LICHTUHR

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: LICHTUHR

Beitragvon fallili » Di 25. Mär 2014, 20:59

Chief hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:Ich hab vorhin geschrieben "vor allem".
Damit meine ich, dass Du zwar eine Antwort gegeben hast ( 150 000 km/sek) - ich hätte aber gerne von Dir 3 Zahlen gehört.
Ich will wissen, wie lange Deiner Meinung nach das Licht jeweils zum Durchqueren der 3 einzelnen Messstationen braucht.

Also 3 Zeitangaben bitte.

(Ich hab diese 3 Zeitangaben inzwischen schon mehrfach gegeben - in allen 3 Messstationen immer der gleiche Wert von einer Microsekunde).

Kannst du deine Zeitangaben mathematisch begründen? Ganz sicher nicht!


Tja, hab ich mir doch gedacht das Du mit Mathematik nix am Hut hast.

Da es schon fast ewig bekannt ist dass v = x/t folgt daraus sehr einfach t = x/v.
Und bei einer Strecke von 300 m und einer invarianten Geschwindigkeit von c = 300 000 km / sek ergibt sich eine Zeit von einer Microsekunde.

Find ich nun etwas eigenartig, dass ich das hier mathematisch begründen musste - aber bei Dir überrascht es mich nicht, das Du es nicht hinkriegst. Anscheinend kopierst Du nur gern Formeln von irgend wo her hier in Deine Beiträge, bist aber noch nicht draufgekommen, dass man für die Buchstaben in diesen Formeln auch wirklich Zahlen einsetzen kann.

Ich hoffe Dir damit geholfen zu haben und Dir den Sinn von Formeln näher gebracht zu haben.
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

Re: LICHTUHR

Beitragvon Hannes » Di 25. Mär 2014, 21:36

fallili,
Da es schon fast ewig bekannt ist dass v = x/t folgt daraus sehr einfach t = x/v.
Und bei einer Strecke von 300 m und einer invarianten Geschwindigkeit von c = 300 000 km / sek ergibt sich eine Zeit von einer Microsekunde.

Niemand wird bei gleichbleibender Entfernung zwischen Sender und Empfänger deine Rechnung bestreiten.
Was ist aber, wenn sich Sender und Empfänger gegeneinander bewegen ?
Wogegen ist dann c= constant ? Dann hast du plötzlich nicht mehr 300 m.
Hannes
 
Beiträge: 3201
Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56

Re: LICHTUHR

Beitragvon fallili » Di 25. Mär 2014, 23:00

Sagnac lass bitte aus dem Spiel.
Bei den betrachteten Geschwindigkeiten ( 0,5c) sind diese Effekte vernachlässigbar.
Außerdem können wir das ganze Szenario ins Weltall verlegen - sollt für unsere differente Betrachtungsweise egal ( bzw. sogar besser) sein.

Dein Fehler lag in der Frage an mich nach "mathematischer Begründung". Das war natürlich ein aufgelegter Elfmeter.

Ich gehe davon aus, das Du nach der theoretischen Begründung für meine Zeitangaben fragen wolltest.
Und da unterscheiden wir uns eben. Du lehnst die Invarianz von c ab - bevorzugst damit eine Ätherthorie und damit sind Geschwindigkeiten von c+-v erlaubt.
Ich bleib bei der Invarianz von c - daher wird jede Strecke von 300 m in einer Microsekunde durchlaufen. Unterschiedlicher Bewegungszustand von Lichtquelle und Messstrecke völlig egal.

Deine letzte Animation ist wieder nur eine Demonstration, das Du bei der Äthertheorie bleibst.

Ich lehn diese Anschauungsweise ab und kann mal auf die Schnelle einen Grund dafür angeben.

Wenn Deine Anschauungsweise die Realität darstellen würde, dann braucht das Licht, um so ein rotes 300 Meter-Kästchen zu durchqueren mehr als eine Microsekunde ( die Relativgeschwindigkeit ist, wie Kurt auch sagt, nur mehr 0,5c).

Wenn das wirklich so wäre, frag ich mich, warum Bewegungen von Sternen so umständlich über Rot- oder Blauverschiebungen ( deren Ursache auch noch dazu von manchen umstritten sind) bestimmt werden.

Eine ganz normale Messstrecke z.b 300 m lang ( je genauer die Uhr desto kürzer dürfte sie sein), bei der man die Zeit bestimmt die ein Lichtstrahl braucht um die Strecke zu durchqueren, reicht völlig aus.

Braucht das Licht genau eine Microsekunde dann gibt's keine Bewegungsdifferenz zwischen Quelle und Messtrecke.
Braucht das Licht mehr als eine Microsekunde bewegt sich die Messanordnung vom lichtaustrahlendem Objekt weg (v aus t und Länge berechenbar).
Braucht das Licht weniger als eine Microsekunde bewegt sich die Messanordnung auf das lichtaustrahlende Objekt zu (v auch exakt berechenbar).

Wäre eine total simple Methode, gar nicht teuer ( im Vergleich zu anderen physikalischen Experimenten) - und da damit sogar die SRT eindeutig als falsch nachgewiesen würde, gäbe es dafür sogar Ruhm und Ehre - möglicherweise sogar den Nobelpreis.

Warum wurde das also noch nie gemacht?
Meine Antwort: Weil man definitiv weiß, dass die Äthertheorie (und damit genau das was Du da animiert dargestellt hast) nicht mit der Realität übereinstimmt.
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

Re: LICHTUHR

Beitragvon fallili » Mi 26. Mär 2014, 01:47

Highway hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:...
Ich bleib bei der Invarianz von c - daher wird jede Strecke von 300 m in einer Microsekunde durchlaufen. Unterschiedlicher Bewegungszustand von Lichtquelle und Messstrecke völlig egal...

Das ist wieder Unsinn, und zwar experimentell bewiesener Unsinn!


Tja, dann frag ich mich wer das experimentell als Unsinn bewiesen hat.

Ohne nun irgendwelche Originalarbeiten suchen zu wollen, glaub ich, dass in dieser Beziehung Wiki ausreichen vertrauenswürdig ist ( zumindest gibt es die derzeit gültige Standardmeinung der Physik wieder).

Und um es ganz schnell zu zitieren http://de.wikipedia.org/wiki/Lichtgeschwindigkeit :

"Es wurde nachgewiesen, dass die Geschwindigkeit von Licht im Vakuum unabhängig von der Geschwindigkeit des zum Nachweis verwendeten Empfängers (Michelson-Morley-Experiment) und von der Geschwindigkeit der Lichtquelle selbst ist."

Zitat Ende.

Das darf jeder glauben oder auch nicht glauben, das steht jedem frei - aber wer dann behauptet dass dies falsch ist, MUSS einen Beweis dafür liefern, dass in einem IS ( also nicht beschleunigt und sicherheitshalber schreib ich das dazu, obwohl es selbstverständlich logisch ist, auch nicht rotierend), die Vakuumlichtgeschwindigkeit einen anderen Wert als 299 792 458 m/sek beträgt.

Schluss, Aus, Basta!
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

Re: LICHTUHR

Beitragvon Yukterez » Mi 26. Mär 2014, 05:55

Chief hat geschrieben:Ruhm und Ehre - in welcher Welt lebst du? Weißt du nicht dass es verboten ist die SRT infrage zu stellen?

Hätten die Deppen in Gran Sasso damals recht gehabt, hätten Sie genug Ruhm und Ehre geerntet, um darin ein ausgiebiges Bad zu nehmen. Superstars waren sie trotzdem solange, bis man ihnen ihren Fehler nachweisen konnte, auch wenn dieser Ruhm deshalb ein eher kurzer war. Wenn wir es also nicht sowieso schon wüssten, dann würde sich jetzt die Frage stellen, in welcher Welt du lebst!

Nichtsdestotrotz davon ausgehend, dass ein Widerleg der SRT genauso wahrscheinlich ist, wie die Erfindung eines Perpetuum Mobile,

Yukterez
Yukterez
 
Beiträge: 14686
Registriert: So 8. Apr 2012, 19:55

Re: LICHTUHR

Beitragvon Harald Maurer » Mi 26. Mär 2014, 08:04

Wikipedia hat geschrieben:"Es wurde nachgewiesen, dass die Geschwindigkeit von Licht im Vakuum unabhängig von der Geschwindigkeit des zum Nachweis verwendeten Empfängers (Michelson-Morley-Experiment) und von der Geschwindigkeit der Lichtquelle selbst ist."

Das Zitat zeigt die Unglaubwürdigkeit von Wikipedia deutlich auf: es gibt im MM-Experiment keine Relativbewegung des Empfängers zur Lichtquelle. Die Unabhängigkeit der LG vom Empfänger kann daher mit diesem Experiment gar nicht nachgewiesen werden. Und wurde auch bislang mit keinem Experiment nachgewiesen!
Hingegen weist der Doppler-Effekt beim bewegten Empfänger nach, dass die LG nicht von der Geschwindigkeit des Empfängers unabhängig ist, sondern in Bezug zum Empfänger variiert. Beweis: der Doppler-Effekt beim CMB, der durch die Bewegung der Erde gegen das Licht zustande kommt (denn die Lichtquellen existieren nicht mehr!).

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: LICHTUHR

Beitragvon fallili » Mi 26. Mär 2014, 10:04

Oha, Harald schreibt auch mal wieder. Dann erst mal Hallo an Dich.

Mich wundert allerdings, dass Du nun "plötzlich" auch an die Invarianz von c ablehnst - ich war der Meinung, dass Du die bisher immer als gültig betrachtet hast.
Zu Deinem Satz "Das Zitat zeigt die Unglaubwürdigkeit von Wikipedia deutlich auf": Nicht Wiki wäre unglaubwürdig, sondern die zahlreichen Experimente zur Feststellung der Vakuumlichtgeschwindigkeiten wären es, Wiki kann ja auch nur zitieren.

Und das es keine Relativbewegung zur Lichtquelle gibt ist richtig - aber ohne Belang. Zu der Zeit war die Frage ja, ob es eine Relativbewegung eines "Äthers" zur Messapparatur gibt - das hätte Auswirkungen haben müssen die erkennbar gewesen wären. Und daher war das Ergebnis von MM keine "quantitative Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit" sondern der Nachweis, dass es keinen ruhenden Äther als "Träger/Vermittler von Lichtwellen" gibt.
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

Re: LICHTUHR

Beitragvon fallili » Mi 26. Mär 2014, 12:24

Also mit Brillet-Hall bin ich nicht so vertraut, lese aber beim googlen in verschiedenen Links, dass eine maximale Anisotropie von 10 Exp -15 ermittelt wurde. Das ist enorm weit weg von deinen "bestätigten" 300 m/sek.

Und wenn ich mir den Wiki Artikel zu MM anschaue ( ist als erste Anlaufstelle gut genug) find ich genug Daten zu neueren Experimenten die da im Rahmen ihrer Messgenaugkeit nix von Äther finden (also das Gegenteil von dem sagen, was Du behauptest).

Und, wie im Artikel auch ausgesagt wird, schon auf der Umlaufbahn um die Sonnen bewegt sich die Erde mit ca. 30 km/sek - dass das gesamte Sonnensystem sich noch mit viel höheren Geschwindigkeiten bewegt wird macht das Fehlen eines Äthernachweises nur noch aussagekräftiger.

PS: Nein, aus einer animierten eigenartigen Grafik ohne irgendwelche Angaben kann ich keine Laufzeiten berechnen. So was können nur Leute, die ohne Rücksicht auf Daten und Meßergebnisse irgendwelche "eingebildeten" Zahlen angeben.
fallili
 
Beiträge: 2977
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 13:08

Re: LICHTUHR

Beitragvon Hannes » Mi 26. Mär 2014, 13:02

Hallo Chief !
Nein! Michelson hat festgestellt, dass es keine messbare Bewegung zwischen Äther und der Erdoberfläche gibt! Später hat er experimentell gefunden dass doch eine kleine Geschwindigkeit messbar ist (etwa 300m/s in Chicago). Dieser Wert wird ebenfalls durch GPS, Brillet-Hall, modere MM-Experimente usw. exakt bestätigt!

Auf der geografischen Höhe von Chicago müssten 300 m/ sec (=1080 km/h)gerade die Umdrehung der Erde ergeben, wenn die Messung gegen die Drehrichtung der Erde gerichtet ist. Auf Äquatorhöhe braucht man 1666 km/h zur Umrundung der Erde in 24 Stunden.
Hannes
 
Beiträge: 3201
Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56

Re: LICHTUHR

Beitragvon Hannes » Mi 26. Mär 2014, 14:03

Hallo Chief,
Das ist richtig und diese Geschwindigkeitsdifferenz ist messbar. Die messbare Anisotropie ist somit > 300/300000000=1/1000000=1*10^(-6).

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man gültige Messungen einfach ignoriert.
Hannes
 
Beiträge: 3201
Registriert: Do 1. Jan 2009, 01:56

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 23 Gäste