Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Di 5. Nov 2013, 19:49

contravariant hat geschrieben:Bei der RdG ist die Situation noch ein wenig schwieriger, da man für den direkten, naiven Nachweis zwei Versuchsaufbauten bräuchte, die eine relativistische Relativgeschwindigkeit haben. Das lässt sich technisch nicht umsetzen.

Bei der heute extrem hohen Meßgenauigkeit für Zeitintervalle sollte das kein Problem sein. Das Problem dürfte eher das Unbehagen sein, daß man keine RdG messen würde.
Jedenfalls solange die RdG nicht experimentell erwiesen ist, ist es die SRT auch nicht.

Ernst hat geschrieben:Aha. Dann unterliegt er in beiden Ruhe-Systemen der LK. Er ist im System der Erde kontrahiert und er ist im System des Myons kontrahiert.
Die 20km ist dann der kontrahierte Abstand.

Nein. Diese Strecke ruht ja nur im Erdsystem. Im Erdsystem ist sie also nicht kontrahiert. Im Myonensystem ist die Strecke bewegt und entsprechend kontrahiert.

Wie kann denn ein Abstand zwischen zwei Objekten nur im (willkürlich ausgewählten) Ruhesystem des einen Objektes nicht kontrahiert sein?
Entweder ist der Abstand in beiden Ruhesystemen kontrahiert oder in keinem von beiden. Das allein ist noch offen.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Jondalar » Di 5. Nov 2013, 19:51

Guten Tag hat geschrieben:ps.: Ich erinnere Sie an Ihren hehren Vorsatz, über Physik diskutieren zu wollen. Ihr letzter Satz ist also deplatziert. ARGUMENTE.


Sehr gut, damit bin ich sehr einverstanden!

Da Du so ein ultimativer Schlaumeier bist und harte Fakten diskutieren willst, erklär doch mal für uns doofe Kritiker, was bei folgendem Szenario heraus kommt:

Ich habe eine Raumstation und von der aus schicke ich zwei Satelliten mit 0,5c ins All - einen links von mir raus, den anderen rechts. Die lasse ich nun eine Zeit x lang so dahinfliegen und dann wieder umkehren. In dem Moment, in dem sich alle wieder bei meiner RS treffen, synchronisiere ich die Uhren und lasse die Satelliten weiterfliegen. Nach einer Zeit x kehren die Beiden wieder zu mir zurück. WAS zeigen die Uhren nun? Was zeigt die Uhr in der RS, was die im S1 und was die im S2?

Und noch eine Fleissaufgabe für Ultraschlaue, mal sehen, ob Du Dich in dieser Kategorie finden kannst ;) :

Am EH eines SL bleibt für uns Beobachter die Zeit eines hineinfallenden Teilchens stehen, wir sehen es niemals hineinfallen. Also frage ich Dich, oder auch nicht Dich, weil Du es sowieso nicht beantworten kannst, WOHIN verschwinden Milliarden von Sonnenmassen, die sich so am EH des SL angesammelt haben und NIEMALS hineinstürzen können, weil die Zeit da still steht?

Leg los Tiger.

Herzliche Grüße
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Di 5. Nov 2013, 19:56

Guten Tag hat geschrieben:Mein langsames Gehirn denkt wenigstens richtig.

Nee.

Wo bitte schön sind die Inertialsysteme. Ohne auch keine SRT!!

Siehst du?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Guten Tag » Di 5. Nov 2013, 20:05

@ Jondalar

I. Zu Frage 2. Je näher ein Teichen dem EH eines SL kommt umso langsamer werden die von ihm in unsere Richtung abgestrahlten Signale.
II. Sehen bedeutet Signale (Lichtquanten) empfangen.
=> irgendwann ( am EH) verlangsamen sich die Signale soweit, daß keines mehr unser Auge (Messinstrument) erreicht

War ja einfach.
Frage 1 beantworte ich Ihnen, wenn Sie in meinem Gedankenexperiment Fehler aufzeigen. Also, nicht nur fragen, 1000 Narren können mehr fragen,
als ein Weiser beantworten kann, sondern mal antworten, Papiertiger.

Zur Not beantworten Sie mir die Frage:
WIE synchronisieren Sie die Uhren aneinander vorbeifliegender Satelliten???
Guten Tag
 
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Jondalar » Di 5. Nov 2013, 20:12

Guten Tag hat geschrieben:@ Jondalar

I. Zu Frage 2. Je näher ein Teichen dem EH eines SL kommt umso langsamer werden die von ihm in unsere Richtung abgestrahlten Signale.
II. Sehen bedeutet Signale (Lichtquanten) empfangen.
=> irgendwann ( am EH) verlangsamen sich die Signale soweit, daß keines mehr unser Auge (Messinstrument) erreicht

War ja einfach.
Frage 1 beantworte ich Ihnen, wenn Sie in meinem Gedankenexperiment Fehler aufzeigen. Also, nicht nur fragen, 1000 Narren können mehr fragen,
als ein Weiser beantworten kann, sondern mal antworten, Papiertiger.

Zur Not beantworten Sie mir die Frage:
WIE synchronisieren Sie die Uhren aneinander vorbeifliegender Satelliten???


Es geht

I. Nicht um Deine Gedanken, dazu habe ich Dir schon eine Antwort geschrieben: x sieht y 10 Km entfernt und y sieht x 10 Km entfernt. DAS ist Symmetrie, das andere sind faule Hütchentricks.
II. Nicht darum, was ich am SL MESSE, sondern, wohin die Mrd Sonnenmassen verschwinden, wenn da die Zeit stehen bleibt. Nicht ausweichen und nicht selbstherrlich irgendeinen Quatsch posten, Fakten auf den Tisch!
III. Her mit Antwort auf 1, meine Antwort auf Deine Frage haben ich nun zweimal gepostet.
IV. Ich hoffe, DU verschwendest nicht auch meine Zeit wie die anderen Relativisten hier, die ALLE keinerlei Antwort auf diese beiden Fragen finden. Jeder lamentiert nur mit Formeln und Bladibla herum - Antwort oder nicht Antwort?

Herzliche Grüße

Nachtrag: Zur Not, synche ich die mit nem Kontaktschalter.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Di 5. Nov 2013, 20:13

Guten Tag hat geschrieben:I. Man ermittele die Ruhelänge
II. Man ermittele die Eigenzeit
III. Man wende die LT an

zu I. Ruhelänge ist eine Strecke in der Punkte zueinander ruhen. Diese liegen in EINEM Bezugssystem.
zu II. Eigenzeit ist die Zeit, in der Punkt und Messender zueinander ruhen. Diese liegen in einem Bezugssystem.
zu III. Danach lasse man die BS von Strecke und Punkt, die sich dort befinden gegeneinander laufen. Und zwar so, daß man jeweils das eine als ruhend ansieht.

Punkt gegen Strecke aus Sicht des Punktes Längenkontrahierte Strecke.
Strecke gegen Punkt aus Sicht der Strecke, zeitdilatiert.

Noch Fragen oder Fehleraufzeigung in meinem Experiment?

Wegen 100% Blödsinn kein Raum für eine Frage.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Di 5. Nov 2013, 20:18

Guten Tag hat geschrieben: ABER, die SRT besteht aus mehr als dem RP.

Das ist noch lange kein Grund, sie zu unterschlagen, um die Myonenstory zu fälschen.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon contravariant » Di 5. Nov 2013, 21:05

Ernst hat geschrieben:Bei der heute extrem hohen Meßgenauigkeit für Zeitintervalle sollte das kein Problem sein.

Tatsächlich? Nehmen wir doch mal einen Stab der Länge 1m der sich mit 1km/s relativ zu unserem Labor bewegt. Das sind ja so ungfähr Größenordnungen die sich tatsächlich realisieren lassen. Die Längenkontraktion in für diese Werte beträgt ungefähr 6pm, also grob ein Hunderdstel eines Atomdurchmesser. Man kann jetzt zum Beispiel an beiden Enden dieses Stabs Lampen anbringt, die im Stabsystem gleichzeitig aufleuchten. Im Laborsystem würde man diese Signale aufgrund der RdG mit einem Zeitversatz von ungefähr 10fs messen, das sind so ungefähr 10 Schwingungen von sichtbarem Licht. Dieses Effekte direkt zu messen ist - sagen wir mal - eher sportlich.

Ernst hat geschrieben:Jedenfalls solange die RdG nicht experimentell erwiesen ist, ist es die SRT auch nicht.

Wenn einem die Argumente ausgehen, kann man immer noch die eigene Meinung als Wahrheit festlegen. Ich betrachte das jetzt mal gutmütigerweise as Satire.

Ernst hat geschrieben:Wie kann denn ein Abstand zwischen zwei Objekten nur im (willkürlich ausgewählten) Ruhesystem des einen Objektes nicht kontrahiert sein?
Entweder ist der Abstand in beiden Ruhesystemen kontrahiert oder in keinem von beiden. Das allein ist noch offen.

Den Anstand zwischen den beiden Objekten gibt es aufgrund der LK nicht. Es gibt nur den Abstand, der in einem bestimmten System gemessen worden ist. Und in diesem System die gemessene Strecke nicht kontrahiert.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Di 5. Nov 2013, 21:38

contravariant hat geschrieben:Dieses Effekte direkt zu messen ist - sagen wir mal - eher sportlich.

Da verkennst du den Erfindugsgeist der Experimentatoren. Die haben noch immer einen Weg gefunden, derartige Effekte experimenetell aufzubereiten. So sie wollen.
Wer hätte vor mehr als hundert Jahren vor Michelson angenommen, daß man Lichtlaufzeiten bei einem Effekt zweiter Größenordnung vergleichen kann.
Oder mit den einfachen verfügbaren Mitteln 1728 die Lichtgeschwindigkeit zu 301000km/s ermitteln konnte.
Nein, wenn man wollte, könnte man. Wenn man wollte.

Ernst hat geschrieben:Jedenfalls solange die RdG nicht experimentell erwiesen ist, ist es die SRT auch nicht.

Wenn einem die Argumente ausgehen, kann man immer noch die eigene Meinung als Wahrheit festlegen.

Behauptet der Bauer, ein rotes Huhn gezüchtet zu haben, muß er es zeigen. Sonst nimmt ihm das niemand ab

Es gibt nur den Abstand, der in einem bestimmten System gemessen worden ist. Und in diesem System die gemessene Strecke nicht kontrahiert.

Das "bestimmte System" ist einmal die Erde und andermal das Myon. Beide sind gleichberechtigt. Und beide messen daher den gleichen Abstand.

Ich habe den Eindruck, du argumentierst nur noch deiner Reputation willen und hast die Symmetrie der Geschichte längst erfaßt.
Andernfalls hilft diese Diskussion nicht mehr weiter.

Fakt ist, daß ein Abstand zweier bewegter Objekte in den beiden Ruhe-Systemen der Objekte identisch ist.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon contravariant » Di 5. Nov 2013, 22:14

Ernst hat geschrieben:Nein, wenn man wollte, könnte man. Wenn man wollte.

Hast du irgendwelche Quellen, dass Messungen mit ähnlicher zeit- oder räumlicher Auflösung durchgeführt worden sind?

Ernst hat geschrieben:Behauptet der Bauer, ein rotes Huhn gezüchtet zu haben, muß er es zeigen. Sonst nimmt ihm das niemand ab

Mach noch ein paar Smilies dran, dann bist du chiefs Niveau angekommen.

Ernst hat geschrieben:Das "bestimmte System" ist einmal die Erde und andermal das Myon. Beide sind gleichberechtigt. Und beide messen daher den gleichen Abstand.

Ich habe den Eindruck, du argumentierst nur noch deiner Reputation willen und hast die Symmetrie der Geschichte längst erfaßt.
Andernfalls hilft diese Diskussion nicht mehr weiter.

Fakt ist, daß ein Abstand zweier bewegter Objekte in den beiden Ruhe-Systemen der Objekte identisch ist.

Das Myon ruht in seinem Ruhesystem und ist im Erdsystem bewegt. Da springt einem die Symmetrie ja direkt ins Auge. - Und nein, in der SRT ist der Abstand zwei Objekte nicht unabhängig vom IS. Das kann man direkt mithilfe der LT berechnen.
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