurück, die er erhält.
Die Amplituden zeigen ja lediglich das Ausmaß der e-Feldstärke an, wenn diese Feldstärke im Spiegel steigt, treibt das die Elektronen nach unten, das induziert nach beiden Seiten die Gegenwelle, wobei die gegensätzlichen Amplituden sich hinter dem Spiegel auslöschen. Die Amplitude der Gegenwelle vervollständigt sich durch das Hochschwingen der Elektronen, weil die e-Feldstärke der eingelangten Amplitude jetzt fällt. Das heisst im Klartext: ein e-Feld vor der Grenzfläche erhöht die e-Feldstärke, das löst im Spiegel eine Gegenschwingung der Elektronen aus, welche die Gegenwelle induziert.
Das ganze erfolgt im Periodentakt, d.h. die Gegenwelle wird im Periodentakt zurückgeschickt und behält diesen bei. Die Zeitpunkte, zu welchem die Gegenwelle reflektiert wird, sind daher Zeitpunkte jeweils zu Beginn einer Periode! Errechnet man einen Zeitpunkt der Reflexion, der nicht in einen Beginn der Periode fällt, dann ist er falsch!
Wir haben im MMI keine 3 Spiegel hintereinander, sondern auf getrennten Strecken
gleicher Länge jeweils einen Spiegel, zu welchem Wellen mit
identischer Periodendauer ziehen. Da jeder Spiegel zu Beginn einer Periode die Gegenwelle zurückschickt, sind die beiden Reflexionszeitpunkte gleichzeitig. D.h.an den Spiegeln herrscht derselbe Takt der Reflexionen!

Das ist ja kompletter Humbug! Da werden blaue Pünktchen unten zu Zeitpunkten hingezeichnet, wo der Spiegel oben gar nicht reflektiert, weil da gar kein Maximum vor seiner Grenzfläche hochsteigt. Ihr scheint ja wirklich zu glauben, der Spiegel reflektiert auch bei jeder e-Feldstärke eine volle Amplitude zurück. Da gibt es dann keine stehende Welle! Es gibt aber vor jedem Spiegel eine stehende Welle! Warum wohl? Weil jede Reflexion an einem Spiegel gleich abläuft! Die stehende Welle vor jedem Spiegel sollte euch zu denken geben!
Ihr habt nichts verstanden. Also nochmal: die Spiegel im MMI haben
den gleichen Abstand zum Sender! Die Periodendauer in beiden Teilstrahlen ist dieselbe! Auf die kommt es an! Die Spiegel reflektieren im Takt dieser Periodendauer, da jeder der Spiegel zu Beginn einer Periode die Gegenwelle zurückschickt, machen sie das gleichzeitig! Ändert sich die Ätherströmung, ändert sich nichts! Weil die Periodendauer unverändert bleibt! Die ist konstant in beiden Teilstrahlen bei jeder Geschwindigkeit der Ätherströmung!
Und ihr bastelt da an ein und derselben Welle mit drei Spiegeln herum. Jeder dieser Spiegel reflektiert zu Beginn einer Periode , aber sie haben zum Sender einen unterschiedlichen Abstand! Und das habe ich ja in meinem Beitrag geschrieben: wenn man von vornherein ungleiche Laufstrecken hat, hat man auch von vornherein eine Phasenverschiebung. Aber die bleibt bei Drehung des Apparats auch genau so wie sie ist! Weil sich durch die Drehung das Faktum, dass jeder Spiegel zu Beginn einer Periode reflektiert, nicht ändert!
Die hübschen Amplituden existieren ja nicht wirklich. Wir haben der Reihe nach liegende e-Felder, die im Takt der Periode gegensätzlich schwingen. Schwingt eines am Spiegel hoch, fahren die Elektronen nach unten, und das wiederholt sich im Takt der Periode, weil das Feld am Spiegel ja in diesem Takt schwingt!
Die Kreise in der Animation zeigen denselben Zustand der e-Felder an. Die kommen im Periodentakt an die Spiegel, das bedeutet, dass immer dort, wo der Kreis den Spiegel trifft, das e-Feld
denselben Zustand hat bzw. gerade zum Maximum hochsteigt, Und daher reflektiert der Spiegel nicht zu beliebigen Zeitpunkten eine volle Amplitude zurück. Sondern selbstverständlich im Periodentakt, denn so kommen bildlich gesprochen die Amplituden der ankommenden Welle ja am Spiegel an! Und der Beginn jeder Reflexion einer "Amplitude" erfolgt dann, wenn vor dem Spiegel ein Knoten liegt. Und der kommt natürlich auch nicht an, sondern bedeutet, dass das e-Feld in diesem Moment die Feldstärke 0 hat!

Wenn die strichlierte Linie ein Spiegel ist, dann schwingt das e-Feld auf und ab. Im Periodentakt! Die Gegenwelle erhält denselben Takt - und der ändert sich an keinem Spiegel abhängig von v_medium. Das bleibt so, wie es ist!
Das ist das MMI - und nicht eine Installation von drei Spiegeln hinter einander! Kompletter Nonsens, das ihr da treibt!
Grüße
Harald Maurer