Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon realitätsphysik » Mi 5. Mär 2014, 23:59

DerDicke hat geschrieben:Das Newtonsche Gravitationsgesetz ist so getuned, daß im Zusammenspiel mit der Bewegungsgleichung ...
viewtopic.php?p=61517#p61517
... die Keplerschen Gesetze, letztlich also die Meßwerte nachgebildet werden. Damit wird das Ganze weiter so vereinfacht, gleichzeitig verallgemeinert, daß nun auch beliebige Satelliten- und Raketenbahnen beschrieben werden können.
Die Gottesbezüge in Newtons Schriften sind in diesem Zusammenhang bedeutungslos. ...

Genau so ist es: Das Newton'sche G-"Gesetz" ist so "getuned", dass es einige Messwerte sinnvoll nachbildet! Aber ich weiß beim besten Willen nicht, was daran so ehrfurcht gebietend sein soll! Der Mainstream offenbar schon...
Bei Kepler, nun gut der hat wirklich bienenfleissig dagessen und gesammelt und mit Messwerten gespielt bis er plötzlich eine Art Harmonie darin entdeckte. Das ist echte, sauer verdiente Naturerkenntnis. Aber wussten Sie, dass Kepler die Sonnenentfernung mit 6 Millionen km annahm?
Newton hat Keplers Resultate genommen und sie in seinen metaphysischen Spielereien so lange manipuliert - bis schwupp im Jahre 1666 etwas Griffiges herauskam, das seine Nachwelt fortan glauben wollte! Warum wollte sie das?
Ein Apfel sei ihm auf den Kopf gefallen, und dann sei es ihm gedämmert ... welche schöne Geschichte! Aber das ist der Stoff, der eine Theorie robust macht für die Resistenz gegen den Zahn der Zeit. Dazu gehören auch seine merkwürdigen Zahlen- und Gottesspielchen übrigens. Sowas kommt immer gut an, vor allem wenn man es "geheim" macht.
->Galilei hat Murmeln vom schiefen Turm von Pisa geworfen - und dann hatte er Visionen! Das muss doch einfach wahr sein!
->Der "gottgleiche" Einstein vergisst, ob er schon beim Essen war nach einem Gespräch mit Kollegen - genial!
... und Shakespeare schreibt "Was ihr wollt".
Daher weht nämlich der Wind: Die Welt liebt und braucht ihre Fantasiegeschichten, und am schönsten findet sie es, wenn alles stimmt, egal, was man sagt - es ist ja "alles relativ"!!!

Nun gut, ich will da mal nicht weiter stören und niemandem mehr seinen Lolly streitig machen!

Beste Grüße und bis demnächst
rp
realitätsphysik
 
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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon DerDicke » Do 6. Mär 2014, 11:09

realitätsphysik hat geschrieben:Genau so ist es: Das Newton'sche G-"Gesetz" ist so "getuned", dass es einige Messwerte sinnvoll nachbildet!

Damit ist Ihr Vorwurf der Selbstbezüglichkeit gestorben.


realitätsphysik hat geschrieben:Aber ich weiß beim besten Willen nicht, was daran so ehrfurcht gebietend sein soll! Der Mainstream offenbar schon...

Strohmann! Um Ehrfurcht geht es nicht.


realitätsphysik hat geschrieben:Newton hat Keplers Resultate genommen und sie in seinen metaphysischen Spielereien so lange manipuliert - bis schwupp im Jahre 1666 etwas Griffiges herauskam, das seine Nachwelt fortan glauben wollte! Warum wollte sie das?

Diese Frage ist berechtigt. Mal sehen was Sie daraus machen:


realitätsphysik hat geschrieben:Ein Apfel sei ihm auf den Kopf gefallen, und dann sei es ihm gedämmert ... welche schöne Geschichte! Aber das ist der Stoff, der eine Theorie robust macht für die Resistenz gegen den Zahn der Zeit. Dazu gehören auch seine merkwürdigen Zahlen- und Gottesspielchen übrigens. Sowas kommt immer gut an, vor allem wenn man es "geheim" macht.

Sie schaffen Mythen, bauen weiter an Ihrem Strohmann.
Sie übersehen geflissentlich, daß das Gravitationsgesetz 100 Jahre später von Cavendish bestätigt wurde.
Sie übersehen, daß seit Newton (über Kepler hinaus) auch nichtelliptische Bahnen von Himmelskörpern und Flugkörpern korrekt vorhergesagt werden.
Sie übersehen schließlich, daß auch die Bewegungsgleichung, zusätzlich auch unabhängig vom Gravitationsgesetz hervorragens experimentell bestätigt worden ist.
Sie weisen zu Recht auf Newtons faible für Geheimwissenschaften hin, stellen sich jedoch nicht die Frage, wieso sich heute keiner dafür interessiert.

Scherz beiseite: Ohne predictive power und technologische Verwertbarkeit wären Newtons Gesetze noch vor seinem Tod aus dem öffentlichen Bewußtsein verschwunden.


Alles in allem bastelt die "realitätsphysik" so eifrig an ihrem Feindbild, daß der Blick auf die Realität vollständig verlorengeht.


realitätsphysik hat geschrieben:Nun gut, ich will da mal nicht weiter stören und niemandem mehr seinen Lolly streitig machen!

Oooch nöö, Sie stören doch keinen. Wer in diesem Forum diskutiert und keinen Bock hat sich mit Ihren und vergleichbaren Argumenten auseinanderzusetzen, der ist hier fehl am Platz.



All hat geschrieben:Selbstbezüglichkeit ist ist auch ein Instrument der natürlichen Sprache, ohne geht es nun mal nicht. Die formale Sprache setzt noch mal eins drauf und schafft verwendbare Strukturen in Bezug auf die MatheMatik.

Liebes All, da hatte DerDicke doch irgendwie den richtigen Riecher: Sie bilden gerne Sätze mit dem Wort "selbstbezüglich". Nächster Schwierigkeitsgrad wäre nun einen dieser Sätze so zu bilden, daß er was mit dieser Diskussion zu tun hat. Aber lassen Sie sich Zeit, wir warten!
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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon All » Do 6. Mär 2014, 12:12

DerDicke hat geschrieben:Liebes All, da hatte DerDicke doch irgendwie den richtigen Riecher: Sie bilden gerne Sätze mit dem Wort "selbstbezüglich". Nächster Schwierigkeitsgrad wäre nun einen dieser Sätze so zu bilden, daß er was mit dieser Diskussion zu tun hat. Aber lassen Sie sich Zeit, wir warten!


Ich soll wirklich ganze Sätze bilden und die dann auch noch miteinander verknüpfen. Jetzt hör aber auf, das überfordert dich doch total. :mrgreen:

Überlege doch mal, wovon die Relativität abhängig ist.Kommse drauf? :mrgreen:

Wenn das böse Wort nämlich fehlt, dann exisitert auch die Relativität nicht mehr.

Ich halte es nicht aus. Unsere intellektuelle Seiche benutzt Sprache und weiß gar nicht wie sie funktioniert. :lol: :lol: :lol: :lol:

Übrigens hat das böse Wort etwas mit dem Thema zu tun. Das Thema ist Relativitätsphysik= Philosophischer Vampirismus.
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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon Kurt » Sa 8. Mär 2014, 11:47

Harald Maurer hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Sie haben also tatsächlich nichts gemessen sondern den Messwert errechnet.

Wenn man feststellt, in welchem Ausmaß sich die Phasen zweier Lichtstrahlen zueinander verschoben haben, so ist das eine Messung! Aus der gemessenen Phasenverschiebung konnte man die Rotationsgeschwindigkeit der Erde berechnen.


Frage: wie stellt man denn fest in welchem Ausmaß sich die Phasen zueinander verschoben haben?


Kurt
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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon Ernst » Sa 8. Mär 2014, 20:15

Kurt hat geschrieben:Frage: wie stellt man denn fest in welchem Ausmaß sich die Phasen zueinander verschoben haben?

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Nicht mal das weißt du?
.
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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon DerDicke » Sa 8. Mär 2014, 20:38

All hat geschrieben:Wenn das böse Wort nämlich fehlt, dann exisitert auch die Relativität nicht mehr.

All ist also auch ein fleißiger Strohmannbauer: Worte sind nicht böse.
Leider ist Ihr Satz, so hingeknallt, eine inhaltsleere Prase, denn "Relativität" per se kann alles und garnichts bedeuten:
- das Wort "Relativität"
- ein Begriff aus der Moralphilosophie, Psychologie, Ethik etc .....
- Eine Eigenschaft von Gleichungen (Invarianz gegen Koordinatentransformationen)
- eine Eigenschaft meßbarer Phänomene
Es ist sehr entlarvend, wenn einer über die Funktion von Sprache belehren will, jedoch derartige Unterschiede nicht beachtet.



All hat geschrieben:Übrigens hat das böse Wort etwas mit dem Thema zu tun. Das Thema ist Relativitätsphysik= Philosophischer Vampirismus.

sehr richtig! Daher schrieb DerDicke ja auch:
DerDicke hat geschrieben:Sie bilden gerne Sätze mit dem Wort "selbstbezüglich". Nächster Schwierigkeitsgrad wäre nun einen dieser Sätze so zu bilden, daß er was mit dieser Diskussion zu tun hat. Aber lassen Sie sich Zeit, wir warten!

Davor, liebes All, haben Sie sich ja nun gedrückt. DerDicke hilft:

Der Zwang bei Definition üblicher (z.B. kartesischer) Koordinatensysteme einen Koordinatenursprung festlegen zu müssen ist Ausdruck selbstbezüglicher Denkweise des naturbeobachten Systems Mensch. Relativitätsprinzipien helfen die Selbstbezüge zu hinterfragen und von der tatsächlichen Naturbeschreibung zu trennen.
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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon DerDicke » Mo 10. Mär 2014, 22:35

Chief hat geschrieben:Laut SRT trägt jeder Beobachter sein Bezugssystem und seine Zeit ("Eigenzeit") mit sich.

"Beobachter" ist das personifizierend-veranschaulichende Synonym für "Bezugssystem" (immer gerne auch incl. Zeitachse). Sie, lieber Herr Chief, haben also scharfsinnig erkannt, daß "laut SRT" jedes Bezugssystem sein Bezugssystem mit sich führt. Wer, lieber Herr Chief, würde Ihnen da widersprechen wollen!
Das gilt allerdings nicht nur in der SRT sondern auch klassisch.
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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon DerDicke » Di 11. Mär 2014, 08:10

Chief hat geschrieben:Nöö, Beobachter ist der Dumme!

Wie DerDicke schon schrieb: "Beobachter" ist das personifizierend-veranschaulichende Synonym für "Bezugssystem". Ob der Chief darunter sich selbst oder jemand anders vorstellt ist eine rein pädagogische (keine physikalische) Frage.


Chief hat geschrieben:Nöö, Zeit kann klassisch nicht mitgenommen werden ...

Doch. Die Newtonsche Bewegungsgleichung ist invariant gegen Verschiebung der Zeitachse. Übrigens setzt jeder Neuntkläßler bei Aufgaben des Typs "ein Güterwagen rollt den Berg runter ..." den Zeitnullpunkt willkürlich an.


Chief hat geschrieben:... (sonst könntest du keinen Zug verpassen)!

Verschiebungen von Koordinatenachsen in Raum und Zeit dienen lediglich zur Vereinfachung der Formeln und haben keine Auswirkung auf das Ergebnis. Weder klassisch noch relativistisch.

Fazit: vor Beschäftigung mit der SRT sollte die Newtonsche Mechanik halbwegs beherrscht werden.
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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon fallili » Di 11. Mär 2014, 08:33

Chief hat geschrieben:Was will DerDumme damit sagen? SRT = Galilei/Newton oder wie?

Dummes Geschwätz! :lol: :lol: :lol:

PS: Vergeht die Zeit im bewegten IS schneller oder langsamer? Wenn langsamer, dann hast du Überlichtgeschwindigkeit (Beweis: Lichtuhr)! :lol: :lol: :lol:


Beweis, Chief's Lichtuhr muss es korrekt heißen!
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Re: Relativitätsphysik=Philosphischer Vampirismus

Beitragvon fallili » Di 11. Mär 2014, 08:57

Wie ich es im Lichtuhr-Thread schon ausführlich genug gemacht wurde.
Ich hab es dort aufgegeben weiter zu schreiben weils sinnlos wurde und ich werde daher hier nicht auch noch anfangen.
Viel Spaß für Alle die da weitermachen wollen.
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