Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Guten Tag » Mi 6. Nov 2013, 00:00

@ Jondalar
Jondalar hat geschrieben:
Guten Tag hat geschrieben:@ Jondalar

I. Zu Frage 2. Je näher ein Teichen dem EH eines SL kommt umso langsamer werden die von ihm in unsere Richtung abgestrahlten Signale.
II. Sehen bedeutet Signale (Lichtquanten) empfangen.
=> irgendwann ( am EH) verlangsamen sich die Signale soweit, daß keines mehr unser Auge (Messinstrument) erreicht

War ja einfach.
Frage 1 beantworte ich Ihnen, wenn Sie in meinem Gedankenexperiment Fehler aufzeigen. Also, nicht nur fragen, 1000 Narren können mehr fragen,
als ein Weiser beantworten kann, sondern mal antworten, Papiertiger.

Zur Not beantworten Sie mir die Frage:
WIE synchronisieren Sie die Uhren aneinander vorbeifliegender Satelliten???


Es geht

I. Nicht um Deine Gedanken, dazu habe ich Dir schon eine Antwort geschrieben: x sieht y 10 Km entfernt und y sieht x 10 Km entfernt. DAS ist Symmetrie, das andere sind faule Hütchentricks.
II. Nicht darum, was ich am SL MESSE, sondern, wohin die Mrd Sonnenmassen verschwinden, wenn da die Zeit stehen bleibt. Nicht ausweichen und nicht selbstherrlich irgendeinen Quatsch posten, Fakten auf den Tisch!
III. Her mit Antwort auf 1, meine Antwort auf Deine Frage haben ich nun zweimal gepostet.
IV. Ich hoffe, DU verschwendest nicht auch meine Zeit wie die anderen Relativisten hier, die ALLE keinerlei Antwort auf diese beiden Fragen finden. Jeder lamentiert nur mit Formeln und Bladibla herum - Antwort oder nicht Antwort?

Herzliche Grüße

Nachtrag: Zur Not, synche ich die mit nem Kontaktschalter.


Nochmal dieselbe Antwort nur mit anderen Worten. Die Milliarden Sonnen verschwinden genauso, wie ein einzelnen Teilchen. Für sie bleibt die Zeit nicht stehen.
Sie sehen und messen die Sonnen nicht mehr, da eben nichts, kein Licht oder irgendwas sie mehr vom EH erreichen kann. Das hat mit der SRT nichts zu tun und nennt sich Gravitationsrotverschiebung.


Nach Synchronisation, Entfernung, Umkehr(neg. u pos. Beschleunigung) und Rückkehr zur RS gehen Uhr A und B gleich, aber gegenüber der RS Uhr nach.

Sie sind dran, beide Fragen beantwortet. Wo sind Fehler in meinem Myonenbeispiel?
Und nicht behaupten, argumentieren.
Guten Tag
 
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Jondalar » Mi 6. Nov 2013, 06:59

Guten Tag hat geschrieben:
Nochmal dieselbe Antwort nur mit anderen Worten. Die Milliarden Sonnen verschwinden genauso, wie ein einzelnen Teilchen. Für sie bleibt die Zeit nicht stehen.
Sie sehen und messen die Sonnen nicht mehr, da eben nichts, kein Licht oder irgendwas sie mehr vom EH erreichen kann. Das hat mit der SRT nichts zu tun und nennt sich Gravitationsrotverschiebung.


Nach Synchronisation, Entfernung, Umkehr(neg. u pos. Beschleunigung) und Rückkehr zur RS gehen Uhr A und B gleich, aber gegenüber der RS Uhr nach.

Sie sind dran, beide Fragen beantwortet. Wo sind Fehler in meinem Myonenbeispiel?
Und nicht behaupten, argumentieren.


Ich weiss nicht, was ich noch sagen soll - oder ob überhaupt.

Ich habe danach gefragt, was mit der Materie passiert, für die von uns aus gesehen keine Zeit mehr existiert. Die "verschwindet" ja nicht einfach, oder ist das ein neuer Zaubertrick der RT? Am EH bleibt von uns aus gesehen die Zeit stehen und das Teilchen fällt niemals in das SL - WAS PASSIERT MIT DER MATERIE?

Vielleicht verstehst Du ja auch die Konsequenzen gar nicht und weisst daher nicht, worauf die RT hinaus läuft. Das SL muss lt RT eine Zwiebel aus Materieschalen sein, weil der EH sich vergrössert, während immer wieder Materie hineinfällt. Da die Zeit für die Materie aber still steht, haben wir eine Zwiebelstruktur - also nichts mit Singularität. So oder so gibt es keine SL, weil das - die RT mal logisch angewandt - gar nicht geht. Wenn DU da widersprichst, dann bitte mal mit Fakten, nicht nur etwas behaupten..

Die beiden S1 und S2 dürfen nicht die gleiche Zeit anzeigen, weil - siehe RT und Chief. Also, was zeigen die drei Uhren genau an?

Deinen Fehler habe ich Dir schon erklärt, der ist der gleiche wie mit dem SL. Einmal beobachtest Du von IS1, dann springst Du ins IS2 um weiter zu erklären, das ist nicht zulässig. Du musst immer sämtliche Effekte aus einem oder dem anderen IS beschreiben. Nicht IS1 hat ZD und IS2 hat LK, das geht nicht und ist ein ganz fauler Trick. BEIDE haben ZD UND LK.

Du bist dran.

Herzliche Grüße
Jondalar
 
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mi 6. Nov 2013, 10:49

contravariant hat geschrieben:Das Myon ruht in seinem Ruhesystem und ist im Erdsystem bewegt. Da springt einem die Symmetrie ja direkt ins Auge. - Und nein, in der SRT ist der Abstand zwei Objekte nicht unabhängig vom IS. Das kann man direkt mithilfe der LT berechnen.

Wo denn springt einem die Symmetrie ins Auge, wenn der Abstand zweier Objekte nicht unabhängig vom IS ist. Das wäre eine ausgemachte Asymmetrie und ganz falsch; auch in der SRT.

Richtig hingegen ist: Der Abstand zweier Objekte ist unabhängig vom IS.
Im folgenden Bild sind am Myon und an der Erde Maßstäbe fest angebracht und die Verhältnisse in den beiden RuheIS dargestellt:

Myonen.PNG
Myonen.PNG (5.22 KiB) 5225-mal betrachtet


Wer findet die Asymmetrie?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Titus » Mi 6. Nov 2013, 11:45

selbst gelöscht
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mi 6. Nov 2013, 12:40

Titus hat geschrieben:Also die Tatsache, dass gemäß SRT jeder den Maßstab des anderen symmetrisch kontrahiert sieht, impliziert keineswegs den Schluss, dass die damit gemessene Länge eines dritten Objekts auch wechselseitig kontrahiert gemessen wird, denn das hängt (wie oben ausgerechnet) von der Bewegung dieses dritten Objekts (Atmosphäre) relativ zu den benutzten Maßstäben ab.

Das dritte Objekt Atmosphäre kannst du getrost vergessen. Maßgebend sind allein die Objekte Erde und Myon. Und da ist nun mal alles symmetrisch, womit die Myonenstory zum Fake wird.
Falls dich das zeitlich parallelisiert hat, noch einmal:

Bild
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Mi 6. Nov 2013, 12:47

Titus hat geschrieben:Dieses Experiment ist definiert dadurch, dass bei einer bestimmten Stelle in der Atmosphäre kosmische Strahlen auftreffen und Myonen erzeugt werden, welche dann später die Erde erreichen. Das wird von allen Beobachtern so gesehen. Denn wären keine Luftteilchen an bestimmten Stellen mit den Strahlen kollidiert, würden keine Myonen entstehen. Und diese Kollisionen spielen sich immer ungefähr in den höheren Regionen der Atmosphäre ab. Deswegen gilt für alle Beobachter die Frage: Wie groß ist im jeweiligen IS die Ausdehnung der Atmosphäre bis zur Erde?

Das lieber Titus ist eine falsche Voraussetzung für diese Definition des Experiments, denn es würde bedeuten, dass die Lebensdauer eines Pions vom Vorhandensein von Luft abhängt und die Pionen in dieser Höhe nur deshalb zu Myonen zerfallen, weil sie auf Luftteilchen stoßen und bei fehlender Luft länger leben oder gar nicht zerfallen würden. Das ist nicht der Fall. Die Zerfallswahrscheinlichkeit von instabilen Teilchen, also ihre durchschnittliche Lebensdauer ergibt sich durch spontanen Übergang in einen Zustand kleinerer Energie und ist eine intrinsische Eigenschaft des instabilen Teilchens. Alle diese Teilchen haben im Vakuum die ermittelten Halbwertszeiten, und bei Vorhandensein von Luft müssten sich diese Zeiten verkürzen. Daher wäre die Annahme, ein Myon könnte die kontrahierte Strecke mit seiner im Vakuum ermittelten Lebenszeit durchmessen, schon mal falsch, denn es bewegt sich ja durch Luft und müsste demnach noch schneller zerfallen als im Vakuum. Es wird aber angenommen, dass es in seinem Ruhesystem dieselbe Lebensdauer hat wie im Vakuum. Daher ist die Luft der Atmosphäre völlig irrelevant. Das gilt für das Myon ebenso wie für das Pion, aus dem es entsteht. Ist aber Luft eine Ursache für den Zerfall, dann würde das Myon in seinem Ruhesystem schneller zerfallen als im Vakuum und auch die verkürzte Strecke zur Erde nicht überleben, d.h. die Rechnung mit der LK kann dann nicht zutreffen. Man muss sich daher entscheiden: ist Luft ein Argument für die Lebenszeit eines instabilen Teilchens und Pionen zerfallen unabhängig von ihrer möglichen Vakuum-Lebenszeit bei Berührung mit Luft, dann zerfallen auch Myonen unabhängig von ihrer Vakuum-Lebenszeit schon früher. Oder die Luft spielt in beiden Fällen keine Rolle - aber dann kann man nicht mit der Ausdehnung der Atmosphäre argumentieren. Denn dann spielt sie keine Rolle. Und spielt sie eine Rolle, nützt die Kontraktion der Atmosphäre nichts, weil Myonen dann eben in ihrem Ruhesystem nicht gleich lang leben wie im Vakuum.
Das Argument, es würden keine Myonen entstehen, wenn keine Luft vorhanden wäre, ist daher nicht nachvollziehbar. Denn die Entstehung der Myonen hängt von der Zerfallswahrscheinlichkeit der Pionen ab, und erhöht diese sich wegen der Luft, dann erhöht sie sich auch bei den Myonen aus dem gleichen Grund. Und der ZD-Beweis ist demnach wieder nur eine Konstruktion aus inkonsequenten Definitionen!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Mi 6. Nov 2013, 13:00

Ernst hat geschrieben:Wo denn springt einem die Symmetrie ins Auge, wenn der Abstand zweier Objekte nicht unabhängig vom IS ist..


Das Szenario ist ein vollkommen Symmetrisches, wenn man bei den aufeinander zufliegenden Objekten die Zeit t von -unendlich bis +unendlich laufen lässt.

Symmetrische Endlosschleife
………….
Also für Blau gilt 1 s bis zum Crash. Blau registriert auf der grünen Uhr 0,8s bis zum Crash.

Also für Grün gilt 0,8s bis zum Crash. Grün registriert auf der blauen Uhr 0,64s bis zum Crash.

Also für Blau gilt 0,64 s bis zum Crash. Blau registriert auf der grünen Uhr 0,512s bis zum Crash
……………


Asymmetrie kommt erst dann zustande, wenn man einen winzigen Ausschnitt davon aus dem Zusammenhang reißt.

Dann wird eben auf der Erde bei einem Myon, das im Eigensystem nur 0,8 Sekunden lebt…

…eine Lebenszeit von 1s gemessen.

Wenn jemand meine Aussage anzweifelt, dann möchte ich, dass er selbst ein Minkowskidiagramm zum Thema malt oder anhand der LT mir vorrechnet, dass meine Rechenergebnisse nicht der LT entsprechen.
Dateianhänge
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Mi 6. Nov 2013, 13:01

Guten Tag hat geschrieben:@ Harald Maurer

Zitat: "...Erde misst Myon in 10 km Entfernung, also x=10 km, t=0..."

Genau, es mißt den PUNKT der Entstehung mit 10 km. Und dieser Punk ruht zur Erde.


Unsinn. Es wird in einem mit v=-0,9994 c relativ bewegten IS' ein in diesem IS' ruhendes Pion aus dem Ruhesystem der Erde IS beobachtet, dass in einer Entfernung von 10 km in ein Myon und ein Myon-Neutrino zerfällt und das Myon die Strecke zur Erde fortsetzt. Da gibt es keinen relativ zur Erde ruhenden "Punkt", sondern ein Teilchen, dass nur zu einem bestimmten Zeitpunkt, der im Erdsystem mit t=0 festgelegt wird, diese Entfernung hatte. Laut SRT werden relativ bewegte Inertialsysteme (das sind Koordinatensysteme) von ruhenden Beobachtern aus längenkontrahiert gemessen. Ermittelt man mit der LT, was im Ruhesystem IS' gemessen wird, muss sich daher ergeben, dass die im IS Erde gemessenen Werte, sowohl Längen als auch Zeiten betreffend, im IS' größer ausfallen. D.h. die Werte im Erdsystem sind gegenüber dem IS' zeitdilatiert und längenkontrahiert! Die Entfernung zu dem im IS' ruhenden Teilchen, von der Erde gemessen mit 10 km, wird daher im Ruhesystem IS' gemessen mit
x=10 km --> x'=288,71844561, also rund 28 mal länger, weil die Endpunkte hier in einem Zeitabstand von 0,000962483234127451259 s gemessen werden.

Genauso mißt das zur Erde ruhende Myon, denken Sie an mein Beispiel mit dem Sieb, 10 km.

Das Sieb braucht man nicht. Im Ruhesystem IS' ruht das Myon ohnehin und die Erde ist bewegt. Diese 288,71844561 km kommen durch ungleichzeitige Messung der Endpunkte an der bewegten Erde zustande. Misst man im IS' diese Punkte aber gleichzeitig, also ohne diese Zeitdifferenz von 0,000962483234127451259 s, dann werden diese 288,71844561 km längenkontrahiert mit 10 km gemessen! Andersrum würde man im Erdsystem bei ungleichzeitiger Messung im selben Zeitabstand ebenfalls eine Länge von 288,71844561 km messen. Die Längenkontraktion ist ein reiner Effekt aus der RdG, und alle Effekte gelten gleichermaßen für die beiden Systeme. Bei gleichzeitiger Messung (t'=t) misst man von jedem System aus eine verkürzte Länge von 10 km!

Was es für eine Rolle spielt, in welchem IS das Myon tatsächlich ruht (und es ruht nicht im System der Erde), habe ich bereits beschrieben. Aber Sie nehmen meine Beiträge offenbar nicht zur Kenntnis, sondern versuchen stets nur ihren falschen Standpunkt zu zementieren. Ich wiederhole mich hier gerne, weil Sie das vermutlich nicht gelesen bzw. nicht verstanden haben. Ich habe da 2 Szenarien beschrieben, die trotz eines Unterschiedes dasselbe Ergebnis mit der LT ergeben:

Auf der Erde steht ein 10 km hoher Turm. Dieser Turm ruht im Koordinatensystem der Erde, an seiner Spitze befindet sich ein Teilchen, das zur Zeit t=0 fallen gelassen wird und nun mit v=-0,9994 c zum Turmboden saust und nach 0,000033376435381 s dort ankommt. Die Ausgangswerte für die LT für das Ereignis "Ankunft am Turmboden" sind:
x=0, t=0,000033376435381 s
Das Ergebnis aus der LT ist:
x’= 288,71844561km, t'=0,0009636392543225 s
Das Teilchen wurde im System S' fallen gelassen zur Zeit t'=0,00096248323412 s und kommt bei t'=0,0009636392543225 also nach 0,0000011560202025 s an, hat also mit v=0,9994 c eine Strecke von 346,3582 km zurückgelegt. Wir werden sagen: Aha, der Turm hat sich für das Teilchen verkürzt, also hat die Längenkontraktion der SRT zugeschlagen! Im System S' hat sich das auf der Koordinate x’= 288,71844561 km abgespielt.

Jetzt lassen wir den Turm weg, und da ruht auch kein Teilchen, sondern es rast eines bereits auf die Erde zu, und als es 10 km weit entfernt ist, legen wir fest, es sei in diesem Moment t=0 und das Teilchen kommt nach 0,000033376435381 s am Erdboden an. Die Ausgangswerte für die LT sind demnach dieselben wie vorhin:
x=0, t=0,000033376435381 s
und es wird nicht überraschen, dass auch das Transformationsergebnis dasselbe sein wird wie vorhin!

Worin besteht aber nun ein Unterschied?
Im ersten Fall ist das Teilchen am Turm befestigt, bewegt sich mit der Erde zur Koordinate x’= 288,71844561 km mit und kann daher dort problemlos auch 0,00096248323412 s später im System S' fallen gelassen werden. Und damit könnte man auch ZD und LK bestätigen, wenn es gar nicht am Turmboden ankommen dürfte, es aber dennoch tut.

Im zweiten Fall kommt das Teilchen bereits samt seinem Bezugssystem daher gesaust und wir messen den Raum dazwischen zur Zeit t=0 gerade mit 10 km. Das Teilchen ist nirgendwo befestigt und bewegt sich mit der Erde daher nicht mit bis zur Koordinate x’= 288,71844561 km. Da ist das Teilchen also gar nicht, und kann daher auch nicht nach 346 m am Erdboden ankommen. Denn Erde und Teilchen sind längst aneinander vorbei gerauscht!

Wer den Unterschied nicht erkennt, wird mit dem mathematischen Resultat aus dem zweiten Szenario die ZD und LK als bestätigt sehen und das ist freilich ein Irrtum, denn da gibt es ja keinen Turm, auf welchem ein Myon gewartet hätte, bis es zwecks Messung fallen gelassen wird! Das Resultat aus der LT träfe also nur im ersten Szenario zu!

Doch dieses Szenario haben wir nicht. Der Turm würde ja im Erdsystem nicht kontrahiert gemessen, wohl aber im Myonensystem! Die Länge des im Erdsystem ruhenden Turms ist zeitunabhängig stets 10 km, aber im zweiten Szenario messen wir eine Länge, die nur zum Zeitpunkt t=0 existiert und zum Zeitpunkt t'=0,00096248323412 s 28 mal länger gemessen wird. Es ist also demnach von vornherein eine relative Länge, an deren Endpunkt das Myon nicht ruht, bis es fallen gelassen wird. Und deswegen kann das im Erdsystem beschriebene Ereignis, aus welchem eine ZD geschlossen wird, im System des Myons auf der Koordinate x’= 288,71844561 km gar nicht stattfinden. Das könnte nur der Fall sein, wenn die Entstehung eines Myons ein Ereignis wäre, das im Erdsystem ruht und daher diesem System zugeschrieben werden muss. Aber das ist nicht der Fall. Das Myon entsteht im relativ bewegten Koordinatensystem IS' !

Es sieht also von der Erde aus gesehen so aus:
Bild
Und vom Ruhesystem des Myons so:
Bild
Würde das Myon von einem 10 km hohen Turm der Erde fallen gelassen, dann würde es tatsächlich zum Zeitpunkt t'=0,00096248323412 s an der Koordinate x’= 288,71844561 km vom Turmboden erreicht werden können. Es entsteht aber zu diesem Zeitpunkt an einem Ort, der nicht mit der Erde mitgegangen ist! Daher trifft die zweite Animation zu, und der sogenannte "Beweis" der ZD mit dem Myon ist mit SRT und LT eben nicht verifizierbar.

Darum explizit meine Frage, was ist an meinem Gedankenexperiment falsch?

Alles, denn es hat nichts mit der SRT zu tun!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mi 6. Nov 2013, 13:06

Harald Maurer hat geschrieben:Das lieber Titus ist eine falsche Voraussetzung für diese Definition des Experiments, denn es würde bedeuten, dass die Lebensdauer eines Pions vom Vorhandensein von Luft abhängt und die Pionen in dieser Höhe nur deshalb zu Myonen zerfallen, weil sie auf Luftteilchen stoßen und bei fehlender Luft länger leben oder gar nicht zerfallen würden.

Das meint er wohl nicht. Er stellt fest, daß die Atmosphäre an die Erde angenagelt ist und an das Myon nicht. Dann macht er die Atmosphäre zum alleinigen Maßstab und fabriziert eine Asymmetrie. Was natürlich Unfug ist.
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Ernst
 
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon All » Mi 6. Nov 2013, 13:18

Jondalar hat geschrieben:
Ich habe danach gefragt, was mit der Materie passiert, für die von uns aus gesehen keine Zeit mehr existiert. Die "verschwindet" ja nicht einfach, oder ist das ein neuer Zaubertrick der RT? Am EH bleibt von uns aus gesehen die Zeit stehen und das Teilchen fällt niemals in das SL - WAS PASSIERT MIT DER MATERIE?


Nach neuesten Berechnungen und Erkenntnissen handelt es sich bei Materie um stehende in sich isolierte und verdichtete Wellen, die nach Auflösung wieder eine durchgehende Wellenstruktur bilden.

Des Weiteren wurde mathematisch nachgewiesen, dass SL lediglich auf das Versagen der Mathematik beruhen. Die vorher bestimmten Strukturen verlieren ihre Berechenbarkeit.


Viele Grüße ;)

All
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