Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Di 22. Okt 2013, 23:22

DerDicke hat geschrieben:Durch Differenzbildnung können Sie sich nun unschwer überzeugen, daß das Myon eine Eigenzeit von 2.3120E-006 sec durchlebt.

Richtig!
DerDicke hat geschrieben:mithin durchläuft die Erde in S' während der Lebensdauer des Teilchens die Strecke 577437m - 576744m = (traraaa) 693m

Ja, nur sind die 693 m am falschen Ende!
Nach LT ist im Ruhesystem des Myons die Erde x'=577,43689 km entfernt. Aber das ist eine positive Koordinate! Das ist auch klar, weil im Ruhesystem Myon aufgrund der RdG die Erde um 0,001924966 s früher losfliegt, bevor das Myon überhaupt entsteht. Um vom Entstehungszeitpunkt des Myons in Richtung des Myons 576,744 km zurückzulegen, um dann bis zum Zerfall des Myons noch 693 m zu bewältigen, müsste die Erde auf x'=-577,43689 km starten! Das ergibt die LT natürlich nicht, weil es nicht sein kann! Denn die Erde entfernt sich ja nicht vom Myon, sondern fliegt auf das Myon mit 0,9994 c zu! Und da das Myon erst um 0,001924966 s später entstehen wird, hat die Erde in dieser Zeit das Myon längst hinter sich gelassen und steht auf plus 577,43689 km! Da kann die Erde noch solange weiter fliegen, wie sie will, da ist weit und breit kein Myon mehr!
Das ist doch wohl klar: nach Transformation in das Ruhesystem des Myons ist nicht das Myon von der Erde entfernt, sondern die Erde vom Myon enfernt! Und fliegt auf das Myon, das an Ort und Stelle bleibt, zu. Und damit ihre Rechnung aufginge, müsste nach LT die Erde daher von einer Minus-Koordinate losfliegen. Aber die LT verändert ja keine Ereignisse und platziert Objekte nicht plötzlich woanders hin, sondern sie erzeugt die veränderten Koordinaten mit der RdG! Sind im Erdsystem die Uhren auf der Erde und beim Myon gleichzeitig auf Null, so ist das im Ruhesystem Myon nicht gleichzeitig! Sondern das Myon wird mit t'=0,001924966 später entstehen, als die Erde sich bei t=0 in Bewegung setzt. Wenn das Myon entsteht und nun feststellt, auf welcher Koordinate die Erde in diesem Moment gelandet ist, kann's nur eine Plus-Koordinate sein. Denn die Erde hat 0,001924966 s lang Zeit gehabt, mit 0,9994 c dahin zu fliegen und hat den Ort, wo das Myon entstehen wird, längst überholt! Und den Gefallen, nun umzukehren, wird sie uns nicht tun! Und die LT gibt völlig logisch für den Ort der Erde zum Zeitpunkt der Entstehung des Myons eine Plus-Koordinate an. Denn diese Koordinate wird vom Myon dem Ort der Erde zugeteilt, es sieht ja aus seinem Ruhesystem der bewegten Erde zu.
Lassen wir doch mal das Myon um 0,001924966 s früher entstehen, ehe die Erde losfliegt. Das Myon entsteht also bei t' =-0,001924966 s, zerfällt aber schon nach 2.3120E-006 s - und da ist die Erde noch gar nicht unterwegs. Geht also auch nicht.
Also nix traraa! Die Plus-Koordinate wirft ihre Rechnung über den Haufen. Und Ihre 693 m liegen in weiter Ferne...
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Grüße
Harald Maurer
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Trigemina » Mi 23. Okt 2013, 00:14

Ernst hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:Genau! Und wenn ich auf dich zurase und zum nämlichen Zeitpunkt einen Abstand von 20km mit deinem Massstab habe, zeigt mein Massstab eine dazu längenkontrahierte Strecke an.

Ganz sicher nicht. Bestenfalls siehst du meinen Maßstab längenkontrahiert. Aber niemals deine eigenen. Deiner hat ja die Ruhelänge von 20km. Genau wie meiner.


Das wird langsam albern hier (wieder einmal mehr). Wenn dein Masstab in S den Abstand von 20km misst, wird diese Strecke mit meinem Massstab in S' längenkontrahiert gemessen.

Auf Wiederholungen und Sich-im-Kreis-drehen-Spiele habe ich keine Lust.
Ciao!
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mi 23. Okt 2013, 06:07

Trigemina hat geschrieben:
Wenn du auf mich zurast und zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Abstand von 20km hast in meinem Bezugssystem S, dann sind das für mich 20km und nicht mehr oder weniger. Die einzige längenkontrahierte Strecke in S ist deine Körpergrösse.


Trigemina hat geschrieben:
Wenn dein Masstab in S den Abstand von 20km misst, wird diese Strecke mit meinem Massstab in S' längenkontrahiert gemessen.


Was nun, Trigemina? Weißt Du überhaupt was in der SRT längenkontrahiert wird? Sind es die Strecken oder die Objekte? Sind es die Körpergröße in S und die Strecken in S‘ ? Oder andersrum? Oder mal so, mal so?

Offensichtlich schwimmst Du völlig in Deiner eigenen Lieblingstheorie, obwohl Du Dich als Spezialist vorgibst und uns seit Jahren belehren möchtest. 8-)


Trigemina hat geschrieben:
Na ja. Man kann den Esel zwar zum Brunnen führen, saufen muss er immer noch selber.


Esel sollen ganz umsichtige Tiere sein, sie trinken nur, wenn das Wasser frisch ist.
Verfaultes Wasser musst Du also selber saufen.


Trigemina hat geschrieben:
Auf Wiederholungen und Sich-im-Kreis-drehen-Spiele habe ich keine Lust.
Ciao!


Ja, genau, und Tschüss! :mrgreen:

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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Mi 23. Okt 2013, 08:19

Harald Maurer hat geschrieben:Das Ereignis kann daher im Erdsystem nur so beschrieben werden, dass ein Teilchen in 20 km Entfernung entsteht

und nach 0,00006675287 s

auf der Koordinate x=0 am Erdboden ankommt.


Die rote Information brauchen wir nicht zur Ermittlung der Laufstrecke das Myons im Myonensystem.

Bild

Harald möchte das Myon also bei x=20km entstehen lassen und bei x=0 sterben lassen.

Zur Berechnung der Länge der Laufstrecke reicht jetzt allein Gleichung (IV), wenn wir diese nach x’ auflösen.

Geburtsort: x’=x*wurzel(1-v²c²)-v*t’

Den “Geburtstag” t’ brauchen wir nicht wissen! Uns muss nur klar sein, dass wir Anfang und Ende der Laufstrecke gleichzeitig im Myonensystem messen müssen.

Wann, das ist völlig egal, wie wir gleich sehen werden.

Todesort: x’=0*wurzel(1-v²c²)-v*t’

||Geburtsort-Todesort||=x*wurzel(1-v²c²)

Die Zeit, wann wir diese Laufstrecke messen, fliegt also ganz elegant aus der Gleichung raus!
julian apostata
 
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Kurt » Mi 23. Okt 2013, 09:22

julian apostata hat geschrieben:Die Zeit, wann wir diese Laufstrecke messen, fliegt also ganz elegant aus der Gleichung raus!


So wie jeder Bezug zur Realität schon bei den ersten Überlegungen zu dieser Theorie rausgeflogen sind.

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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Mi 23. Okt 2013, 09:46

julian apostata hat geschrieben:Die Zeit, wann wir diese Laufstrecke messen, fliegt also ganz elegant aus der Gleichung raus!

Lieber Julian!
Plage Dich nicht auf verlorenem Posten ab, das Myonen-Szenario mit der LT zu erklären. Dass das nicht geht, müsste Dir eigentlich sofort klar sein.
Das Teilchen kommt im IS Erde bei x=0, t=0,00006675287 s auf der Erde an.
Die LT ergibt, dass aus Sicht des Ruhesystems des relativ mit 0,9994 c bewegten IS' dieses Ereignis auf der Koordinate
X'=577,43689122 zur Zeit t'=0,0019272785 s stattfindet! x' ist eine positive Koordinate! D.h. der Tod des Myons findet 577,43689122 km entfernt vom Myon statt, dass ja in seinem Ruhesystem verbleibend sein kurzes Leben hinter sich bringt. Und die Geburt des Myons müsste dann 2.3120E-006 s und 693 m vor dieser positiven Koordinate stattfinden. Das Myon ruht aber in seinem Ruhesystem und kann sich gar nicht in dieser großen Entfernung befinden. Weder bei der Geburt, noch beim Tod, wo noch dazu aufgrund der RdG die Erde sich 0,0019272785 s früher in Bewegung gesetzt hat (RdG)!
Damit ist der Fall schon gegessen. Denn das Myon kann ja nicht aus einer Entfernung von 577,43689122 km seiner eigenen Geburt und seinem Tod zugucken! Und zum Zeitpunkt seiner Geburt ist die Erde schon längst bis zur Koordinate x' =576,74389122 hingeflogen! Da wird gar kein Myon geboren, denn die kommen im weit entfernten Myonen-Ruhesystem zur Welt!
Vergiss den ZD-"Beweis" mit den Myonen. Der ist nur ein Bluff und nicht mehr zu retten! 8-)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » Mi 23. Okt 2013, 10:13

Trigemina hat geschrieben:Wenn dein Masstab in S den Abstand von 20km misst, wird diese Strecke mit meinem Massstab in S' längenkontrahiert gemessen.

Und wenn dein Maßstab in S' 20km mißt, wird diese Strecke in meinem Maßstab in S längenkontrahiert gemessen.

Auf Wiederholungen und Sich-im-Kreis-drehen-Spiele habe ich keine Lust.

Du kannst auch noch so viel kreiseln. Aus einer Symmetrie wirst du niemals eine Asymmetrie zaubern.
Es bleibt dabei, die Myonengeschichte ist symmetrisch und der "Beweis" der ZD daraus ist an physikalischer Einfalt kaum zu überbieten.

Daß du zu meiner Bemerkung über das Wunder der ortsabhängigen Zeit in S' keine Stellung beziehst, wundert mich nicht.
.
.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon DerDicke » Mi 23. Okt 2013, 19:29

Harald Maurer hat geschrieben:Ja, nur sind die 693 m am falschen Ende!

neee, die sind am richtigen Ende
Harald Maurer hat geschrieben:Aber das ist eine positive Koordinate!

... und das ist auch gut so!

Erde gleichzeitig in S' mit Entstehung myon: x1'=576744 m
Myon bei seiner Entstehung: x2'=577436 m
Erde/Myon bei Aufschlag: x'=577436 m
Die Erde liegt links vom Myon x1'<x2' vom Myon aus gesehen also negative Koordinatendifferenz, also korrekt.
Die Erde fliegt in S' in Richtung der positiven x'-Koordinate (von links nach rechts) ebenfalls korrekt.


Daß DerDicke seine Koordinaten nicht erklärt hätte können Sie ihm ja wohl nicht vorwerfen:
DerDicke hat geschrieben:S mit (x,t) sei Ruhesystem der Erde, S' mit (x',t') Ruhesystem des Teilchens. Wir setzen beide Nullpunkte auf die Erde.

Bei obiger Definition der Nullpunkte würde selbst unter Galilei die Erde nur positive absolute Werte x' durchlaufen. Die Transformation ist möglicherweise klassisch nicht mal wirklich verstanden.


Der Rest Ihrer Ausführungen erübrigt sich dann wohl. Wir können uns gleichwohl einige Comments nicht verkneifen.


Harald Maurer hat geschrieben:D.h. der Tod des Myons findet 577,43689122 km entfernt vom Myon statt,

Nein, das Myon RUHT in S' im Punkt x'= 577436 m . Geburt und Tod finden auf diesem x'-Wert statt
(s. Koordinatenwerte oben)


viewtopic.php?f=6&t=600&start=740#p63704
Harald Maurer hat geschrieben:http://www.mahag.com/neufor/download/file.php?id=2291

Harald Maurer hat geschrieben:um dann bis zum Zerfall des Myons noch 693 m zu bewältigen, müsste die Erde auf x'=-577,43689 km starten! Das ergibt die LT natürlich nicht, weil es nicht sein kann!

Hier liegen wohl Ihre Verständnisprobleme begraben.
Sie haben nicht kapiert, daß die Nullpunkte von S und S' übereinanderliegen. Mithin also das Myon im eigenen Ruhesystem S' nicht im Ursprung, sondern auf x'=576744 m ruht.

Weitere Verständnisschwierigkeiten werden hier aufgezeigt:
Harald Maurer hat geschrieben:x' ist eine positive Koordinate! D.h. der Tod des Myons findet 577,43689122 km entfernt vom Myon statt, dass ja in seinem Ruhesystem verbleibend sein kurzes Leben hinter sich bringt.

Harald Maurer hat geschrieben:Da wird gar kein Myon geboren, denn die kommen im weit entfernten Myonen-Ruhesystem zur Welt!

Eben! Daß das Ruhesystem S' eines Teilchens so definiert wird, daß das Teilchen nicht auf x'=0, sondern auf x'=577436 m ruht scheint hier einige Leutchen klar zu überfordern.
"im weit entfernten Myonen-Ruhesystem zur Welt" meint wohl "auf dem Nullpunkt von S'" was in diesem Szenario ja klar anders definiert wurde.


Etwas Übung im Rechnen mit Koordinatentransformationen (immer gerne erst mal Galilei) kann nicht schaden. Ihre Probleme haben übrigens nichts mit der RT zu tun. An einen von Ihnen, Herr Maurer, programmierten Roboter würde sich DerDicke vorerst nicht näher als 4m rantrauen.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Do 24. Okt 2013, 00:48

Eins nach dem Anderen. Fangen wir erst mal mit der Geburt des Myons an.

x=20km t=0s
x’=577,4 km t’=0,00192496646s

Irgendwie typisch für Harald! Anstatt dem Myon ein Bezugssystem zuzuordnen und das Myon darin im Koordinatenursprung zu platzieren, setzt Harald das Myon 577 Kilometer neben den Nullpunkt.

Jetzt lassen wir das Myon sterben.

x=0km t=0,00006675287s
x’=577,4km t’=0,0019272785s

Während seiner kurzen Lebenszeit war also das Myon ständig in seinem Bezugssystem am Punkt x’=577,4 km “angenagelt“.

Seine Lebenszeit betrug
0,0019272785s - 0,00192496646s = 0,00000231204s

In diesen 0,00000231204s ziehen aus Sicht des Myons

0,00000231204s * 0,9994 * c ~ 692,7 m vorbei

Diese 692,7 Meter kann man aber auch viel einfacher haben, nämlich über

20 000 Meter * wurzel(1-0,9994²) ~ 692,7 Meter

Und ich seh grad, “der Dicke” kommt zu derselben Erkenntnis.

DerDicke hat geschrieben:Nein, das Myon RUHT in S' im Punkt x'= 577436 m . Geburt und Tod finden auf diesem x'-Wert statt
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon All » Do 24. Okt 2013, 06:37

julian apostata hat geschrieben:Eins nach dem Anderen. Fangen wir erst mal mit der Geburt des Myons an.
[/quote]


Ein Myon das geboren wird und stirbt. So langsam ist das ja nicht mehr zum aushalten. Ein Myon existiert nicht, weil es nur eine Eigenschaft beschreibt. Ebenso ist es mit der Masse. Masse existiert auch nicht. Masse ist die Eigenschaft der Materie. Eigenschaften existieren nicht wirklich, sondern sind lediglich Mittel um etwas beschreiben zu können. Es ist das "Wesen" der Materie.

Wenn man sich über das Wesen von irgendwas unterhält, dann betreibt man kein Physik mehr, sondern nur physikalsich unterwanderte Philosophie.
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