Harald Maurer hat geschrieben:Kurt hat geschrieben:1. ist richtig, wird durch den sog. GOLD-Code bewerkstelligt.
2. findet nicht statt! Der Empfänger weiss die Bahn des SAT, der SAT selber sendet nicht wo er sich gerade befindet.
3. ist falsch, die Uhr im SAT läuft frei und ist nicht mit der GPS-Zeit synchronisiert.
1.) ist richtig.
Ja.
Harald Maurer hat geschrieben:2.) ist falsch. Die Epheremiden jedes Satelliten werden in Bodenstationen berechnet und an die Satelliten übertragen. Diese übertragen diese Bahndaten im Almanach an die Empfänger. Die Empfänger können selbst nicht wissen, wo sich die Satelliten befinden. In einigen vereinfachten Rechen-Prozeduren von GPS-Empfängern in Mobiltelefonen werden diese Ephemeriden allerdings nicht aus dem Almanach, sondern aus dem Internet bezogen.
2. ist nicht falsch.
Der SAT sagt dem Empfänger
nicht wo er sich gerade befindet, der SAT teilt dem Empfänger seine Bahn mit! (in den Daten die er mit 50 Hz verbreitet)
Diese Bahndaten sind mit der Systemzeit fest verknüpft und daraus errechnet der Empfänger, da er ja mit der Systemzeit synchronisiert ist, den Ort wo sich, laut Bahnliste, dieser zu einem ganz bestimmten Augenblick befunden hat.
Dieser Punkt, und der Empfangspunkt, bilden die Grundlage für die Laufzeitauswertung, und damit der Posbestimmung des Empfängers.
Harald Maurer hat geschrieben:3.) Ja, die Sat-Uhren laufen frei und unterscheiden sich daher bereits wesentlich von der GPS-Zeit. Die GPS-Zeit wird ebenfalls von Bodenstationen generiert und an die Satelliten übertragen. Aus der Bordzeit und der GPS-Zeit wird die zur Korrektur der Bordzeit notwendige Differenz errechnet und vom Satelliten an die Empfänger übertragen. Ebenso übertragen wird die Differenz von GPS-Zeit zu UTC, was allerdings nur der Verbreitung der UTC dient.
Die GPS-Zeit wird im SAT nicht gebraucht.
Den SATs wir der -Fehler- mitgeteilt und dieser verteilt ihn an seine -Kunden-.
Diese können dadurch die richtige GPS-Zeit errechnen und sich auf die GPS-Zeit einsynchronisieren.
Harald Maurer hat geschrieben:Ernst hat geschrieben:Wie willst du denn die beiden Fälle praktisch unterscheiden:
Fall 1: Uhr mit f1 am Erdboden läuft im Orbit mit f2 und wird am Boden mit f2 empfangen. (keine Blauverschiebung)
Fall2 : Uhr mit f1 am Erdboden läuft im Orbit mit f1 und wird am Boden mit f2 empfangen. (Blauverschiebung)
Es trifft Fall 1 zu. Das weiß man deshalb mit Sicherheit, weil alle Zeit-Daten in den Signalen (sowohl zu den Satelliten als auch von den Satelliten zum Boden) sich nicht durch Blau- od. Rotverschiebung ändern können (es sind Zahlen-Werte!). Daher ist der unmittelbare Vergleich von GPS-Zeit und Bordzeit möglich. Aus dem aus diesem Vergleich ersehbaren nötigen Korrekturaufwand weiß man natürlich, inwieweit die Borduhren mit den GPS-Uhren am Boden synchron laufen und dies weitgehend auch bereits der Fall ist, was eben nur möglich ist, wenn die Sat-Uhren tatsächlich schneller laufen als sie dies am Erdboden tun würden. Damit wird die zuvor am Erdboden verminderte Frequenz des Satellitenoszillators schon im Satelliten auf die gewünschten 10,23 MHz angehoben. Diese Frequenz 10,23 MHz verändert sich auf dem Weg zu den Empfängern dann nicht mehr.
Ich versuche das -wie kann man es beweisen- als Bildelein aufzuzeigen.
Kurt