Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » So 20. Okt 2013, 09:02

Trigemina hat geschrieben:Überleg doch mal: In S ruht der Massstab im Erdsystem,

In S' ruht das Myon, sein Massstab ist gegenüber S bewegt,

Aha; des einen Maßstab ruht und des anderen Maßstab ist bewegt? Das Relativitätsprinzip bleibt auf der Strecke?
Überleg doch mal: Das kommt dir selbst nicht spanisch (unzulässig asymmetrisch) vor?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » So 20. Okt 2013, 09:25

Trigemina hat geschrieben:Klar, ist auch so! Das relativ zu S bewegte Myon lebt länger als das in S unbewegte.

Klar ist dann auch: Das relativ zu S' bewegte (Erd-) Myon lebt länger als das in S' unbewegte.
Da leben dann Erdmyon und Flugmyon wieder gleichlang.
Es handelt sich in der SRT um eine Relativbewegung. Ist Myon zur Erde relativbewegt, dann ist gleichermaßen Erde zu Myon relativbewegt.

Da Myonen leider nur ein Leben haben, können sie auch nur eine Lebensdauer haben. Welche ist das denn nun?

Die Damen und Herren Verfasser der Myonenexperimente sollten hier im Mahag mal einen Crashkurs absolvieren, um ihre "Peinlichkeiten" von den hier versammelten "Experten" endlich mal einzusehen und entsprechend zu bereinigen. So was aber auch!

Sollten sie. Und dabei gleich erklären, wieso sie das von Ihren Lehrern und die wiederum von ihren Lehrern kritiklos übernommen haben.

Und dabei gleich noch erklären, wieso sie bei LT der Zeit kritiklos dem mathematischen Gehalt einen abweichenden (reduzierten) physikalischen Gehalt zuordnen.

t' = (t-vx/c²)gamma

beinhaltet mathematisch die Aussage, daß zum Zeitpunkt t in S an jedem Ort x' in S' eine unterschiedliche Zeit vorhanden ist. Das ist physikalisch grotesk und unmöglich.
Wieso wird das dann vertuscht, indem man auf die Transformation von diskreten Ereignissen reduziert? Was übrigens auch dann noch Ergebnisse zeitigt, welche jedem physikalischen Verständnis widersprechen.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » So 20. Okt 2013, 09:37

julian apostata hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Da das wechselseitig stattfindet, kann es sich nur um Schein handeln.
Wenn aber die SRT ausrechnet, was scheint, aber in Wahrheit nicht ist, dann ist sie ganz unnütz.

Mein Gott, wie oft hatten wir das jetzt schon! Relativistische Effekte sind nicht real, solange sich die Bezugsysteme in Ruhe lassen. Wenn aber ein Bezugsystemwechsel statt findet, dann können sie real werden.

Ah so. Die sollen sich in Ruhe lassen. Deine Vorstellung dazu ist erwähnenswert, aber komplett Quatsch.

Die relativistische Masse zum Beispiel: Da können noch so viel Bezugsysteme um mich rum schwirren, ich krieg davon nicht mehr Masse. Wenn aber irgend so ein daher gerastes Bezugsystem mich mitnimmt, so kriegt es mehr Masse mit, als ich jetzt habe.
E_kin+m*c²
Die Summe muss stimmen vor und nach dem Stoß.

Und das setzt dem noch die Krone auf.

Deine Vorstellung vom Mechanismus der SRT ist ganz undiskutabel. Solchen Unfug kann man sachlich nicht kommentieren.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » So 20. Okt 2013, 10:04

Ernst hat geschrieben:Aha; des einen Maßstab ruht und des anderen Maßstab ist bewegt? Das Relativitätsprinzip bleibt auf der Strecke?
Überleg doch mal: Das kommt dir selbst nicht spanisch (unzulässig asymmetrisch) vor?

Das ist ja der Trick mit dem 3. Bezugssystem, dem gegenüber die Erde ruhen könnte und das Myon bewegt wäre. Aber ein 3. Bezugssystem gibt es nicht und eine Sicht aus diesem hat keine Bedeutung für die Sicht aus dem jeweiligen Ruhesystem der Erde und des Myons. Wenn die sich gegenseitig angucken, ist die Situation immer symmetrisch und jeder wird in seinem Ruhesystem feststellen, dass sein eigener Maßstab ruht und das andere Koordinatensystem samt dem Maßstab darin bewegt ist. Ein 3. Bezugssystem kann ja nicht darüber bestimmen, was in den beiden anderen Systemen zu sehen und zu messen ist! Die Symmetrie zwischen Erde und Myon ist daher mit keinerlei Trick aufzuheben.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Trigemina » So 20. Okt 2013, 12:19

Ernst hat geschrieben:Klar ist dann auch: Das relativ zu S' bewegte (Erd-) Myon lebt länger als das in S' unbewegte.


Es gibt aber in der Myonengeschichte keine zu S' bewegte (Erd-) Myonen!

Harald Maurer hat geschrieben:Der Satz kann auch lauten:
In S' ruht der Massstab im Myonsystem, folglich ist da nichts längenkontrahiert ausser die Erde selber (hier irrelevant), nicht jedoch der Abstand Myon-Erde, da dieser ja mit dem im Myonensystem ruhenden Massstab ausgemessen wird!


Nein, eben nicht! Da der Massstab in S' gegen S bewegt ist, wird der Abstand in S' längenkontrahiert gemessen. Wenn die Myonen auf S bezogen in sagen wir 20km Höhe entstehen, ist diese Höhe logischerweise nur in Bezug auf S' im Ruhesystem des Myons längenkontrahiert.

Es hat keinen Sinn, Erdmyonen einzuführen oder Massstäbe nach belieben auszutauschen, bloss um irgend etwas von Relativitätsprinzip oder Symmetrie zu erzählen!

Ernst hat geschrieben:Aha; des einen Maßstab ruht und des anderen Maßstab ist bewegt? Das Relativitätsprinzip bleibt auf der Strecke?
Überleg doch mal: Das kommt dir selbst nicht spanisch (unzulässig asymmetrisch) vor?


Das einzige mir spanisch vorkommende sind Verdrehungen von Experimentieranordnungen seitens der Kritikerfraktion.

Ernst hat geschrieben:Da Myonen leider nur ein Leben haben, können sie auch nur eine Lebensdauer haben. Welche ist das denn nun?


Diese Frage habe ich dir in meinem letzten Post bereits beantwortet. Wieso stellst du sie noch einmal? Es gibt keine andere Antwort darauf!

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Die zu untersuchende Konstellation bzw. die Frage von Ernst an Dich war folgende:

„Zwei Tennisbälle fliegen auf einander zu. Auf jedem lebt ein Myon. Auf welchem Ball lebt das Myon länger?“


Auch diese Frage habe ich bereits beantwortet. Weshalb wird sie noch einmal gestellt? Passen die Antworten nicht?
Da capo: Aus Sicht der beiden Ruhesysteme S' der Myonen lebt das jeweils andere Myon länger.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ernst » So 20. Okt 2013, 12:57

Trigemina hat geschrieben:Es gibt aber in der Myonengeschichte keine zu S' bewegte (Erd-) Myonen!

Na sag mal. Die Aussage der Story lautet, ein die Erde anfliegendes Myon A lebt länger als ein auf der Erde ruhendes Myon B.
Und der Einwand hier lautet: Dann lebt das auf das Myon A zufliegende Erdmyon B länger als Myon A.
Das ist doch wohl unstrittig, wenn man das Relativitätsprinzip nicht killen will.

Da der Massstab in S' gegen S bewegt ist, wird der Abstand in S' längenkontrahiert gemessen.

Und entsprechend dem Relativitätsprinzip:
Da der Massstab in S gegen S' bewegt ist, wird der Abstand in S längenkontrahiert gemessen.

Es hat keinen Sinn, Erdmyonen einzuführen oder Massstäbe nach belieben auszutauschen, bloss um irgend etwas von Relativitätsprinzip oder Symmetrie zu erzählen!

Es hat keinen Sinn, gleichberechtigte Maßstäbe für beide Fälle zu ignorieren, und abzustreiten, daß in der Story erzählt wird, daß ein Erdmyon kürzer lebt als ein anfliegendes Myon.

Das einzige mir spanisch vorkommende sind Verdrehungen von Experimentieranordnungen seitens der Kritikerfraktion.

Da wird nichts verdreht, sondern klargestellt. Die Situation entspricht den beiden Tennisbällen mit darauf lebenden Myonen. Und wenn da eine Asymmetrie reingebastelt wird, dann ist das eine grobe Mißachtung der Relativität.
Der Abstand der beiden Bälle ist im RuheIS des einen Balls genauso groß wie im RuheIS des anderen. Genau das streitest du hier ab.

Aus Sicht der beiden Ruhesysteme S' der Myonen lebt das jeweils andere Myon länger.

Dann leben sie real gleichlang.
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Zuletzt geändert von Ernst am So 20. Okt 2013, 14:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Guten Tag » So 20. Okt 2013, 15:49

@ All

All hat geschrieben:@ Guten Tag

Sie verpassen sich mit Ihren Definitionsproblemen doch selbst ein Tritt in die Eier.

Ein Beispiel noch:

Eine feinsinnige Unterscheidung zwischen RECHTS und RECHTSEXTREMISMUS ist schon notwendig.

Rechts von der Mitte sitzt immer noch die Demokratie.

Rechtsextremismus hat mit Demokratie nichts mehr zu tun.

Ich verteidige also nicht K.Baist, sondern die Sprache.

Ich will jetzt mal dabei belassen. Mehr werden Sie von mir nicht erfahren, sonst mache ich Sie schlauer als Sie sowieso nicht sind.



Ich zitiere Sie "Sprachretter":
Zitat " ...in der Physik ist Bewegung = ORTSVERÄNDERUNG mit der Zeit..." (Zitatende, Großschreibung von mir)

I. Eine Veränderung findet immer in der Zeit statt
II. Eine Ortsveränderung ist also Änderung des Ortes in der Zeit, ergo Bewegung
III. Ihre superlogische Gleichung übersetzt lautet demzufolge : Bewegung = Bewegung mit der Zeit
IV. Ich mache Sie gerne schlauer, vielleicht kann man sich dann irgendwann mit Ihnen vernünftig unterhalten
V. Als Logiker und Sprachretter taugen Sie nicht.
VI. Im Grunde versuchen Sie die Unschärfe von Sprache/Begriffen mit eigens erschaffenen Sprachungetümen nachzuweisen. Kurz gesagt, eine Belehrung, Sprache
tauge nicht die Welt zu beschreiben wie sie ist, mag la sprachlich gelingen, aber sicher nicht mit Ihren klug klingenden doch nichtssagenden "Sätzen".
Setzen 6!
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Yukterez » So 20. Okt 2013, 17:06

Ernstl hat geschrieben:Die Myonengeschichte behauptet aber, daß das bewegte Myon tatsächlich länger lebt als ein Myon auf der Erde. Das ist von der SRT nicht gedeckt. Ein peinlicher Irrtum der Verfasser und mehr noch jener, welche das experimentell "ermittelt" haben.

Von wegen. In seinem eigenen IS wird das relativ zur Erde bewegte Myon haargenau gleich alt, wie ein relativ zur Erde ruhendes Myon in dessen IS.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Guten Tag » So 20. Okt 2013, 17:08

@ Chief
Chief hat geschrieben:
Guten Tag hat geschrieben:...

I. Eine Veränderung findet immer in der Zeit statt
...

Nicht unbedingt!

Guten Abend


Zum Beispiel ???
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Yukterez » So 20. Okt 2013, 17:19

Eine Veränderung kann auch im Raum stattfinden, zB kann sich bei einer Steigung von 26.565° jeden Meter die Höhe um einen halben Meter ändern. Das ist dann aber keine Geschwindigkeit mehr, sondern eine dimensionlose Zahl (in diesem einfachen Beispiel wären das zeitlose 50%), deshalb ist Chiefs Einwand hier fehl am Platz.
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