julian apostata hat geschrieben:…so stirbt das Myon in „Schwarz“ bei t=t‘/wurzel(1-v²/c²)
bei x=v*t‘/wurzel(1-v²/c²)
Wo und wann das Myon stirbt, ist zur Feststellung gegenseitiger Lorentzkontraktion bei symmetrischem Vorgang völlig uninteressant. Es geht nur darum, dass vom Erdsystem die Strecke zum Myon ebenso verkürzt gemesssen wird wie dies vom Myonensystem aus verkürzt gemessen wird!
Und das Diagramm stammt nicht von mir, sondern aus Wikipedia und zeigt diese gegenseitige Längenkontraktion:

Die Längenkontraktion besagt, dass ein Längenmaßstab, der sich relativ zu einem Beobachter bewegt, aus dessen Sicht verkürzt erscheint,
und damit auch der Raum in diesem System selbst. Der Erd-Beobachter bewege sich auf der ct-Achse. Die Weltlinien der beiden Endpunkte einer relativ zu ihm bewegten Strecke bewegen sich entlang der ct'-Achse und parallel dazu durch A und B. Für den Beobachter reicht diese Strecke zur Zeit t=0 nur von O bis A. Für einen längs der ct'-Achse bewegten Myon-Beobachter, für den die Strecke ruht, hat sie im Moment t'=0 die größere Länge OB. Sie erscheint also dem Erd-Beobachter wegen OA<OB verkürzt.
Der Myon-Beobachter wird einwenden, dass der Erd-Beobachter Anfangs- und Endpunkt bei O und A und damit gar nicht gleichzeitig erfasst habe, so dass er aufgrund seiner zwischenzeitlichen Bewegung eine falsche Länge ermittelt habe. Über die gleiche Argumentation ermittelt der Myon-Beobachter für die Länge dieser Strecke, deren Endpunkte sich entlang der ct-Achse und parallel dazu durch C und D bewegen, eine Längenkontraktion von OD auf OC. Dass für jeden diese Strecke verkürzt erscheint, beruht auf der Relativität der Gleichzeitigkeit, wie das Minkowski-Diagramm dies zeigt.
Im vorliegenden Myonen-Beispiel ermittelt der Erd-Beobachter auf der ct-Achse die Entfernung zum Myon von O bis A mit 20 km.
Für einen Myon-Beobachter auf der ct'-Achse hat diese Strecke die größere Länge O bis B, also bei Relativbewegung v=0,9994 c gem.

577,43689122 km!
Diese Strecke misst der Erd-Beobachter wg. OA<OB daher verkürzt auf 20 km!
Der Myon-Beobachter hingegen misst eine Längenkontraktion von OD auf OC, also von O bis D = 577,43689122 km gem.

auf 20 km (=O bis C)!
Aus beiden zueinander relativ bewegten Systemen gesehen ist die Strecke 20 km eine verkürzte Strecke! Eine Folge der Symmetrie der rel. Effekte!
Das ergibt sich auch mit LT bei direkter Transformation aus jeweils einem der Systeme.
Im Erdsystem wird bei t=0 gemessen 20 km. Das wird im Myonensystem gemessen mit 577,43689122 km.
Dass diese Länge verkürzt mit 20 km gemessen wurde, kann man mit der Herleitung der LK-Formel zeigen:
Es sei Lo die Länge einer Strecke im Bezugssystem S’ (in dem sie ruht, man nennt Lo
daher Ruhelänge oder Eigenlänge von S').
Die beiden Enden dieser Strecke bezeichnen wir als x’1 und x’2 ; also ergibt sich Lo aus
x’2 – x’1 !
Wenn wir die bewegte Strecke nun aus dem (ruhenden) System S
beurteilen, müssen wir die beiden Endpunkte der Strecke mit der Lorentztransformation
transformieren.
Für das eine Ende: x1'= x1-vt1/sqrt(1-v²/c²) -- Ergebnis: x1'= 0
Für das andere Ende: x2'=x2-vt2/sqrt(1-v²/c²)-- Ergebnis: x2'= 577,43689122 km
Da gesetzt werden muss t'=t (gleichzeitige Messung!), muss t nicht transformiert werden!
Wir subtrahieren die beiden Gleichungen :
x2'-x1'= x2-x1/sqrt(1-v²/c²)
also: (weil L=x2-x1 und Lo'=x2'-x1')
Lo'=L/sqrt(1-v²/c²)
L ist demnach:
L=Lo'*sqrt(1-v²/c²)
L=577,43689122*sqrt(1-v²/c²)
L=20 km
Das bedeutet, sowohl vom Erdsystem aus als auch vom Myonensystem aus wird der Raum zwischen ihnen aufgrund der Symmetrie
verkürzt jeweils mit 20 km gemessen!
Die Annahme, aus Sicht des Erdsystems sei nur das Myon selbst kontrahiert, die Strecke dorthin aber nicht, wogegen dieselbe Strecke aus Sicht des Myons aber kontrahieren soll, ist nur ein Trick, um Asymmetrie in den Vorgang hinein zu bringen. Konsistent mit der SRT aber ist, dass diese Strecke von 20 km für beide Systeme bereits eine kontrahierte Strecke ist!
Und das ergibt sich mit der LT der Werte des Erdsystems in die SIcht aus dem Ruhesystem des Myons ganz automatisch, weil für das Ruhesystem des Myons das Erdsystem bewegt ist und dessen Werte für das Myon daher kontrahierte und zeitdilatierte Werte sind! Und nach dem RP treten die Effekte symmetrisch in beiden Systemen in gleicher Weise auf!
Nimmt man an, auf dem Erdboden landet ein Myon aus 20 km Entfernung (obwohl es das nicht könnte) wird von vornherein in die LT die ZD hineingebracht, obwohl die LT das gar nicht hergeben kann, denn aus Sicht des Ruhesystems Myon kann man nur etwas über die ZD im Erdsystem erfahren! Im
Ruhesystem des Myons läuft die Uhr aber schneller, nicht langsamer! Läuft eine Uhr im Erdsystem 1 s lang, so sind's im ruhenden Myonensystem bereits 28,871844561 s bei v=0.9994 c! Und geht man einfach her und transformiert einen Vorgang, der bereits eine ZD enthält, in das Myonensystem kann außer einem missglückten Zirkelschluss gar nichts heraus kommen, was mit der SRT konsistent wäre!
Und damit stirbt der ZD-Beweis mit diesem Myonenmärchen!
Grüße
Harald Maurer