Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Trigemina » So 8. Dez 2013, 22:56

Julian Apostata hat geschrieben:Da blick ich jetzt ehrlich gesagt nicht ganz durch, obwohl ich seltsamerweise auf exakt dasselbe Ergebnis komme, wie du.


Mit
t'=c/alpha*ln((sqrt(c^2+v0^2)-v0)*(sqrt(c^2+(alpha*t+v0)^2)+alpha*t+v0)/c^2)
liesse sich eine andere Startgeschwindigkeit v0<>0 einsetzen. Ansonsten ist deine Formel für deine Aufgabe zweckmässiger.

Harald Maurer hat geschrieben:Während dieser 27,9 Jahre würden sowohl die Passagiere als auch die Erdbewohner gleich schnell altern.
SRT: Jeder Beobachter sähe die Uhr des anderen Systems langsamer laufen, wogegen die eigene Uhr in der Eigenzeit läuft. Das Szenario ist symmetrisch. Keiner altert in seinem Ruhesystem langsamer, sondern dies wird nur vom relativ bewegten Beobachter so wahrgenommen. Da dies gegenseitig erfolgt, muss die Symmetrie gebrochen werden, z.B. durch Umkehr des Raumschiffs und dadurch verbundenen Wechsel des Inertialsystems. In diesem Fall ergäbe die Summe der beiden im Raumschiff gesehenen Zeitdilatationen (Hin- und Rückweg) einen kleineren Betrag als die Zeitdilatation der im Erdsystem gesehenen ZD. Solange dieser Symmetriebruch nicht erfolgt, gibt es auch keinen Altersunterschied.


Beschleunigte Bezugssysteme ändern ihr Inertialsystem während ihrer Beschleunigungsphase. Dadurch werden die Relativgeschwindigkeiten zueinander unterschiedlich gemessen (RdG). Für unbeschleunigte Inertialsysteme spielt das keine Rolle, da der Messzeitpunkt völlig egal ist. Ist eines beschleunigt, das andere nicht, ist ihre Symmetrie zerstört. Ausnahme: völlig identische (synchrone, zuvor abgesprochene) Flug- und Beschleunigungsphasen!

Selbstverständlich darf das aus Kritikersicht nicht so sein, da die SRT ja unbedingt falsch sein muss. Darüber zu diskutieren wäre also insofern müssig, als dass jede Partei ihre Sicht der Dinge felsenfest verteidigt und eine Annäherung der Kritiker in diesem Forum nicht erwünscht ist. Man sieht das, indem der SRT Aussagen unterstellt werden, die sie nicht macht. Man muss die SRT nicht mögen, man kann sie ablehnen, aber man sollte ihr nichts unterstellen, was sie nicht aussagt - fairerweise.

Chief hat geschrieben:Schwachsinn!


Wie wahr. Du willst die Antwort auf deine immer gleiche Frage gar nicht wissen, sonst hättest du die Antwort schon längst gefunden. Es wird dir vermutlich sowieso niemand mehr antworten.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon All » Mo 9. Dez 2013, 08:43

Chief hat geschrieben:PS: Selbst Einstein hat erkannt dass seine idiotische RT gescheitert ist!
Einstein hat geschrieben:"Sie stellen es sich so vor, daß ich mit stiller Befriedigung auf ein Lebenswerk zurückschaue. Aber es ist ganz anders von der Nähe gesehen. Da ist kein einziger Begriff, von dem ich überzeugt wäre, daß er standhalten wird und ich fühle mich unsicher, ob ich überhaupt auf dem rechten Wege bin ..." (an M. Solovine, 1949)


Diese Ausssage zeigt doch aber auch, dass er kein xxx war.

Einstein war doch gezwungen seine Theorie mit formal mathematischen Konstrukten zu füllen. Die "Schuld" liegt also nicht bei Einstein, sondern ist dem Mathematisierungswahn geschuldet.

Ich bin überzeugt davon, dass dieser Mann ein ganz anders Universum hätte kreieren können, wenn man ihn wirklich gelassen hätte.



Gruß

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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Mo 9. Dez 2013, 09:57

Harald Maurer hat geschrieben:Jeder Beobachter sähe die Uhr des anderen Systems langsamer laufen, wogegen die eigene Uhr in der Eigenzeit läuft. Das Szenario ist symmetrisch.


Das ist zwar richtig, aber auch Harald kann’s einfach nicht lassen, nämlich ständig die Relativität der Gleichzeitigkeit unter den Teppich zu kehren.

Bild

Schaun’mer uns also mal die Uhr bei x’=0 (oberes Lineal) an. Während also aus Erdsicht 3 Sekunden vergehen, so vergehen bei der Raumschiffuhr an dieser Stelle 1,8 Sekunden.

Jetzt betrachten wir eine Raumschiffuhr an der Stelle x’=-4. Tatsächlich sind dort 5 Sekunden vergangen, während auf der Erde nur 3 Sekunden verstrichen sind.

Um jetzt aber dieses wechselseitige Zeitdilatation beobachten zu können, müsste schon bei diesem Kurzausflug die Raumschifflänge 1,2 Millionen Kilometer betragen.

Und bei interstellaren Reisen müsste das Raumschiff so lang sein, dass es quasi die Erde gar nicht verlässt, also 10 Lichtjahre um ein Vielfaches übertreffen.

Erst bei derartigen Dimensionen könnte man den Effekt beobachten, den uns Harald hier aufschwatzen will!

Trigemina hat geschrieben:Mit
t'=c/alpha*ln((sqrt(c^2+v0^2)-v0)*(sqrt(c^2+(alpha*t+v0)^2)+alpha*t+v0)/c^2)
liesse sich eine andere Startgeschwindigkeit v0<>0 einsetzen.


Auch das geht halt viel einfacher

Bild

Vor allem dann, wenn man die Funktion im Plotter darstellen will (nach t aufgelöst)

0.9665*sinh(x/0.9665)
http://www.mathe-fa.de/de
Bild
y-Achse = Erdzeit x-Achse = Raumschiffzeit
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mo 9. Dez 2013, 15:01

Trigemina hat geschrieben: Man muss die SRT nicht mögen, man kann sie ablehnen, aber man sollte ihr nichts unterstellen, was sie nicht aussagt - fairerweise.

Richtig, fairerweise sollt man ihr nicht die Myonenstory unterstellen.
Worin ganz ungeniert die Zeit des bewegten Systems mit dem Abstand im unbewegten System vermanscht wird.
Das ist ja hier nun vielfach erläutert, aber natürlich ohne Einsicht seitens der Relativisten.
Daß zumindetens die intelligenten unter ihnen das nicht verstanden haben, ist ganz unwahrscheinlich.
Ist so ein Verhalten fair?
.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon DerDicke » Mo 9. Dez 2013, 18:38

Chief hat geschrieben:Selbstverständlich, relativ zur Erde!

Die Geschwindigkeit des Myons relativ zur Erde bestimmt man nicht in S' (Ruhesystem des Myons) sondern in S (Ruhesystem der Erde).
Herr Chief, um den Begriff "Ruhesystem" zu verstehen reicht für Sie erst mal die Galilei Transformation. Wer mit der nicht umgehen kann wird bei Lorentz zwangsläufig auf die Nase fallen. Wie das geht, hat ja auch Herr Ernst in diesem Thread schön dokumentiert.

Allerdings legt die Erde in S' zu Lebzeiten des Myons eine Strecke zurück: 346m in 1,156e-6s im Szenario nach Maurer II


Ernst hat geschrieben:du als einziger bist zu dumm

Nur leider nicht dumm genug um Ihnen abzukaufen, daß ein Myon in seinem eigenen Ruhesystem eine Strecke vtg (whatsoever) zurücklegt. Pech für Sie.


Ernst hat geschrieben:Du hast zudem 'ne Macke.

Dieses gebetsmühlenartig wiederholt vorgebrachte ad hominem beweist schön Ihre tiefe Verzweiflung über Ihre Verständnisprobleme. Aber wozu das? Auch Sie könnten sich anhand einiger leichter Übungen mit der Galilei Transformation die Bedeutung des Begriffes "Ruhesystem" leicht vor Augen führen.


viewtopic.php?f=6&t=600&start=1570#p65486
Ernst hat geschrieben:Den Unerscheid kann man veranschaulichen.
Läuft ein 100m Läufer mit seiner Armbandstoppuhr und verwendet die gelaufene Strecke und seine Armbanduhrstoppzeit zu Ermittlung seiner gelaufenen Geschwindigkeit, so ist das meine Variante.
Verwendet er die gleiche Strecke, aber die an der Startlinie von einem Assistenten gestoppte Zeit, so ist das Trias Variante.
Kllassisch ergeben beide Varianten dasselbe.
In der SRT ergeben beide Variante unterschiedliche Geschwindigkeiten. Deshalb ist die erste Variant in der SRT verboten.

Was Sie dem geneigten Leser für Bären aufbinden ist schon erstaunlich. Bei einer typischen menschlichen 100m Sprintgeschwndigkeit (10m/s) kriegen Sie die Abweichung des Lorentz Faktors von der 1 mit 64 Bit Gleitkomma nicht mal mehr aufgelöst -> die relativistische und klassische Rechnung stimmen auf mindestens 14 Dezimalen genau überein.


Highway hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:Beschleunigte Bezugssysteme ändern ihr Inertialsystem während ihrer Beschleunigungsphase.
Es gibt keine beschleunigten Inertialsysteme...

Eben! Daher müssen beschleunigte Bezugssysteme auch ständig Ihr Inertialsystem ändern. Nich kapiert, neee .... ?
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Beitragvon rmw » Mo 9. Dez 2013, 19:01

DerDicke hat geschrieben:Eben! Daher müssen beschleunigte Bezugssysteme auch ständig Ihr Inertialsystem ändern.

Das ein beschleunigtes System kein Inertialsystem ist ist zwar richtig, aber es zeigt was für einen Unsinn die Gleichsetzung von Beschleunigung und Gravitation darstellt. Für die die Gravitation hat noch niemand behauptet dass unter deren Einfluß kein Inertialsystem bestehen könne.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mo 9. Dez 2013, 19:41

DerDicke hat geschrieben: Auch Sie könnten sich anhand einiger leichter Übungen mit der Galilei Transformation die Bedeutung des Begriffes "Ruhesystem" leicht vor Augen führen.

Du hast 'ne Macke.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Di 10. Dez 2013, 11:06

Ernst hat geschrieben:Worin ganz ungeniert die Zeit des bewegten Systems mit dem Abstand im unbewegten System vermanscht wird.


So ist es. Na und? Man betrachtet das Erdsystem als unbewegt und misst die Zeit beim bewegten Objekt (siehe Zeile 1 t_1’=Myonenzeit).

Bild

Nehmen wir an, das Myon wäre neben einem Wetterballon (x_2=0) geboren worden (sterben tut es bei x_1=v*t, leben tut es bei x_1‘=0) und das Myon wollte die Zeitdilatation anhand der Ballonuhr messen. Dann müsste es so vorgehen. Es müsste natürlich ein kilometerlanges Bezugssystem hinter sich her ziehen und dann zum Zeitpunkt t_2‘…

(wenn es schon hunderte Kilometer unter der Erdoberfläche ist, also schon längst gestorben sein sollte)

…auf die Ballonuhr schauen und es würde tatsächlich feststellen:
t_2=t_2‘*wurzel(1-v²/c²)

Wir können aber das Myon nicht dazu bringen, ein solches Experiment zu machen.

Deswegen vermischt man ungeniert die Myonenzeit mit dem Erdabstand und nicht umgekehrt.

So was ähnliches hab ich auch schon Harald erklärt.

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=600&start=1600#p65551

Aber das gehört wohl zum Repertoire der „SRT-Kritik“. Man kreidet der SRT an, dass man keine Raumschiffe bauen kann, die mehrere Lichtjahre lang sind, also von Ausgangspunkt bis zum Zielort reichen.

Erst dann, wenn dies möglich ist, kann man wechselseitige Zeitdilatation nachweisen.

Wegen dieser technischen Schwierigkeiten müssen wir uns eben auf einseitige Zeitdilatation beschränken.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Di 10. Dez 2013, 12:17

julian apostata hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Worin ganz ungeniert die Zeit des bewegten Systems mit dem Abstand im unbewegten System vermanscht wird.

So ist es.

Immerhin jemand, welcher diesen Betrug zugibt.
.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Mi 11. Dez 2013, 10:37

Ernst hat geschrieben:Immerhin jemand, welcher diesen Betrug zugibt.


Gut, fangen wir mit dem ganzen Scheiß noch mal von vorne an.

Bild

Nach klassischer Weltsicht sollten Myonen um t_1 altern, wenn sie die Strecke s mit der Geschwindigkeit v durchlaufen. Eine solch lange Reise würden allerdings die meisten Myonen gar nicht überleben, wenn sie so altern täten, wie es uns die “Kritiker" weismachen wollen.

Wenn sie allerdings so altern, wie die SRT es voraus sagt, nämlich mit t_1 *wurzel(1-v²/c²)=t_1’ so steigt die Überlebensrate gewaltig.

Bild

Selbstverständlich funktioniert die Zeitdilatation auch umgekehrt.

Beim Wetterballon der die Strecke s von der Erdoberfläche entfernt ist, wird die Zeit t_2’*wurzel(1-v²/c²) gemessen.

Wie sollte aber so eine Messung ablaufen?

Ganz einfach. Das Myon dürfte nicht als punktförmiges Gebilde existieren, sondern in einem eigenen Raumschiff unterwegs sein.

Das Frontmyon sollte dann vorne bei x_1’=0 das Raumschiff steuern und sobald es den Erdboden erreicht hat, müsste das Heckmyon (x_2‘=-346 Meter in Haralds Szenario) die Zeit an der Wetterballonuhr ablesen.

Und bevor da wieder irgendwelche Betrugsvorwürfe kommen, möchte ich wissen, wie man Myonen dazu überredet in Raumschiffen unterwegs zu und eigenständige Messungen vollziehen.
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