Sehr geehrter Herr Maurer:
DerDicke folgt selbstverständlich Ihrem Vorschlag, obwohl die Julian-Version äquivalent ist.
S mit (x,t) sei Ruhesystem der Erde, S' mit (x',t') Ruhesystem des Teilchens. Wir setzen beide Nullpunkte auf die Erde. Längen in m, Zeiten in sec.
Die Ereignisse transformieren wie folgt:
Entstehung Teilchen (x,t)=(20000,0) transformiert zu (x',t')=(577437, 0.0019249665)
Aufschlag Teilchen (x,t)=(0, 0.00006675) transformiert zu (x',t')=(577437, 0.0019272785)
Durch Differenzbildnung können Sie sich nun unschwer überzeugen, daß das Myon eine Eigenzeit von 2.3120E-006 sec durchlebt.
Jetzt könnten Sie noch fragen, Herr Maurer: welche Strecke hat die Erde in S' während der Lebensdauer des Myons durchlaufen
den Endpunkt haben wir schon, das ist identisch mit dem Ereignis "Aufschlag Teilchen" s. oben
Der Anfangspunkt ist der Punkt mit folgenden Eigenschaften
x=0 (Erde ruht im Ursprung von S)
t'=0.0019249665 (erdposition zeitgleich in S' mit Entstehung des Teilchens)
x'=? (gesucht)
Eine Beziehung zwischen x,t' und x' liefert uns die Lorentz-Rücktransformation
x/c=gamma*(x'/c + v/c * t')
Einsetzen und auflösen nach x' liefert: x'=576744,17m
mithin durchläuft die Erde in S' während der Lebensdauer des Teilchens die Strecke 577437m - 576744m = (traraaa) 693m
Harald Maurer hat geschrieben:
Aus der LT ergibt sich klipp und klar, was im IS' gemessen wird. Es ist alles berücksichtigt: ZD, LK, RdG und das Additionstheorem. Das ist doch faszinierend und praktisch, nicht wahr?
Zumindest in dem Punkt haben Sie die vollste Zustimmung DesDicken