Frage zur Lorentz-Transformation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Fr 24. Jan 2014, 18:27

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Es ist deutlich, daß viele Myonen 32µs und länger leben. Die Kurve macht gar keine Anstalten, bei höherer Lebensdauer abzuflachen. Es gibt daher noch eine Menge Myonen, welche selbst deulich länger als 50µs leben.
Wie da ein Mittelwert von 2,2µs hineingefälscht wird, kannst du uns ja mal auf Basis deiner Rudimentphysik erläutern.

Ja. Äußerst interessanter Effekt. Den nennt man auch "Hintergrund". Das ist der Parameter BG in deren Fit. Das Fittingprotokoll wird übrigens in dem Dokument erklärt.

Die "erwartete" Fitfunktion stimmt nur nicht mit der realen Verteilung überein. Es bleibt dabei, mit der gemessenen Verteilung ist der Myoneneffekt klassisch erklärt. SRT ade.

Ernst hat geschrieben:Und die Ursache der Häufungen um 9µs im folgenden kannste gleich miterklären:
http://www.physi.uni-heidelberg.de/~bachmann/Lehre/F13_Anleitung.pdf
Myonen Lebensdauer 2.JPG

Bei einer Gaußverteilung ist die Varianz umgekehrt proportional zu der Wurzel aus der Probengröße. Für lange Zeiten ist die Zahl der Ereignisse klein, ergo ist die Streuung groß. Das ist ein rein statistischer Effekt.

Aha, 100 bis 200 Ereignisse ist eine kleine Zahl gegenüber 400 beim angeblichen Mittel. Statistischer Effekt. Wenn du weiter keine Ausreden hast, dann bleibts beim SRT fake.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon REBE » Fr 24. Jan 2014, 19:10

julian apostata Du schreibst:

„Mal eine ganz einfache Verständnisfrage. Wir schenken uns ein Bier ein und zwar auf möglichst ungeschickte Weise, so dass wir am Ende eine Schaumkrone von 10 Zentimeter haben.“


Mein Verständnis für diese Frage hast Du. Mir fehlen nur noch ein paar Angaben dazu, obwohl eigentlich die Myonen im Mittelpunkt stehen. Bier: Dessauer, Mammut-Bier, Wippraer, Hasseröder, Köthener usw., aus der Flasche, Glas oder Reservistenkrug, wie soll die Farbe der Flasche sein – grün, braun, weiß, wie soll die Beschaffenheit der Bläschen der Schaumkrone sein, welche Biertemperatur, welche Schaumkronentemperatur, welche Raumtemperatur, im geschlossenem Raum oder im Freien, Sonnenschein oder bedeckter Himmel, und nicht ganz unwesentlich die ominösen 10 Zentimeter, sind das reale Zentimeter oder kontrahierte, oder sollen die erst kontrahieren?

weiter schreibst Du:

„Der Myonenzerfall ist ein stochastischer Prozess. Auch ruhende Myonen zerfallen nicht alle exakt nach 2.2us.“


Ernst und Chief haben dazu schon Angaben gemacht, die musst Du erst einmal verarbeiten. Aber schon einmal ein Anfang für Deine weitere Entwicklung, dass Du erkennst, dass nicht alles exakt gleich ist. Besser hätte ich es nicht formulieren können.

Dein nächster Einwurf:

„Du willst also eine quantitative Vorhersage (die SRT) durch eine qualitative "Theorie" widerlegen, die dieselben qualitativen Vorhersagen macht? - Da bin ich natürlich nachhaltig beeindruckt.“


Ich muss keine qualitative Theorie entwickeln um eine Quatsch-Theorie (fängt auch mit Qu an) zu widerlegen, ich halte mich nur an die Natur und mit der bin ich vollkommen zufrieden.

Ich nehme einmal Dein Beispiel:

„Auf dem Berg zählten sie 563 Myonen/Stunde und auf Meereshöhe wurden 408 Myonen/Stunde ermittelt“

Wenn auf dem Berg 563 Myonen/Stunde gemessen werden dann müssen zwangsläufig 563 Myonen/Stunde auf Meereshöhe gemessen werden.
Denn!
Wenn die RT mit ihrer Zeitdehnung und Längenverkürzung für 1 MYON gilt, dann muss dieselbe RT für die restlichen 562 Myonen zwangsläufig auch gelten.
Und Du willst doch nicht behaupten, dass nur ausgesuchte Myonen bevorzugt behandelt werden? Oder gar dass die RT stellenweise versagt.
Nur so ein Gedanke: Kann natürlich sein, dass bei 155 Myonen die Uhren kaputt waren oder sind.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon DerDicke » Fr 24. Jan 2014, 19:53

Ernst hat geschrieben:Quatsch. Die Größenordnung hängt von der konkreten Situation ab.


Eine konkrete Situation hat Ernst selbst nun vorgeschlagen:


Ernst hat geschrieben:Oder schalte deine Denke ein.

Die beiden Jets stehen auf dem Rollfeld Schanuze an Schnau gegenüber. Kinetische Energie bei beiden Null.
So, und nun schalten beide auf vollen Triebwerkschub. Kinetische Energie immer noch Null. Was denkst du was passiert?


Da ist Ernst aber gründlich baden gegangen (hätte er doch mal besser seine Denke eingeschaltet):

DerDicke hat geschrieben:Wenn der Panavia Tornado mit vollem Schub eine volle Flugzeuglänge weit rollt und dabei irgendwas plattmacht wird max. Deformationsenergie im Megajoulebereit umgesetzt. Die kinetische Energie in vollem Flug geht eher Richtung Gigajoule. Der Effekt des eingeschalteten Triebwerkes verschwindet mithin im Promillebereich.


Tja, Herr Ernst, Rechthaberei auf verlorenem Posten ist keine gute Idee. Mit jedem Versuch sich da rauszuwinden quirlt Ernst sich nur tiefer in die Scheiße: War wohl nichts, dann wechseln wir einfach die "konkrete situation":

Ernst hat geschrieben:Begibst du dich ins Moor, so sinkst du ein. Ganz langsam. Da verschwindet praktisch der Impuls und die Gleichung wird mit a=g zu

F_res = m*g

welche dich letztendlich versinken läßt.


Tja Herr Ernst, nur geht es hier um Kollisionsversuche in Beschleunigern, makroskopisch abgebildet durch Crashtests. Warum gibts da wohl eine sog. "Beschleunigungsstrecke"? Warum braucht man keine Beschleunigungsstrecke um einen Stein in ein Moor zu implantieren?

Das versteht Ernst nicht. Womit er wieder mal schön gezeigt hätte wo seine tatsächlichen Defizite liegen.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Fr 24. Jan 2014, 20:10

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DerDicke hat geschrieben:quirlt Ernst sich nur tiefer in die Scheiße

Du hast 'ne Macke.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon contravariant » Fr 24. Jan 2014, 20:45

Ernst hat geschrieben:Die "erwartete" Fitfunktion stimmt nur nicht mit der realen Verteilung überein. Es bleibt dabei, mit der gemessenen Verteilung ist der Myoneneffekt klassisch erklärt. SRT ade.

Es wird eine e-Funktion plus eine Konstante für den Hintergrund gefittet. Die Unsicherheit der gefitteten Parameter liegt bei wenigen Prozent. Wo ist da keine Übereinstimmung? Im übrigen ändert da klassisch vs SRT nichts dran. In beiden Fällen ergibt sich ein exponentiell Zerfallen, nur die Lebensdauer unterscheiden sich.

Ernst hat geschrieben:Aha, 100 bis 200 Ereignisse ist eine kleine Zahl gegenüber 400 beim angeblichen Mittel. Statistischer Effekt. Wenn du weiter keine Ausreden hast, dann bleibts beim SRT Fakt.

Das hat mit der SRT exakt nichts zu tun, sondern ist ein rein quantenmechanischer Effekt.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Fr 24. Jan 2014, 21:18

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Die "erwartete" Fitfunktion stimmt nur nicht mit der realen Verteilung überein. Es bleibt dabei, mit der gemessenen Verteilung ist der Myoneneffekt klassisch erklärt. SRT ade.

Es wird eine e-Funktion plus eine Konstante für den Hintergrund gefittet. Die Unsicherheit der gefitteten Parameter liegt bei wenigen Prozent. Wo ist da keine Übereinstimmung?


Das ist keine e-Funktion. Oder hast du jemals eine mit einem Knick und danach mit konstanten Werten gesehen? Bis 10µs läßt sich das damit fitten. Der Rest paßt nicht:

Bild

Ernst hat geschrieben:Aha, 100 bis 200 Ereignisse ist eine kleine Zahl gegenüber 400 beim angeblichen Mittel. Statistischer Effekt. Wenn du weiter keine Ausreden hast, dann bleibts beim SRT Fakt.

Das hat mit der SRT exakt nichts zu tun, sondern ist ein rein quantenmechanischer Effekt.

Vorher wars noch ein statistischer Effekt. Jetzt ist es ein quantenmechanischer. Nee. Es ist einfach ein Effekt, der die Myonenstory widerlegt.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon contravariant » Fr 24. Jan 2014, 21:41

Ernst hat geschrieben:Das ist keine e-Funktion. Oder hast du jemals eine mit einem Knick und danach mit konstanten Werten gesehen? Bis 10µs läßt sich das damit fitten. Der Rest paßt nicht:

Deshalb wird ja auch eine e-Funktion plus eine Konstante verwendet.

Ernst hat geschrieben:Vorher wars noch ein statistischer Effekt. Jetzt ist es ein quantenmechanischer. Nee. Es ist einfach ein Effekt, der die Myonenstory widerlegt.

Ja. Es ist beides. Die QM sagt vorher, dass der Myonenzerfall ein zufälliger Prozess ist. Die Statistik sorgt dann für eine höhere Streuung bei geringen Zerfallszahlen. Aber solche Überlegungen sind natürlich irrelevant. Der Ernst hat beschieden, es widerlegt die SRT also widerlegt es die SRT.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Fr 24. Jan 2014, 22:00

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Das ist keine e-Funktion. Oder hast du jemals eine mit einem Knick und danach mit konstanten Werten gesehen? Bis 10µs läßt sich das damit fitten. Der Rest paßt nicht:

Deshalb wird ja auch eine e-Funktion plus eine Konstante verwendet.

Das trifft nicht zu, weil der Bereich oberhalb 12µs konstant ist. Dort ist gar kein Exponentialeinfluß vorhanden.
Aber selbst wenn es so wäre: Dann ist es keine e-Funktion mehr und die Myonengeschichte stimmt nicht. Weil dann klassisch unten viel mehr ankommen.

Ernst hat geschrieben:Vorher wars noch ein statistischer Effekt. Jetzt ist es ein quantenmechanischer. Nee. Es ist einfach ein Effekt, der die Myonenstory widerlegt.

Ja. Es ist beides. Die QM sagt vorher, dass der Myonenzerfall ein zufälliger Prozess ist. Die Statistik sorgt dann für eine höhere Streuung bei geringen Zerfallszahlen. Aber solche Überlegungen sind natürlich irrelevant. Der Ernst hat beschieden, es widerlegt die SRT also widerlegt es die SRT.

Er hinterfragt sie.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon contravariant » Fr 24. Jan 2014, 22:28

Ernst hat geschrieben:Das trifft nicht zu, weil der Bereich oberhalb 12µs konstant ist. Dort ist gar kein Exponentialeinfluß vorhanden.
Aber selbst wenn es so wäre: Dann ist es keine e-Funktion mehr und die Myonengeschichte stimmt nicht. Weil dann klassisch unten viel mehr ankommen.

So eine abklingende e-Funktion geht nun gegen Null. Das heißt an einem Punkt fällt sie unter die Konstante. Dann sieht man von der E-Funktion nichts mehr. Genau das passiert hier. Aber egal. Die Messung hat nach wie vor nichts mit der SRT zu tun. Daher kann das die SRT schlecht widerlegen.

Ernst hat geschrieben:Er hinterfragt sie.

Und daher widerlegt Alles, das du nicht verstehst, die SRT.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Kurt » Sa 25. Jan 2014, 00:24

Chief hat geschrieben:Aber die Frage ist nach wie vor welches Myon lebt länger? :mrgreen:


Ist doch klar, immer das andere.

Kurt
Zuletzt geändert von Kurt am Sa 25. Jan 2014, 00:43, insgesamt 1-mal geändert.
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