Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Guten Tag » So 3. Nov 2013, 16:45

@ Harald Maurer

Ganz Allgemein:

Die LG sei 300000 km/sek. Gemessen in einem Zweiwegverfahren zwischen zueinander ruhenden
Satellit und der Erde.


Messungen auf der Erde sollen für einen grünen Farbpunkt der zum Messenden RUHT folgendes ergeben haben:
I.Sobald der grüne Punkt mit etwas in Berührung kommt, ändert er seine Farbe zu Rot
II. Nach 1,5 mikrosek.(Zeit des Messenden, diese nennen wir LINEALZEIT) ändert er seine Farbe zu Blau
III. Dieses Zeitintervall(Entstehung bis Auslöschung) nennen wir EXISTENZZEIT,
Existenzzeit und Linealzeit sind hier gleich groß

Das Experiment:

Ein grüner Farbpunkt(von einem Satelliten erzeugt und abgefeuert) bewegt sich relativ zur Erde mit 99,9 % der LG
geradlinig gleichförmig durch das Universum auf die Erde zu.
Sobald der Farbpunkt irgendwo (x) auf etwas trifft, ändert er seine Farbe in Rot( Geschwindigkeit und
Richtung ändern sich nicht) und zieht eine rote Spur. Nach der EXISTENZZEIT ändert der Farbpunkt seine Farbe von
Rot zu Blau bei (y) und zieht eine blaue Spur. Das, worauf der Farbpunkt trifft sei ein Lineal(Stab mit einer Skala
gleicher Abstände genannt km), welches senkrecht auf der Erdoberfläche steht.

Die Frage ist nun, wie lang ist die rote Spur( x bis y) auf dem Lineal?

Der Erwartungswert(die Erwartungslänge), ausgehend von der Messung am ruhenden Punkt, sei ca. 0,45 Abstände (km).
Auf dem Lineal findet sich aber eine rote Spur (x bis y ruht zur Erde, daher nennt man das Ruhelänge) von 10 km Länge.

Wie ist das zu erklären?

A) Die Existenzzeit hängt von der Geschwindigkeit ab
Diese Erklärung wird verworfen, da Experimente ergaben, ein roter Farbpunkt, in einem sich unterschiedlich schnell
Richtung Erde bewegenden Satelliten, hat immer dieselbe Existenzzeit.
B) Längen sind nicht absolut sondern hängen von der Geschwindigkeit ab
Weitere Messungen ergaben den Zusammenhang Erwartungslänge=Ruhelänge*Term
wobei die Erwartungslänge immer <= Ruhelänge ist.
Da die Geschwindigkeit(Farbpunkt) = Länge/Zeit ist, also Erwartungslänge/Existenzzeit, und die Relativgeschwindigkeiten
(es ist egal, ob man annimmt, der Farbpunkt bewegt sich am Lineal vorbei oder das Lineal am Farbpunkt)
selbstverständlich auch gleich, muß die Geschwindigkeit(Lineal) gleich der Geschwindigkeit(Farbpunkt) sein.
D.h. Erwartungslänge/Existenzzeit = Ruhelänge/Linealzeit

Linealzeit = Ruhelänge * Existenzzeit/Erwartungslänge

Linealzeit ist immer >= Existenzzeit ZEITDILATATION
Erwartungslänge ist immer <= Ruhelänge LÄNGENKONTRAKTION

@ alle

Evtl Fehler sind begründet aufzuzeigen. Dumme Kommentare sind nicht zielführend und schon gar keine Widerlegung.

Guten Tag
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Guten Tag » So 3. Nov 2013, 17:09

@ Chief

Chief hat geschrieben:
Guten Tag hat geschrieben:@ Harald Maurer

Ganz Allgemein:

Die LG sei 300000 km/sek. Gemessen in einem Zweiwegverfahren zwischen zueinander ruhenden
Satellit und der Erde.

...

Nö, die LG ist nur im nichtrotierenden mitbewegten Koordinatensystem der Erde konstant und gleich c (Beweis: GPS)! :mrgreen:

N.Ashby hat geschrieben:In the GPS, the Sagnac effect arises because the primary reference
frame of interest for navigation is the rotating Earth-Centered, Earth-
Fixed frame, whereas the speed of light is constant in a locally inertial
frame, the Earth-Centered Inertial frame
.


Guten Abend


Danke für Ihr anschauliches Beispiel nichtverstehenden Lesens. Wo bitte schreibe ich in meinem Beitrag, die LG sei konstant?
Ich schrieb, sie wurde gemessen mit 300000 km/sek, in einem Zweiwegverfahren zwischen zueinander ruhenden Satellit und Erde.
Ob dieses System rotiert oder nicht ist für die Messung in meinem Gedankenexperiment irrelevant!!
Und Sagnac ist hier nicht das Thema.
Guten Tag
 
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » So 3. Nov 2013, 17:10

DerDicke hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Zwei Tennisbälle mit Myonen darauf, welche sich mit einer Relativgeschwindigkeit zueinander bewegen. Sonst nichts

Ernst hat einen schwammig-nebulösen Denkansatz für ein Tennisballmyonen-Szenario geliefert.

Dicker, wenn du so eine einfache Konstellation nicht klar sehen kannst, dann gute Nacht.
Schlaf gut, aber laß die Hände von Naturwissenschaft.
.
.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » So 3. Nov 2013, 17:27

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:x'=(x-vt)gamma
t'=(t-vx/c²)gamma

Die Mathematik ist ja bekanntlich unbestechlich, dazu muss man allerdings die mathematischen Begriffe präzise verwenden. Betrachte: (x',t') = A (x,t). A ist die (Matrixdarstellung der) Lorentztrafo

Ja und? Genau das ergibt für ein vorgegebenes t die angegebene Beziehung

t'= [t(1-v²/c²)-x'v/(gamma*c²)]gamma

Ernst hat geschrieben:Waaaas???
Das Problem liegt einfach darin, daß das physikalischer Unsinn ist.

Die Beobachtung widerspricht der absoluten Zeit Newons, das ist korrekt.

Wenn's denn nur das wäre.
Es ist ja nicht nur die ZD. Es ist eine Welt, in welcher an jedem Ort eine andere Zeit vorhanden ist. Vergangenheit und Zukunft liegen nebeneinander; haben einen räumlichen Abstand.

Abgesehen davon, warum genau ist das physikalischer Unsinn?

Weil es niemand je beobachtet oder gemessen hat. Weil es daher aller Erfahrung widerspricht.
.
.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon contravariant » So 3. Nov 2013, 17:49

Ernst hat geschrieben:Wenn's denn nur das wäre.
Es ist ja nicht nur die ZD. Es ist eine Welt, in welcher an jedem Ort eine andere Zeit vorhanden ist. Vergangenheit und Zukunft liegen nebeneinander; haben einen räumlichen Abstand.

Das ist ja nso auch nicht der Fall. Du musst dir nur deine eigene Formel anschauen:
t'= [t(1-v²/c²)-x'v/(gamma*c²)]gamma
=> t = (t' + x'v/(gamma c^2)*gamma/(1 - v^2/c^2)
Zu jedem Punkt in S' (x',t') gibt es also ein t, so dass deine Formel erfüllt ist.

Deine "Welt" entsteht erst durch deine Festlegung auf ein bestimmtest t. Diese Festlegung hast du bisher allerdings in eine Form begründet.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Guten Tag » So 3. Nov 2013, 18:17

@ contravariant

Weder Schlagwortschief noch Crashway noch UnErnst sind diskussionswürdig.
Ich gehe davon aus, daß Physiker ernsthafte Menschen sind, in ihrem Beruf, und nicht irgendwelchen Unsinn zusammenspinnen.
Nur um die SRT zu retten studieren die nicht ein paar harte Jahre, ahnungslos fremdgesteuert, fernab jeglicher Realität.
Wenn mir also etwas an der SRT nicht verständlich ist muß ich davon ausgehen, daß es an MIR liegt. Ich versuche dann das Problem
zu durchdenken. Das versuchen oben genannte Herren schon lange nicht mehr, da sie davon ausgehen, zehntausende Physiker seien blöd
und manipuliert.

Im übrigen gilt:
Contra negantem principia non est disputandum

Guten Tag
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » So 3. Nov 2013, 18:24

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Wenn's denn nur das wäre.
Es ist ja nicht nur die ZD. Es ist eine Welt, in welcher an jedem Ort eine andere Zeit vorhanden ist. Vergangenheit und Zukunft liegen nebeneinander; haben einen räumlichen Abstand.

Das ist ja nso auch nicht der Fall. Du musst dir nur deine eigene Formel anschauen:
t'= [t(1-v²/c²)-x'v/(gamma*c²)]gamma
=> t = (t' + x'v/(gamma c^2)*gamma/(1 - v^2/c^2)
Zu jedem Punkt in S' (x',t') gibt es also ein t, so dass deine Formel erfüllt ist.

Das ist doch nur die Umkehrung dieser surrealistischen Situation. Für konstantes t' ergibt sich ein ortsabhängiges t.

Deine "Welt" entsteht erst durch deine Festlegung auf ein bestimmtest t. Diese Festlegung hast du bisher allerdings in eine Form begründet.

Das ist keine Festlegung, sondern für die Gleichung eine spezielle berechtigte Annahme.

Dieses absurde Verhalten ist niemals experimentell beobachtet; es sei denn in "Gedanken"experimenten.
.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » So 3. Nov 2013, 18:27

Guten Tag hat geschrieben:Ich versuche dann das Problem zu durchdenken.

:lol: :lol: :lol:

Guten Tag

Gute Nacht
.
.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Guten Tag » So 3. Nov 2013, 18:38

@ Chief

Das hat nichts mit Einstein zu tun. Der hat sich oft genug geirrt. Zehntausende studierte Physiker sind aber sicher
Fehler unanfälliger als ich und SIE!

@ Ernst

Noch einmal: KEIN Physiker behauptet, daß jede mathematische Formel einen physikalischen Sinn hat.
Ich brachte das Beispiel mit F=ma . Das gilt nicht für eine zwischen zwei festen Punkten gespannte Feder.
Die falsche Anwendung einer Formel, führt zu falschen Schlußfolgerungen.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon contravariant » So 3. Nov 2013, 18:55

Ernst hat geschrieben:Das ist doch nur die Umkehrung dieser surrealistischen Situation. Für konstantes t' ergibt sich ein ortsabhängiges t.

Nein. Diese Formel bestimmt nur die Zeitkoordinate t des Urbildes von (x',t') unter dem Lorentzboosts mit v.

Ernst hat geschrieben:Das ist keine Festlegung, sondern für die Gleichung eine spezielle berechtigte Annahme.

Wieso ist es eine berechtigte Annahme nur t zu betrachten? Wie ich schon vorher geschrieben habe sind die LT bijektiv. Das bedeutet in diesem Kontext insbesondere, dass du ganz S transfomieren musst um ganz S' zu erhalten. Du transformierst allerdings nur eine Untermenge von S in dem du t festlegst. Also erhälst du nicht ganz S'. Diese Untermenge von S' hat keine konstantes t, da es in SRT keine absolute Zeit gibt.
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