Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Fr 8. Nov 2013, 09:41

Trigemina hat geschrieben:Bild

Die linke der beiden Graphiken ist korrekt im Sinne des Myonenexperiments. Die rechte beschreibt eine völlig andere Situation und hat nichts mit dem Myonenexperiment zu tun! Symmetrie und Gleichberechtigung der Inertialsysteme bezieht sich auf deren Physik, nicht aber auf vorgegebene Definitionen von Strecken oder Zeiten innerhalb eines IS. Die lassen sich nur mittels LT in ein anderes IS überführen, sicher jedoch nicht indem man die Zahlenwerte 1:1 ins andere System rüberkopiert.

Zur Beschreibung der Realität ist jedes IS gleichermaßen geeignet. Im Bild geht es erstmal nur um Strecken. Und da wird die Ruhelänge des Abstandes dargestellt. Ruhelängen sind in jedem IS identisch.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon HD116657 » Fr 8. Nov 2013, 09:57

Hartmut Pohl hat geschrieben:BTW.: Die Mathematik hindert einen dran... aber anscheinend nicht jene, die ihr kennt. In der linearen Algebra (Vektoren, Geraden, Flächen, Matritzen und noch mehr dummes Zeug)


Hartmut Pohl hat geschrieben:Groß der Spezialist für irgendwas bin ich auch nicht (Obwohl... ich kenn ausser mir keinen, der freiwillig die roten Knöpfe in... ach vergessen wir das, halten wir schlicht fest, das einiges schief lief).

hast Du daß mit noch mehr dummes Zeug den Professor in Prüfung gesagt? :shock:
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon M.S » Fr 8. Nov 2013, 10:48

Jondalar hat geschrieben:
...
Ja, auch gut erkannt, darum sitzt der Abenteurer Ernst auf dem Myon und misst von IS-Myon aus, und der gesetztere Harald sitzt auf seiner Veranda und misst vom IS-Erde aus. Am Abend treffen sie sich dann bei einem gemütlichen Bier und jeder erzählt dem Anderen, dass er den Anderen in 10 Km Entfernung mit 0,9x c auf sich zurasen gesehen hat.

Ist das wirklich so schwer zu verstehen?


Du begehst hier den gleichen Gedankenfehler wie bei deinen anderen "Gedanken"-experimenten.
Der Irrtum liegt darin, dass du beide Gegebenheiten voraussetzt und das ist falsch.
Denn es handelt sich nicht um eine Messung, sonder nur um eine Annahme von dir was sowohl der Abenteurer Ernst als auch der gesetztere Harald misst.

A) Wenn wir sagen, Abenteurer Ernst sitzt auf dem Myon und misst xxx, so ist das legitim, weil möglich.
B) Wenn wir sagen, der gesetztere Harald auf der Veranda misst xxx, so ist das auch legitim, weil möglich.

Wenn du allerdings behauptest sowohl A als auch B trifft (gleichzeitig?) zu, dann ist dies ein Trugschluss, denn dies müsstest du in der Realität messen(bzw. kontrollieren) können und dies trifft nun einmal nicht zu.

Es verwundert mich, dass die Gilde der "Logiker" und Querdenker", die immer auf den sogenannten "gesunden Menschenverstand" pochen, eine derart simple Tatsache nicht begreifen.




jondalar hat geschrieben:Nachtrag:
Punkt drei habe ich jetzt ja glatt unterschlagen. Dank dem lieben Albert ist nämlich der physikalische Rassismus vorbei. Seit dem cleveren Kerlchen sind nämlich ALLE Beobachter gleichberechtigt und KEINER kann sich mehr als Herrenbeobachter fühlen - Eini sei Dank!


Trotzdem kann man sich bei einer Messung (bzw. Gedankenexperiment) für einen Beobachter entscheiden, aus Sicht dessen wir unsere Schlussfolgerungen ziehen. Dies widerspricht nicht der Gleichberechtigung der Beobachter. Und nun?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Trigemina » Fr 8. Nov 2013, 10:49

Chief referenziert aus Wikipedia hat geschrieben:Wie vom Relativitätsprinzip gefordert, müssen in allen Inertialsystemen dieselben Naturgesetze gelten. Die Längenkontraktion fällt also symmetrisch aus:] Ruht der Stab im Zug, hat er im Zugsystem S' seine Ruhelänge und wird im Bahnhofsystem S kontrahiert gemessen. Wird er hingegen auf den Bahnhof transportiert, dann wird im Bahnhofsystem S seine Ruhelänge und im Zugsystem S' seine kontrahierte Länge gemessen.

Im Wiki-Erklärungsbeispiel wird aus einem fahrenden Zug ein Massstab hinausgeworfen, der dann im Bahnhofssystem zum Ruhen kommt. Durchaus eine nette Referenz, jedoch völlig irrelevant in Bezug aufs Myonenbeispiel.

Ernst hat geschrieben:Zur Beschreibung der Realität ist jedes IS gleichermaßen geeignet.
Sicher. Wenn nun die Realität in einem IS definiert worden ist, kann sie nicht durch Vertauschung umgedreht werden. Das wäre dann eine völlig neue Realtität, die mit dem Ursprung nichts gemein hat.

Du kommst mir wie ein Schüler vor, der aus welchem Grund auch immer gegen die ihm gestellte Aufgabe rebelliert. Die 10km werden im IS Erde gemessen und nicht im Myonensystem. Davon ist auszugehen und das Problem entsprechend zu lösen. Alles andere ist schwerwiegendste Realitätsverweigerung und eine Verdrehung der Ausgangssituation.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Fr 8. Nov 2013, 11:07

Ernst hat geschrieben:Wenn die Messung im Erdsystem richtig ist, dann ist die Lebensdauer des anfliegenden Myons verlängert.


Die Messung im Erdsystem ist nicht richtig! Die SRT sagte aber eine falsche Messung schon woraus, bevor diese Messung überhaupt möglich war.

Wenn ein 100m-Lauf 10s dauert, dann dauert er nicht deswegen länger, nur weil irgendwelche vorbei sausende Inertialsysteme eine Zeitlupenübertragung dieses Vorgangs mit bekommen.

Ich hab jetzt erst mal Haralds Angaben und Berechnungen vervollständigt. Oberhalb der Grafik hat er seine Vorgaben korrekt ins gestrichene System übertragen.
.

x=10000m--------------------------------------------x’=288718,44561m
t=0-----------------------------------------------------t‘=0,962483234s
Bild
x=0----------------------------------------------------x’=288372,08741m
t=0,00003333639567s------------------------------t‘=0,962483234s

Wie weit ist aber die Erde im Myonensystem entfernt, wenn es gerade geboren wird. Die Position der Erde im Myonensystem erhält man ganz einfach über die Angaben x=0 und t‘=0,962483234s (gleichzeitiges Messen)

So haben wir also einen räumlichen Abstand zur Erde von 346,358m und keinen zeitlichen Abstand, so dass sich die folgende Kontrollrechnung über den Satz des Pythagoras recht einfach gestaltet, denn

[(räumliches Abstandsquadrat)-(zeitliches Abstandsquadrat)]=

Wurzel[(10 000m)²-(c*0,00003333639567s)²]=346,358m

Ernst hat geschrieben:Der Effekt der Lebensdauerverlängerung kann also nicht auf Bewegung ansich zurückgeführt werden, sondern muß andere Ursachen haben; etwa Bewegung im Gravitationsfeld oder Magnetfeld der Erde.


Die vereinte Raumzeit liefert uns also die allereinfachste Erklärung. Der typische “SRT-Kritiker” will es aber möglichst kompliziert machen und Erklärungen einfügen, die er nicht erklären kann.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon All » Fr 8. Nov 2013, 11:09

M.S hat geschrieben:
jondalar hat geschrieben:Nachtrag:
Punkt drei habe ich jetzt ja glatt unterschlagen. Dank dem lieben Albert ist nämlich der physikalische Rassismus vorbei. Seit dem cleveren Kerlchen sind nämlich ALLE Beobachter gleichberechtigt und KEINER kann sich mehr als Herrenbeobachter fühlen - Eini sei Dank!


Trotzdem kann man sich bei einer Messung (bzw. Gedankenexperiment) für einen Beobachter entscheiden, aus Sicht dessen wir unsere Schlussfolgerungen ziehen. Dies widerspricht nicht der Gleichberechtigung der Beobachter. Und nun?


Das widerspricht aber der Gleichberechtigung des Raumes und der Zeit. Somit haben wir lediglich den Nachweis einer subjektiven Sichtweise. Danach gibt es keine universelle Gleichzeitigkeit von Ereignissen, über die sich alle Beobachter einig sind.

Ich verstehe nicht, was das mit Physik zu tun hat. Es hat lediglich etwas mit uns zu tun.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon M.S » Fr 8. Nov 2013, 11:46

All hat geschrieben:...
Danach gibt es keine universelle Gleichzeitigkeit von Ereignissen, über die sich alle Beobachter einig sind.
...

Genau.

All hat geschrieben:Ich verstehe nicht, was das mit Physik zu tun hat. Es hat lediglich etwas mit uns zu tun.



Mehr als messen kann man eben nicht. Und dass eine Messung selbstverständlich dem jeweiligen Messenden (sprich Beobachter) zuzuordnen ist, ist wohl auch klar.
Deshalb gibt es ja die diversen Transformationen, die es uns ermöglichen, in die Rolle eines anderen Beobachters quasi zu "schlüpfen"
um festzustellen, was der andere (Beobachter) messen würde.
Mehr ist da nicht.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon All » Fr 8. Nov 2013, 12:38

M.S hat geschrieben:
All hat geschrieben:...
Danach gibt es keine universelle Gleichzeitigkeit von Ereignissen, über die sich alle Beobachter einig sind.
...

Genau.

All hat geschrieben:Ich verstehe nicht, was das mit Physik zu tun hat. Es hat lediglich etwas mit uns zu tun.



Mehr als messen kann man eben nicht. Und dass eine Messung selbstverständlich dem jeweiligen Messenden (sprich Beobachter) zuzuordnen ist, ist wohl auch klar.
Deshalb gibt es ja die diversen Transformationen, die es uns ermöglichen, in die Rolle eines anderen Beobachters quasi zu "schlüpfen"
um festzustellen, was der andere (Beobachter) messen würde.
Mehr ist da nicht.


Das bedeutet aber auch, wenn ich das Universum als ein "Ereignis" sehe, dann passiert alles im Universum gleichzeitig. Dass wir letztlich keine Unterscheidungen treffen können, ist wieder eine andere Sache. Es ist also immer die Frage, welche Grundlage ich einer Theorie verpasse. Die derzeitigen Theorien berufen sich lediglich auf Bewegung, die sie mit angenommen Strukturen mechanisch (Logisch, mathematisch) ordnen, wo auch noch zusätzlich eine Energie postuliert werden muss. Warum so kompliziert?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Jondalar » Fr 8. Nov 2013, 13:52

M.S hat geschrieben:Wenn du allerdings behauptest sowohl A als auch B trifft (gleichzeitig?) zu, dann ist dies ein Trugschluss, denn dies müsstest du in der Realität messen(bzw. kontrollieren) können und dies trifft nun einmal nicht zu.


Trotzdem kann man sich bei einer Messung (bzw. Gedankenexperiment) für einen Beobachter entscheiden, aus Sicht dessen wir unsere Schlussfolgerungen ziehen. Dies widerspricht nicht der Gleichberechtigung der Beobachter. Und nun?



Ach, aber man kann in der Realität messen, dass ein Beobachter auf einem Myon etwas anderes misst oder wie? Träumst Du noch oder lebst Du schon ?

Natürlich KANN man sich für einen Beobachter entscheiden, man MUSS aber nicht, weil JEDER gleichberechtigt ist. Bei Euch logikamputierten wird aber stets und vehement alles so umgedreht, wie es einem gerade passt.

Einmal - beim Myon, muss man UNBEDINGT von IS-Erde ausgehen, bei SL kommt dann aber einer Eurer Spezis und behauptet, dass die Teilchen da reinfallen, weil für SIE die Zeit weiterläuft......

Jetzt einigen wir uns doch erstmal auf eine der folgenden Möglichkeiten:

- Jedes IS ist gleichberechtigt und man kann alles hin und her beschreiben
- EIN IS ist bevorzugt und es ist ausschliesslich aus diesem zu betrachten
- Keines von Beiden trifft zu und die ganze Physik ist obsolet

Wie hätten wir es denn gerne?

Herzliche Grüße
Jondalar
 
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon M.S » Fr 8. Nov 2013, 14:31

Jondalar hat geschrieben:
M.S hat geschrieben:Wenn du allerdings behauptest sowohl A als auch B trifft (gleichzeitig?) zu, dann ist dies ein Trugschluss, denn dies müsstest du in der Realität messen(bzw. kontrollieren) können und dies trifft nun einmal nicht zu.


Trotzdem kann man sich bei einer Messung (bzw. Gedankenexperiment) für einen Beobachter entscheiden, aus Sicht dessen wir unsere Schlussfolgerungen ziehen. Dies widerspricht nicht der Gleichberechtigung der Beobachter. Und nun?



Ach, aber man kann in der Realität messen, dass ein Beobachter auf einem Myon etwas anderes misst oder wie? Träumst Du noch oder lebst Du schon ?

Eben, da du das nicht messen kannst, kannst du nicht behaupten sowohl Fall A , als auch Fall B sind Messergebnisse.
Und ergo dessen kannst du dich mit jeglichem Gedankenexperiment, indem du solche Fälle miteinander (als Tatsachenbehauptung) verküpfst, brausen.

jondalar hat geschrieben:Natürlich KANN man sich für einen Beobachter entscheiden, man MUSS aber nicht, weil JEDER gleichberechtigt ist. Bei Euch logikamputierten wird aber stets und vehement alles so umgedreht, wie es einem gerade passt.

Nein, du kapierst das mit den verschiedenen Beobachtern/Bezugssystemen einfach nicht.
Irgendwann musst du dich entscheiden, welchen Beobachter du nimmst. Selbstverständlich kannst du einen beliebigen Beobachter nehmen. Aber damit hast du dich festgelegt und kannst nicht einfach Behauptungen aufstellen, was dann der andere Beobachter im gleichen Fall misst.
Vielleicht solltest du deiner "Logikengine" einmal eine Generalüberholung gönnen, denn so schwer ist das ja nun auch wieder nicht.



jondalar hat geschrieben:Einmal - beim Myon, muss man UNBEDINGT von IS-Erde ausgehen, bei SL kommt dann aber einer Eurer Spezis und behauptet, dass die Teilchen da reinfallen, weil für SIE die Zeit weiterläuft......

Wie gesagt, du kannst dir das Szenario aussuchen. Aber dann musst du selbstverständlich dabei bleiben.

jondalar hat geschrieben:Jetzt einigen wir uns doch erstmal auf eine der folgenden Möglichkeiten:

- Jedes IS ist gleichberechtigt und man kann alles hin und her beschreiben
- EIN IS ist bevorzugt und es ist ausschliesslich aus diesem zu betrachten
- Keines von Beiden trifft zu und die ganze Physik ist obsolet

Wie hätten wir es denn gerne?

Worin liegt das Problem?
Jedes IS ist gleichberechtigt und du kannst in diesem beschreiben was du willst.
Sobald du dich allerdings bei deiner Messung (auch wenn nur gedanklich) festgelegt hast, kannst du eben nicht mehr sagen:
Aber ich weiss doch, dass ,wenn annehme , dass im IS A Messung X rauskommt, zwingend auch im IS B dieselbe Messung X rauskommt.

Wie gesagt, es geht nicht darum daß die IS gleichgerechtigt sind, sondern daß du deine Annahme (was man im IS B deiner Meinung nach messen müsste) als Tatsache verkaufen willst.

Aber, ich denke, das haben dir schon viele Menschen versucht zu veranschaulichen und es hat halt nicht gefruchtet.
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