Frage zur Lorentz-Transformation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon julian apostata » Fr 10. Jan 2014, 15:20

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=624&start=310#p66569

Bild

Und weil ich bei der Berechnung des Raumzeitabstandes tatsächlich den Umrechnungsfaktor c vergessen habe, so korrigier ich das jetzt. Am Ergebnis ändert sich nichts.

Bild

Ernst hat geschrieben:Du meinst also, zum Zeitpunkt der Myonengeburt sei das Myon von der Erde weiter entfernt als die Erde vom Myon?
Und warum wäre das so und nicht umgekehrt?


Typische Strategie der “SRT-Kritik”. Immer alles verkomplizieren. Die Welt ist viel einfacher.

Die raumzeitliche Verbindungslinie zwischen den Raumzeitpunkten Geburt und Tod
hat in beiden Systemen die gleiche Länge, nämlich 347 Meter * wurzel(-1), also 347 komplexe Meter.

Lediglich die Raum und Zeitkoordinaten sind verschieden.

Ernst’s Einwand ist genauso intelligent, wie wenn ich fragen würde:

Warum hat in einem Koordinatensystem ein und derselbe Punkt die Koordinaten (3,4) im anderen Koordinatensystem (0,5)…

…obwohl der Abstand in beiden System zu (0,0) derselbe ist?
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Jondalar » Fr 10. Jan 2014, 15:27

julian apostata hat geschrieben:
…obwohl der Abstand in beiden System zu (0,0) derselbe ist?


Ja, genau, und darum haben DEINE beiden Raketen auch die gleiche Zeit wenn sie wieder zurück sind.

Lies doch mal ein Buch, das bildet ungemein!

Herzliche Grüße
Jondalar
 
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Fr 10. Jan 2014, 15:46

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Du meinst also, zum Zeitpunkt der Myonengeburt sei das Myon von der Erde weiter entfernt als die Erde vom Myon?
Und warum wäre das so und nicht umgekehrt?

Davon habe ich nichts geschrieben. Hälst du es für sehr sachlich, meine Aussagen zu verdrehen?

Nichts verdreht.
Du sagst, zum Zeitpunkt der Myonengeburt sei der Abstand Myon-Erde 10km im Erdsystem auf 600m im Myonensystem kontrahiert.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Fr 10. Jan 2014, 15:49

julian apostata hat geschrieben:Typische Strategie der “SRT-Kritik”. Immer alles verkomplizieren. Die Welt ist viel einfacher.

Die raumzeitliche Verbindungslinie zwischen den Raumzeitpunkten Geburt und Tod
hat in beiden Systemen die gleiche Länge, nämlich 347 Meter * wurzel(-1), also 347 komplexe Meter.
Lediglich die Raum und Zeitkoordinaten sind verschieden.

Fürwahr, an Einfachheit kaum zu toppen. :lol:
Und an Unsinn auch.
Deine komlexen Meter offenbaren einen ganz anderen Komplex.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon contravariant » Fr 10. Jan 2014, 15:55

Ernst hat geschrieben:
Du sagst, zum Zeitpunkt der Myonengeburt sei der Abstand Myon-Erde 10km im Erdsystem auf 600m im Myonensystem kontrahiert.

Das meinte ich. Es ist allerdings egal, ob man nun den Differenzvektor Erde - Myon oder Myon - Erde bildet.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Fr 10. Jan 2014, 17:22

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Du sagst, zum Zeitpunkt der Myonengeburt sei der Abstand Myon-Erde 10km im Erdsystem auf 600m im Myonensystem kontrahiert.

Das meinte ich. Es ist allerdings egal, ob man nun den Differenzvektor Erde - Myon oder Myon - Erde bildet.

Dann formuliere ich genauer:
Du meinst also, zum Zeitpunkt der Myonengeburt sei im Erd-IS das Myon von der Erde weiter entfernt als die Erde vom Myon im Myonen-IS?
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon contravariant » Fr 10. Jan 2014, 17:35

[quote="Ernst] Du meinst also, zum Zeitpunkt der Myonengeburt sei im Erd-IS das Myon von der Erde weiter entfernt als die Erde vom Myon im Myonen-IS?[/quote]
Wie ich schon weiter oben geschrieben habe: ja.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Fr 10. Jan 2014, 18:27

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben: Du meinst also, zum Zeitpunkt der Myonengeburt sei im Erd-IS das Myon von der Erde weiter entfernt als die Erde vom Myon im Myonen-IS?

Wie ich schon weiter oben geschrieben habe: ja.

Dann wäre ein IS gegenüber dem anderen bevorzugt. Was dem Relativitätsprinzip widerspricht.
Das ist physikalisch unmöglich.
Solange du das vertrittst, erübrigt sich jede weitere Diskussion dazu.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon contravariant » Fr 10. Jan 2014, 19:12

Ernst hat geschrieben:
Dann wäre ein IS gegenüber dem anderen bevorzugt. Was dem Relativitätsprinzip widerspricht.
Das ist physikalisch unmöglich.

So, welches denn? Im übrigen haben ja bei Newton Objekte in verschiedenen IS verschiedene Geschwindigkeiten und damit zb auch verschiedene kinetische Energien. Bevorzugt die newtonsche Mechanik dann auch ein bestimmtes IS? - Das RP bezieht sich nur auf die Forminvarianz der Bewegungsgleichungen. Die scheint mir in diesem Kontext nicht berührt. Du darfst aber gerne Gegenteiliges vorrechnen.
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Re: Frage zur Lorentz-Transformation

Beitragvon Ernst » Fr 10. Jan 2014, 20:19

contravariant hat geschrieben: Im übrigen haben ja bei Newton Objekte in verschiedenen IS verschiedene Geschwindigkeiten und damit zb auch verschiedene kinetische Energien.

Da geht es um die Eigenschaft von Objekten, welche in zwei IS infolge der Relativbewegung der beiden IS unterschiedliche Geschwindigkeiten haben.
Der Abstand Erde-Myon hat aber in keinem der beiden IS eine Geschwindigkeit, schon gar keine unterschiedliche.

Um das Modell zu vereinfachen, komme ich auf meine beiden Tennisbälle mit jeweils darauf lebenden Myonen zurück.

1. Frage: Im Ruhesystem welchen Tennisballs ist der Abstand kontrahiert und in welchem IS nicht.
2. Frage: Welches Myon lebt länger.
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