All hat geschrieben:
Wenn du das All als Absolut siehst, vertrittst du eine Sichtweise aus Sicht des Alls und lässt unsere punktuelle Sichtweise erst mal außen vor.
Diese Sichtweise, die ja gar nicht mal falsch ist, lässt aber auch nur noch den Schluss zu, dass alles im unviersum gleichzeitig passiert. Das hat zur Folge, dass sich nichts gegeneinander bewegt und alle Eigenschaften sich gegeneinander aufheben. Wenn sich alles „miteinander“ bewegt, muss man dem Universum ganz andere Grundlagen andichten, die eine Beschreibung möglich machen.
Da landen wir dann bei
Spannung
Dichte
Druck
Man führt bei diesen Vorlagen (Spannung, Dichte, Druck) eine maximalen als auch minimale Wert ein und man kann unter Einführung einer Lokalität oder auch nicht, sogar Bewegungen beschreiben die nichts mystisches mehr an sich haben, weil man dann auf einmal erkennt, dass es Bewegung in dem Sinne gar nicht gibt, sondern nur noch als „Nebenerscheinung“ auftritt.
Die Nahsicht auf dieses Universum erfordert eine Lokalität.
Die Weitsicht zeigt, dass dieses Universum homogen ist.
Kein Knall, kein Loch, kein Schwarzes. Der ganze Murks verschwindet.
Gruß
All
Ja, ich versuche - soweit das denn im Einzelfall überhaupt möglich ist - immer eine Sicht von "aussen" ein zu nehmen. Wenn Du Dich innerhalb eines Systemes befindest, ist es ungleich schwieriger, wenn nicht gar unmöglich, es in seiner komplexen Gesamtheit zu beschreiben. So gehe ich in Näherung so weit wie möglich "raus" und schaue von da darauf.
In gewissem Sinne hast Du auch recht - es passiert ja auch alles gleichzeitig -, nur kommen die Informationen darüber, was gerade passiert, nicht zur gleichen Zeit hier an, daher meint man, man würde einen Ablauf der Dinge beobachten können. Jetzt ist jetzt, hier und in der Andromedagalaxie, nur sehen wir selbige nur, wie sie vor Mio Jahren war. Das verleitet zur Annahme, dass Dinge nicht gleichzeitig passieren, was natürlich nur ein Trugschluss ist. Man muss einfach mal nur streng und stringent verstehen, dass die Dinge gleichzeitig passieren, und zwar jetzt gerade. Ob wir das dann relativ früh, oder sehr viel später sehen, tut der Gleichzeitigkeit der Ereignisse nichts ab - sie passieren einfach leidenschaftslos jetzt.
Da eine Existenz - menschlicher Art oder kosmologischer Art - aber nicht nur aus dem Moment des Jetzt besteht, verstreicht natürlich auch Zeit. Damit ist der Bewegung dann auch Raum ( und Zeit

) gegeben und alles kann sich so entfalten, wie wir es ja auch wahrnehmen. Spannung, Dichte und Druck sind so gesehen Zwitter. Einerseits nur Erscheinungen der zeitlichen Abläufe, andererseits manifestierte, greifbare Veränderungen innerhalb dieser Zeit. F=m*a ist für mich eine der bedeutendsten Formeln, weil sie in sich so vieles mehr birgt, was das Universum in sich trägt. Diese kleine unscheinbare Formel beschreibt viel mehr, als man auf den ersten Blick darin zu erkennen vermag.
Ein relativ banaler, aber wenn man darüber nachdenkt doch recht bedeutender Irreleitungsfaktor ist z.B. die berühmte Millenniumsimulation. Dort wird gezeigt, wie das Universum HIER jetzt aussieht, anstatt die - angebliche - Fluchgeschwindigkeit der Galaxien da auch heraus zu rechnen und ein Bild zu liefern, wie es JETZT im Universum aussieht. Bei den momentan vorherrschenden Formeln und abstrusen Folgerungen wie DM und vor allem DE würde man sehen, dass das ganze theoretische Konstrukt an dem so viele geistig Arme so leidenschaftlich hängen, wie ein Seidenpapierkartenhaus zusammen fallen würde. Nichts davon würde mehr Bestand haben, weil die Verteilungen der Massen gar nicht mehr mit den glorreichen Vorhersagen übereinstimmen würde - wie denn auch, wenn man Vorhersagen nur daraus trifft, wie es jetzt HIER aussieht.
Wie Du schon schreibst, die NAHsicht, ist das, was hier beschrieben wird - manche Relativisten erkennen noch nicht einmal, dass Gesetze, die sie selber aufgestellt haben, ihre eigenen Theorien über den Haufen werfen und wehren sich mit Händen und Füßen und allerlei schmutzigen Tricks, oder alternativ auch gerne mal mit Schweigen

gegen die konsequente Ausführung ihrer kindlichen Theorien und die Folgerungen daraus. Ich nenne das gerne das Tellerranduniversum, aus denen sich diese Menschen einfach nicht befreien können - oder wollen, mir egal

.
Die Weitsicht hingegen offenbart eine ganz andere Art von Universum, das weit davon entfernt ist, sich an menschliche Regeln und Gesetze zu halten, es existiert einfach und schert sich nicht darum, wie viel wir um seine Geheimnisse ringen und darüber streiten.
Auf jeden Fall kein Knall, kein Loch und schon gar nichts Schwarzes

Herzliche Grüße